<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://ddn.pluspedia.org/w/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gyrobus</id>
	<title>Gyrobus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://ddn.pluspedia.org/w/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gyrobus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://ddn.pluspedia.org/w/index.php?title=Gyrobus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-20T07:33:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in PlusPedia</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.3</generator>
	<entry>
		<id>https://ddn.pluspedia.org/w/index.php?title=Gyrobus&amp;diff=585711&amp;oldid=prev</id>
		<title>FFA P-16: Die Seite wurde neu angelegt: „Ein Gyrobus von 1955, das einzig erhaltene Fahrzeug seiner Art  Ein &#039;&#039;&#039;Gyrobus&#039;&#039;&#039; ist ein Omnibus mit Elektroantrieb, d…“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://ddn.pluspedia.org/w/index.php?title=Gyrobus&amp;diff=585711&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2018-06-06T16:41:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;a href=&quot;/wiki/Datei:Gyrobus_G3-1.jpg&quot; title=&quot;Datei:Gyrobus G3-1.jpg&quot;&gt;mini|Ein Gyrobus von 1955, das einzig erhaltene Fahrzeug seiner Art&lt;/a&gt;  Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gyrobus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein &lt;a href=&quot;/wiki/Omnibus&quot; title=&quot;Omnibus&quot;&gt;Omnibus&lt;/a&gt; mit &lt;a href=&quot;/w/index.php?title=Elektroantrieb&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Elektroantrieb (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Elektroantrieb&lt;/a&gt;, d…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gyrobus G3-1.jpg|mini|Ein Gyrobus von 1955, das einzig erhaltene Fahrzeug seiner Art]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gyrobus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Omnibus]] mit [[Elektroantrieb]], dessen [[Energie]] aus einer [[Schwungradspeicherung]] in einem mitgeführten [[Schwungrad]] stammt. Der Wortteil &amp;#039;&amp;#039;Gyro&amp;#039;&amp;#039; kommt von {{elS|γύρος|de=Kreisel‘, ‚Runde}}. In den 1950er Jahren wurden insgesamt nur 19 Fahrzeuge gebaut, Das Prinzip bewährte sich mit der damaligen Technik nicht, obwohl bereits eine [[Nutzbremse]] integriert war. In den 1990er Jahren wurden in [[München]] und [[Bremen]] erneut [[Hybridbus|Hybrid-Omnibusse]] mit Schwungradspeichern eingesetzt, analog dazu beim [[Trolleybus Basel]] Oberleitungsbusse mit einem Schwungradspeicher-[[Oberleitungsbus#Hilfsantrieb|Hilfsantrieb]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZDF-Planet_e&amp;quot;&amp;gt;{{ZDFmediathek| ID=1578074 | Titel=Planet e: Mehr Energie durch Schwungrad-Technik (ab 15:30 min) | Typ=video | Zugriffsdatum=2012-05-08 | Offline=2014-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Vor Betriebsbeginn, an bestimmten Zwischenhaltestellen und vor allem während des längeren Aufenthalts an den Endstationen wird mittels eines dreiarmigen [[Stromabnehmer]]s eine Verbindung mit dem [[Stromnetz]] hergestellt. Dabei wird dem Fahrzeug [[Dreiphasenwechselstrom]] mit einer Spannung von 500&amp;amp;nbsp;Volt zugeführt, mit dessen Hilfe das Schwungrad beschleunigt wird. Auch die Bremsenergie kann wie bei [[Batteriebus]]sen oder [[Hybridbus]]sen zurückgewonnen und auf das Schwungrad übertragen werden. Ein besetzter Gyrobus konnte mit einem Ladevorgang sechs Kilometer zurücklegen, in der Regel wurde jedoch alle vier Kilometer eine Ladestation eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=5&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gyrobus G3-interior1.jpg|Die Inneneinrichtung, in der Mitte das Schwungrad&lt;br /&gt;
Datei:Gyrobus G3-interior2.jpg|Das Schwungrad im Detail&lt;br /&gt;
Datei:Gyrobus G3-engine.jpg|Der Motor&lt;br /&gt;
Datei:Gyrobus aan het opladen.jpg|Aufladevorgang I&lt;br /&gt;
Datei:Gyrobus bij oplaadpunt.jpg|Aufladevorgang II&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
Der Gyrobus ist leiser als ein Dieselfahrzeug und erzeugt keine Abgase entlang der Fahrstrecke. Im Gegensatz zu [[Oberleitungsbus]]sen benötigt er keine Fahrleitung. Damit kann er flexibel auf wechselnden Strecken eingesetzt werden. Für die Betreiber entfallen Investitionskosten für den Leitungsbau, das Stadtbild bleibt durch den Verzicht auf Oberleitungen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachteil ist das Gewicht: Ein Gyrobus für circa 20 Personen und einen Aktionsradius von 20 Kilometern benötigt bei herkömmlichen Schwungrädern aus Stahl etwa 1,5 Tonnen Schwungradmasse, um die nötigen etwa 18&amp;amp;nbsp;[[Joule|MJ]] (5&amp;amp;nbsp;kWh) zu speichern. Außerdem erfordert die rotierende Scheibe besondere Sicherheitsmaßnahmen. So beträgt die Umfangsgeschwindigkeit einer Scheibe mit 1,6 Metern Durchmesser bei 3000 Umdrehungen pro Minute etwa 900&amp;amp;nbsp;km/h. Zusätzlich muss das Schwungradgehäuse evakuiert werden, um die Luftreibung und den damit einhergehenden Energieverlust zu verringern. Diese Maßnahmen erhöhen das Gesamtgewicht um etwa drei Tonnen gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug. Moderne Schwungräder aus aufgewickeltem [[Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff|kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff]] können mit höheren Drehzahlen arbeiten. Sie sind leichter und würden das Eigengewicht des Gyrobusses senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Nachteil ist das Fahrverhalten eines Gyrofahrzeugs. Das um eine senkrechte Achse rotierende Schwungrad bewirkt bei Änderungen der Steigung der Straße Kippkräfte auf das Fahrzeug. Durch Verwendung zweier gegenläufiger Schwungräder lässt sich dieser Effekt jedoch aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aufgrund dieser Nachteile setzte sich das Konzept des Busses mit Schwungrad-Antrieb nicht durch. Außerdem gab es immer leistungsfähigere Busse mit Verbrennungsmotoren mit größeren Reichweiten, die im Einsatz flexibler waren. Die Idee, elektrische Energie an der Haltestelle in den Bus zu laden, ist aufgrund der ökologischen Probleme des Verbrennungsmotor wieder aktuell. Der „Capabus“, der auf der [[Expo 2010]] in [[Shanghai]] unterwegs war, funktionierte wieder nach diesem Prinzip, nutzte aber aufgrund der geschilderten Nachteile [[Superkondensator#Energierückgewinnung in Bussen|Kondensatoren]] zur Energiespeicherung. Auch die in Dresden entwickelte „[[AutoTram]]“ nutzt seit 2005 wieder ein Schwungrad als Energiespeicher; allerdings ist es nur ein kleineres Schwungrad, das auch nicht der einzige Antrieb ist, sondern lediglich eine Brennstoffzelle unterstützt und zur Zwischenspeicherung von Bremsenergie dient. Auch in Rennwagen wurden schon moderne Schwungradspeicher zum Puffern von Bremsenergie eingesetzt&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZDF-Planet_e&amp;quot; /&amp;gt; beispielsweise beim [[Porsche 911&amp;amp;nbsp;GT3&amp;amp;nbsp;R Hybrid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planmäßige Einsätze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gyrobus G3-3.jpg|mini|Der Gyrobus aus Gent von hinten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz setzte die Verkehrsgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Société anonyme des Transport Publics Yverdon–Grandson&amp;#039;&amp;#039; (TPYG) zwischen September 1953 und Oktober 1960 zwei Gyrobusse auf der acht Kilometer langen Strecke Tuileries de Grandson–Condémines ein. Sie verkehrten im Stundentakt, in den [[Verkehrszeiten|Hauptverkehrszeiten]] im Halbstundentakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 6. August 1955 an verkehrten auch in [[Kinshasa|Léopoldville]] – der Hauptstadt des damaligen [[Geschichte der Demokratischen Republik Kongo#Belgisch-Kongo|Belgisch-Kongo]] – Gyrobusse auf vier Linien. Die Gewalttätigkeiten zwischen einem Gyrobusfahrer und Demonstranten vom 4.&amp;amp;nbsp;Januar 1959 gelten als einer der Anlässe im kongolesischen Unabhängigkeitskampf.&amp;lt;ref&amp;gt;David Van Reybrouck: &amp;#039;&amp;#039;Kongo. Eine Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Taschenbuchausgabe, Suhrkamp, Berlin 2013, ISBN 978-3-518-46445-8, S. 295.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch in den 1950er Jahren stellte man den Betrieb wegen technischer Probleme einerseits und den beginnenden [[Geschichte der Demokratischen Republik Kongo#„Kongo-Wirren“|„Kongo-Wirren“]] andererseits wieder ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurden die bei der Schweizer [[Maschinenfabrik Oerlikon]] (MFO) hergestellten Gyrobusse auch im belgischen [[Gent]] eingesetzt. Dorthin lieferte man drei Wagen an die &amp;#039;&amp;#039;Société Nationale des Chemins de Fer Vicinaux&amp;#039;&amp;#039;, sie verkehrten auf einer 9,6&amp;amp;nbsp;Kilometer langen Linie von Gent nach [[Merelbeke]]. Im Einsatz waren sie von September&amp;amp;nbsp;1956 bis November&amp;amp;nbsp;1959.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Anwohner einer Gyrobuslinie verliefen die Versuche positiv, ihnen blieben Abgase und der Anblick von [[Oberleitung]]en erspart. Allerdings endete die Forschung vorzeitig durch die fortschreitende [[Motorisierung]] und den Wunsch der Betreiber nach höherer Flexibilität. Die zusammen 19&amp;amp;nbsp;Fahrzeuge verteilten sich wie folgt:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Anzahl || Baujahre || Fahrgestellnummern || Betriebsnummern || Einsatzbetrieb/Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}1 || 1950 || 812 || keine,&amp;lt;br /&amp;gt;ab 1954: 3 || Versuchsfahrzeug, aufgebaut auf einem Lkw-Fahrgestell von 1932,&amp;lt;br /&amp;gt;1954 nach Yverdon abgegeben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}2 || 1953 || 3495 und 3496 || 1 und 2 || Yverdon-les-Bains&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}1 || ? || 3497 || keine || Chassis geliefert an MFO, wurde Vorführfahrzeug der MFO&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12 || 1954 || 3644 bis 3655 || 101 bis 112 || Léopoldville&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}3 || 1955/56 || 3898 bis 3900 || G1, G2 und G3 || Gent&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fahrzeug, das auch Vorführfahrten durchführte, war auf der [[Deutsche Verkehrsausstellung 1953|Deutschen Verkehrsausstellung 1953]] in München zu sehen. Im Ausstellungskatalog ist ein (weiteres?) Fahrzeug im Betrieb an einer Ladestelle mit einer [[Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr|Zulassung]] des [[Kanton Zürich|Kantons Zürich]] abgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt; Emil Maurer (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Verkehrsausstellung – Offizieller Katalog&amp;#039;&amp;#039;. Carl Gabler, München 1953, S. 116. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren wurden bei Volvo und M.A.N. Gyro-Bus-Versuchsfahrzeuge mit Diesel-Hybridantrieb erprobt (vgl. Literatur). Einige der in den 1990er Jahren wieder als Stadtbusse in München und Bremen betriebenen Gyrobusse gelangten später in Museen, die in Basel eingesetzten Trolleybusse wurden nach [[Bulgarien]] weiterverkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZDF-Planet_e&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gyrolokomotive ==&lt;br /&gt;
1954 baute [[Maschinenfabrik Oerlikon|MFO]] in der gleichen Technologie eine Gyrolokomotive für die lothringische Eisenerzmine Mines de St-Pierremont. Die Lok bewährte sich dort nicht (keine genügende Aufladung infolge ungenügender Stromversorgung) und kam danach ins [[Eisenbergwerk Gonzen]] nach [[Sargans]], wo sie bis zur Einstellung der Erzförderung 1966 im Einsatz war. Nach langer Abstellzeit wurde die Lok revidiert und kommt seit 1994 gelegentlich für die Führung der Besucherzüge ins stillgelegte Bergwerk zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Michels: &amp;#039;&amp;#039;Der Gyrobus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Omnibus 2017&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Podszun-Motorbücher, Brilon 2016, ISBN 978-3-86133-815-4, S.&amp;amp;nbsp;43–50&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gyro-Bus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Motor Jahr 1982&amp;#039;&amp;#039;, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin, S. 84/85&lt;br /&gt;
* Omnibus mit Schwungradantrieb, Zeitschrift: &amp;quot;Der Deutsche Straßenverkehr&amp;quot;, Heft Dezember 1953, S. 192/193, Verlag die Wirtschaft - Berlin W8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gyroscope-powered buses}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fbw.ch/galerie/Gyrobus/gyrobus.HTM Der Gyrobus von FBW]&lt;br /&gt;
* [http://www.travys.ch/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=200%3Agyrobus&amp;amp;catid=17%3Aarticles&amp;amp;Itemid=77&amp;amp;lang=FR Geschichte des Gyrobusses und technische Details] (französisch)&lt;br /&gt;
* [http://photo.proaktiva.eu/digest/2008_gyrobus.html Gyrobus: a great idea takes a spin] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.rail.lu/materiel/mfogyrolok.html Gyrolokomotive beim Gonzenbergwerk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrokraftfahrzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Omnibustyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Omnibus mit Elektroantrieb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ja:フライホイール・バッテリー#自動車]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>FFA P-16</name></author>
	</entry>
</feed>