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Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Unterschied zwischen den Versionen
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== Kritik == | == Kritik == | ||
Der Medizinhistoriker [[Robert Jütte]] reiht in seiner bilanzierenden Darstellung ''Medizin und Nationalsozialismus'' das Buch von Klee in die Gruppe von sechs lexikalischen Werken, die über sozialpolitische und medizinische Funktionseliten im 20. Jahrhundert informieren.<ref>Robert Jütte: ''Medizin und Nationalsozialismus. Bilanz und Perspektiven der Forschung'', Göttingen 2011. S. 18f.</ref> | Der Medizinhistoriker [[Robert Jütte]] reiht in seiner bilanzierenden Darstellung ''Medizin und Nationalsozialismus'' das Buch von Klee in die Gruppe von sechs lexikalischen Werken, die über sozialpolitische und medizinische Funktionseliten im 20. Jahrhundert informieren.<ref>Robert Jütte: ''Medizin und Nationalsozialismus. Bilanz und Perspektiven der Forschung'', Göttingen 2011. S. 18f.</ref> Er macht aber folgende Einschränkung: | ||
{{Zitat|Klees Materialsammlung ist […] mit einiger Vorsicht zu benutzen, da die Artikel oftmals (nahezu unverändert) aus anderen Zusammenstellungen kompiliert wurden, in der historischen Einordnung nicht selten schief, im Informationsgehalt oft unbefriedigend und bisweilen auch tendenziös sind. Der Mainzer Bischof [[Albert Stohr]] wird zum Beispiel durch eine kritische Bemerkung zur Entnazifizierung kaum angemessen beschrieben, wenn dabei sein Protest gegen die nationalsozialistischen Krankenmorde unerwähnt bleibt.|ref=<ref>Robert Jütte: ''Medizin und Nationalsozialismus. Bilanz und Perspektiven der Forschung'', Göttingen 2011. S. 19.</ref>}} | {{Zitat|Klees Materialsammlung ist […] mit einiger Vorsicht zu benutzen, da die Artikel oftmals (nahezu unverändert) aus anderen Zusammenstellungen kompiliert wurden, in der historischen Einordnung nicht selten schief, im Informationsgehalt oft unbefriedigend und bisweilen auch tendenziös sind. Der Mainzer Bischof [[Albert Stohr]] wird zum Beispiel durch eine kritische Bemerkung zur Entnazifizierung kaum angemessen beschrieben, wenn dabei sein Protest gegen die nationalsozialistischen Krankenmorde unerwähnt bleibt.|ref=<ref>Robert Jütte: ''Medizin und Nationalsozialismus. Bilanz und Perspektiven der Forschung'', Göttingen 2011. S. 19.</ref>}} | ||
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Aktuelle Version vom 28. November 2024, 13:46 Uhr
Das Personenlexikon zum Dritten Reich von Ernst Klee, Untertitel Wer war was vor und nach 1945 ist ein in mehreren Auflagen und Verlagen erschienenes Lexikon zur „gesellschaftlichen Elite“ in der Zeit des Nationalsozialismus.[1] Es erschien erstmals 2003, die neuste Auflage kam 2016 heraus.
Kritik
Der Medizinhistoriker Robert Jütte reiht in seiner bilanzierenden Darstellung Medizin und Nationalsozialismus das Buch von Klee in die Gruppe von sechs lexikalischen Werken, die über sozialpolitische und medizinische Funktionseliten im 20. Jahrhundert informieren.[2] Er macht aber folgende Einschränkung:
„Klees Materialsammlung ist […] mit einiger Vorsicht zu benutzen, da die Artikel oftmals (nahezu unverändert) aus anderen Zusammenstellungen kompiliert wurden, in der historischen Einordnung nicht selten schief, im Informationsgehalt oft unbefriedigend und bisweilen auch tendenziös sind. Der Mainzer Bischof Albert Stohr wird zum Beispiel durch eine kritische Bemerkung zur Entnazifizierung kaum angemessen beschrieben, wenn dabei sein Protest gegen die nationalsozialistischen Krankenmorde unerwähnt bleibt.“[3]
Eher negativ äußerte sich auch der Romanist Frank-Rutger Hausmann, der eine Vielzahl von Publikationen zur Geschichte der Geisteswissenschaften im Dritten Reich vorgelegt hat. Hausmann kritisiert die „eher zufällige“ Auswahl der in das Lexikon aufgenommenen Personen, den Mangel an Objektivität und Klees plakative „Schwarz-Weiß-Malerei“, die in vielen Fällen nicht „dem Stand der Forschung“ entspreche. Wie Jütte empfiehlt er, „das Personenlexikon nur mit Vorsicht zu benutzen.“[4]
Andere Lexika
Einzelnachweise
- ↑ Ernst Klee: Vorwort, in: Das Personenlexikon Seite 5ff.
- ↑ Robert Jütte: Medizin und Nationalsozialismus. Bilanz und Perspektiven der Forschung, Göttingen 2011. S. 18f.
- ↑ Robert Jütte: Medizin und Nationalsozialismus. Bilanz und Perspektiven der Forschung, Göttingen 2011. S. 19.
- ↑ http://swbplus.bsz-bw.de/bsz10544216Xrez.pdf?1309386421735+target=.