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Friedrich Thielen: Unterschied zwischen den Versionen
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== Ausbildung und Beruf == | == Ausbildung und Beruf == | ||
Nach dem Besuch einer [[Handelsschule]] arbeitete Thielen in der väterlichen Ziegelei. 1936 bis 1943 war er Besitzer eines Sägewerkes in [[Osterode am Harz]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war Thielen in der besetzten [[Ukraine]] für die '' | Nach dem Besuch einer [[Handelsschule]] arbeitete Thielen in der väterlichen Ziegelei. 1936 bis 1943 war er Besitzer eines Sägewerkes in [[Osterode am Harz]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war Thielen zunächst in dem von der deutschen [[Wehrmacht]] besetzten Teil der [[Ukraine]], dem [[Reichskommissariat Ukraine]], für die ''Treuhandverwaltung'' von vier Ziegeleien tätig. Von 1943 bis Kriegsende war er Soldat. 1946 baute er eine eigene Platten- und Schnellbaufabrik unter dem Namen ''Bremer Betonwerk'' auf und war Gesellschafter und [[Aufsichtsrat]]svorsitzender verschiedener [[Wohnungsbaugesellschaft]]en. | ||
== Politik == | == Politik == | ||
1946 wurde Thielen Mitglied der [[CDU]], für die er 1947 in die [[Bremische Bürgerschaft]] einzog. 1952 erhielt er die ''Konrad-Adenauer-Medaille'' für die Tätigkeit in der CDU. | 1946 wurde Thielen Mitglied der [[CDU]], für die er 1947 in die [[Bremische Bürgerschaft]] einzog. 1952 erhielt er die ''Konrad-Adenauer-Medaille'' für die Tätigkeit in der CDU. | ||
1959, wenige Monate vor der Bürgerschaftswahl, verließen Thielen, [[Elisabeth Loesche]] und [[Cäcilie Triebel]] die CDU-Bürgerschaftsfraktion. Sie wechselten zur [[Deutsche Partei|Deutschen Partei]] (DP) über. Thielen wurde nach der Fusion mit dem [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|GB/BHE]] kurzfristig Mitglied der Gesamtdeutschen Partei, bevor er 1962 zu der Gruppe stieß, die die DP (vor allem in [[Niedersachsen]] und Bremen) weiterführte, und wurde Landesvorsitzender in der Hansestadt. Mit ihm als Spitzenkandidaten gelang der DP 1963 ihr letzter Einzug in ein Landesparlament. | 1959, wenige Monate vor der Bürgerschaftswahl, verließen Thielen, [[Elisabeth Loesche]] und [[Cäcilie Triebel]] die CDU-Bürgerschaftsfraktion. Sie wechselten zur [[Deutsche Partei|Deutschen Partei]] (DP) über. Thielen wurde nach der Fusion mit dem [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|GB/BHE]] kurzfristig auch Mitglied der ''Gesamtdeutschen Partei'', bevor er 1962 zu der Gruppe stieß, die die DP (vor allem in [[Niedersachsen]] und Bremen) weiterführte, und wurde deren Landesvorsitzender in der Hansestadt. Mit ihm als Spitzenkandidaten gelang der DP 1963 ihr letzter Einzug in ein Landesparlament. | ||
1964 beteiligte sich Thielen mit der kompletten DP-Fraktion der Bremischen Bürgerschaft an der Gründung der [[NPD]] und wurde deren erster Bundesvorsitzender.<ref>Dietrich Strothmann: [https://www.zeit.de/1967/11/wenn-alles-in-scherben-faellt ''Wenn alles in Scherben fällt: Der NPD-Kampf um die rechte Führung ''.][[Die Zeit]], 17. März 1967, abgerufen am 3. Februar 2017.</ref> 1967 verließ er die NPD wieder und reaktivierte den bremischen Landesverband der DP, mit der er bei den Bürgerschaftswahlen im Oktober 1967 allerdings lediglich 0,9 Prozent der Stimmen erzielte. | 1964 beteiligte sich Thielen mit der kompletten DP-Fraktion der Bremischen Bürgerschaft an der Gründung der [[NPD]] und wurde deren erster Bundesvorsitzender.<ref>Dietrich Strothmann: [https://www.zeit.de/1967/11/wenn-alles-in-scherben-faellt ''Wenn alles in Scherben fällt: Der NPD-Kampf um die rechte Führung ''.][[Die Zeit]], 17. März 1967, abgerufen am 3. Februar 2017.</ref> 1967 verließ er die NPD wieder und reaktivierte den bremischen Landesverband der DP, mit der er bei den Bürgerschaftswahlen im Oktober 1967 allerdings lediglich 0,9 Prozent der Stimmen erzielte. Die NPD behauptete, dass die Gründe für Thielens Ausscheiden aus der Partei ''falscher Ehrgeiz und ein sehr provinzielles Verhältnis zur Politik'' gewesen seien.<ref name="npd-thielen">www.npd.de/html/243/artikel/detail/136/</ref> | ||
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Aktuelle Version vom 9. April 2024, 01:41 Uhr
Friedrich-Georg „Fritz“ Thielen (* 25. September 1916 in Bremen; † 11. Juni 1993 ebenda) war ein deutscher Politiker (CDU, DP und NPD) und Unternehmer.
Ausbildung und Beruf
Nach dem Besuch einer Handelsschule arbeitete Thielen in der väterlichen Ziegelei. 1936 bis 1943 war er Besitzer eines Sägewerkes in Osterode am Harz. Während des Zweiten Weltkriegs war Thielen zunächst in dem von der deutschen Wehrmacht besetzten Teil der Ukraine, dem Reichskommissariat Ukraine, für die Treuhandverwaltung von vier Ziegeleien tätig. Von 1943 bis Kriegsende war er Soldat. 1946 baute er eine eigene Platten- und Schnellbaufabrik unter dem Namen Bremer Betonwerk auf und war Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender verschiedener Wohnungsbaugesellschaften.
Politik
1946 wurde Thielen Mitglied der CDU, für die er 1947 in die Bremische Bürgerschaft einzog. 1952 erhielt er die Konrad-Adenauer-Medaille für die Tätigkeit in der CDU.
1959, wenige Monate vor der Bürgerschaftswahl, verließen Thielen, Elisabeth Loesche und Cäcilie Triebel die CDU-Bürgerschaftsfraktion. Sie wechselten zur Deutschen Partei (DP) über. Thielen wurde nach der Fusion mit dem GB/BHE kurzfristig auch Mitglied der Gesamtdeutschen Partei, bevor er 1962 zu der Gruppe stieß, die die DP (vor allem in Niedersachsen und Bremen) weiterführte, und wurde deren Landesvorsitzender in der Hansestadt. Mit ihm als Spitzenkandidaten gelang der DP 1963 ihr letzter Einzug in ein Landesparlament.
1964 beteiligte sich Thielen mit der kompletten DP-Fraktion der Bremischen Bürgerschaft an der Gründung der NPD und wurde deren erster Bundesvorsitzender.[1] 1967 verließ er die NPD wieder und reaktivierte den bremischen Landesverband der DP, mit der er bei den Bürgerschaftswahlen im Oktober 1967 allerdings lediglich 0,9 Prozent der Stimmen erzielte. Die NPD behauptete, dass die Gründe für Thielens Ausscheiden aus der Partei falscher Ehrgeiz und ein sehr provinzielles Verhältnis zur Politik gewesen seien.[2]
Literatur
- Norbert Korfmacher: Mitgliederverzeichnis der Bremischen Bürgerschaft 1946 bis 1996 (= Kommunalpolitik. Band 1). LIT, Münster 1997, ISBN 3-8258-3212-0.
Einzelnachweise
- ↑ Dietrich Strothmann: Wenn alles in Scherben fällt: Der NPD-Kampf um die rechte Führung .Die Zeit, 17. März 1967, abgerufen am 3. Februar 2017.
- ↑ www.npd.de/html/243/artikel/detail/136/
Vergleich zu Wikipedia
- Friedrich Thielen, in: Internationales Biographisches Archiv 22/1967 vom 22. Mai 1967, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
- PPA-NaheWP
- PPA-Silber
- Eintrag im Munzinger-Archiv
- Mitglied der Bürgerschaft (Bremen)
- Politiker (20. Jahrhundert)
- Ehemaliges CDU-Mitglied
- DP-Mitglied
- GDP-Mitglied
- Bundesvorsitzender der NPD
- Deutscher
- Geboren 1916
- Gestorben 1993
- Mann
- Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)
- Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland)