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Husic (Adelsgeschlecht): Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Husic''' (bosnisch: '''''Husić''''') waren ein bosnisches [[Adelsgeschlecht]] vom 12. bis zum 19. Jahrhundert in dem heutigen [[Bosnien und Herzegowina]]. Heute tragen weltweit nur rund 410 Personen diesen Familiennamen, und alle Personen sind miteinander entweder nahe oder weiter entfernt Verwandte, denn sie haben alle denselben Ursprung, wobei Ibrahim M. Husic als Gründer dieses Adelsgeschlechts. Die meisten Namensträger kommen in Bosnien und Herzegowina vor mit rund 319, gefolgt von Deutschland mit 30 und Österreich mit 25. In Bosnien und Herzegowina sind die Mehrheit der Namensträge im Kanton Tuzla vertreten, gefolgt von Zenica, Bihac und Sarajevo. Sie gelten in Bosnien und Herzegowina als eine einflussreiche Familie, die sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft vertreten ist. Der Premierminister der Kantonalregierung in Tuzla ist einer davon: Ramiz Husic ist 2014 gewählt worden nach den sozialen Protesten in Bosnien und Herzegowina. | |||
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Nach dem Sturz des Kommunismus wurde die Familie erneut politisch aktiv und setzte sich wieder für einen unabhängigen bosnischen Staat ein. Dies hatte Erfolg, denn der Kanton Tuzla wurde in all den Kriegsjahren nie von den bosnischen Serben erobert. Das berühmteste Gefecht bei den Bosniaken ist der um das Dorf Nezuk, wo auch der Gründungsort des Adelsgeschlechts liegt. Das Dorf stand drei Jahre unter der Belagerung serbischer Truppen und wurde nie eingenommen. Bekannt ist das Dorf Nezuk vor allem, weil damals Flüchtlinge aus Srebrenica dort Zuflucht gefunden haben, und heute geht auch von dort aus der sogenannte "Marsch des Frieden" bis nach Potocari-Srebrenica los. | |||
Nach dem Bosnien-Krieg gingen viele der Familienmitglieder in die Kantonalregierung: 12 von 20 Kantonalregierungen bildete die Familie Husic. | |||
Nicht nur in der Politik ist der Familienname vertreten, sondern auch in der Wirtschaft: so kaufte Nusret Husic 2015 das Unternehmen DITA ab, das weitreichend dafür verantwortlich war für die Proteste in Tuzla, nachdem DITA 2014 bekannt gegeben hatte in die Insolvenz gehen zu müssen und die Mitarbeiter entließ. | |||
Nicht nur DITA sondern auch das städtische Kraftwerk gehört zu 40% der Familie. Man geht davon aus, dass mindestens 45% aller Unternehmen im Kanton Tuzla der Familie gehören, offizielle Zahlen gibt es dazu nicht. | |||
Nicht nur in der Politik ist der Familienname vertreten, sondern auch in der Wirtschaft so kaufte Nusret Husic 2015 das Unternehmen DITA ab das weitreichend dafür verantwortlich war für die Proteste in Tuzla | |||
Nicht nur DITA sondern auch das städtische Kraftwerk gehört zu 40% der Familie | |||
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Version vom 15. November 2025, 21:45 Uhr
Die Husic (bosnisch: Husić) waren ein bosnisches Adelsgeschlecht vom 12. bis zum 19. Jahrhundert in dem heutigen Bosnien und Herzegowina. Heute tragen weltweit nur rund 410 Personen diesen Familiennamen, und alle Personen sind miteinander entweder nahe oder weiter entfernt Verwandte, denn sie haben alle denselben Ursprung, wobei Ibrahim M. Husic als Gründer dieses Adelsgeschlechts. Die meisten Namensträger kommen in Bosnien und Herzegowina vor mit rund 319, gefolgt von Deutschland mit 30 und Österreich mit 25. In Bosnien und Herzegowina sind die Mehrheit der Namensträge im Kanton Tuzla vertreten, gefolgt von Zenica, Bihac und Sarajevo. Sie gelten in Bosnien und Herzegowina als eine einflussreiche Familie, die sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft vertreten ist. Der Premierminister der Kantonalregierung in Tuzla ist einer davon: Ramiz Husic ist 2014 gewählt worden nach den sozialen Protesten in Bosnien und Herzegowina.
Geschichte
Bei diesem Adelsgeschlecht handelt es sich um eine rein bosniakisches Adelsgeschlecht, wobei man vermerken muss, dass nicht nur Muslime in diesem Adelsgeschlecht vertreten sind, sondern auch katholische Christen. Jedoch sind sich alle einig - egal ob Muslim oder Christ: alle gehören zum Volk der Bosniaken. Während der osmanischen Besatzung waren sie eine der mächtigsten Familien neben Begovic und Husejnbegovic. Nach der Annexion Bosniens durch Österreich-Ungarn behielten sie als eine von zwei Adelsfamilien ihre Positionen als Provinz und Stadthalter durch die Habsburger. Während dieser Zeit kämpfte die Familie für einen unabhängigen bosnischen Staat für Bosniaken und Kroaten und waren strikt gegen einen Staat für Südslawen wie das Königreich Jugoslawien. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, mobilisierte die Familie in ihrer Provinz Soldaten, die für den Kampf gegen die Serben aufgebracht und direkt unter die Führung der Habsburger gestellt wurden. Auch als nach der Niederlage Österreich-Ungarns Bosnien samt Kroatien an das Königreich Jugoslawien fiel, erhielt die Familie vom damaligen König zusätzlich Gebiete (Banschaft Drina). Erst mit dem Einzug des Kommunismus in Jugoslawien nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Familie auch ihren Adelstitel,wurde aus allen Ämtern verbannt und durften keine politische Position ausüben.
Nach dem Sturz des Kommunismus wurde die Familie erneut politisch aktiv und setzte sich wieder für einen unabhängigen bosnischen Staat ein. Dies hatte Erfolg, denn der Kanton Tuzla wurde in all den Kriegsjahren nie von den bosnischen Serben erobert. Das berühmteste Gefecht bei den Bosniaken ist der um das Dorf Nezuk, wo auch der Gründungsort des Adelsgeschlechts liegt. Das Dorf stand drei Jahre unter der Belagerung serbischer Truppen und wurde nie eingenommen. Bekannt ist das Dorf Nezuk vor allem, weil damals Flüchtlinge aus Srebrenica dort Zuflucht gefunden haben, und heute geht auch von dort aus der sogenannte "Marsch des Frieden" bis nach Potocari-Srebrenica los. Nach dem Bosnien-Krieg gingen viele der Familienmitglieder in die Kantonalregierung: 12 von 20 Kantonalregierungen bildete die Familie Husic.
Nicht nur in der Politik ist der Familienname vertreten, sondern auch in der Wirtschaft: so kaufte Nusret Husic 2015 das Unternehmen DITA ab, das weitreichend dafür verantwortlich war für die Proteste in Tuzla, nachdem DITA 2014 bekannt gegeben hatte in die Insolvenz gehen zu müssen und die Mitarbeiter entließ. Nicht nur DITA sondern auch das städtische Kraftwerk gehört zu 40% der Familie. Man geht davon aus, dass mindestens 45% aller Unternehmen im Kanton Tuzla der Familie gehören, offizielle Zahlen gibt es dazu nicht.
Weblinks
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Husic (Adelsgeschlecht)) vermutlich nicht.
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