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	<title>Mazzino Montinari - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in PlusPedia</subtitle>
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		<title>Markus Deing: Die Seite wurde neu angelegt: „&#039;&#039;&#039;Mazzino Montinari&#039;&#039;&#039; (* 4. April 1928 in Lucca; † 24. November 1986 in Florenz) war ein italienischer Historiker und Ger…“</title>
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		<updated>2021-02-21T20:36:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mazzino Montinari&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* &lt;a href=&quot;/wiki/4._April&quot; title=&quot;4. April&quot;&gt;4. April&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/wiki/1928&quot; title=&quot;1928&quot;&gt;1928&lt;/a&gt; in &lt;a href=&quot;/w/index.php?title=Lucca&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Lucca (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Lucca&lt;/a&gt;; † &lt;a href=&quot;/wiki/24._November&quot; title=&quot;24. November&quot;&gt;24. November&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/wiki/1986&quot; title=&quot;1986&quot;&gt;1986&lt;/a&gt; in &lt;a href=&quot;/wiki/Florenz&quot; title=&quot;Florenz&quot;&gt;Florenz&lt;/a&gt;) war ein &lt;a href=&quot;/wiki/Italien&quot; title=&quot;Italien&quot;&gt;italienischer&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/wiki/Historiker&quot; title=&quot;Historiker&quot;&gt;Historiker&lt;/a&gt; und Ger…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mazzino Montinari&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. April]] [[1928]] in [[Lucca]]; † [[24. November]] [[1986]] in [[Florenz]]) war ein [[italien]]ischer [[Historiker]] und [[Germanist]]. Er gilt als einer der bedeutendsten [[Friedrich Nietzsche|Nietzsche]]-Forscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
===Studium und politische Tätigkeit===&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1949 studierte Montinari an der philosophischen Fakultät (&amp;#039;&amp;#039;classe di Lettere&amp;#039;&amp;#039;) der [[Scuola Normale Superiore di Pisa]]. Sein wichtigster Lehrer wurde der Historiker [[Delio Cantimori]], bei dem er 1949 über die protestantische Reformation in Lucca [[Promotion (Doktor)|promovierte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte der 1950er war Montinari aktiver Funktionär in Kulturorganisationen der [[Kommunistische Partei Italiens|Kommunistischen Partei Italiens (PCI)]], wo er vor allem mit dem Übersetzen deutscher Schriften, darunter [[Franz Mehring]]s &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039;, beschäftigt war. Bei einem Forschungsbesuch in [[Ost-Berlin]] 1953 erlebte er den [[Aufstand des 17. Juni|Aufstand vom 17. Juni]] mit. Nach der Niederschlagung des [[Ungarischer Volksaufstand|Ungarischen Volksaufstands von 1956]] wandte er sich endgültig vom orthodoxen [[Marxismus]] und der politischen Laufbahn ab, blieb allerdings zeitlebens den Idealen des Sozialismus verpflichtet und auch Mitglied der PCI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusammenarbeit mit Colli===&lt;br /&gt;
1957 traf Montinari [[Giorgio Colli]] wieder, der bereits in den 1940er Jahren sein Lehrer gewesen war. Er gab seine Tätigkeit in der Partei auf und zog 1958 nach [[Florenz]], um an der von Colli betreuten Reihe &amp;#039;&amp;#039;Enciclopedia di autori classici&amp;#039;&amp;#039; mitzuarbeiten. Dafür übersetzte und edierte er Texte von [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]], [[Arthur Schopenhauer|Schopenhauer]], [[Jacob Burckhardt|Burckhardt]], [[Sigmund Freud|Freud]] und Nietzsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nietzsche===&lt;br /&gt;
Mit Colli bereitete er ab Ende der 1950er Jahre eine italienische Übersetzung der Werke Nietzsches vor. Durch die Arbeiten [[Karl Schlechta (Philosoph)|Karl Schlechta]]s und Richard Roos&amp;#039; wurden sie auf die Problematik der bisherigen Nietzsche-Ausgaben aufmerksam, so dass Montinari im April 1961 selbst nach [[Weimar]] reiste, um die Manuskripte zu sichten. Im Goethe- und Schillerarchiv der &amp;#039;&amp;#039;Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar&amp;#039;&amp;#039;, das die Bestände des ehemaligen [[Nietzsche-Archiv]]s aufbewahrte, traf er auch den kritischen Nietzsche-Forscher [[Erich Friedrich Podach]]. Nach Sichtung der Manuskripte entschieden sich Montinari und Colli, eine neue, kritische [[Nietzsche-Ausgabe]] zu beginnen, die als italienische Ausgabe im Verlag [[Adelphi Edizioni]] in Mailand, als französische Ausgabe bei [[Gallimard]] in Paris und als deutsche Ausgabe im Verlag [[De Gruyter|Walter de Gruyter]] erschien. Ursprünglich sollte auch Podach an dieser Ausgabe mitwirken, wegen unüberbrückbarer Differenzen in der Nietzsche-Deutung kam es aber nicht dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit an der Nietzsche-Ausgabe wurde zu Montinaris Lebensaufgabe: er übersiedelte 1965 nach Weimar, wo er auch seine spätere Frau Sigrid Oloff kennenlernte. Hilfreich war Montinaris Fähigkeit, selbst Nietzsches späte, beinahe unleserliche [[Schreibschrift|Handschrift]] zu entziffern, was vorher in diesem Maße nur der 1918 verstorbene [[Heinrich Köselitz]] gekonnt hatte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Nietzsche-Ausgabe#Die Colli-Montinari-Ausgabe]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montinari gründete mit anderen auch die seit 1972 erscheinenden &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche-Studien&amp;#039;&amp;#039; und war bis zu seinem Tode maßgeblich daran beteiligt. Er befürwortete eine auf [[Textkritik|philologisch]] korrekter Grundlage basierende [[Interpretation|Deutung]] der Werke Nietzsches ohne voreilige [[Hypothese|Spekulation]]en. Zudem legte er Wert darauf, Nietzsche im Kontext seiner Zeit zu sehen; dazu sollte die ebenfalls von Colli und ihm begonnene kritische Gesamtausgabe des Briefwechsels Nietzsches dienen. Eine wirklich philosophische Interpretation Nietzsches führte er nie aus, seine teilweise im Sammelband &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche lesen&amp;#039;&amp;#039; herausgegebenen Aufsätze sollten eher philologisch-historische Vorarbeiten, Warnungen und Bereinigungen für eine philosophische Auseinandersetzung sein. Am ehesten sympathisierte er mit dem „aufklärerischen“ Nietzsche der „freigeistigen“ Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weitere Tätigkeiten und Auszeichnungen===&lt;br /&gt;
In den 1970ern und 1980ern pendelte Montinari zwischen den beiden deutschen Staaten und Italien. Als Germanist lehrte er an den Universitäten von [[Urbino]], [[Universität Florenz|Florenz]] und [[Universität Pisa|Pisa]]. 1980/81 war er Gastprofessor an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], 1981/82 [[Fellow]] des [[Wissenschaftskolleg zu Berlin|Wissenschaftskollegs zu Berlin]], mit dessen Gründungsrektor [[Peter Wapnewski]] er auch befreundet war. In Weimar gehörte er dem Vorstand der [[Goethe-Gesellschaft]] an. Er arbeitete an der italienischen Marx-Engels-Ausgabe und an der Weimarer [[Heine-Säkularausgabe]] mit. 1985 wurde ihm der [[Friedrich-Gundolf-Preis]] der [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montinari starb am 24. November 1986 in Florenz an einem [[Myokardinfarkt|Herzinfarkt]]. Die Beisetzung fand in der Kirche des Florentiner Ortsteils [[Settignano]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche lesen&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin und New York 1982. ISBN 3-11-008667-0 (Sammlung von Aufsätzen zu unterschiedlichen Themen der Nietzsche-Forschung.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche: eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin und New York 1991. ISBN 3-11-012213-8. (Darstellung von Nietzsches Leben und Werk mit Ansätzen zu Deutung und Auseinandersetzung.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Giuliano Campioni: &amp;#039;&amp;#039;Mazzino Montinari in den Jahren von 1943 bis 1963&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche-Studien 17&amp;#039;&amp;#039; (1988), S. XV–LX&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche-Studien 18&amp;#039;&amp;#039; (1989), Gedenkband für Mazzino Montinari. Darin:&lt;br /&gt;
** Giuliano Campioni: &amp;#039;&amp;#039;„Die Kunst, gut zu lesen“: Mazzino Montinari und das Handwerk des Philologen&amp;#039;&amp;#039;, S. XV–LXXIV.&lt;br /&gt;
** Cesare Cases: &amp;#039;&amp;#039;Der Großherzog von Weimar. Erinnerung an Mazzino Montinari&amp;#039;&amp;#039;, S. 20–26&lt;br /&gt;
** Karl Pestalozzi: &amp;#039;&amp;#039;Laudatio auf Mazzino Montinari&amp;#039;&amp;#039;, S. 27–31&lt;br /&gt;
** Wolfgang Müller-Lauter: &amp;#039;&amp;#039;Ständige Herausforderung. Über Mazzino Montinaris Verhältnis zu Nietzsche&amp;#039;&amp;#039;, S. 32–82&lt;br /&gt;
* Paolo D&amp;#039;Iorio (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mazzino Montinari: L&amp;#039;arte di leggere Nietzsche.&amp;#039;&amp;#039; Ponte alle grazie, Florenz 1992. (italienisch, [http://ora-web.swkk.de/nie_biblio_online/nietzsche.vollanzeige?p_ident=6355 Inhalt])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://ora-web.swkk.de/nie_biblio_online/nietzsche.pers_reg_ktl?p_id=10502 Schriften von Montinari] und [http://ora-web.swkk.de/nie_biblio_online/nietzsche.pers_reg_ktl?p_id=10503 Schriften über Montinari] in der Weimarer Nietzsche-Bibliographie&lt;br /&gt;
* [http://www.zam.it/biografia_Mazzino_Montinari Biographie (italienisch) und Foto]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136105386|LCCN=n/82/142520|VIAF=71395215}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Montinari, Mazzino}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nietzsche-Forscher]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Urbino)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Markus Deing</name></author>
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