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[[Datei:DITIB-Zentralmoschee Köln 2015.jpg|thumb|[[Moschee]] in Köln - Projektionsfläche islamophober Vorurteile oder berechtiger Stein des Anstoßes besorgter Bürger?]]
[[Datei:DITIB-Zentralmoschee Köln 2015.jpg|thumb|[[Moschee]] in Köln - Projektionsfläche islamophober Vorurteile oder Fremdkörper in der christlich-abendländischen Kultur?]]
'''Islamophobie''' ist ein umstrittener Begriff, der sowohl in der politischen als auch in der inter-religiösen Diskussion verwendet wird:
Als '''Islamophobie''' wird die Angst gegenüber [[Muslim]]en und ihrer [[Religion]] - dem [[Islam]] - bezeichnet. Der Wortbestandteil [[Phobie]] bedeutet „Furcht, Angst“. Diese Angst ist eine der Ursachen für die kategorische Abwertung und Benachteiligung von Muslimen. Daneben gibt es weitere Erscheinungsformen wie den ''antimuslimischen [[Rassismus]] '' und die [[Islamfeindlichkeit]], die unterschiedliche Schwerpunkte und Wertungen bei der Betrachtung des Phänomens setzen. Umstritten ist, ob Islamophobie als Form des Rassismus oder als eine nahe verwandte Form gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit<ref name="allen2010b-151-153" /> oder allgemein als [[Fremdenfurcht]] (Xenophobie) zu betrachten sei. Islamophobie wird heute auch als [[Politisches Schlagwort]] („Kampfbegriff“) verwendet.<ref>
* Die einen sehen den Begriff als einen nur von [[Islam]]-Apologeten und Muslimen geschaffenen [[Kampfbegriff]] zum Zweck der Diffamierung jeglicher [[Islamkritik|Kritik am Islam]], wobei die Existenz einer nicht vorhandenen, krankhaft-irrationalen Angst vor dem Islam und Muslimen zugestanden wird.
''Islamophobie'' bedeutet wörtlich „Angst vor dem Islam“. Es ist ein umstrittener Begriff, der sowohl in der politischen als auch in der inter-religiösen Diskussion verwendet wird.
* Die anderen sehen Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen, das von irrationalen Vorurteilen und/oder Hass gegen Muslime und ihre Religion gekennzeichnet ist. Diese Islamophobie äußere sich durch generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, eine pauschale Abwertung und distanzierendes Verhalten gegenüber Muslimen.
* Die einen sehen den Begriff als einen nur von Islam-Apologeten und Muslimen geschaffenen Kampfbegriff zum Zweck der Diffamierung jeglicher [[Islamkritik|Kritik am Islam]], wobei die Existenz einer krankhaft-irrationalen Angst vor dem Islam und Muslimen unterstellt wird.
* Weiterhin kann Islamophobie die mehr oder weniger begründete Angst vor der Intoleranz und Gewalt des Islam als (fremde) [[Religion]] sein, was teilweise mit historischen Entwicklungen, aber auch einzelnen Ereignissen begründet wird.
* Die anderen sehen Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen, das von irrationalen Vorurteilen (zur Fragwürdigkeit des Begriffs ''Vorurteil'' siehe den [[Pluspedia]]-Artikel ''[[Warum Vorurteile wichtig, gut und überlebenswichtig sind]]'') und/oder Hass gegen Muslime und ihre [[Religion]] gekennzeichnet ist. Diese Islamophobie äußere sich durch generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, eine pauschale Abwertung und distanzierendes Verhalten.
* Weiterhin kann Islamophobie die rational begründete und begründbare Angst vor der dem Islam inhärenten Intoleranz und Gewalt, was teilweise mit historischen Entwicklungen, aber auch einzelnen Ereignissen begründet wird.
Die unterschiedlichen Sichtweisen werden im Artikel getrennt als '''Sichtweise 1''' bis '''Sichtweise 3''' dargestellt. Der Wortbestandteil ''-phobie'' (von {{ELSalt|φόβος}}, „Furcht“) kann dabei verschieden interpretiert werden.
Die unterschiedlichen Sichtweisen werden im Artikel getrennt als '''Sichtweise 1''' bis '''Sichtweise 3''' dargestellt.
== Sichtweise 1 - Islamophobie als reines Konstrukt ==
== Sichtweise 1 - Islamophobie als reines Konstrukt ==
'''Islamophobie''' ist ein von Islamverteidigern und Muslimen erfundener und geprägter Kampfbegriff, der die Existenz einer sachlich nicht gerechtfertigten, krankhaft-irrationalen Angst (siehe [[Phobie]]) vor dem [[Islam]] als weit verbreitetes Phänomen beschreibt.
'''Islamophobie''' ist ein von Islamverteidigern und Muslimen erfundener und geprägter Kampfbegriff, der die Existenz einer sachlich nicht gerechtfertigten, krankhaft-irrationalen Angst (siehe [[Phobie]]) vor dem [[Islam]] als weit verbreitetes Phänomen unterstellt.
Vor allem im Zuge der Auseinandersetzung um die Ausbreitung des Islams in [[Europa]], der Einwanderung von Personen islamischer [[Religion]]s­zugehörigkeit aus islamisch geprägten Ländern und den [[Integration]]s­problemen von Migranten islamischer Religionszugehörigkeit fand der Begriff Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch. Der Begriff ist zudem Gegenstand teilweise kontroverser Diskussionen, sowohl innerhalb der [[Wissenschaft]] wie auch in der Öffentlichkeit.
Der Begriff fand vor allem im Zuge der Auseinandersetzung um die Ausbreitung des Islam in [[Europa]] und die Einwanderung von Personen islamischer Religionszugehörigkeit Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch und ist zudem Gegenstand teilweise kontroverser Diskussionen, sowohl innerhalb der [[Wissenschaft]] wie auch in der Öffentlichkeit.
Der Ausdruck findet seit langem umfangreiche Verwendung als Kampfbegriff, um jedwede Form von, insbesondere begründete und in fortschrittlicher Absicht vertretene Kritik am Islam, zu sabotieren und gegebenenfalls zu diffamieren. In einer wissenschaftlichen Analyse heißt es dazu u.a.:
Der Ausdruck findet seit langem umfangreiche Verwendung als politisches Schlagwort, um jedwede Form von, insbesondere begründete und in fortschrittlicher Absicht vertretene Kritik am Islam, zu sabotieren und gegebenenfalls zu diffamieren. In einer wissenschaftlichen Analyse heißt es dazu u.a.:
:''"Zugleich ist aber auch festzustellen, dass der Begriff der Islamophobie als politischer Kampfbegriff eingesetzt wird, insbesondere von Organisationen, die dem politischen Islam zuzurechnen sind, und die versuchen, ihre eigene, oftmals antidemokratische Haltung und politische Praxis über diesen Umweg gegen Kritik zu imunisieren."'' <ref>Luzie H. Kahlweiß und Samuel Salzborn: ''"Islampophobie" - Zur konzeptionellen und empirischen Fragwürdigkeit einer umstrittenen Kategorie''; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke und Michael Spieker (Hrsg.): I''slamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich'', Walther de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 52</ref>
:''"Zugleich ist aber auch festzustellen, dass der Begriff der Islamophobie als politischer Kampfbegriff eingesetzt wird, insbesondere von Organisationen, die dem politischen Islam zuzurechnen sind, und die versuchen, ihre eigene, oftmals antidemokratische Haltung und politische Praxis über diesen Umweg gegen Kritik zu imunisieren."'' <ref>Luzie H. Kahlweiß und Samuel Salzborn: ''"Islampophobie" - Zur konzeptionellen und empirischen Fragwürdigkeit einer umstrittenen Kategorie''; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke und Michael Spieker (Hrsg.): I''slamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich'', Walther de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 52</ref>
Aufgrund der mit dem Begriff verbundenen Problematik schufen Islamanhänger auch den Begriff „Islamfeindlichkeit“. Muslimische Propagandisten wie [[Yasemin Shooman]], die die Existenz einer spezifisch gegen Muslime gerichteten Aversion behaupten, möchten die Begriffe "Islamophobie" und "Islamfeindlichkeit" durch Begriffe wie "anti-muslimischer Rassismus" ersetzen. Die unter anderem von Shooman geforderte Einführung von, die Existenz einer spezifischen "Muslimfeindlichkeit" unterstellenden Begriffen, ist Bestandteil einer von mehreren manipulativen Strategien der Islam-Apologetik.
Aufgrund der mit dem Begriff verbundenen Problematik erfolgt oft eine Gleichsetzung mit dem Begriff ''[[Islamfeindlichkeit]]''. Muslimische Propagandisten wie [[Yasemin Shooman]], die die Existenz einer spezifisch gegen Muslime gerichteten Aversion behaupten, möchten die Begriffe ''Islamophobie'' und ''Islamfeindlichkeit'' durch Begriffe wie „anti-muslimischer Rassismus“ ersetzen. Die unter anderem von Shooman verfolgte manipulative Strategie ist eine Form der Islam-Apologetik.
Trotz aller Bemühungen von Seiten der Islam-Apologeten den Begriff aufgrund seiner Problematik umzubenennen oder im Sinne einer Perfektionierung der islamophilen Verwirrungsstrategie durch Begriffe die auf das angebliche Bestehen einer spezifisch gegen Muslime gerichteten Feindseligkeit verweisen zu ersetzen, findet er immer noch allgemeine Verwendung.
Trotz aller Bemühungen von Seiten der Islam-Apologeten, den Begriff aufgrund seiner Problematik umzubenennen oder im Sinne einer Perfektionierung der islamophilen Verwirrungsstrategie durch andere Begriffe zu ersetzen, findet er immer noch allgemeine Verwendung.
=== Begriffsgeschichte ===
=== Begriffsgeschichte ===
Die Herkunft des Begriffs ist nicht abschließend geklärt, zumal es auch verschiedene Ansichten dazu gibt. Nach Ansicht einiger, sei der Begriff von [[Ayatollah Khomeini]] erfunden worden um Frauen die es ablehnten den [[Hijab]] zu tragen zu verunglimpfen.
Die Herkunft des Begriffs ist nicht abschließend geklärt, zumal es auch verschiedene Ansichten dazu gibt. Nach Ansicht einiger Kritiker, sei der Begriff von [[Ayatollah Khomeini]] erfunden worden, um Frauen die es ablehnten den [[Hijab]] zu tragen, zu verunglimpfen.
Andere hingegen verweisen darauf dass griechische Begriffe im Iran weitestgehend unbekannt und deshalb selten in Gebrauch gewesen seien. Und Frauen die sich den repressiven Bekleidungsvorschriften widersetzten als "islamfeindlich", "gegen den Islam" oder gegen die (islamische) Revolution gerichtet" bezeichnet worden wären.
Andere hingegen verweisen darauf dass griechische Begriffe im Iran weitestgehend unbekannt und deshalb selten in Gebrauch gewesen seien. Und Frauen die sich den repressiven Bekleidungsvorschriften widersetzten als "islamfeindlich", "gegen den Islam" oder gegen die (islamische) Revolution gerichtet" bezeichnet worden wären. Die Gleichsetzung mit dem Begriff [[Islamfeindlichkeit]] hat auch politisch-ideologische Gründe, die nicht immer nachvollziehbar sind. In der [[Wikipedia]] wurden die beiden Begriffe nach etwa sechs Jahren im September 2011 zusammengelegt, wobei als Grund die Interpretation des britischen Soziologen [[Chris Allen]] angegeben wurde.<ref>https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial:Logbuch&page=Islamophobie</ref>
=== Kritik am Begriff ===
=== Kritik am Begriff ===
Von Befürwortern des Begriffs Islamophobie wird häufig versucht den Begriff auf eine Stufe mit Begriffen wie [[Rassismus]] und [[Antisemitismus]] zu stellen. Einen solchen Geichstellungversuch von Islamphobie und Antisemitismus unternahm bsp. Prof. Georg Kreis in einer Diskussionsrunde im Schweizer Fernsehen. <ref>[http://www.youtube.com/watch?v=RZk7KyDylf8 ''Anti-Minarett-Initiative - Anti-Verjudungsinitiative Vergleich Prof. Georg Kreis Christoph Mörgeli''; Video auf ''Youtube'']</ref> Von der Forschung werden solche Gleichstellungen mehrheitlich abgelehnt, da hier kaum vergleichbare Dinge in eins gesetzt würden und der Versuch zutiefst ahistorisch sei. Auch wird am Begriff ''Islamophobie'' die mangelnde Trennschärfe zwischen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und bloßer Ablehnung religiöser Symbole und Praktiken, wie sie bsp. Atheisten mitunter gegenüber allen Religionen praktizieren, bemängelt. Der Begriff vermische unsauber und unwissenschaftlich Einstellungen gegenüber Menschen mit Haltungen gegenüber einer Religion. <ref>Armin Pfahl-Traughber: ''Die fehlende Trennschärfe des "islamophobie"-Konzepts für die Vorurteilsforschung''; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke, Michael Spieker (Hrsg.): ''Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich'', Walter de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 11 bis 28</ref> Der Leiter des ''Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung'', [[Wolfgang Benz]], hatte die Gleichsetzung von Antisemitismus und Islamophobie populär gemacht. Er meinte u.a.:
Von Befürwortern des Begriffs Islamophobie wird häufig versucht den Begriff auf eine Stufe mit Begriffen wie [[Rassismus]] und [[Antisemitismus]] zu stellen. Einen solchen Geichstellungversuch von Islamphobie und Antisemitismus unternahm zum Beispiel Georg Kreis in einer Diskussionsrunde im Schweizer Fernsehen.<ref>[http://www.youtube.com/watch?v=RZk7KyDylf8 ''Anti-Minarett-Initiative - Anti-Verjudungsinitiative Vergleich Prof. Georg Kreis Christoph Mörgeli''; Video auf ''Youtube'']</ref> Von der Forschung werden solche Gleichstellungen mehrheitlich abgelehnt, da hier kaum vergleichbare Dinge in eins gesetzt würden und der Versuch zutiefst ahistorisch sei. Auch wird am Begriff ''Islamophobie'' die mangelnde Trennschärfe zwischen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und bloßer Ablehnung religiöser Symbole und Praktiken, wie sie etwa Atheisten mitunter gegenüber allen Religionen praktizieren, bemängelt. Der Begriff vermische unsauber und unwissenschaftlich Einstellungen gegenüber Menschen mit Haltungen gegenüber einer Religion.<ref>Armin Pfahl-Traughber: ''Die fehlende Trennschärfe des "islamophobie"-Konzepts für die Vorurteilsforschung''; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke, Michael Spieker (Hrsg.): ''Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich'', Walter de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 11 bis 28</ref> Der Leiter des ''Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung'', [[Wolfgang Benz]], hatte die Gleichsetzung von Antisemitismus und Islamophobie populär gemacht. Er meinte u.a.:
:''"Es handelt sich um Überfremdungs- und Verschwörungstheorien wie die Vorstellung, Minderheiten wollten unser Land in Besitz nehmen oder eben heute: islamisieren. Im 19. Jahrhundert waren es die Juden, jetzt ist es die angebliche islamische Gefahr, die das Abendland bedroht. Man schreibt der jeweiligen Minderheit die Eigenschaft des Fremdseins zu, die ihr nicht genommen werden darf. Das sind gemeinsame Merkmale, an die das Vorurteil andocken kann."'' <ref>[http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=4098 ''Interview mit Wolfgang Benz - Aufklärung statt Ausgrenzung'']</ref> [[Datei:03741 Wien 1938.jpg|thumb|340px|Kann man "Islamophobie" und Antisemitismus gleichsetzen? - Österreichische Juden werden während der NS-Zeit zu erniedrigender Zwangsarbeit gezwungen]]
:''"Es handelt sich um Überfremdungs- und Verschwörungstheorien wie die Vorstellung, Minderheiten wollten unser Land in Besitz nehmen oder eben heute: islamisieren. Im 19. Jahrhundert waren es die Juden, jetzt ist es die angebliche islamische Gefahr, die das Abendland bedroht. Man schreibt der jeweiligen Minderheit die Eigenschaft des Fremdseins zu, die ihr nicht genommen werden darf. Das sind gemeinsame Merkmale, an die das Vorurteil andocken kann."'' <ref>[http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=4098 ''Interview mit Wolfgang Benz - Aufklärung statt Ausgrenzung'']</ref> [[Datei:03741 Wien 1938.jpg|thumb|340px|Kann man "Islamophobie" und Antisemitismus gleichsetzen? - Österreichische Juden werden während der NS-Zeit zu erniedrigender Zwangsarbeit gezwungen]]
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[[Die Welt]] meint zum Vergleich von Islamophobie und Antisemitismus:
[[Die Welt]] meint zum Vergleich von Islamophobie und Antisemitismus:
:''"Antisemitismus und Islamfeindschaft oder "Islamophobie" kann man nicht gleichsetzen. Niemand will Muslime in allen Ländern angreifen und ausrotten oder ein muslimisches Land auslöschen. Niemand macht Muslime und den Islam für alle möglichen globalen Übel verantwortlich. Wenn man wahrnimmt, was dazu demgegenüber in vielen Medien islamischer Länder über Israel und die Juden tagtäglich geschrieben und auf andere Weise verbreitet wird, erkennt man den fundamentalen Unterschied."'' <ref>[http://www.welt.de/welt_print/article2908127/Ein-schiefer-Vergleich.html]</ref>
:''"Antisemitismus und Islamfeindschaft oder "Islamophobie" kann man nicht gleichsetzen. Niemand will Muslime in allen Ländern angreifen und ausrotten oder ein muslimisches Land auslöschen. Niemand macht Muslime und den Islam für alle möglichen globalen Übel verantwortlich. Wenn man wahrnimmt, was dazu demgegenüber in vielen Medien islamischer Länder über Israel und die Juden tagtäglich geschrieben und auf andere Weise verbreitet wird, erkennt man den fundamentalen Unterschied."'' <ref>http://www.welt.de/welt_print/article2908127/Ein-schiefer-Vergleich.html</ref>
Der deutsche Sozialwissenschaftler und Politologe [[Manfred Kleine-Hartlage]] kritisiert den Begriff ''Islamophobie'' und sozialwissenschaftliche Methoden zum Aufspüren angeblicher ''Islamophobie'' mit folgenden Worten:
Der deutsche Sozialwissenschaftler und Politologe [[Manfred Kleine-Hartlage]] kritisiert den Begriff ''Islamophobie'' und sozialwissenschaftliche Methoden zum Aufspüren angeblicher ''Islamophobie'' mit folgenden Worten:
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=== Funktion ===
=== Funktion ===
Die Funktion des Begriffs besteht darin, Kritik am Islam zu pathologisieren und zu kriminalisieren. Indem der Begriff (wie oben bereits eingehend ausgeführt) die Existenz einer psychopathologischen Angst vor dem Islam als weit verbreitetes Phänomen unterstellt, impliziert er gleichzeitig dass der Islam gänzlich harmlos sei, demgegenüber eine kritische Einstellung unangebracht und zwangsläufig nur Ausdruck von Fehlwahrnehmung, Vorurteilen, Unwissenheit oder schlimmstenfalls einer psychopathologischen Störung sein könne.
Die Funktion des Begriffs besteht darin, Kritik am Islam zu pathologisieren und zu kriminalisieren. Die Pathologisierung jedweder Kritik am Islam impliziert, dass die angebliche Angst vor dem Islam Ausdruck von Fehlwahrnehmung, Vorurteilen, Unwissenheit oder schlimmstenfalls Ergebnis und Folge einer psychopathologischen Störung sei.
Der Begriff wird nicht nur zwecks Abwehr vor Kritik am Islam, sondern auch zur Diffamierung von Islamkritikern verwendet.<ref>[http://hpd.de/node/4633/pdf Humanistischer Pressdienst: Interview mit Klaus Blees]</ref>
Der Begriff wird nicht nur zwecks Abwehr von Kritik am Islam, sondern auch zur Diffamierung von Islamkritikern verwendet.<ref>[http://hpd.de/node/4633/pdf Humanistischer Pressedienst: Interview mit Klaus Blees]</ref>
Über den Vergleich von Islamophobie mit dem Antisemitismus - eine Methode, die angesichts der Sensibilität der Öffentlichkeit für die nationalsozialistische Vergangenheit erfolgversprechend erscheint - soll eine Dramatisierung der Bedrohung von deutschen Muslimen erreicht werden, die eher der Werbung für einen salafitischen Islam als dem Schutz von Muslimen vor gesellschaftlicher Diskriminierung dient. <ref>[http://www.bpb.de/themen/EUUZ53,0,Die_Islamophobie_und_was_sie_vom_Antisemitismus_unterscheidet.html]</ref> Der Begriff ''Islamophobie'' stellt z.T. auch ein Mittel der antiwestlichen und israelfeindlichen Agitation islamischer Staaten dar. <ref>[http://www.welt.de/welt_print/article2908127/Ein-schiefer-Vergleich.html]</ref>
Über den Vergleich von Islamophobie mit dem Antisemitismus - eine Methode, die angesichts der Sensibilität der Öffentlichkeit für die nationalsozialistische Vergangenheit erfolgversprechend erscheint - soll eine Dramatisierung der Bedrohung von deutschen Muslimen erreicht werden, die eher der Werbung für einen salafitischen Islam als dem Schutz von Muslimen vor gesellschaftlicher Diskriminierung dient.<ref>http://www.bpb.de/themen/EUUZ53,0,Die_Islamophobie_und_was_sie_vom_Antisemitismus_unterscheidet.html</ref> Der Begriff ''Islamophobie'' stellt z.T. auch ein Mittel der antiwestlichen und israelfeindlichen Agitation islamischer Staaten dar.<ref>http://www.welt.de/welt_print/article2908127/Ein-schiefer-Vergleich.html</ref>
[[Jackson Doughart]] und [[Faisal Said al-Mutar]] meinen in der [[National Post]] vom 26. September 2012, dass der Begriff "Islamophobie" auch reflexhaft benutzt werde, um Islamkritiker zu denunzieren, die eine wertvolle und fortgeführte Diskussion zur Beziehung zwischen dem Westen und der weltweiten islamischen Gemeinde leisten. Sie schreiben u.a.:
[[Jackson Doughart]] und [[Faisal Said al-Mutar]] meinen in der [[National Post]] vom 26. September 2012, dass der Begriff ''Islamophobie'' auch reflexhaft benutzt werde, um Islamkritiker zu denunzieren, die eine wertvolle und fortgeführte Diskussion zur Beziehung zwischen dem Westen und der weltweiten islamischen Gemeinde leisten. Sie schreiben u.a.:
:''"Doch alle Gegner des Islam zu beschuldigen, sie hegten tief sitzenden Hass, der in irrationaler Angst wurzelt, ist ein schwerer Fehler, veranschaulicht durch die dramatischen und freien Gebrauch der „Islamophobie“. (...) Es <ref>Anm.: Gemeint ist hier der Begriff "Islamophobie"</ref> ist in erster Linie dazu gestaltet, um freiwilligen religiösen Glauben mit unfreiwilliger Hautfarbe in Verbindung zu bringen, an weit verbreitete und legitime Abscheu gegen Rassenvorurteile zu appellieren und weiterhin Fanatismus gegen Muslime mit Kritik am Islam gleichzusetzen, womit jede Unterscheidung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Funktionen zu verwischen."'' <ref>[http://haolam.de/artikel_10644.html Zitiert nach ''www.haolam.de'']</ref>
:''"Doch alle Gegner des Islam zu beschuldigen, sie hegten tief sitzenden Hass, der in irrationaler Angst wurzelt, ist ein schwerer Fehler, veranschaulicht durch die dramatischen und freien Gebrauch der „Islamophobie“. (...) Es <ref>Anm.: Gemeint ist hier der Begriff "Islamophobie"</ref> ist in erster Linie dazu gestaltet, um freiwilligen religiösen Glauben mit unfreiwilliger Hautfarbe in Verbindung zu bringen, an weit verbreitete und legitime Abscheu gegen Rassenvorurteile zu appellieren und weiterhin Fanatismus gegen Muslime mit Kritik am Islam gleichzusetzen, womit jede Unterscheidung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Funktionen zu verwischen."'' <ref>[http://haolam.de/artikel_10644.html Zitiert nach ''www.haolam.de'']</ref>
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*''„Der Islam versucht, [[Europa]] seine Regeln aufzuzwingen: In den öffentlichen Badeanstalten Schwimmzeiten nur für Frauen, das Verbot, diese [[Religion]] zu karikieren, der Anspruch auf einen Sonderspeiseplan für muslimische Kinder in den Schulkantinen, der Kampf für das islamische Kopftuch an den Schulen und der Vorwurf der Islamophobie gegen alle freien Denker.“'' Der französische Philosoph [[Robert Redeker]] in einer Kritik, in der er eine schleichende „Islamisierung des Denkens“ beklagt<ref>[http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-ein-philosophielehrer-auf-der-flucht-1380677.html Frankreich: Ein Philosophielehrer auf der Flucht], [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] am 6. Oktober 2006</ref>
*''„Der Islam versucht, [[Europa]] seine Regeln aufzuzwingen: In den öffentlichen Badeanstalten Schwimmzeiten nur für Frauen, das Verbot, diese [[Religion]] zu karikieren, der Anspruch auf einen Sonderspeiseplan für muslimische Kinder in den Schulkantinen, der Kampf für das islamische Kopftuch an den Schulen und der Vorwurf der Islamophobie gegen alle freien Denker.“'' Der französische Philosoph [[Robert Redeker]] in einer Kritik, in der er eine schleichende „Islamisierung des Denkens“ beklagt<ref>[http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-ein-philosophielehrer-auf-der-flucht-1380677.html Frankreich: Ein Philosophielehrer auf der Flucht], [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] am 6. Oktober 2006</ref>
*''„Wenn es neuerdings Animositäten gegen Muslime gibt, so hat das nichts mit ihrer [[Religion]] zu tun, sondern hauptsächlich mit der Tatsache, daß die meisten terroristischen Anschläge von Muslimen ausgeführt werden. Insofern wäre der korrektere Begriff ‚Terrorphobie‘.“'' <ref>[[Walter Laqueur]], Die letzten Tage von Europa, 2006.</ref>
*''„Wenn es neuerdings Animositäten gegen Muslime gibt, so hat das nichts mit ihrer [[Religion]] zu tun, sondern hauptsächlich mit der Tatsache, daß die meisten terroristischen Anschläge von Muslimen ausgeführt werden. Insofern wäre der korrektere Begriff ‚Terrorphobie‘.“'' <ref>[[Walter Laqueur]], Die letzten Tage von Europa, 2006.</ref>
=== Verwendung ===
[...]
== Sichtweise 2 - Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen ==
== Sichtweise 2 - Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen ==
[[Datei:Verschleierte-Frauen.jpg|thumb|240px|Verschleierte Muslima - Leiden sie unter "islamophoben" Vorurteilen der deutschen Mehrheitsbevölkerung oder verstößt die Verschleierungspflicht gegen die Menschenrechte?]] '''Islamophobie''' (von griech. φόβος ''phóbos'': Angst, Phobie) bezeichnet irrationale Vorurteile oder Hass gegen Muslime und ihre Religion.<ref>{{cite book|author=Fredman, Sandra|title=Discrimination and human rights: the case of racism|publisher=Oxford University Press|location=Oxford [Oxfordshire]|year=2001|isbn=0-19-924603-3|page=121}}</ref><ref>{{cite book
[[Datei:Verschleierte-Frauen.jpg|thumb|240px|Verschleierte Muslima sind oft Opfer von Vorurteilen]]
|author=Haddad, Yvonne Yazbeck|title=Muslims in the West: from sojourners to citizens|publisher=Oxford University Press|location=Oxford [Oxfordshire]|year=2002|isbn=0-19-514806-1|page=19}}</ref><ref>''Islamophobia: A Challenge for Us All'', [[Runnymede Trust]], 1997, p. 1, cited in {{cite book|author=Quraishi, Muzammil|title=Muslims and crime: a comparative study|publisher=Ashgate|location=Aldershot, Hants, England|year=2005|isbn=0-7546-4233-X|page=60}}. Early in 1997, the Commission on [[British Muslims]] and Islamophobia, at that time part of the Runnymede Trust, issued a consultative document on Islamophobia under the chairmanship of Professor Gordon Conway, [[Vice-Chancellor]] of the [[University of Sussex]]. The final report, ''Islamophobia: A Challenge for Us All'', was launched in November 1997 by [[Home Secretary]] [[Jack Straw]]</ref><ref name=HoldenHicks>{{cite book|author=Holden, Cathie; Hicks, David V.|title=Teaching the global dimension: key principles and effective practice|publisher=Routledge|location=New York|year=2007|isbn=0-415-40448-7|page=140}}</ref><ref name=levandehistoria>[http://www.levandehistoria.se/files/islamofobi.pdf Islamofobi - en studie av begreppet, ungdomars attityder och unga muslimers utsatthet], published by [[Forum för levande historia]]</ref> Dies zeigt sich durch „generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, pauschale Abwertungen der islamischen Kultur, seiner Symbole und religiösen Praktiken sowie distanzierendes Verhalten gegenüber Muslimen.“<ref name="biknetz">[http://www.biknetz.de/glossar/glossary-detail/islamophobie-auch-islamfeindlichkeit.html?type=0 BIK Netz. Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus]</ref> Im Gegensatz zu einer sachlich begründeten Islamkritik, hat die Islamophobie irrationale Hintergründe, die sich in einer allgemeinen Feindseligkeit gegenüber dem Islam und seinen Angehörigen äußern. Islamophobe verallgemeinern die Verfehlungen einzelner Muslime als für die gesamte islamische Religion und ihre Angehörigen geltend. Aus Null bis Vier/Fünf dieser Einzelfälle pro Tag wird suggeriert, dass der gesamte Islam und die Muslime nicht kompatibel mit der hiesigen Gesellschaft seien. Die Übertreibung solcher Fälle soll dazu dienen, „Muslime von der eigenen Gruppe abzugrenzen und als minderwertiger einzustufen.“<ref name="biknetz"></ref> Dies äußert sich beispielsweise in der Behauptung, dass der gesamte Islam irrational, primitiv und barbarisch sei.<ref name="biknetz"></ref> Außerdem wird behauptet, dass der Islam keine Religion, sondern eine „politische Ideologie“ sei.<ref name="biknetz"></ref><ref name=Runnymede5>Runnymede 1997, p. 5, cited in Quraishi 2005, p. 60.</ref> Ob Islamophobie als Form des Rassismus oder als eine nahe verwandte Form Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betrachtet werden sollte, ist in den Sozialwissenschaften umstritten.<ref name="ChrisAllen">Chris Allen: Islamophobia. Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.</ref>
Islamophobie und Islamfeindlichkeit umfassen irrationale Vorurteile oder Hass gegen Muslime und ihre Religion.<ref>{{cite book|author=Fredman, Sandra|title=Discrimination and human rights: the case of racism|publisher=Oxford University Press|location=Oxford [Oxfordshire]|year=2001|isbn=0-19-924603-3|page=121}}</ref><ref>{{cite book
|author=Haddad, Yvonne Yazbeck|title=Muslims in the West: from sojourners to citizens|publisher=Oxford University Press|location=Oxford [Oxfordshire]|year=2002|isbn=0-19-514806-1|page=19}}</ref><ref>''Islamophobia: A Challenge for Us All'', [[Runnymede Trust]], 1997, p. 1, cited in {{cite book|author=Quraishi, Muzammil|title=Muslims and crime: a comparative study|publisher=Ashgate|location=Aldershot, Hants, England|year=2005|isbn=0-7546-4233-X|page=60}}. Early in 1997, the Commission on [[British Muslims]] and Islamophobia, at that time part of the Runnymede Trust, issued a consultative document on Islamophobia under the chairmanship of Professor Gordon Conway, [[Vice-Chancellor]] of the [[University of Sussex]]. The final report, ''Islamophobia: A Challenge for Us All'', was launched in November 1997 by [[Home Secretary]] [[Jack Straw]]</ref><ref name=HoldenHicks>{{cite book|author=Holden, Cathie; Hicks, David V.|title=Teaching the global dimension: key principles and effective practice|publisher=Routledge|location=New York|year=2007|isbn=0-415-40448-7|page=140}}</ref><ref name=levandehistoria>[http://www.levandehistoria.se/files/islamofobi.pdf Islamofobi - en studie av begreppet, ungdomars attityder och unga muslimers utsatthet], published by [[Forum för levande historia]]</ref> Dies zeigt sich durch „generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, pauschale Abwertungen der islamischen Kultur, seiner Symbole und religiösen Praktiken sowie distanzierendes Verhalten gegenüber Muslimen.“<ref name="biknetz">[http://www.biknetz.de/glossar/glossary-detail/islamophobie-auch-islamfeindlichkeit.html?type=0 BIK Netz. Präventionsnetz gegen Rechtsextremismus]</ref> Im Gegensatz zu einer sachlich begründeten Islamkritik hat die Islamophobie irrationale Hintergründe, die sich in einer allgemeinen Feindseligkeit gegenüber dem Islam und seinen Angehörigen äußern können. Islamophobe verallgemeinern die Verfehlungen einzelner Muslime als für die gesamte islamische Religion und ihre Angehörigen typisch. Aus einigen Einzelfällen wird gefolgert, dass diese für den gesamten Islam und die Muslime typisch sind. Die Übertreibung soll dazu dienen, „Muslime von der eigenen Gruppe abzugrenzen und als minderwertiger einzustufen.“<ref name="biknetz"></ref> Dies äußert sich beispielsweise in der Behauptung, dass der gesamte Islam irrational, primitiv und barbarisch sei.<ref name="biknetz"></ref> Außerdem wird behauptet, dass der Islam keine Religion, sondern eine „politische Ideologie“ sei.<ref name="biknetz"></ref><ref name=Runnymede5>Runnymede 1997, p. 5, cited in Quraishi 2005, p. 60.</ref> Ob Islamophobie als Form des Rassismus oder als eine nahe verwandte Form gruppenbezogener Ausgrenzung betrachtet werden sollte, ist in den Sozialwissenschaften umstritten.<ref name="ChrisAllen">Chris Allen: Islamophobia. Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.</ref>
Von Islamophoben selber wird behauptet, dass der Begriff ''Islamophobie'' ein von „Islamverteidigern“ und Muslimen erfundener und geprägter „Kampfbegriff“ sei. Hierbei wird, wie in der Islamophobie üblich, auf einzelne Probleme mit Muslimen hingewiesen und diese dann verallgemeinert, um sie und ihre Religion herabzuwürdigen. Laut den Islamophoben gebe es daher gar keine Islamophobie, weil der Gedanke, dass der gesamte Islam und alle seine Angehörigen eine „Bedrohung“ seien, nicht irrational, sondern „wissenschaftlich“ fundiert sei.
Bei der Islamophobie handelt es sich um ein vergleichsweise junges Phänomen, das durch die Anschläge vom 11. September 2001 einen gewaltigen Auftrieb erfuhr.<ref>Poynting & Mason: "Tolerance, Freedom, Justice and Peace?: Britain, Australia and Anti-Muslim Racism since 11 September 2001", ''Journal of Intercultural Studies'', Vol. 27, No. 4 (2006), pp.365-391, http://dx.doi.org/10.1080/07256860600934973</ref>
==="Islamophobe Gewalt"===
In den [[USA]] hat die Anzahl der Straftaten gegen Muslime drastisch zugenommen. Im Jahr 2000 gab es 33 islamophobe Straftaten, nach den Anschlägen auf das [[WTC]] im Jahr 2001 stieg die Zahl auf 546 jährliche Straftaten. Vom Jahr 2009 zum Jahr 2010 haben islamophob motivierte Straftaten um 45 Prozent zugenommen. <ref>[http://www.taz.de/!82073/]</ref>
Am 1. Juli 2009 wurde die im dritten Monat schwangere, ägyptische Handballspielerin und Pharmazeutin [[Marwa Ali El-Sherbini]] von Alex Wiens, aus islamophober Motivation, mit 18 Messerstichen ermordet.<ref>[[Frankfurter Rundschau]]: ''[http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2074180_Urteil-im-El-Sherbini-Prozess-Lebenslang-fuer-Marwas-Moerder.html Lebenslang für Marwas Mörder]'', 11. November 2009</ref> Vorausgegangen war dem Mord ein Gerichtsverfahren gegen Wiens: Er hatte El-Sherbini im August 2008 auf dem Dresdner Spielplatz als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpft. Daraufhin informierte eine dritte anwesende Person die Polizei. Das Amtsgericht Dresden verurteilte Wiens durch Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 11 Euro<ref name="SPIEGEL46">[[Der Spiegel|SPIEGEL]] Nr. 46 vom 9. November 2009, S. 40</ref>. Nachdem Wiens gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt hatte, kam es zu einer Hauptverhandlung, in welcher Marwa El-Sherbini als Zeugin vernommen wurde.<ref>[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,657498,00.html Berichterstattung auf Spiegel online vom 26. Oktober 2009] über den ersten Prozesstag vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden / die Zeugenaussage des Ehemannes</ref> Hier wurde Wiens zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 13 Euro verurteilt. Im Prozess bezeichnete er Muslime als „nicht beleidigungsfähig“. Die Staatsanwaltschaft nahm das zum Anlass, Berufung einzulegen, um ein höheres Strafmaß wegen eines ausländerfeindlichen Hintergrundes zu erwirken. Auch Wiens legte Berufung gegen das Urteil ein.<ref name="SPIEGEL46"/> In der Berufungsverhandlung am 1. Juli 2009 stach Wiens auf Marwa El-Sherbini ein, als diese nach ihrer Zeugenaussage den Gerichtssaal verlassen wollte. El-Sherbinis dreijähriger Sohn sah dabei, wie seine Mutter verblutete.
Von Islamophoben selber wird behauptet, dass der Begriff ''Islamophobie'' ein von „Islamverteidigern“ und Muslimen erfundener und geprägter „Kampfbegriff“ sei. Laut den Islamophoben gebe es daher gar keine Islamophobie, weil der Gedanke, dass der gesamte Islam und alle seine Angehörigen eine „Bedrohung“ seien, nicht irrational, sondern „wissenschaftlich“ fundiert sei.
Am 22. Juli 2011 ermordete der norwegische Rechtsterrorist [[Anders Behring Breivik]] 77 Menschen, die meisten davon Mitglieder der Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Norwegens, weil er diesen vorwarf, zum „Massenimport von Moslems“ nach Norwegen stark beigetragen zu haben. Der [[Islam]] sei laut Breivik eine Gefahr für Norwegen und Europa. <ref>Kritische Anmerkung: Anders Behring Breivik lehnt muslimische Migranten aus fremdenfeindlichen und nationalistischen Motiven ab und ist an einer Kritik am Islam als Ideologie nicht interessiert</ref><ref name="dagbladet">[http://www.dagbladet.no/2011/07/25/nyheter/innenriks/terror/anders_behring_breivik/17449614/ Ville strupe videre rekruttering til Arbeiderpartiet] Dagbladet, 25. Juli 2011</ref><ref name="morgenpost">[http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article1717918/Attentat-auf-Norwegens-Koenig-geplant.html Attentat auf Norwegens König geplant] Berliner Morgenpost, 31. Juli 2011</ref>
Bei der Islamophobie handelt es sich um ein Phänomen, das sich vor allem seit den [[Terroranschläge am 11. September 2001|Anschlägen vom 11. September 2001]] verstärkt hat.<ref>Poynting & Mason: "Tolerance, Freedom, Justice and Peace?: Britain, Australia and Anti-Muslim Racism since 11 September 2001", ''Journal of Intercultural Studies'', Vol. 27, No. 4 (2006), pp.365-391, http://dx.doi.org/10.1080/07256860600934973</ref>
[[Datei:Anti Islam IMG 6510.jpg|thumb|330px|Den Islam ablehnende Schmierereien in Deutschland - Zeichen von Islamophobie oder Sorge um "Überfremdung" durch eine andere Religion und Kultur?]]
=== Islamophobe Medienberichterstattung ===
Der deutsche Medienwissenschaftler Kai Hafez beklagte eine zunehmend „islamophobe“ Berichterstattung, selbst in als seriös geltenden Medien wie [[Der Spiegel]]. Er meinte u.a.:
=== "Islamophobe Medienberichterstattung" ===
:"Zwar ist der Begriff der Islamophobie umstritten, da nicht jede Form einer Fehldeutung der islamischen Welt auf einer psychologischen Abwehrhaltung begründet sein muss, sondern auch nicht-intendierte Fehlinformationen eine Rolle spielen. Dennoch lassen sich viele Strukturmerkmale der Medienberichterstattung in unterschiedlichen westlichen Mediensystemen nachweisen, die darauf schließen lassen, dass eine selektive Wahrnehmung negativer Ereignisse und Entwicklungen vorherrscht. (...) Das Gesamt der Medienberichterstattung verkörpert jedoch eher eine Form der „aufgeklärten Islamophobie“ als eine Trendwende zur echten Aufklärung des über Jahrhunderte einseitig negativ geprägten Islambildes, das im Westen nach wie vor das internationale und das innenpolitische Klima vergiftet."<ref>[http://www.goethe.de/ges/phi/prj/ffs/the/med/de6425408.htm Kai Hafetz: ''Mediengesellschaft – Wissensgesellschaft? - Wie das Islambild deutscher Medien entsteht''; auf der Internetseite des Goethe-Instituts]</ref>
Der deutsche Medienwissenschaftler Kai Hafez beklagte eine zunehmend "islamophobe" Berichterstattung, selbst in als seriös geltenden Medien wie [[Der Spiegel]]. Er meinte u.a.:
:''"Zwar ist der Begriff der Islamophobie umstritten, da nicht jede Form einer Fehldeutung der islamischen Welt auf einer psychologischen Abwehrhaltung begründet sein muss, sondern auch nicht-intendierte Fehlinformationen eine Rolle spielen. Dennoch lassen sich viele Strukturmerkmale der Medienberichterstattung in unterschiedlichen westlichen Mediensystemen nachweisen, die darauf schließen lassen, dass eine selektive Wahrnehmung negativer Ereignisse und Entwicklungen vorherrscht. (...) Das Gesamt der Medienberichterstattung verkörpert jedoch eher eine Form der „aufgeklärten Islamophobie“ als eine Trendwende zur echten Aufklärung des über Jahrhunderte einseitig negativ geprägten Islambildes, das im Westen nach wie vor das internationale und das innenpolitische Klima vergiftet."'' <ref>[http://www.goethe.de/ges/phi/prj/ffs/the/med/de6425408.htm Kai Hafetz: ''Mediengesellschaft – Wissensgesellschaft? - Wie das Islambild deutscher Medien entsteht''; auf der Internetseite des Goetheinstitus]</ref>
Demgegenüber kam der neomarxistische Islamkritiker und Erziehungswissenschaftler [[Hartmut Krauss]] zur Feststellung, dass der Berichterstattung über islambezogene Themen angesichts des Vorhandenseins einer großen Anzahl muslimischer Konflikt- und Gewaltakteure, z.B. repressiver islamistischer Diktatorialregime wie im Iran oder im Sudan oder Terror-Organisationen wie Islamischer Staat und al-Qaida, real-objektive Tatsachen zu Grunde lägen und diese dementsprechend auf einer angemessenen Darstellungsweise basiere. Ferner verwies Krauss auf folgende in der Berichterstattung der Massenmedien dominierende und miteinander korrespondierende Stereotypen: „Der Islam ist eine Religion“, „der Islam ist friedlich und tolerant“ oder „''den'' Islam gibt es nicht“, die einer objektiven und neutralen Berichterstattung abträglich sind.<ref>[http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-islamdebatte-in-deutschland.html Hintergrund-Verlag: Kritische Analyse der Islamdebatte]</ref><ref>http://www.unique-online.de/%e2%80%9edie-substanz-aus-der-ganze-feindbildlandschaften-entstehen%e2%80%9c/1173</ref>
Demgegenüber kam der neomarxistische Islamkritiker und Erziehungswissenschaftler [[Hartmut Krauss]] zur Feststellung, dass der Berichterstattung über islambezogene Themen angesichts des Vorhandenseins einer großen Anzahl muslimischer Konflikt- und Gewaltakteure z.B: repressiver islamistischer Diktatorialregime wie beispielsweise im Iran oder im Sudan oder Terror-Organisationen wie z.B: Islamischer Staat und al-Qaida, real-objektive Tatsachen zu Grunde lägen und diese dementsprechend auf einer angemessenen Darstellungsweise basiere. Ferner verwies Krauss auf folgende in der Berichterstattung der Massenmedien dominierende und miteinander korrespondierende Stereotypen: "Der Islam ist eine Religion", "der Islam ist friedlich und tolerant", "den Islam gibt es nicht", die einer objektiven und neutralen Berichterstattung abträglich sind. <ref>[http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-islamdebatte-in-deutschland.html Hintergrund-Verlag: Kritische Analyse der Islamdebatte]</ref>. <ref>[http://www.unique-online.de/%e2%80%9edie-substanz-aus-der-ganze-feindbildlandschaften-entstehen%e2%80%9c/1173/]</ref>
=== Zitate ===
=== Zitate ===
''Siehe: [[Islamfeindliche Zitate von Prominenten]]''
''Siehe: [[Islamfeindliche Zitate von Prominenten]]''
== Sichtweise 3 - Islamangst als begründete Angst vor der Gewalt des Islams ==
== Sichtweise 3 - Begründete Angst vor der Gewalt des Islams ==
[[Datei:Nine Eleven.jpg|thumb|290px|Das Gemälde [[Nine / Eleven (Gemälde von Hans-Georg Pfitzner)|''Nine / Eleven'']] des deutschen Malers [[Hans-Georg Pfitzner]] zeigt die gewalttätige Komponente des Islam, welche seit den Anschlägen auf das [[World Trade Center]] besonders deutlich wird]]
[[Datei:Nine Eleven.jpg|thumb|290px|Das Gemälde [[Nine / Eleven (Gemälde von Hans-Georg Pfitzner)|''Nine / Eleven'']] des deutschen Malers [[Hans-Georg Pfitzner]] zeigt die Anschläge auf das [[World Trade Center]] und den damit verbundenen Terrorismus als gewalttätige Komponente des Islams.]]
Die begründete Islamangst beruht teilweise auf historischer Erfahrung, entsteht aber auch als Reaktion auf islamisch begründete und motivierte Gewalt (Ehrenmorde, schariatische Exekutionspratiken) oder die Verbrechen Mohammeds, der Gründergestalt des Islam. Bei Muslimen und Nicht-Muslimen gibt es unterschiedliche Reaktionen.
Die begründete Islamangst beruht teilweise auf historischer Erfahrung, entsteht aber auch in direkter Reaktion auf islamisch begründete und motivierte Gewalt (Ehrenmorde, schariatische Exekutionspratiken) oder einzelne Taten [[Mohammed]]s, der Gründergestalt des Islam. Bei Muslimen und Nicht-Muslimen gibt es unterschiedliche Reaktionen.
Als Mohammed anfing, seine Ideologie mit Gewalt durchzusetzen, begann auch die begründete Islamangst. Es gibt frühe Beispiele für Judenmorde und ethnische Säuberungen durch Mohammed (etwa 622 n.Chr.):<ref>Siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Islam Wikipedia] vom 30.05.2014</ref>
Als Mohammed anfing, seine Ideologie durchzusetzen, begann auch die begründete Islamangst. Es gibt frühe Beispiele für Judenmorde und religiöse Säuberungen durch Mohammed (etwa 622 n.Chr.):<ref>Siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Islam Wikipedia] vom 30.05.2014</ref>
: "In der Oase von Yathrib wohnten zu jener Zeit noch zahlreiche Juden, insbesondere die drei Stämme Banu Qainuqa, Banu Nadir und Banu Quraiza. Diese wurden innerhalb der nächsten Jahre aus Yathrib vertrieben bzw. ermordet. Damit wurde Yathrib, bzw. Medina, wie die Stadt bald genannt wurde, zu einer ausschließlich von Muslimen bewohnten Stadt."
: "In der Oase von Yathrib wohnten zu jener Zeit noch zahlreiche Juden, insbesondere die drei Stämme Banu Qainuqa, Banu Nadir und Banu Quraiza. Diese wurden innerhalb der nächsten Jahre aus Yathrib vertrieben bzw. ermordet. Damit wurde Yathrib, bzw. Medina, wie die Stadt bald genannt wurde, zu einer ausschließlich von Muslimen bewohnten Stadt."
=== Reaktionen von Muslimen ===
=== Reaktionen von Muslimen ===
* Angstreaktionen gibt es bei Muslimen, wenn diese Mohammed oder den Koran kritisch hinterfragen. Was als Apostasie eingestuft und mit dem Tode bestraft werden kann<ref>Wikipedia: {{W|Apostasie im Islam}}</ref>
* Angstreaktionen gibt es auch innerhalb des Islam bei Muslimen, wenn diese Mohammed oder den Koran kritisch hinterfragen, was als Apostasie eingestuft und mit dem Tode bestraft werden kann<ref>Wikipedia: {{W|Apostasie im Islam}}</ref>
* Angst vor Gesetzen (Scharia) des Islams und bei Zuwiderhandlung vor den Konsequenzen der Missachtung derselben: Steinigung, "Ehrenmord", usw.
* Angst vor Gesetzen des Islams (Scharia) und bei Zuwiderhandlung vor den Konsequenzen ihrer Missachtung: Steinigung, "Ehrenmord", usw.
* Bei der Beschneidung sowohl bei Jungen als bei Mädchen besteht zum einen die Angst vor dem eigentlichen (häufig unter mangelnden hygienischen Bedingungen und ohne Betäubung durchgeführten) Eingriff, als auch die Angst vor den Konsequenzen für Kinder und Eltern, wenn ein Kind/Jugendlicher/Elternteil die Beschneidung ablehnt.
* Angst muslimischer Mädchen und Frauen: Zwangsheirat, Vergewaltigung durch Ehemann oder fremde Männer, Steinigung, Zwang zur Verschleierung, usw. Diese Angst ist eine Angst vor den Konsequenzen im Falle der Nichteinhaltung der islamischen Verhaltensmaßregeln für Mädchen und Frauen.
* Angst muslimischer Mädchen und Frauen: Zwangsheirat, Vergewaltigung durch Ehemann oder fremde Männer, Steinigung, Zwang zur Verschleierung, usw. Diese Angst ist eine Angst vor den Konsequenzen im Falle der Nichteinhaltung der islamischen Verhaltensmaßregeln für Mädchen und Frauen.
* Angst bei Nichtzahlung der Zakat (Dschihad-Steuern, Schutzgelder).<ref>{{W|Ridda-Kriege}}</ref>
* Angst bei Nichtzahlung der Zakat (Dschihad-Steuern, Schutzgelder).<ref>[[Ridda-Kriege]]</ref>
* Angst von Muslimen gegenüber der Begegnung mit Vertretern unterschiedlicher Konfessionen (Salafisten, Sunniten und Schiiten)<ref>http://thereligionofpeace.com</ref>
* Angst von Muslimen vor der Konfrontation mit Glaubensgeschwistern anderer Konfessionen (Sunniten und Schiiten)<ref>http://thereligionofpeace.com</ref>
* Angst bei Austritt aus der Umma oder Konversion zu einer anderen Religion.<ref>Wikipedia: {{W|Apostasie im Islam}}</ref>
* Angst bei Austritt aus der Umma oder Konversion zu einer anderen Religion.
=== Islamangst bei Nicht-Muslimen ===
=== Islamangst bei Nicht-Muslimen ===
* Islamangst aufgrund der weit überwiegend gewalttätigen Verbreitung des Islams in den Jahrhunderten nach Mohammed.<ref>Wikipedia: {{W|Islamische Expansion}}</ref>
* Islamangst aufgrund der weit überwiegend gewalttätigen Verbreitung des Islams in den Jahrhunderten nach Mohammed.<ref>Wikipedia: {{W|Islamische Expansion}}</ref>
* Islamangst aufgrund der durch strenggläubige Muslime ausgeübten Gewalt, insbesondere derjenigen terroristischer Art.<ref>http://thereligionofpeace.com</ref>
* Islamangst aufgrund der durch Muslime ausgeübten Gewalt, insbesondere derjenigen terroristischer Art.<ref>http://thereligionofpeace.com</ref>
== Arten der Islamgegnerschaft ==
; Rechtskonservative und rechtsextreme Islamgegnerschaft
: Die Ablehnung des Islams basiert auf einem [[Nationalismus|nationalistischen]], beziehungsweise "[[Politische Rechte (Politik)|rechten]]" Ausgangsstandpunkt. Der Islam wird abgelehnt, weil er mit der nationalen und kulturellen Identität und dem national- und kulturspezifischen Wertesystem inkompatibel ist. Außerhalb des eigenen Kulturkreises wird er jedoch toleriert. Rechte Islamgegner sind in der Regel [[Ethnopluralismus|Ethnopluralisten]], die Kriege gegen islamische Länder vehement ablehnen. Ein Beispiel hierfür ist die [[FPÖ]].<ref name="fpö">[http://www.fpoe-parlamentsklub.at/fileadmin/Contentpool/Parlament/PDF/Wir_und_der_Islam_-_Freiheitliche_Positionen.pdf FPÖ: Wir und der Islam]</ref> Einige rechte Islamgegner bekämpfen zwar den Moscheebau im eigenen Land, unterstützen allerdings den Islam in den islamischen Ländern, weil sie ihn als Widerstandskraft gegen den "US-amerikanischen Neo-Imperialismus" betrachten und in ihm, insbesondere aufgrund des Antisemitismus und der Israelfeindlichkeit als Gesinnungskonvergenz und Kooperationsgrundlage einen probaten Bündnispartner sehen. Ein Beispiel hierfür ist die [[NPD]]. Antisemitismus und Israelfeindlichkeit sind unter rechten Islamgegnern jedoch nicht zwangsläufig anzutreffen. In den letzten Jahren hat sich unter den rechten Islamgegnern ein Spektrum konstituiert, dass pro-israelisch eingestellt ist (siehe: [[Israel-Connection]]).
; Liberalistische Islamgegnerschaft
: Der Ablehnung des Islam liegt ein liberalistischer, beziehungsweise "aufklärerischer" und "menschenrechtlicher" Ausgangsstandpunkt zu Grunde. Dem Islam wird vorgeworfen mit zahlreichen als "freiheitlich", "fortschrittlich", "progressiv" und "aufklärerisch" eingestuften Werten unvereinbar zu sein, darunter beispielsweise: Trennung von Religion und Staat, Geistesfreiheit, inidividuelle Freiheitsrechte, insbesondere Selbstbestimmungsrecht und Demokratie. "Fortschrittlichen" Islamgegnern zufolge, müsse ein Glaube mit diesen Werten vereinbar sein, um als Religion anerkannt zu werden. Sollte dies nicht zutreffen, handele es sich bei dem Glaubenssystem nicht um eine Religion, sondern um eine "Ideologie". Dieser Logik nach, sei der Islam eine "faschistische" und "totalitäre" Ideologie. Manche fortschrittliche Islamgegner bezeichnen ihn auch als "[[Rechtsextremismus]]". Deshalb solle der Islam durch die "Wehrhafte Demokratie" bekämpft werden. Fortschrittliche Islamgegner stehen Kriegen gegen islamische Länder in der Regel wohlwollend gegenüber. Sie erhoffen sich, dass dadurch den als "rückständig" eingestuften, islamischen Ländern "Freiheit und Demokratie" gebracht würden.
; Marxistische Islamgegnerschaft
: [[Karl Marx]] und [[Friedrich Engels]] äußerten sich in ihren Schriften negativ über den Islam.<ref name="ulfkotte">[http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/feindbild-islam-muslime-in-der-sicht-von-karl-marx.html Udo Ulfkotte: Feindbild Islam: Muslime in der Sicht von Karl Marx (29.01.2013)]</ref> In kommunistischen Staaten, vor allem in der Sowjetunion in der Zeit des Stalinismus oder in der Volksrepublik China zur Zeit des Maoismus stand die Religionsausübung unter Strafe oder unterlag zumindest Restriktionen, Geistliche und Gläubige jeder Religion wurden unterdrückt und diskriminiert. Dies betraf auch die islamische Religionsgemeinschaft, welche in der Sowjetunion und einigen Ostblockstaaten die zweitgrößte Religionsgemeinschaft war. Im kommunistischen Albanien war von 1968 bis 1990 jegliche Religionsausübung verboten. Vor der kommunistischen Diktatur von 1944 bis 1992 bekannten sich ungefähr 70% der albanischen Bevölkerung zum Islam; heute sind es 56,7 %.
; Christliche Islamgegnerschaft
: Der Islam wird wegen teilweise großer theologischer Differenzen abgelehnt. [[Christentum]] und Islam messen Jesus eine positive Rolle in ihren heiligen Schriften bei; die weitere Betrachtung weist allerdings Unterschiede auf. Diese bestehen hauptsächlich darin, dass 1. die Christen Mohammed nicht als Propheten anerkennen, 2. die Muslime Jesus (Isa) nur als Propheten und nicht als Sohn Gottes betrachten, weil sie die christliche Vorstellung der [[Dreifaltigkeit]] ablehnen und 3. Jesus laut islamischer Überlieferung nicht am Kreuz gestorben sei. Muslime glauben allerdings, wie Christen, an die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria und an die Wiederkehr Jesu in der Endzeit.
; Zionistische Islamgegnerschaft
: Basiert darauf, dass der überwiegende Großteil der islamischen Welt das Existenzrecht des Staates Israel ablehnt. Beispiel hierfür sind die Organisationen [[Jüdische Verteidigungsliga|Jewish Defense League]] (JDL) und [[Jewish Task Force]] (JTF), die sich jedoch in einem Konkurrenz- und Rivalitätsverhältnis zueinander befinden (siehe [[JDL-JTF-Konflikt]]).
; Feministische Islamgegnerschaft
: Diese Art der Islamgegnerschaft basiert auf dem gynozentrischen Ausgangsstandpunkt des [[Feminismus]], der Islam wird von den meisten Feministinnen, wie z.B: [[Alice Schwarzer]] als "reaktionäre" "patriarchalische" Religion betrachtet, die die Gleichberechtigung der Frau bedroht. Allerdings gibt es auch einige kulturrelativstisch motivierte postmoderne Feministinnen, die eine dem Islam gegenüber affirmative Haltung einnehmen und sogar dessen misogyne Normen dementieren.
== Videos auf Youtube ==
== Videos auf Youtube ==
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== Literatur ==
== Literatur ==
* {{Anker|Allen 2004}} Chris Allen: ''{{lang|en|Justifying Islamophobia: A Post-9/11 Consideration of the European Union and British Contexts.}}'' In: ''{{lang|en|The American Journal of Islamic Social Sciences}}'' 21 (3), 2004. S. 1–14. ([http://i-epistemology.net/attachments/847_Ajiss21-3%20-%20Allen%20-%20Justifying%20Islamophobia.pdf Volltext])
* Chris Allen: ''Justifying Islamophobia: A Post-9/11 Consideration of the European Union and British Contexts.'' In: ''The American Journal of Islamic Social Sciences'' 21 (3), 2004. S. 1–14. ([http://i-epistemology.net/attachments/847_Ajiss21-3%20-%20Allen%20-%20Justifying%20Islamophobia.pdf Volltext])
* {{Anker|Allen 2010a}} Chris Allen: ''{{lang|en|A Brief History of Islamophobia}}.'' In: ''{{lang|en|Arches Quarterly}}'' 4 (7), 2010. S. 14–23.
* Chris Allen: ''A Brief History of Islamophobia.'' In: ''Arches Quarterly'' 4 (7), 2010. S. 14–23.
* {{Anker|Allen 2010b}} Chris Allen: ''{{lang|en|Islamophobia}}.'' Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.
* Chris Allen: ''Islamophobia.'' Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.
* {{Anker|Brown 2000}} Malcolm D. Brown: ''{{lang|en|Conceptualising Racism and Islamophobia}}.'' In: Jessica ter Wal, Maykel Verkuyten: ''{{lang|en|Comparative Perspectives on Racism}}.'' Ashgate Publishing, Aldershot 2000. ISBN 0-7546-1123-X, S. 73–90.
* Jaya Gopal: ''Gabriels Einflüsterungen- Eine historisch-kritische Bestandsaufnahme des Islam.'' Freiburg, Br. : Ahriman-Verl. ISBN 978-3-89484-601-5 kart.
* {{Anker|Bühl 2010}} Achim Bühl: ''Islamfeindlichkeit in Deutschland. Ursprünge, Akteure, Stereotypen.'' VSA-Verlag, Hamburg 2010. ISBN 978-3-89965-444-8.
* Peter Gottschalk, Gabriel Greenberg: ''Islamophobia. Making Muslims the Enemy.'' Rowman & Littlefield, Lanham 2008. ISBN 0-7425-5286-1.
* {{Anker|Cesari 2010}} Jocelyn Cesari: ''{{lang|en|Introduction}}''. In: Jocely Cesari: ''{{lang|en|Muslims in the West after 9/11. Religion, Politics and Law.}}'' Routledge, Abingdon 2010. ISBN 0-415-77655-4, S. 1–6.
* Farid Hafez (Hg.): ''Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012.'' Wien, new academic press, 2012, ISBN 978-3-99036-001-9
* {{Anker|Deltombe 2005}} Thomas Deltombe: ''{{lang|fr|L’Islam imaginaire}}.'' Éditions La Découverte, Paris 2005. ISBN 2-7071-4672-2.
* {{Anker|Dinet & Ben Ibrahim}} Étienne Dinet, Sliman Ben Ibrahim: ''{{lang|fr|L'Orient vu par L'Occident.}}'' H. Piazza & P. Geuthner, Paris 1921.
* {{Anker|Gottschalk & Greenberg 2008}} Peter Gottschalk, Gabriel Greenberg: ''{{lang|en|Islamophobia. Making Muslims the Enemy.}}'' Rowman & Littlefield, Lanham 2008. ISBN 0-7425-5286-1.
* {{Anker|Schiffer 2005}} [[Sabine Schiffer]]: ''Die Darstellung des Islam in der Presse. Sprache, Bilder, Suggestionen. Eine Auswahl von Techniken und Beispielen''. Würzburg 2005. ISBN 3-89913-421-4.
* {{Anker|Schiffer 2010}} Sabine Schiffer: ''Grenzenloser Hass im Internet. Wie „islamkritische" Aktivisten in Weblogs argumentieren''. In: Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.). ''Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen''. 2. Aufl. VS-Verlag, Wiesbaden 2010, S. 355-375. ISBN 978-3-531-16257-7.
* {{Anker|Schneiders 2010}} Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.). ''Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen''. 2. Aufl. VS-Verlag, Wiesbaden 2010. ISBN 978-3-531-16257-7
* {{Anker|Thurner 2012}} Ingrid Thurner: ''Die dunkle Seite des Postens. Diskursmuster und Diskursstrategien bei Islamthemen''. In: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012, S. 154-176. ISBN 978-3-99036-001-9.
* [[Farid Hafez]] (Hg.): ''Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012.'' Wien, new academic press, 2012, ISBN 978-3-99036-001-9
* Farid Hafez (Hg.): ''Jahrbuch für Islamophobieforschung 2013.'' Wien, new academic press, 2013, ISBN 978-3-7003-1859-0
* Farid Hafez (Hg.): ''Jahrbuch für Islamophobieforschung 2013.'' Wien, new academic press, 2013, ISBN 978-3-7003-1859-0
* Hartmut Krauss: ''Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft- Eine kritische Bestandsaufnahme.'' Osnabrück : Hintergrund ISBN 978-3-00-024512-1 Pp.
* Sabine Schiffer: ''Die Darstellung des Islam in der Presse. Sprache, Bilder, Suggestionen. Eine Auswahl von Techniken und Beispielen''. Würzburg 2005. ISBN 3-89913-421-4.
* Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.): ''Islamverherrlichung - Wenn die Kritik zum Tabu wird'', VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2010
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* Ingrid Thurner: ''Die dunkle Seite des Postens. Diskursmuster und Diskursstrategien bei Islamthemen''. In: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012, S. 154-176. ISBN 978-3-99036-001-9.
* [[Ibn Warraq]]: ''Warum ich kein Muslim bin.'' Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2004, ISBN 3-88221-838-X.
* [[Ibn Warraq]]: ''Warum ich kein Muslim bin.'' Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2004, ISBN 3-88221-838-X.
* Jaya Gopal: ''Gabriels Einflüsterungen- Eine historisch-kritische Bestandsaufnahme des Islam.'' Freiburg, Br. : Ahriman-Verl. ISBN 978-3-89484-601-5 kart.
* Hartmut Krauss: ''Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft- Eine kritische Bestandsaufnahme.'' Osnabrück : Hintergrund ISBN 978-3-00-024512-1 Pp.
* Hartmut Krauss: ''Feindbild Islamkritik : wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden / Hartmut Krauss (Hrsg.)'' Osnabrück : Hintergrund-Verl. ISBN 978-3-00-032085-9 kart.
Als Islamophobie wird die Angst gegenüber Muslimen und ihrer Religion - dem Islam - bezeichnet. Der Wortbestandteil Phobie bedeutet „Furcht, Angst“. Diese Angst ist eine der Ursachen für die kategorische Abwertung und Benachteiligung von Muslimen. Daneben gibt es weitere Erscheinungsformen wie den antimuslimischen Rassismus und die Islamfeindlichkeit, die unterschiedliche Schwerpunkte und Wertungen bei der Betrachtung des Phänomens setzen. Umstritten ist, ob Islamophobie als Form des Rassismus oder als eine nahe verwandte Form gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit[1] oder allgemein als Fremdenfurcht (Xenophobie) zu betrachten sei. Islamophobie wird heute auch als Politisches Schlagwort („Kampfbegriff“) verwendet.[2]
Islamophobie bedeutet wörtlich „Angst vor dem Islam“. Es ist ein umstrittener Begriff, der sowohl in der politischen als auch in der inter-religiösen Diskussion verwendet wird.
Die einen sehen den Begriff als einen nur von Islam-Apologeten und Muslimen geschaffenen Kampfbegriff zum Zweck der Diffamierung jeglicher Kritik am Islam, wobei die Existenz einer krankhaft-irrationalen Angst vor dem Islam und Muslimen unterstellt wird.
Die anderen sehen Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen, das von irrationalen Vorurteilen (zur Fragwürdigkeit des Begriffs Vorurteil siehe den Pluspedia-Artikel Warum Vorurteile wichtig, gut und überlebenswichtig sind) und/oder Hass gegen Muslime und ihre Religion gekennzeichnet ist. Diese Islamophobie äußere sich durch generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, eine pauschale Abwertung und distanzierendes Verhalten.
Weiterhin kann Islamophobie die rational begründete und begründbare Angst vor der dem Islam inhärenten Intoleranz und Gewalt, was teilweise mit historischen Entwicklungen, aber auch einzelnen Ereignissen begründet wird.
Die unterschiedlichen Sichtweisen werden im Artikel getrennt als Sichtweise 1 bis Sichtweise 3 dargestellt.
Islamophobie ist ein von Islamverteidigern und Muslimen erfundener und geprägter Kampfbegriff, der die Existenz einer sachlich nicht gerechtfertigten, krankhaft-irrationalen Angst (siehe Phobie) vor dem Islam als weit verbreitetes Phänomen unterstellt.
Der Begriff fand vor allem im Zuge der Auseinandersetzung um die Ausbreitung des Islam in Europa und die Einwanderung von Personen islamischer Religionszugehörigkeit Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch und ist zudem Gegenstand teilweise kontroverser Diskussionen, sowohl innerhalb der Wissenschaft wie auch in der Öffentlichkeit.
Der Ausdruck findet seit langem umfangreiche Verwendung als politisches Schlagwort, um jedwede Form von, insbesondere begründete und in fortschrittlicher Absicht vertretene Kritik am Islam, zu sabotieren und gegebenenfalls zu diffamieren. In einer wissenschaftlichen Analyse heißt es dazu u.a.:
"Zugleich ist aber auch festzustellen, dass der Begriff der Islamophobie als politischer Kampfbegriff eingesetzt wird, insbesondere von Organisationen, die dem politischen Islam zuzurechnen sind, und die versuchen, ihre eigene, oftmals antidemokratische Haltung und politische Praxis über diesen Umweg gegen Kritik zu imunisieren."[3]
Aufgrund der mit dem Begriff verbundenen Problematik erfolgt oft eine Gleichsetzung mit dem Begriff Islamfeindlichkeit. Muslimische Propagandisten wie Yasemin Shooman, die die Existenz einer spezifisch gegen Muslime gerichteten Aversion behaupten, möchten die Begriffe Islamophobie und Islamfeindlichkeit durch Begriffe wie „anti-muslimischer Rassismus“ ersetzen. Die unter anderem von Shooman verfolgte manipulative Strategie ist eine Form der Islam-Apologetik.
Trotz aller Bemühungen von Seiten der Islam-Apologeten, den Begriff aufgrund seiner Problematik umzubenennen oder im Sinne einer Perfektionierung der islamophilen Verwirrungsstrategie durch andere Begriffe zu ersetzen, findet er immer noch allgemeine Verwendung.
Begriffsgeschichte
Die Herkunft des Begriffs ist nicht abschließend geklärt, zumal es auch verschiedene Ansichten dazu gibt. Nach Ansicht einiger Kritiker, sei der Begriff von Ayatollah Khomeini erfunden worden, um Frauen die es ablehnten den Hijab zu tragen, zu verunglimpfen.
Andere hingegen verweisen darauf dass griechische Begriffe im Iran weitestgehend unbekannt und deshalb selten in Gebrauch gewesen seien. Und Frauen die sich den repressiven Bekleidungsvorschriften widersetzten als "islamfeindlich", "gegen den Islam" oder gegen die (islamische) Revolution gerichtet" bezeichnet worden wären. Die Gleichsetzung mit dem Begriff Islamfeindlichkeit hat auch politisch-ideologische Gründe, die nicht immer nachvollziehbar sind. In der Wikipedia wurden die beiden Begriffe nach etwa sechs Jahren im September 2011 zusammengelegt, wobei als Grund die Interpretation des britischen Soziologen Chris Allen angegeben wurde.[4]
Kritik am Begriff
Von Befürwortern des Begriffs Islamophobie wird häufig versucht den Begriff auf eine Stufe mit Begriffen wie Rassismus und Antisemitismus zu stellen. Einen solchen Geichstellungversuch von Islamphobie und Antisemitismus unternahm zum Beispiel Georg Kreis in einer Diskussionsrunde im Schweizer Fernsehen.[5] Von der Forschung werden solche Gleichstellungen mehrheitlich abgelehnt, da hier kaum vergleichbare Dinge in eins gesetzt würden und der Versuch zutiefst ahistorisch sei. Auch wird am Begriff Islamophobie die mangelnde Trennschärfe zwischen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und bloßer Ablehnung religiöser Symbole und Praktiken, wie sie etwa Atheisten mitunter gegenüber allen Religionen praktizieren, bemängelt. Der Begriff vermische unsauber und unwissenschaftlich Einstellungen gegenüber Menschen mit Haltungen gegenüber einer Religion.[6] Der Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Wolfgang Benz, hatte die Gleichsetzung von Antisemitismus und Islamophobie populär gemacht. Er meinte u.a.:
"Es handelt sich um Überfremdungs- und Verschwörungstheorien wie die Vorstellung, Minderheiten wollten unser Land in Besitz nehmen oder eben heute: islamisieren. Im 19. Jahrhundert waren es die Juden, jetzt ist es die angebliche islamische Gefahr, die das Abendland bedroht. Man schreibt der jeweiligen Minderheit die Eigenschaft des Fremdseins zu, die ihr nicht genommen werden darf. Das sind gemeinsame Merkmale, an die das Vorurteil andocken kann."[7]Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehltKann man "Islamophobie" und Antisemitismus gleichsetzen? - Österreichische Juden werden während der NS-Zeit zu erniedrigender Zwangsarbeit gezwungen
Dies rief heftige Kritik von nicht nur jüdischer Seite hervor. Die Sprecherin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Maya Zehden, meinte:
"Benz’ Haltung ist unverändert. Es ist nicht förderlich, wenn man Antisemitismus mit Islamophobie vergleicht."
Arno Hamburger, der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg und ein Überlebender des Holocaust, sagte:
"Von Juden geht keine akute Gefahr aus – im Unterschied zum radikalen Islam."[8]
Die Welt meint zum Vergleich von Islamophobie und Antisemitismus:
"Antisemitismus und Islamfeindschaft oder "Islamophobie" kann man nicht gleichsetzen. Niemand will Muslime in allen Ländern angreifen und ausrotten oder ein muslimisches Land auslöschen. Niemand macht Muslime und den Islam für alle möglichen globalen Übel verantwortlich. Wenn man wahrnimmt, was dazu demgegenüber in vielen Medien islamischer Länder über Israel und die Juden tagtäglich geschrieben und auf andere Weise verbreitet wird, erkennt man den fundamentalen Unterschied."[9]
Der deutsche Sozialwissenschaftler und Politologe Manfred Kleine-Hartlage kritisiert den Begriff Islamophobie und sozialwissenschaftliche Methoden zum Aufspüren angeblicher Islamophobie mit folgenden Worten:
"Das Schlagwort "Islamophobie" ist rein demagogisch. Das Wort Phobie stammt aus einem psychatrischen Zusammenhang. Sozialwissenschaftler können aber normalerweise nicht wissen, ob die Abneigung gegen wen auch immer auf einer Phobie basiert oder auf einer durchaus realistischen Welteinschätzung. Sie können nur die Abneigung als solche feststellen. Man kann also durchaus von "Islamfeindschaft" oder "Islamgegnerschaft" sprechen, das ist nicht unwissenschaftlich. Aber das Wort "Islamophobie" sollte sich für seriöse Sozialwissenschaftler von selbst verbieten."[10]
Auch von jüdischer Seite verwahrt man sich, speziell angesichts des Holocaust, gegen eine simple Gleichsetzung von Islamophobie und Antisemitismus. Der israelische Journalist Benjamin Weinthal schreibt dazu u.a.:
"It is now a commonplace in Europe to regard antisemitism and the more recent phenomenon, `Islamophobia`, as much of a muchness. Yet there are important historical distinctions between the hatred of Jews and anti-Muslim prejudice. While European Muslims are without question subject of discrimination and violence, no reasonable observer could claim that they face the prospect of a Final Solution-style extermination plan."[11]
Funktion
Die Funktion des Begriffs besteht darin, Kritik am Islam zu pathologisieren und zu kriminalisieren. Die Pathologisierung jedweder Kritik am Islam impliziert, dass die angebliche Angst vor dem Islam Ausdruck von Fehlwahrnehmung, Vorurteilen, Unwissenheit oder schlimmstenfalls Ergebnis und Folge einer psychopathologischen Störung sei.
Der Begriff wird nicht nur zwecks Abwehr von Kritik am Islam, sondern auch zur Diffamierung von Islamkritikern verwendet.[12]
Über den Vergleich von Islamophobie mit dem Antisemitismus - eine Methode, die angesichts der Sensibilität der Öffentlichkeit für die nationalsozialistische Vergangenheit erfolgversprechend erscheint - soll eine Dramatisierung der Bedrohung von deutschen Muslimen erreicht werden, die eher der Werbung für einen salafitischen Islam als dem Schutz von Muslimen vor gesellschaftlicher Diskriminierung dient.[13] Der Begriff Islamophobie stellt z.T. auch ein Mittel der antiwestlichen und israelfeindlichen Agitation islamischer Staaten dar.[14]
Jackson Doughart und Faisal Said al-Mutar meinen in der National Post vom 26. September 2012, dass der Begriff Islamophobie auch reflexhaft benutzt werde, um Islamkritiker zu denunzieren, die eine wertvolle und fortgeführte Diskussion zur Beziehung zwischen dem Westen und der weltweiten islamischen Gemeinde leisten. Sie schreiben u.a.:
"Doch alle Gegner des Islam zu beschuldigen, sie hegten tief sitzenden Hass, der in irrationaler Angst wurzelt, ist ein schwerer Fehler, veranschaulicht durch die dramatischen und freien Gebrauch der „Islamophobie“. (...) Es [15] ist in erster Linie dazu gestaltet, um freiwilligen religiösen Glauben mit unfreiwilliger Hautfarbe in Verbindung zu bringen, an weit verbreitete und legitime Abscheu gegen Rassenvorurteile zu appellieren und weiterhin Fanatismus gegen Muslime mit Kritik am Islam gleichzusetzen, womit jede Unterscheidung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Funktionen zu verwischen."[16]
Zitate
„Der Islam versucht, Europa seine Regeln aufzuzwingen: In den öffentlichen Badeanstalten Schwimmzeiten nur für Frauen, das Verbot, diese Religion zu karikieren, der Anspruch auf einen Sonderspeiseplan für muslimische Kinder in den Schulkantinen, der Kampf für das islamische Kopftuch an den Schulen und der Vorwurf der Islamophobie gegen alle freien Denker.“ Der französische Philosoph Robert Redeker in einer Kritik, in der er eine schleichende „Islamisierung des Denkens“ beklagt[17]
„Wenn es neuerdings Animositäten gegen Muslime gibt, so hat das nichts mit ihrer Religion zu tun, sondern hauptsächlich mit der Tatsache, daß die meisten terroristischen Anschläge von Muslimen ausgeführt werden. Insofern wäre der korrektere Begriff ‚Terrorphobie‘.“[18]
Sichtweise 2 - Islamophobie als reales gesellschaftliches Phänomen
Islamophobie und Islamfeindlichkeit umfassen irrationale Vorurteile oder Hass gegen Muslime und ihre Religion.[19][20][21][22][23] Dies zeigt sich durch „generell ablehnende Einstellungen gegenüber und Angst vor Muslimen, pauschale Abwertungen der islamischen Kultur, seiner Symbole und religiösen Praktiken sowie distanzierendes Verhalten gegenüber Muslimen.“[24] Im Gegensatz zu einer sachlich begründeten Islamkritik hat die Islamophobie irrationale Hintergründe, die sich in einer allgemeinen Feindseligkeit gegenüber dem Islam und seinen Angehörigen äußern können. Islamophobe verallgemeinern die Verfehlungen einzelner Muslime als für die gesamte islamische Religion und ihre Angehörigen typisch. Aus einigen Einzelfällen wird gefolgert, dass diese für den gesamten Islam und die Muslime typisch sind. Die Übertreibung soll dazu dienen, „Muslime von der eigenen Gruppe abzugrenzen und als minderwertiger einzustufen.“[24] Dies äußert sich beispielsweise in der Behauptung, dass der gesamte Islam irrational, primitiv und barbarisch sei.[24] Außerdem wird behauptet, dass der Islam keine Religion, sondern eine „politische Ideologie“ sei.[24][25] Ob Islamophobie als Form des Rassismus oder als eine nahe verwandte Form gruppenbezogener Ausgrenzung betrachtet werden sollte, ist in den Sozialwissenschaften umstritten.[26]
Von Islamophoben selber wird behauptet, dass der Begriff Islamophobie ein von „Islamverteidigern“ und Muslimen erfundener und geprägter „Kampfbegriff“ sei. Laut den Islamophoben gebe es daher gar keine Islamophobie, weil der Gedanke, dass der gesamte Islam und alle seine Angehörigen eine „Bedrohung“ seien, nicht irrational, sondern „wissenschaftlich“ fundiert sei.
Der deutsche Medienwissenschaftler Kai Hafez beklagte eine zunehmend „islamophobe“ Berichterstattung, selbst in als seriös geltenden Medien wie Der Spiegel. Er meinte u.a.:
"Zwar ist der Begriff der Islamophobie umstritten, da nicht jede Form einer Fehldeutung der islamischen Welt auf einer psychologischen Abwehrhaltung begründet sein muss, sondern auch nicht-intendierte Fehlinformationen eine Rolle spielen. Dennoch lassen sich viele Strukturmerkmale der Medienberichterstattung in unterschiedlichen westlichen Mediensystemen nachweisen, die darauf schließen lassen, dass eine selektive Wahrnehmung negativer Ereignisse und Entwicklungen vorherrscht. (...) Das Gesamt der Medienberichterstattung verkörpert jedoch eher eine Form der „aufgeklärten Islamophobie“ als eine Trendwende zur echten Aufklärung des über Jahrhunderte einseitig negativ geprägten Islambildes, das im Westen nach wie vor das internationale und das innenpolitische Klima vergiftet."[28]
Demgegenüber kam der neomarxistische Islamkritiker und Erziehungswissenschaftler Hartmut Krauss zur Feststellung, dass der Berichterstattung über islambezogene Themen angesichts des Vorhandenseins einer großen Anzahl muslimischer Konflikt- und Gewaltakteure, z.B. repressiver islamistischer Diktatorialregime wie im Iran oder im Sudan oder Terror-Organisationen wie Islamischer Staat und al-Qaida, real-objektive Tatsachen zu Grunde lägen und diese dementsprechend auf einer angemessenen Darstellungsweise basiere. Ferner verwies Krauss auf folgende in der Berichterstattung der Massenmedien dominierende und miteinander korrespondierende Stereotypen: „Der Islam ist eine Religion“, „der Islam ist friedlich und tolerant“ oder „den Islam gibt es nicht“, die einer objektiven und neutralen Berichterstattung abträglich sind.[29][30]
Die begründete Islamangst beruht teilweise auf historischer Erfahrung, entsteht aber auch in direkter Reaktion auf islamisch begründete und motivierte Gewalt (Ehrenmorde, schariatische Exekutionspratiken) oder einzelne Taten Mohammeds, der Gründergestalt des Islam. Bei Muslimen und Nicht-Muslimen gibt es unterschiedliche Reaktionen.
Als Mohammed anfing, seine Ideologie durchzusetzen, begann auch die begründete Islamangst. Es gibt frühe Beispiele für Judenmorde und religiöse Säuberungen durch Mohammed (etwa 622 n.Chr.):[31]
"In der Oase von Yathrib wohnten zu jener Zeit noch zahlreiche Juden, insbesondere die drei Stämme Banu Qainuqa, Banu Nadir und Banu Quraiza. Diese wurden innerhalb der nächsten Jahre aus Yathrib vertrieben bzw. ermordet. Damit wurde Yathrib, bzw. Medina, wie die Stadt bald genannt wurde, zu einer ausschließlich von Muslimen bewohnten Stadt."
Reaktionen von Muslimen
Angstreaktionen gibt es auch innerhalb des Islam bei Muslimen, wenn diese Mohammed oder den Koran kritisch hinterfragen, was als Apostasie eingestuft und mit dem Tode bestraft werden kann[32]
Angst vor Gesetzen des Islams (Scharia) und bei Zuwiderhandlung vor den Konsequenzen ihrer Missachtung: Steinigung, "Ehrenmord", usw.
Angst muslimischer Mädchen und Frauen: Zwangsheirat, Vergewaltigung durch Ehemann oder fremde Männer, Steinigung, Zwang zur Verschleierung, usw. Diese Angst ist eine Angst vor den Konsequenzen im Falle der Nichteinhaltung der islamischen Verhaltensmaßregeln für Mädchen und Frauen.
Angst bei Nichtzahlung der Zakat (Dschihad-Steuern, Schutzgelder).[33]
Angst von Muslimen vor der Konfrontation mit Glaubensgeschwistern anderer Konfessionen (Sunniten und Schiiten)[34]
Angst bei Austritt aus der Umma oder Konversion zu einer anderen Religion.
Islamangst bei Nicht-Muslimen
Islamangst aufgrund der weit überwiegend gewalttätigen Verbreitung des Islams in den Jahrhunderten nach Mohammed.[35]
Islamangst aufgrund der durch Muslime ausgeübten Gewalt, insbesondere derjenigen terroristischer Art.[36]
Chris Allen: Justifying Islamophobia: A Post-9/11 Consideration of the European Union and British Contexts. In: The American Journal of Islamic Social Sciences 21 (3), 2004. S. 1–14. (Volltext)
Chris Allen: A Brief History of Islamophobia. In: Arches Quarterly 4 (7), 2010. S. 14–23.
Chris Allen: Islamophobia. Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.
Jaya Gopal: Gabriels Einflüsterungen- Eine historisch-kritische Bestandsaufnahme des Islam. Freiburg, Br. : Ahriman-Verl. ISBN 978-3-89484-601-5 kart.
Peter Gottschalk, Gabriel Greenberg: Islamophobia. Making Muslims the Enemy. Rowman & Littlefield, Lanham 2008. ISBN 0-7425-5286-1.
Farid Hafez (Hg.): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012. Wien, new academic press, 2012, ISBN 978-3-99036-001-9
Farid Hafez (Hg.): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2013. Wien, new academic press, 2013, ISBN 978-3-7003-1859-0
Hartmut Krauss: Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft- Eine kritische Bestandsaufnahme. Osnabrück : Hintergrund ISBN 978-3-00-024512-1 Pp.
Sabine Schiffer: Die Darstellung des Islam in der Presse. Sprache, Bilder, Suggestionen. Eine Auswahl von Techniken und Beispielen. Würzburg 2005. ISBN 3-89913-421-4.
Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.): Islamverherrlichung - Wenn die Kritik zum Tabu wird, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2010
Ingrid Thurner: Die dunkle Seite des Postens. Diskursmuster und Diskursstrategien bei Islamthemen. In: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012, S. 154-176. ISBN 978-3-99036-001-9.
Ibn Warraq: Warum ich kein Muslim bin. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2004, ISBN 3-88221-838-X.
Einzelnachweise
↑Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens allen2010b-151-153 wurde kein Text angegeben.
↑Luzie H. Kahlweiß und Samuel Salzborn: "Islampophobie" - Zur konzeptionellen und empirischen Fragwürdigkeit einer umstrittenen Kategorie; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke und Michael Spieker (Hrsg.): Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich, Walther de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 52
↑Armin Pfahl-Traughber: Die fehlende Trennschärfe des "islamophobie"-Konzepts für die Vorurteilsforschung; in Gideon Botsch, Olaf Glöckner, Christoph Kopke, Michael Spieker (Hrsg.): Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich, Walter de Gruyter GmbH, Berlin, 2012, Seite 11 bis 28
↑Manfred Kleine-Hartlage: Der Islam ist ein Dschihadsystem; in Felix Strüning (Hrsg.): Der Islam und der Westen, Gustav Stresemann Stiftung e.V., Jena/Berlin, 2012, Seite 70
↑Fredman, Sandra: Discrimination and human rights: the case of racism. Oxford [Oxfordshire]: Oxford University Press 2001, ISBN 0-19-924603-3
↑Haddad, Yvonne Yazbeck: Muslims in the West: from sojourners to citizens. Oxford [Oxfordshire]: Oxford University Press 2002, ISBN 0-19-514806-1
↑Islamophobia: A Challenge for Us All, Runnymede Trust, 1997, p. 1, cited in Quraishi, Muzammil: Muslims and crime: a comparative study. Aldershot, Hants, England: Ashgate 2005, ISBN 0-7546-4233-X
. Early in 1997, the Commission on British Muslims and Islamophobia, at that time part of the Runnymede Trust, issued a consultative document on Islamophobia under the chairmanship of Professor Gordon Conway, Vice-Chancellor of the University of Sussex. The final report, Islamophobia: A Challenge for Us All, was launched in November 1997 by Home SecretaryJack Straw
↑Holden, Cathie; Hicks, David V.: Teaching the global dimension: key principles and effective practice. New York: Routledge 2007, ISBN 0-415-40448-7
↑Runnymede 1997, p. 5, cited in Quraishi 2005, p. 60.
↑Chris Allen: Islamophobia. Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.
↑Poynting & Mason: "Tolerance, Freedom, Justice and Peace?: Britain, Australia and Anti-Muslim Racism since 11 September 2001", Journal of Intercultural Studies, Vol. 27, No. 4 (2006), pp.365-391, http://dx.doi.org/10.1080/07256860600934973