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Christlich Demokratische Union Deutschlands: Unterschied zwischen den Versionen

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Bewegung nach Links: in kulturellen fragen links, wirtschaftlich ist sie heute noch mitte-rechts
Sven Y (Diskussion | Beiträge)
es braucht keinen konsens, um diesen einseitigen quatsch zu neutralisieren
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Die '''Christlich Demokratische Union Deutschlands''' ('''CDU''') ist eine [[Partei]] in der
{{Weiterleitungshinweis|CDU}}
[[BRD]].<ref>Mitgliederzahlen Ende 2012: CDU 476.347 (-2,8 % zum Vorjahr), SPD 477.037 (-2,6%), CSU 147.965 (-1,7%), Linke 63.761 (-8,2%), Grüne 59.653 (+1,0%), FDP 58.675 (-7,0%). Quelle: [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bei-mitgliederzahlen-der-parteien-liegt-spd-vor-cdu-a-916899.html Spiegel]</ref>  
{{Infobox Partei
|Partei = Christlich Demokratische Union Deutschlands
|Parteilogo = [[Datei:Cdu-logo.svg|200px|Logo der CDU]]
|Parteivorsitzende = [[Angela Merkel]] ([[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzlerin]])
|Bild Parteivorsitz = [[Datei:Angela Merkel, Juli 2010.jpg|250px|Angela Merkel]]
|Generalsekretär = [[Peter Tauber]]
|Stellvertretende Vorsitzende = [[Volker Bouffier]]<br />[[Ursula von der Leyen]]<br />[[Julia Klöckner]]<br />[[Armin Laschet]]<br />[[Thomas Strobl]]
|Bundesgeschäftsführer = [[Klaus Schüler]]
|Bundesschatzmeister = [[Philipp Murmann]]
|Ehrenvorsitzende = [[Konrad Adenauer]] (†)<br />[[Jakob Kaiser]] (†)<br />[[Ludwig Erhard]] (†)<br />[[Kurt Georg Kiesinger|Kurt G. Kiesinger]] ()<br />[[Helmut Kohl]]<br /><small>(Verzicht am 17.&nbsp;Januar&nbsp;2000)</small>
|Gründung = 26.&nbsp;Juni [[1945]] bzw.<br />20. bis 22.&nbsp;Oktober 1950<br /><small>(1. Bundesparteitag)</small>
|Gründungsort = [[Berlin]] und [[Rheinland]] bzw. [[Goslar]]
|Hauptsitz = [[Konrad-Adenauer-Haus (Berlin)|Konrad-Adenauer-Haus]]<br />Klingelhöferstraße 8<br />10785 [[Berlin]]
|Jugendorganisation = [[Junge Union]]
|Bundestagsmandate = {{Infobox Partei/Mandate|255|631|grey}}
|Zuschüsse =  48.051.765,29 Euro <small>(2013)</small><ref>bundestag.de: [http://www.bundestag.de/bundestag/parteienfinanzierung/festsetz_staatl_mittel/finanz_13.pdf Festsetzung der staatlichen Teilfinanzierung für das Jahr 2013 gemäß §§ 18 ff. PartG] (PDF; 132&nbsp;kB)</ref>
|Mitglieder = 467.000<br /><small>(Stand: Juni 2014)<ref>{{Internetquelle | url=http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/reform-der-parteiarbeit-cdu-will-willen-ihrer-mitglieder-erspueren-13005846.html | titel= CDU will Willen ihrer Mitglieder "erspüren" | hrsg=huffingtonpost.de | datum=28. Dezember 2013 | zugriff=2013-12-28}}</ref>
|Mindestalter = 16 Jahre
|Durchschnittsalter = 59&nbsp;Jahre<br /><small>(Stand: 31. Dezember 2012)</small><ref name="Durchschnittsalter">[[Oskar Niedermayer]]: Parteimitglieder in Deutschland: Version 2013, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 20; online abrufbar [http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/empsoz/schriften/Arbeitshefte/ahosz20.docx?1370439201 hier] (docx; 4,10MB)</ref>
|Frauenanteil = 25,6 Prozent<br /><small>(Stand: 31. Dezember 2012)</small><ref name="Durchschnittsalter" />
|Männeranteil = 74,4 Prozent
|International = [[Christlich Demokratische Internationale]] (CDI-IDC) und<br />[[Internationale Demokratische Union]] (IDU)
|EP-Mandate = {{Infobox Partei/Mandate|34|99|grey}}<br><!-- Die neue Sitzverteilung tritt erst mit Konstituierung des Parlaments am 1. Juli in Kraft. Also erst dann ändern.-->
<small>der deutschen Abgeordneten</small> <br>
{{Infobox Partei/Mandate|34|766|grey}} <br>
<small>im Europaparlament</small>
|Europa = [[Europäische Volkspartei]] (EVP)
|EU-Parlament = [[Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)|Europäische Volkspartei]] (EVP)<br>
|Ausrichtung = [[Christdemokratie]] [[Konservatismus]] [[Liberalismus]]
|Farben = schwarz, blau (Pantone 2955C, Pantone 7462C), orange (Pantone 144C; Akzentfarbe)<ref>Corporate
Design der Union. Das visuelle Erscheinungsbild der Christlich Demokratischen Union Deutschlands, eingesehen unter http://www.designtagebuch.de/cd-manuals/cdu_design_manual.pdf</ref>
|Webseite = [http://www.cdu.de www.cdu.de]
}}
[[Datei:CDU Bundesgeschaeftsstelle Berlin.jpg|mini|[[Konrad-Adenauer-Haus (Berlin)|Konrad-Adenauer-Haus]]]]
Die '''Christlich Demokratische Union Deutschlands''' (Kurzbezeichnung: '''CDU''') ist eine [[Deutschland|deutsche]] [[Politische Partei|Partei]]. Sie bezeichnet sich als [[Christdemokratie|christlich-soziale]], [[Liberalismus|liberale]] sowie [[Wertkonservatismus|wertkonservative]] [[Volkspartei (Deutschland)|Volkspartei]]<ref>Vgl. ''Grundsatzprogramm der CDU Deutschlands,'' beschlossen am 3.&nbsp;Dezember 2007 in Hannover, Präambel, S.&nbsp;5.</ref> und stellt mit ihrer  Bundesvorsitzenden [[Angela Merkel]] die [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzlerin]] der Bundesrepublik Deutschland.


Auf [[Europäisches Parlament|europäischer]] Ebene ist die CDU Mitglied der [[Europäische Volkspartei|Europäischen Volkspartei]] (EVP). Die CDU ist nach Anzahl der Mitglieder die zweitgrößte Partei in Deutschland. Die „[[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|Ost-CDU]]“ ging als ehemalige [[Blockpartei]] 1990 in der gesamtdeutschen CDU auf. Mit der bayerischen [[Schwesterpartei]] [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] bildet die CDU im Bundestag eine [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion|Fraktionsgemeinschaft]].




== Bewegung nach Links ==
War die CDU eine politische Sammelbewegung der gemäßigten [[politische Rechten]] in der BRD und vertrat wertkonservative und nationalkonservative Positionen, bewegte sie sich seit der 1970er in kulturellen Fragen nach links.


Der Sozialwissenschaftler [[Manfred Kleine-Hartlage]] beschreibt und begründet 2009 den politischen Linksruck der CDU folgendermaßen:


<blockquote> ''Was sich „bürgerliche Mitte“ nennt, hat die wesentlichen Grundlagen der linken Theorie einfach geschluckt. Das ist insofern kein Wunder, als die Medien und die Universitäten, also genau die Institutionen, deren Personal früher „Bildungsbürgertum“ hieß, von den Achtundsechzigern als erstes und mit durchschlagendem Erfolg angegriffen wurden. Genau die Orte, wo das gesellschaftliche Selbstverständnis definiert, also sozusagen die Mitte erst gemacht wird, sind in der Hand der Linken.</blockquote>
== Bewegung nach Links ==
 
War die CDU eine politische Sammelbewegung der gemäßigten [[politische Rechten]] in der BRD und vertrat wertkonservative und nationalkonservative Positionen, bewegte sie sich seit der 1970er programmatisch nach links.
<blockquote> ''Im Rückblick würde ich sagen, dass das Bürgertum die Ära Kohl als eine Art Kollektivkohl völlig verpennt hat:</blockquote>
 
<blockquote> ''Erstens war die CDU so ängstlich darauf bedacht, die „Mitte“ zu sein und nicht als „konservativ“ oder gar „rechts“ wahrgenommen zu werden, dass es der Linken überlassen blieb, den Begriff „rechts“ nach Belieben umzudeuten. Das Ergebnis konnte in jener Umfrage der „Zeit“ besichtigt werden, in der sich nur 11 Prozent als „rechts“ einstuften (aber 34 Prozent als „links“). Die demokratische Rechte hat mit der ängstlichen Behauptung der “Mitte” ein Eigentor geschossen, von dem sie sich lange nicht erholen wird.</blockquote>
 
<blockquote>''Zweitens war man die ganzen achtziger und neunziger Jahre hindurch damit zufrieden, eine Meinungsführerschaft gegen den Sozialismus als Wirtschafts-System zu behaupten. Dass das Programm der Linken nicht der Sozialismus ist – das ist bloß eine der vielen Fahnen, die sie nach Bedarf wechselt -, sondern die Verflüssigung gesellschaftlicher Strukturen, die Auflösung von Bindungen, die Einebnung von Unterschieden und Unterscheidungen aller Art, das hätte den Konservativen schon in den neunziger Jahren auffallen müssen. Die meisten „Bürgerlichen“ haben es bis heute nicht begriffen.<ref name"Korrektheiten09">http://korrektheiten.com/2009/03/17/drei-blinde-und-ein-elefant/</ref></blockquote>
 
== Finanzielle Förderung (extrem) linker und anti-konservativer Bewegungen ==


Die CDU unterstützt auf Bundes und Landesebene den staatlich-geförderten „[[Kampf gegen Rechts]]“, durch den jährlich mehrere Millionen Euro an Steuergeldern an kulturell-linke und damit [[Antiweißer Rassismus| europäerfeindliche]], und nicht selten dediziert anti-konservative Verbände und Initiativen fließen. Einige dieser Gruppen sind derart links extremistisch, dass sie selbst ein formelles Bekenntnis auf das Grundgesetz ablehnen.
Der Sozialwissenschaftler [[Manfred Kleine-Hartlage]] beschreibt 2009 den politischen Wandel der CDU folgendermaßen:


[[Jürgen Gansel]] nennt Beispiele für die Förderung linker und anti-konservativer Gruppen:
: ''Was sich „bürgerliche Mitte“ nennt, hat die wesentlichen Grundlagen der linken Theorie einfach geschluckt. Das ist insofern kein Wunder, als die Medien und die Universitäten, also genau die Institutionen, deren Personal früher „Bildungsbürgertum“ hieß, von den Achtundsechzigern als erstes und mit durchschlagendem Erfolg angegriffen wurden. Genau die Orte, wo das gesellschaftliche Selbstverständnis definiert, also sozusagen die Mitte erst gemacht wird, sind in der Hand der Linken.


:''Nach dem Landtagseinzug der [[NPD]] 2004 hatte die CDU nichts Besseres zu tun, als unter Einbeziehung der [[SED]]-Nachfolger im Landtag eine antinationale Einheitsfront zu bilden. Damit sorgte die CDU-Fraktion dafür, daß Stasi-Spitzel wie [[Volker Külow]] im Kampf gegen Rechts zu Demokraten geadelt wurden. Seit 2004 ließ die sächsische CDU keine Gelegenheit aus, zusammen mit Linken und Linksradikalen die nationale Opposition zu verleumden und zu bekämpfen. So arbeitete der CDU-Kreisverband Dresden unter Führung des Landtagsabgeordneten Lars Rohwer im Vorfeld der nationalen Trauermärsche am 13. Februar jahrelang mit diversen Linksaußen-Organisationen zusammen. Und direkt nach dem Wahlerfolg der NPD legte die Staatsregierung das millionenschwere Programm mit dem irreführenden Titel ‚[[Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz|Weltoffenes Sachsen. Für Demokratie und Toleranz]]‘ auf. Seitdem fließen jedes Jahr zwei Millionen Euro in ein linkes Sozialbiotop, das mit dieser Staatsknete vor [[Hartz IV]] bewahrt wird und ungestört an der Linksradikalisierung der Gesellschaft arbeiten kann.'' 
:''Im Rückblick würde ich sagen, dass das Bürgertum die Ära Kohl als eine Art Kollektivkohl völlig verpennt hat:


:''Die Staatsregierung schüttet aber noch andere Füllhörner über der linken und sogar linksmilitanten Szene aus. Wie CDU-Sozialministerin Clauß erst vor wenigen Wochen auf NPD-Anfrage bestätigte, erhält der Leipziger [[Linksautonome|Autonomen]]-Treff ‚[[Conne Island]]‘ seit dem Jahr 2003 finanzielle Unterstützung durch den Freistaat im Rahmen des ‚Freiwilligen Sozialen Jahres‘. Im Verfassungsschutzbericht 2009 des eigenen Innenministers heißt es auf Seite 44: ‚Als vorrangige Anlaufstelle der Leipziger autonomen Szene fungiert weiterhin das Conne Island.‘ Trotzdem unterstützt die Tillich-Regierung das Zentrum der linksmilitanten Szene in Form des ‚Freiwilligen Sozialen Jahres‘ mit Steuergeld. Da verwundert es auch nicht, daß ausgerechnet das Soziokulturelle Zentrum ‚Conne Island‘ im Jahr 2008 für den Sächsischen Demokratiepreis nominiert war.
:''Erstens war die CDU so ängstlich darauf bedacht, die „Mitte“ zu sein und nicht als „konservativ“ oder gar „rechts“ wahrgenommen zu werden, dass es der Linken überlassen blieb, den Begriff „rechts“ nach Belieben umzudeuten. Das Ergebnis konnte in jener Umfrage der „Zeit“ besichtigt werden, in der sich nur 11 Prozent als „rechts“ einstuften (aber 34 Prozent als „links“). Die demokratische Rechte hat mit der ängstlichen Behauptung der “Mitte” ein Eigentor geschossen, von dem sie sich lange nicht erholen wird.
''
:''Das alles wirft ein Schlaglicht darauf, wie viel Geld seit dem Landtagseinzug der NPD durch die CDU-Staatsregierung in ein linksradikales Milieu gepumpt wurde, das den ‚[[Antifaschismus]]‘ als Feigenblatt für die Linksradikalisierung der Gesellschaft mißbraucht.''
:''Die CDU hat sich nach dem NPD-Erfolg von der vereinten Linken am Nasenring durch die politische Arena ziehen lassen und ist in die Antifa-Falle getappt, in der sie bis heute sitzt. Seit 2004 hat die CDU dafür gesorgt, daß alleine durch das Programm ‚Weltoffenes Sachsen‘ fast 12 Millionen Euro Steuergeld an solche Vereine geflossen sind, die heute selbst ein Formel-Bekenntnis zum Grundgesetz ablehnen.''“<ref>[http://www.npd-sachsen.de/index.php?s=28&aid=827 Riesas CDU ignoriert CDU-Kumpanei mit Linksaußen]</ref>


==Parteiinterne Diskriminierung Deutscher und europäischer Migranten ==
:''Zweitens war man die ganzen achtziger und neunziger Jahre hindurch damit zufrieden, eine Meinungsführerschaft gegen den Sozialismus als Wirtschafts-System zu behaupten. Dass das Programm der Linken nicht der Sozialismus ist – das ist bloß eine der vielen Fahnen, die sie nach Bedarf wechselt -, sondern die Verflüssigung gesellschaftlicher Strukturen, die Auflösung von Bindungen, die Einebnung von Unterschieden und Unterscheidungen aller Art, das hätte den Konservativen schon in den neunziger Jahren auffallen müssen. Die meisten „Bürgerlichen“ haben es bis heute nicht begriffen.<ref name"Korrektheiten09">http://korrektheiten.com/2009/03/17/drei-blinde-und-ein-elefant/</ref>


Innerhalb der CDU ist ein Trend zur parteiinternen sogenannten positiven Diskriminierung von Migranten zu beobachten, wobei Parteimitglieder mit Migrationshintergrund leichter einflussreiche Parteiämter erhalten. Diese Förderung begrenzt sich  jedoch ausschließlich auf nicht-europäische Migranten aus dem islamisch-türkischen Kulturkreis.


Auf dem Parteitag am 5. Dezember 2012 wurden vier Ausländer<ref>Nach [[Ius Sanguinis]].</ref> von den hauptsächlich deutschen Stimmberechtigten in Führungsämter gewählt: in das Präsidium die [[Türkei|türkische]] Staatssekretärin im Land Berlin [[Emine Demirbürken-Wegner]] und in den Bundesvorstand die türkische Sozialministerin in Niedersachsen [[Aygül Özkan]], die türkische Landtagsabgeordnete in Nordrhein-Westfalen [[Serap Güler]] sowie der [[Marokko|Marokkaner]] [[Younes Ouaqasse]].<ref>[http://www.rp-online.de/politik/deutschland/merkels-cdu-oeffnet-spitzengremien-fuer-migranten-1.3096062 ''RP-online'': Merkels CDU öffnet Spitzengremien für Migranten] Bericht vom 5. Dezember 2012</ref>


== Zitate ==
== Zitate ==

Version vom 30. Juni 2014, 12:53 Uhr

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt CDU ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter CDU (Begriffsklärung) aufgeführt.
Christlich Demokratische Union Deutschlands
Logo der CDU
Angela Merkel
Partei­vorsitzende Angela Merkel (Bundeskanzlerin)
General­sekretär Peter Tauber
Stell­vertretende Vorsitzende Volker Bouffier
Ursula von der Leyen
Julia Klöckner
Armin Laschet
Thomas Strobl
Bundes­geschäfts­führer Klaus Schüler
Bundes­schatz­meister Philipp Murmann
Ehren­vorsitzende Konrad Adenauer (†)
Jakob Kaiser (†)
Ludwig Erhard (†)
Kurt G. Kiesinger (†)
Helmut Kohl
(Verzicht am 17. Januar 2000)
Gründung 26. Juni 1945 bzw.
20. bis 22. Oktober 1950
(1. Bundesparteitag)
Gründungs­ort Berlin und Rheinland bzw. Goslar
Haupt­sitz Konrad-Adenauer-Haus
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin
Aus­richtung Christdemokratie Konservatismus Liberalismus
Farbe(n) schwarz, blau (Pantone 2955C, Pantone 7462C), orange (Pantone 144C; Akzentfarbe)[2]
Bundestagsmandate Vorlage:Infobox Partei/Mandate
Europaabgeordnete Vorlage:Infobox Partei/Mandate

der deutschen Abgeordneten
Vorlage:Infobox Partei/Mandate
im Europaparlament

Staatliche Zuschüsse 48.051.765,29 Euro (2013)[3]
Mitglieder­zahl 467.000
(Stand: Juni 2014)[1]
Mindest­alter 16 Jahre
Durch­schnitts­alter 59 Jahre
(Stand: 31. Dezember 2012)[4]
Frauen­anteil 25,6 Prozent
(Stand: 31. Dezember 2012)[4]
Internationale Verbindungen Christlich Demokratische Internationale (CDI-IDC) und
Internationale Demokratische Union (IDU)
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
EP-Fraktion Europäische Volkspartei (EVP)
Website www.cdu.de
Datei:CDU Bundesgeschaeftsstelle Berlin.jpg
Konrad-Adenauer-Haus

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (Kurzbezeichnung: CDU) ist eine deutsche Partei. Sie bezeichnet sich als christlich-soziale, liberale sowie wertkonservative Volkspartei[5] und stellt mit ihrer Bundesvorsitzenden Angela Merkel die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.

Auf europäischer Ebene ist die CDU Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP). Die CDU ist nach Anzahl der Mitglieder die zweitgrößte Partei in Deutschland. Die „Ost-CDU“ ging als ehemalige Blockpartei 1990 in der gesamtdeutschen CDU auf. Mit der bayerischen Schwesterpartei CSU bildet die CDU im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft.



Bewegung nach Links

War die CDU eine politische Sammelbewegung der gemäßigten politische Rechten in der BRD und vertrat wertkonservative und nationalkonservative Positionen, bewegte sie sich seit der 1970er programmatisch nach links.

Der Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage beschreibt 2009 den politischen Wandel der CDU folgendermaßen:

Was sich „bürgerliche Mitte“ nennt, hat die wesentlichen Grundlagen der linken Theorie einfach geschluckt. Das ist insofern kein Wunder, als die Medien und die Universitäten, also genau die Institutionen, deren Personal früher „Bildungsbürgertum“ hieß, von den Achtundsechzigern als erstes und mit durchschlagendem Erfolg angegriffen wurden. Genau die Orte, wo das gesellschaftliche Selbstverständnis definiert, also sozusagen die Mitte erst gemacht wird, sind in der Hand der Linken.
Im Rückblick würde ich sagen, dass das Bürgertum die Ära Kohl als eine Art Kollektivkohl völlig verpennt hat:
Erstens war die CDU so ängstlich darauf bedacht, die „Mitte“ zu sein und nicht als „konservativ“ oder gar „rechts“ wahrgenommen zu werden, dass es der Linken überlassen blieb, den Begriff „rechts“ nach Belieben umzudeuten. Das Ergebnis konnte in jener Umfrage der „Zeit“ besichtigt werden, in der sich nur 11 Prozent als „rechts“ einstuften (aber 34 Prozent als „links“). Die demokratische Rechte hat mit der ängstlichen Behauptung der “Mitte” ein Eigentor geschossen, von dem sie sich lange nicht erholen wird.
Zweitens war man die ganzen achtziger und neunziger Jahre hindurch damit zufrieden, eine Meinungsführerschaft gegen den Sozialismus als Wirtschafts-System zu behaupten. Dass das Programm der Linken nicht der Sozialismus ist – das ist bloß eine der vielen Fahnen, die sie nach Bedarf wechselt -, sondern die Verflüssigung gesellschaftlicher Strukturen, die Auflösung von Bindungen, die Einebnung von Unterschieden und Unterscheidungen aller Art, das hätte den Konservativen schon in den neunziger Jahren auffallen müssen. Die meisten „Bürgerlichen“ haben es bis heute nicht begriffen.[6]


Zitate

Siehe auch

Literatur


Einzelnachweise

  1. CDU will Willen ihrer Mitglieder "erspüren". huffingtonpost.de, 28. Dezember 2013. Abgerufen am 28. Dezember 2013.
  2. Corporate Design der Union. Das visuelle Erscheinungsbild der Christlich Demokratischen Union Deutschlands, eingesehen unter http://www.designtagebuch.de/cd-manuals/cdu_design_manual.pdf
  3. bundestag.de: Festsetzung der staatlichen Teilfinanzierung für das Jahr 2013 gemäß §§ 18 ff. PartG (PDF; 132 kB)
  4. 4,0 4,1 Oskar Niedermayer: Parteimitglieder in Deutschland: Version 2013, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 20; online abrufbar hier (docx; 4,10MB)
  5. Vgl. Grundsatzprogramm der CDU Deutschlands, beschlossen am 3. Dezember 2007 in Hannover, Präambel, S. 5.
  6. http://korrektheiten.com/2009/03/17/drei-blinde-und-ein-elefant/

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