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Reinhard Kopps: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Reinhard Kopps''' (* [[29. September]] [[1914]] in [[Hamburg]]; † [[11. September]] [[2001]] in [[Bariloche]], [[Argentinien]])<ref>''[[Argentinisches Tageblatt]]'', {{Webarchiv|url=http://www.tageblatt.com.ar/archivo/2001/09/15-09-01.pdf |wayback=20071008083642 |text=15. September 2001 |archiv-bot=2019-05-09 17:17:16 InternetArchiveBot }} (PDF; 128 kB) Seite 2</ref><ref>Mariano Cordero: ''Murió un ex oficial nazi denunciado por crímenes de guerra'', [[Clarín (Argentinien)]], 12. September 2001 (spanisch)</ref> war ein deutscher [[Geheimdienst]]agent und Schriftsteller.
'''Reinhard Kopps''' (* [[29. September]] [[1914]] in [[Hamburg]]; † [[11. September]] [[2001]] in [[Bariloche]], [[Argentinien]])<ref>''[[Argentinisches Tageblatt]]'', {{Webarchiv|url=http://www.tageblatt.com.ar/archivo/2001/09/15-09-01.pdf |wayback=20071008083642 |text=15. September 2001, Seite 2|datum=2019-05-09}} (PDF; 128 kB) Seite 2</ref><ref>Mariano Cordero: ''Murió un ex oficial nazi denunciado por crímenes de guerra'', [[Clarín (Argentinien)]], 12. September 2001 (spanisch)</ref> war ein deutscher [[Geheimdienst]]agent und Schriftsteller.


Als Geheimdienstagent wurde Kopps in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] im [[Balkan]] und im [[Königreich Ungarn]] eingesetzt. Er trat laut den [[National Archives and Records Administration|NARA-Archiven]] am 1. März 1940 der [[NSDAP]] in Hamburg bei. Angeblich soll Kopps 25 [[Juden]] im Oktober 1944 falsche Papiere ausgehändigt haben, um sie vor der [[Deportation]] in das KZ [[Auschwitz]] zu retten, wurde deshalb [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und von [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Agenten verfolgt. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum wichtigsten Gehilfen von Bischof [[Alois Hudal]] und hatte die Aufgabe, sich um [[NSDAP]]-Mitglieder zu kümmern, die die Unterstützung der katholischen Kirche suchten.
Als Geheimdienstagent wurde Kopps in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] im [[Balkan]] und im [[Königreich Ungarn]] eingesetzt. Er trat laut den [[National Archives and Records Administration|NARA-Archiven]] am 1. März 1940 der [[NSDAP]] in Hamburg bei. Angeblich soll Kopps 25 [[Juden]] im Oktober 1944 falsche Papiere ausgehändigt haben, um sie vor der [[Deportation]] in das KZ [[Auschwitz]] zu retten, wurde deshalb [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und von [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Agenten verfolgt. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum wichtigsten Gehilfen von Bischof [[Alois Hudal]] und hatte die Aufgabe, sich um [[NSDAP]]-Mitglieder zu kümmern, die die Unterstützung der katholischen Kirche suchten. Später war er Besitzer des Hotels Campana in [[Bariloche]].


Unter dem Pseudonym ''Juan Maler'' arbeitete Kopps später als Autor. Er betätigte sich als Redakteur der Zeitschrift ''[[Der Weg]]'', die auch in Europa ihre Verbreitung fand. Zeitweilig war er Südamerika-Korrespondent der Zeitschrift ''Nation – Das politische Magazin für Deutsche''.<ref>Anton Maegerle: ''Keiner Schuld bewusst''. blick nach rechts 17/97, Seite 5.</ref> Ab 1969 veröffentlichte er mehrere Bücher mit weltgeschichtlichen Betrachtungen.
Unter dem Pseudonym ''Juan Maler'' arbeitete Kopps auch als Autor. Er betätigte sich als Redakteur der Zeitschrift ''[[Der Weg]]'', die auch in Europa ihre Verbreitung fand. Zeitweilig war er Südamerika-Korrespondent der Zeitschrift ''Nation – Das politische Magazin für Deutsche''.<ref>Anton Maegerle: ''Keiner Schuld bewusst''. blick nach rechts 17/97, Seite 5.</ref> Ab 1969 veröffentlichte er mehrere Bücher mit weltgeschichtlichen Betrachtungen.


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== Einzelnachweise ==
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Version vom 27. Juli 2019, 16:42 Uhr

Reinhard Kopps (* 29. September 1914 in Hamburg; † 11. September 2001 in Bariloche, Argentinien)[1][2] war ein deutscher Geheimdienstagent und Schriftsteller.

Als Geheimdienstagent wurde Kopps in der Zeit des Nationalsozialismus im Balkan und im Königreich Ungarn eingesetzt. Er trat laut den NARA-Archiven am 1. März 1940 der NSDAP in Hamburg bei. Angeblich soll Kopps 25 Juden im Oktober 1944 falsche Papiere ausgehändigt haben, um sie vor der Deportation in das KZ Auschwitz zu retten, wurde deshalb zum Tode verurteilt und von SD-Agenten verfolgt. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum wichtigsten Gehilfen von Bischof Alois Hudal und hatte die Aufgabe, sich um NSDAP-Mitglieder zu kümmern, die die Unterstützung der katholischen Kirche suchten. Später war er Besitzer des Hotels Campana in Bariloche.

Unter dem Pseudonym Juan Maler arbeitete Kopps auch als Autor. Er betätigte sich als Redakteur der Zeitschrift Der Weg, die auch in Europa ihre Verbreitung fand. Zeitweilig war er Südamerika-Korrespondent der Zeitschrift Nation – Das politische Magazin für Deutsche.[3] Ab 1969 veröffentlichte er mehrere Bücher mit weltgeschichtlichen Betrachtungen.

Andere Lexika





Einzelnachweise

  1. Argentinisches Tageblatt, 15. September 2001, Seite 2(Archivversion vom 8.10.2007 (PDF; 128 kB) Seite 2
  2. Mariano Cordero: Murió un ex oficial nazi denunciado por crímenes de guerra, Clarín (Argentinien), 12. September 2001 (spanisch)
  3. Anton Maegerle: Keiner Schuld bewusst. blick nach rechts 17/97, Seite 5.