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Shared Storage: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter '''Shared Storage''' ist in der [[Informatik]] ein gemeinsam genutzter Festspeicher ([[Festplatte]]) zu verstehen, auf den von mehreren Rechnern ([[Computer]]) über ein Netzwerk oder eine sonstige Verbindung gemeinsam und unter Umständen gleichzeitig (konkurrierend) zugegriffen werden kann. Der Festspeicher besteht typischerweise aus einem sogenannten [[Disk Array]].<ref name=techopedia>{{Internetquelle | url=https://www.techopedia.com/definition/30179/shared-storage | titel=Techopedia:Shared Storage | sprache=en | datum= | zugriff=2018-10-11}}</ref> Das Verfahren ist keine grundsätzlich neue Entwicklung, da bereits seit den 1960er Jahren im [[Terminalbetrieb]] der [[Großrechner]] von mehreren Benutzern gleichzeitig auf [[Information]] zugegriffen werden konnte.
Unter '''Shared Storage''' ist in der [[Informatik]] ein gemeinsam genutzter Festspeicher ([[Festplatte]]) zu verstehen, auf den von mehreren Rechnern ([[Computer]]) über ein Netzwerk oder eine sonstige Verbindung gemeinsam und unter Umständen gleichzeitig (konkurrierend) zugegriffen werden kann. Der Festspeicher besteht typischerweise aus einem sogenannten [[Disk Array]].<ref name=techopedia>{{Internetquelle | url=https://www.techopedia.com/definition/30179/shared-storage | titel=Techopedia:Shared Storage | sprache=en | datum= | zugriff=2018-10-11}}</ref> Das Verfahren ist keine grundsätzlich neue Entwicklung, da bereits seit den 1960er Jahren im [[Terminalbetrieb]] der [[Großrechner]] von mehreren Benutzern gleichzeitig auf [[Information]]en zugegriffen werden konnte.


Mit der Entstehung von [[Datenbank]]en (DB) gab es zusätzliche Anforderungen. Solche Anwendungen von Shared Storage sind [[Aktiv/Passiv-Cluster]] oder auch [[Failover-Cluster]]. Im Falle eines [[Failover]] kann ein [[Standby-System|Backup-System]] sofort das ausgefallene System ersetzen.<ref>{{Internetquelle | url=https://www.linuxjournal.com/content/high-availability-storage-ha-lvm | titel=High-Availability Storage with HA-LVM  | sprache=en | datum=2015-02-26 | zugriff=2018-10-11}}</ref> Ein gleichzeitiger Zugriff ist in einem Aktiv/Passiv-Cluster ausgeschlossen, da immer genau ein System aktiv ist, während die übrigen auf ein Failover warten.
Mit der Entstehung von [[Datenbank]]en (DB) gab es zusätzliche Anforderungen. Solche Anwendungen von Shared Storage sind [[Aktiv/Passiv-Cluster]] oder auch [[Failover-Cluster]]. Im Falle eines [[Failover]] kann ein [[Standby-System|Backup-System]] sofort das ausgefallene System ersetzen.<ref>{{Internetquelle | url=https://www.linuxjournal.com/content/high-availability-storage-ha-lvm | titel=High-Availability Storage with HA-LVM  | sprache=en | datum=2015-02-26 | zugriff=2018-10-11}}</ref> Ein gleichzeitiger Zugriff ist in einem Aktiv/Passiv-Cluster ausgeschlossen, da immer genau ein System aktiv ist, während die übrigen auf ein Failover warten.
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* [[SCSI]]-Storage: Direkte Verbindung mit SCSI-Kabel bei Zugriff von bis zu zwei [[Server]]n.
* [[SCSI]]-Storage: Direkte Verbindung mit SCSI-Kabel bei Zugriff von bis zu zwei [[Server]]n.
* [[iSCSI]] (Internet SCSI): eine Technologie, die SCSI in IP kapselt, also einen SAN-artigen Zugriff via IP-Netzwerk ermöglicht
* [[ATA over Ethernet]] (AoE): Kapselt ATA-Befehle in [[Ethernet]]-Frames
* [[ATA over Ethernet|AoE]] (ATA over Ethernet): Kapselt ATA-Befehle in Ethernet-Frames
* [[Fibre Channel]] (FC): Hochgeschwindigkeitsnetzwerk mit [[Glasfaser]], das vor allem zur Anbindung von Massenspeichern genutzt wird
* [[Fibre Channel|FC]] (Fibre Channel): Hochgeschwindigkeitsnetzwerk, das vor allem zur Anbindung von Massenspeichern genutzt wird
* [[Storage Area Network]] (SAN): Verbindung von zwei oder mehr Rechnern
* [[Storage Area Network|SAN]] (Storage Area Network): SAN-Verbindung von zwei oder mehr Rechnern
* [[Network Attached Storage]] (NAS): Zugriff auf den Speicher via Netzwerkverbindung
* [[Network Attached Storage|NAS]] (Network Attached Storage): Zugriff auf den Speicher via Netzwerkverbindung


== Andere Technologien ==
== Ausfallsicherheit ==
Um doch lokale Festplatten verwenden zu können und zusätzliche Ausfallsicherheit zu erzeugen eignet sich auch das [[DRBD|Distributed Replicated Block Device]].<ref>{{Internetquelle | url=https://searchdatacenter.techtarget.com/definition/DRBD-Distributed-Replicated-Block-Device | titel=What is: DRBD (Distributed Replicated Block Device) | sprache=en | datum= | zugriff=2018-10-11}}</ref>
Die beschriebenen Verfahren können in bestimmten Kombinationen die Ausfallsicherheit erhöhen. So können auch lokale Festplatten beim Benutzer verwendet werden, dafür eignet sich das [[DRBD|Distributed Replicated Block Device]].<ref>{{Internetquelle | url=https://searchdatacenter.techtarget.com/definition/DRBD-Distributed-Replicated-Block-Device | titel=What is: DRBD (Distributed Replicated Block Device) | sprache=en | datum= | zugriff=2018-10-11}}</ref> Für die Datensicherheit ist es wichtig, im laufenden Betrieb eine Kopie der Festplatte zu erzeugen, da insbesondere bei Datenbanken mit vielen Benutzern und zahlreichen Änderungen die übliche tägliche Datensicherung (Backup) nicht genügt.


== Zusammenhang zu DB-Systemen ==
== Zusammenhang zu DB-Systemen ==
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== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* [[Paralleles Datenbanksystem]]
* [[Computercluster]]
* [[Switchover]]
* [[Switchover]]


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[[Kategorie:Speichertechnologie]]
[[Kategorie:Speichertechnologie]]
[[Kategorie:Datenbanktheorie]]
[[Kategorie:IT-Architektur]]
[[Kategorie:IT-Architektur]]
[[Kategorie:Parallelverarbeitung]]
[[Kategorie:Parallelverarbeitung]]
[[Kategorie:Computercluster]]
[[Kategorie:Computercluster]]

Aktuelle Version vom 9. Juli 2024, 20:11 Uhr

Unter Shared Storage ist in der Informatik ein gemeinsam genutzter Festspeicher (Festplatte) zu verstehen, auf den von mehreren Rechnern (Computer) über ein Netzwerk oder eine sonstige Verbindung gemeinsam und unter Umständen gleichzeitig (konkurrierend) zugegriffen werden kann. Der Festspeicher besteht typischerweise aus einem sogenannten Disk Array.[1] Das Verfahren ist keine grundsätzlich neue Entwicklung, da bereits seit den 1960er Jahren im Terminalbetrieb der Großrechner von mehreren Benutzern gleichzeitig auf Informationen zugegriffen werden konnte.

Mit der Entstehung von Datenbanken (DB) gab es zusätzliche Anforderungen. Solche Anwendungen von Shared Storage sind Aktiv/Passiv-Cluster oder auch Failover-Cluster. Im Falle eines Failover kann ein Backup-System sofort das ausgefallene System ersetzen.[2] Ein gleichzeitiger Zugriff ist in einem Aktiv/Passiv-Cluster ausgeschlossen, da immer genau ein System aktiv ist, während die übrigen auf ein Failover warten.

Anders verhält es sich bei einem Aktiv/Aktiv-Cluster: In diesem sind zwei oder mehr Rechner gleichzeitig aktiv und greifen unter Umständen konkurrierend auf die Daten des Shared Storage zu. Ein typisches Beispiel für einen Aktiv/Aktiv-Cluster ist der Real Application Cluster von Oracle.

Verwendete Technologien

Um Shared Storage zu ermöglichen, werden beispielsweise folgende Technologien verwendet:

Ausfallsicherheit

Die beschriebenen Verfahren können in bestimmten Kombinationen die Ausfallsicherheit erhöhen. So können auch lokale Festplatten beim Benutzer verwendet werden, dafür eignet sich das Distributed Replicated Block Device.[3] Für die Datensicherheit ist es wichtig, im laufenden Betrieb eine Kopie der Festplatte zu erzeugen, da insbesondere bei Datenbanken mit vielen Benutzern und zahlreichen Änderungen die übliche tägliche Datensicherung (Backup) nicht genügt.

Zusammenhang zu DB-Systemen

Im Zusammenhang mit dem Thema verteilte und parallele DB-Systemen, bedeutet Shared Disk das Vorhandensein eines gemeinsamen Externspeichers. Die DB-Verarbeitung erfolgen auf lose gekoppelten oder lokal oder ortsverteilt angeordneten Rechnern, mit jeweils einem DBMS. "Shared everything" und "shared nothing" sind weitere Ausprägungsformen.[4]

Siehe auch

Vergleich zu Wikipedia



Einzelnachweise

  1. Techopedia:Shared Storage. Abgerufen am 11. Oktober 2018. (en)
  2. High-Availability Storage with HA-LVM. 2015-02-26. Abgerufen am 11. Oktober 2018. (en)
  3. What is: DRBD (Distributed Replicated Block Device). Abgerufen am 11. Oktober 2018. (en)
  4. Thomas Kudraß (Hrsg.): Taschenbuch Datenbanken. Fachbuchverlag Leipzig, München 2007, ISBN 978-3-446-40944-6, Seite 394.