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Dithmarscher Jakobsweg: Unterschied zwischen den Versionen
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Am 14. September 2013 wurde mit der Erwanderung des letzten Teilabschnittes | Am 14. September 2013 wurde mit der Erwanderung des letzten Teilabschnittes der '''Dithmarscher Jakobsweg''' eröffnet. Am Nachmittag desselben Tages fand im Rahmen der Eröffnung in der [[Kirche zum Heiligen Kreuz zu Windbergen/ Kreis Dithmarschen|Kirche zum Heiligen Kreuz zu Windbergen]] eine Pilgerandacht mit anschließendem Pilgermahl statt. | ||
Der Dithmarscher Jakobsweg ist Bestandteil | Der insgesamt ca. 90 Kilometer lange Dithmarscher Jakobsweg ist Bestandteil eines mittelalterlichen Handelsweges entlang der Nordseeküste.<br/> | ||
Er führt an [[Dithmarscher_Jakobsweg#Die_an_den_Jakobsweg_angeschlossenen_Dithmarscher_Kirchen|12 dithmarscher Kirchen]] vorüber und schließt an die Via Jutlandica<ref>s. dazu: [http://www.via-jutlandica.de/59101/home.html "via-jutlandica.de: Der Jütländische Weg"]</ref> in Glückstadt an. | Er führt an [[Dithmarscher_Jakobsweg#Die_an_den_Jakobsweg_angeschlossenen_Dithmarscher_Kirchen|12 dithmarscher Kirchen]] vorüber und schließt an die Via Jutlandica<ref>s. dazu: [http://www.via-jutlandica.de/59101/home.html "via-jutlandica.de: Der Jütländische Weg"]</ref> in Glückstadt an. | ||
Von 1495 bis zur Einführung der Reformation in Dithmarschen 1533 wurde das Heilige Kreuz, als "Wundertätiges Kreuz"<ref>s. dazu Auszug aus dem PlusPedia-Artikel: [[Kirche_zum_Heiligen_Kreuz_zu_Windbergen/_Kreis_Dithmarschen#.C3.9Cberlieferte_Historik "Kirche zum Heiligen Kreuz zu Windbergen/ Kreis Dithmarschen: Überlieferte Historik"]].</ref>, auf Pilgerwallfahrten verehrt. Auch nachdem die Dithmarscher sich zur Lehre Martin Luthers bekannten, verblieb das Heilige Kreuz als religiöser Kultgegenstand im Besitz der Windberger ev. Kirchengemeinde. | |||
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Der Dithmarscher Jakobsweg wurde unter der Leitung des Arbeitskreises „Dithmarscher Jakobsweg“ im Verein für Dithmarscher Landeskunde gemeinsam mit der Kirchengemeinde Windbergen-Gudendorf und in Abstimmung mit der Deutschen Jakobus-Gesellschaft<ref>[http://www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de/ "Deutsche St. Jakobus Gesellschaft e.V."]</ref> wieder neu erwandert. | Der Dithmarscher Jakobsweg wurde unter der Leitung des Arbeitskreises „Dithmarscher Jakobsweg“ im Verein für Dithmarscher Landeskunde gemeinsam mit der Kirchengemeinde Windbergen-Gudendorf und in Abstimmung mit der Deutschen Jakobus-Gesellschaft<ref>[http://www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de/ "Deutsche St. Jakobus Gesellschaft e.V."]</ref> wieder neu erwandert. | ||
Der Dithmarscher Jakobsweg führte im ausgehenden Mittelalter, wieder genau wie heute, an der kleinen Dorfkirche zum Heiligen Kreuz vorbei. Das "Heilige Kreuz" zu Windbergen, aufbewahrt in der Dorfkirche, ist die vermutlich einzige mittelalterliche, [[Kirche_zum_Heiligen_Kreuz_zu_Windbergen/_Kreis_Dithmarschen#.C3.9Cberlieferte_Historik|'wundertätige' Reliquie]], welche nahezu ununterbrochen seit der Reformation in einer ev. Kirche Schleswig-Holsteins ihren Platz hat. | |||
Ökumenische Pilgergruppen aus Schleswig-Holstein wallfahren zur Windberger Kirche, um vor dem Kreuz zu beten. | |||
== Verlauf == | |||
[[Datei:Kr DM komplett Dithm Jakobsweg PP.jpg|800px|Der Dithmarscher Jakobsweg.]] | |||
== Die an den Jakobsweg angeschlossenen Dithmarscher Kirchen == | == Die an den Jakobsweg angeschlossenen Dithmarscher Kirchen == | ||
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|[[Datei:Kirche der Heiligen Anna in St. Annen (Kreis Dithmarschen).jpg|thumb|280px|1491 begann die Geschichte der Siedlung [[St. Annen/ Dithmarschen|"St. Annen"]] mit der Gründung einer Kapelle. Drei dithmarscher Bauernfamilien hatten gelobt, eine Kapelle zu bauen, wenn ihnen die Eindeichung eines neuen Kooges gelänge. | |[[Datei:Kirche der Heiligen Anna in St. Annen (Kreis Dithmarschen).jpg|thumb|280px|1491 begann die Geschichte der Siedlung [[St. Annen/ Dithmarschen|"St. Annen"]] mit der Gründung einer Kapelle. Drei dithmarscher Bauernfamilien hatten gelobt, eine Kapelle zu bauen, wenn ihnen die Eindeichung eines neuen Kooges gelänge.]] | ||
|[[Datei:St Laurentius Lunden PP.JPG|thumb|280px|Die ältesten Teile der in [[Lunden/ Dithmarschen|Lunden]] stehenden St.-Laurentius-Kirche sind auf die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert, vermutlich sogar noch früher. Eindruckvoll ist der, in seiner Art einmalig erhaltene, [[Geschlechterfriedhof Lunden|Geschlechterfriedhof]].]] | |[[Datei:St Laurentius Lunden PP.JPG|thumb|280px|Die ältesten Teile der in [[Lunden/ Dithmarschen|Lunden]] stehenden St.-Laurentius-Kirche sind auf die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert, vermutlich sogar noch früher. Eindruckvoll ist der, in seiner Art einmalig erhaltene, [[Geschlechterfriedhof Lunden|Geschlechterfriedhof]].]] | ||
||[[Datei:Marienkirche Hemme Dithmarschen PP.jpg|thumb|280px|Auf einer hohen Wurt steht die St. Marienkirche in [[Hemme/ Dithmarschen|Hemme]]. Eindrucksvoll ist die reiche Innenausstattung und die durchgehend halbhohe Wandvertäfelung mit 121 Bildnissen biblischer Geschichten. | ||[[Datei:Marienkirche Hemme Dithmarschen PP.jpg|thumb|280px|Auf einer hohen Wurt steht die St. Marienkirche in [[Hemme/ Dithmarschen|Hemme]]. Eindrucksvoll ist die reiche Innenausstattung und die durchgehend halbhohe Wandvertäfelung mit 121 Bildnissen biblischer Geschichten.]] | ||
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|[[Datei:St Jacobi Neuenkirchen Dithmarschen PP.jpg|thumb|280px|In [[Neuenkirchen/ Dithmarschen|Neuenkirchen]] steht die St. Jacobi-Kirche. Der gotische Backsteinbau wurde 1730 unter Verwendung der alten Mauern der in den Jahren 1704 und 1729 abgebrannten Vorgängerbauten neu errichtet.<br/> | |[[Datei:St Jacobi Neuenkirchen Dithmarschen PP.jpg|thumb|280px|In [[Neuenkirchen/ Dithmarschen|Neuenkirchen]] steht die St. Jacobi-Kirche. Der gotische Backsteinbau wurde 1730 unter Verwendung der alten Mauern der in den Jahren 1704 und 1729 abgebrannten Vorgängerbauten neu errichtet.<br/> | ||
Ein aus dem 14. Jahrhundert erhaltene silberne Abendmahlskelch mit den Wappen der Hodiemannen und den Todiemannen ist bis heute Gebrauch.]] | Ein aus dem 14. Jahrhundert erhaltene silberne Abendmahlskelch mit den Wappen der Hodiemannen und den Todiemannen ist bis heute Gebrauch.]] | ||
|[[Datei:Kirche St Andreas Weddingstedt PP.jpg|thumb|280px|Die St. Andreaskirche, eines der Ur-Kirchspiele Dithmarschens, steht in [[Weddingstedt/ Dithmarschen|Weddingstedt]]. Das in Feldsteinmauerwerk erbaute Gebäude stammt überwiegend aus dem 12. | |[[Datei:Kirche St Andreas Weddingstedt PP.jpg|thumb|280px|Die St. Andreaskirche, eines der Ur-Kirchspiele Dithmarschens, steht in [[Weddingstedt/ Dithmarschen|Weddingstedt]]. Das in Feldsteinmauerwerk erbaute Gebäude stammt überwiegend aus dem 12. Jahrhundert. Der Rest des alten Turmes soll, laut dem Dithmarscher Chronisten "Neocorus" als Landesgefängniss von 1447 bis 1559 genutzt worden sein.]] | ||
|[[Datei:St Juergen in Heide.jpg|thumb|280px|Die St. Jürgenkirche in [[Heide (Holstein)|Heide]] ist um 1435 als Kapelle erbaut worden | |[[Datei:St Juergen in Heide.jpg|thumb|280px|Die St. Jürgenkirche in [[Heide (Holstein)|Heide]] ist um 1435 als Kapelle erbaut worden]] | ||
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|[[Datei:St Marien Hemmingstedt PP.jpg|thumb|280px|Schlicht und einfach ist die Bauern-, Schutz- und Wehrkirche "St. Marien" in [[Hemmingstedt/ Dithmarschen|Hemmingstedt]] erbaut worden. Sie wurde 1323 erstmalig urkundlich erwähnt und beherbergt die älteste erhaltene protestatische Kanzel Dithmarschens aus dem Jahre 1560. | |[[Datei:St Marien Hemmingstedt PP.jpg|thumb|280px|Schlicht und einfach ist die Bauern-, Schutz- und Wehrkirche "St. Marien" in [[Hemmingstedt/ Dithmarschen|Hemmingstedt]] erbaut worden. Sie wurde 1323 erstmalig urkundlich erwähnt und beherbergt die älteste erhaltene protestatische Kanzel Dithmarschens aus dem Jahre 1560.]] | ||
|[[Datei:Meldorfer Dom01 PP.jpg|thumb|280px|Die [[Meldorf]]er St. Johannis-Kirche wird zum ersten Male im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt.<br/> | |[[Datei:Meldorfer Dom01 PP.jpg|thumb|280px|Die [[Meldorf]]er St. Johannis-Kirche wird zum ersten Male im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt.<br/> | ||
Nach 1250 wurde, eben an der Stelle, wo heute der "Meldorfer Dom" steht - wie die Dithmarscher stolz ihre Stammkirche nennen - die Kirche neu erbaut. Einige Grundsteine sollen noch aus dieser Zeit stammen.<br/> | Nach 1250 wurde, eben an der Stelle, wo heute der "Meldorfer Dom" steht - wie die Dithmarscher stolz ihre Stammkirche nennen - die Kirche neu erbaut. Einige Grundsteine sollen noch aus dieser Zeit stammen.<br/> | ||
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Bis heute steht die Figur, an einem barocken Holzkreuz befestigt, bei jedem Gottesdienst auf dem Altar.]] | Bis heute steht die Figur, an einem barocken Holzkreuz befestigt, bei jedem Gottesdienst auf dem Altar.]] | ||
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|[[Datei:St Michaelis ST-Michaelisdonn PP.jpg|thumb|280px|1611 wurde die St. Michaeliskirche in [[St. Michaelisdonn/ Dithmarschen|St. Michaelisdonn]] selbstständig. Bis dahin gehörte sie zum Kirchspiel Marne. 1730 wurde die Saalkirche nach Westen hin erweitert. | |[[Datei:St Michaelis ST-Michaelisdonn PP.jpg|thumb|280px|1611 wurde die St. Michaeliskirche in [[St. Michaelisdonn/ Dithmarschen|St. Michaelisdonn]] selbstständig. Bis dahin gehörte sie zum Kirchspiel Marne. 1730 wurde die Saalkirche nach Westen hin erweitert.]] | ||
|[[Datei:Marienkirche Edelak PP.jpg|thumb|280px|Die heutige [[Eddelak/ Dithmarschen|Eddelaker]] St. Marienkirche wurde 1740 erbaut. Aus dem Vorgängerbau stammen eine der ältesten Taufbecken (13. Jahrhundert), sowie ein spätgotisches Triumphkreuz (1520). | |[[Datei:Marienkirche Edelak PP.jpg|thumb|280px|Die heutige [[Eddelak/ Dithmarschen|Eddelaker]] St. Marienkirche wurde 1740 erbaut. Aus dem Vorgängerbau stammen eine der ältesten Taufbecken (13. Jahrhundert), sowie ein spätgotisches Triumphkreuz (1520).]] | ||
|[[Datei:Jakobuskirche Brunsbüttel PP.jpg|thumb|280px|1679 wurde die Jakobuskirche in [[Brunsbüttel/ Dithmarschen|Brunsbüttel]] neu errichtet. Das alte Brunsbüttel mit seiner Kirche musste wegen der damaligen stetigen Verlagerung der Elbe aufgegeben werden.<br/> | |[[Datei:Jakobuskirche Brunsbüttel PP.jpg|thumb|280px|1679 wurde die Jakobuskirche in [[Brunsbüttel/ Dithmarschen|Brunsbüttel]] neu errichtet. Das alte Brunsbüttel mit seiner Kirche musste wegen der damaligen stetigen Verlagerung der Elbe aufgegeben werden.<br/> | ||
Die Jakobuskirche brannte im jahr 1719 bis auf die Grundmauern nieder. Von der reichhaltigen mitelalterlichen Ausstattung konnte nichts gerettet werden. Der dänische König Friedrich IV stiftete den Barockaltar aus der Glückstädter Schlosskirche. Als Dank wurde in der Jakobuskirche eine Königsloge eingerichtet.<br/> | Die Jakobuskirche brannte im jahr 1719 bis auf die Grundmauern nieder. Von der reichhaltigen mitelalterlichen Ausstattung konnte nichts gerettet werden. Der dänische König Friedrich IV stiftete den Barockaltar aus der Glückstädter Schlosskirche. Als Dank wurde in der Jakobuskirche eine Königsloge eingerichtet.<br/> | ||
Sehenswert sind die drei Engelsfiguren an der Kirchendecke, welche in dem 1990er Jahren entdeckt wurden. Eine hält die dänische Flagge.]] | Sehenswert sind die drei Engelsfiguren an der Kirchendecke, welche in dem 1990er Jahren entdeckt wurden. Eine hält die dänische Flagge.]] | ||
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|[[Datei:Erste Pilgergruppe 14092013 PP.jpg|thumb|280px|Die erste Pilgergruppe unter der Wanderführung von Wolfgang Mohr sowie des kath. Pilgerpfarrers Ulrich Krause (St. Ansgar-Pfarrei) und des ev. Pilgerpastors Dr. Dietrich Stein auf dem letzten Teilstück kurz vor [[Windbergen]].]] | |[[Datei:Erste Pilgergruppe 14092013 PP.jpg|thumb|280px|Die erste Pilgergruppe unter der Wanderführung von Wolfgang Mohr sowie des kath. Pilgerpfarrers Ulrich Krause (St. Ansgar-Pfarrei) und des ev. Pilgerpastors Dr. Dietrich Stein auf dem letzten Teilstück kurz vor [[Windbergen]].]] | ||
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|[[Datei:Dithm Jakobsweg Pilgermoensch und Hlg Kreuz Windb PP.jpg|thumb|280px|Als ein Zeichen, das die Kirche zum Heiligen Kreuz zu Windbergen Wallfahrtskirche wurde, bekam eine Tonfigur eines segnenden mittelalterlichen Pilgermönches einen Platz neben dem "Heiligen Kreuz".]] | |[[Datei:Dithm Jakobsweg Pilgermoensch und Hlg Kreuz Windb PP.jpg|thumb|280px|Als ein Zeichen, das die Kirche zum Heiligen Kreuz zu Windbergen Wallfahrtskirche wurde, bekam eine Tonfigur eines segnenden mittelalterlichen Pilgermönches einen Platz neben dem "Heiligen Kreuz".]] | ||
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Setzen Sie sich bitte immer rechtzeitig mit den Gemeindehäusern der Kirchengemeinden in Verbindung, wenn Sie dort übernachten möchten. Sie benötigen dann einen Pilgerpass (erhältlich bei der Deutschen Jakobus-Gesellschaft e.V., Tempelhofer Straße 21, 52068 Aachen) sowie ein Empfehlungsschreiben ihres/r Pastors/ Pastorin. | |||
== Einzelnachweise/ Links zu Stichworten == | == Einzelnachweise/ Links zu Stichworten == | ||
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* Recherchen von [[Benutzer:Funker]] | * Recherchen von [[Benutzer:Funker]] | ||
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* [https://www.dithmarscher-landeskunde.de/9-web/30-jakobsweg Verein für Dithmarscher Landeskunde e.V.: Jakobsweg - Arbeitskreis Dithmarscher Jakobsweg) (PDF)] | |||
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[[Kategorie:Kreis Dithmarschen]] | [[Kategorie:Kreis Dithmarschen]] | ||
Aktuelle Version vom 16. Juli 2025, 00:44 Uhr
Am 14. September 2013 wurde mit der Erwanderung des letzten Teilabschnittes der Dithmarscher Jakobsweg eröffnet. Am Nachmittag desselben Tages fand im Rahmen der Eröffnung in der Kirche zum Heiligen Kreuz zu Windbergen eine Pilgerandacht mit anschließendem Pilgermahl statt.
Der insgesamt ca. 90 Kilometer lange Dithmarscher Jakobsweg ist Bestandteil eines mittelalterlichen Handelsweges entlang der Nordseeküste.
Er führt an 12 dithmarscher Kirchen vorüber und schließt an die Via Jutlandica[1] in Glückstadt an.
Von 1495 bis zur Einführung der Reformation in Dithmarschen 1533 wurde das Heilige Kreuz, als "Wundertätiges Kreuz"[2], auf Pilgerwallfahrten verehrt. Auch nachdem die Dithmarscher sich zur Lehre Martin Luthers bekannten, verblieb das Heilige Kreuz als religiöser Kultgegenstand im Besitz der Windberger ev. Kirchengemeinde.
Der Dithmarscher Jakobsweg wurde unter der Leitung des Arbeitskreises „Dithmarscher Jakobsweg“ im Verein für Dithmarscher Landeskunde gemeinsam mit der Kirchengemeinde Windbergen-Gudendorf und in Abstimmung mit der Deutschen Jakobus-Gesellschaft[3] wieder neu erwandert.
Der Dithmarscher Jakobsweg führte im ausgehenden Mittelalter, wieder genau wie heute, an der kleinen Dorfkirche zum Heiligen Kreuz vorbei. Das "Heilige Kreuz" zu Windbergen, aufbewahrt in der Dorfkirche, ist die vermutlich einzige mittelalterliche, 'wundertätige' Reliquie, welche nahezu ununterbrochen seit der Reformation in einer ev. Kirche Schleswig-Holsteins ihren Platz hat. Ökumenische Pilgergruppen aus Schleswig-Holstein wallfahren zur Windberger Kirche, um vor dem Kreuz zu beten.
Verlauf
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Die an den Jakobsweg angeschlossenen Dithmarscher Kirchen
Ein aus dem 14. Jahrhundert erhaltene silberne Abendmahlskelch mit den Wappen der Hodiemannen und den Todiemannen ist bis heute Gebrauch. |
Nach 1250 wurde, eben an der Stelle, wo heute der "Meldorfer Dom" steht - wie die Dithmarscher stolz ihre Stammkirche nennen - die Kirche neu erbaut. Einige Grundsteine sollen noch aus dieser Zeit stammen. Auf dem Platz vor dem Dom, heute dient er als Markt- und Parkplatz, lag der mittelalterliche Friedhof. Dort fanden auch die Landesversammlungen der Dithmarscher statt. Sehenswert sind die Gewölbefresken mit Szenen aus biblischen Geschichten. Sie entstanden um 1300. |
Zunächst war es, vermutlich ein Bildstock, in dem das Cruzifix angebetet wurde und dem man Wunder nachsagte. Schließlich wurde eine Kapelle und später eine kleine Kirche errichtet. Unter dem Altar der heutigen Kirche befindet sich ein alter ausgehöhlter Steinaltar. Unter diesem ist der Fundort zu sehen. Bis heute steht die Figur, an einem barocken Holzkreuz befestigt, bei jedem Gottesdienst auf dem Altar. |
Die Jakobuskirche brannte im jahr 1719 bis auf die Grundmauern nieder. Von der reichhaltigen mitelalterlichen Ausstattung konnte nichts gerettet werden. Der dänische König Friedrich IV stiftete den Barockaltar aus der Glückstädter Schlosskirche. Als Dank wurde in der Jakobuskirche eine Königsloge eingerichtet. Sehenswert sind die drei Engelsfiguren an der Kirchendecke, welche in dem 1990er Jahren entdeckt wurden. Eine hält die dänische Flagge. |
Bildergalerie
Kontaktdaten/ Hinweise
- Ev.-luth. Kirchengemeinde Windbergen-Gudendorf
Kirchstr. 1
25729 Windbergen
- Dithmarschen Tourismus e.V.
Markt 10
25746 Heide
- Jugendherberge am Pilgerweg in Heide
Poststr. 4
25746 Heide
Setzen Sie sich bitte immer rechtzeitig mit den Gemeindehäusern der Kirchengemeinden in Verbindung, wenn Sie dort übernachten möchten. Sie benötigen dann einen Pilgerpass (erhältlich bei der Deutschen Jakobus-Gesellschaft e.V., Tempelhofer Straße 21, 52068 Aachen) sowie ein Empfehlungsschreiben ihres/r Pastors/ Pastorin.
Einzelnachweise/ Links zu Stichworten
- ↑ s. dazu: "via-jutlandica.de: Der Jütländische Weg"
- ↑ s. dazu Auszug aus dem PlusPedia-Artikel: Kirche_zum_Heiligen_Kreuz_zu_Windbergen/_Kreis_Dithmarschen#.C3.9Cberlieferte_Historik "Kirche zum Heiligen Kreuz zu Windbergen/ Kreis Dithmarschen: Überlieferte Historik".
- ↑ "Deutsche St. Jakobus Gesellschaft e.V."
- ↑ Quelle: Flyer "Dithmarscher Jakobsweg", beziehbar über die Ev.-luth. Kirchengemeinde Windbergen-Gudendorf
Quellen
Weblinks
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Dithmarscher Jakobsweg) vermutlich nicht.