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Psychopharmakon: Unterschied zwischen den Versionen
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Aus einem Arzneimittelreport der Krankenkasse [[Barmer GEK]] von 2012 ging hervor, dass Frauen zwei- bis dreimal mehr süchtig machende Psychopharmaka verschrieben bekamen als Männer. Experten bewerteten es in diesem Zusammenhang als bedenklich, dass Verschreibungen von Psychopharmaka in Deutschland immer häufiger auf Privatrezept durchgeführt werden und dadurch nicht im vollen Umfang in die Kassenstatistiken eingehen.<ref>{{Internetquelle |autor=Hanna Gieffers |url=https://www.tagesspiegel.de/politik/studie-frauen-nehmen-mehr-psychopharmaka-als-maenner/6801578-all.html |titel=Studie: Frauen nehmen mehr Psychopharmaka als Männer |werk=tagesspiegel.de |datum=2012-06-27 | | Aus einem Arzneimittelreport der Krankenkasse [[Barmer GEK]] von 2012 ging hervor, dass Frauen zwei- bis dreimal mehr süchtig machende Psychopharmaka verschrieben bekamen als Männer. Experten bewerteten es in diesem Zusammenhang als bedenklich, dass Verschreibungen von Psychopharmaka in Deutschland immer häufiger auf Privatrezept durchgeführt werden und dadurch nicht im vollen Umfang in die Kassenstatistiken eingehen.<ref>{{Internetquelle |autor=Hanna Gieffers |url=https://www.tagesspiegel.de/politik/studie-frauen-nehmen-mehr-psychopharmaka-als-maenner/6801578-all.html |titel=Studie: Frauen nehmen mehr Psychopharmaka als Männer |werk=tagesspiegel.de |datum=2012-06-27 |zugriff=2020-01-08}}</ref> Da die Verschreibung weniger Zeit beansprucht als eine [[Psychotherapie]], können auch Kostengründe dabei eine Rolle spielen. Ein weiteres Problem ist, dass manche Medikamente wie Schlaf- und Beruhigungsmittel ([[Sedativa]]) auch ohne Rezept in [[Apotheke]]n erhältlich sind. | ||
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Version vom 2. November 2020, 09:57 Uhr
Ein Psychopharmakon (Plural: Psychopharmaka) ist ein Arzneimittel, das in der Regel zur Behandlung von verschiedenen psychischen Störungen wie zum Beispiel Psychosen, Depressionen und Epilepsie eingesetzt wird. Es beeinflusst die neuronalen Abläufe im Gehirn und bewirkt dadurch eine Veränderung der psychischen Verfassung. Die Wirkung vieler Psychopharmaka wurde zunächst nur zufällig an Patienten beobachtet. Eine systematische Forschung fand erst ab den 1970er Jahren statt und ist vor allem eine interdisziplinäre Aufgabe zwischen Klinischer Psychologie und Psychiatrie.
Kritik
Aus einem Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK von 2012 ging hervor, dass Frauen zwei- bis dreimal mehr süchtig machende Psychopharmaka verschrieben bekamen als Männer. Experten bewerteten es in diesem Zusammenhang als bedenklich, dass Verschreibungen von Psychopharmaka in Deutschland immer häufiger auf Privatrezept durchgeführt werden und dadurch nicht im vollen Umfang in die Kassenstatistiken eingehen.[1] Da die Verschreibung weniger Zeit beansprucht als eine Psychotherapie, können auch Kostengründe dabei eine Rolle spielen. Ein weiteres Problem ist, dass manche Medikamente wie Schlaf- und Beruhigungsmittel (Sedativa) auch ohne Rezept in Apotheken erhältlich sind.
Andere Lexika
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Einzelnachweise
- ↑ Hanna Gieffers: Studie: Frauen nehmen mehr Psychopharmaka als Männer. In: tagesspiegel.de. 2012-06-27. Abgerufen am 8. Januar 2020.