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Wohn- und Geschäftshaus Ludwig Kraus: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:Eckhaus Klosterstraße 68a, Ecke Oststraße in Düsseldorf, erbaut 1898, Architekt Peter Paul Fuchs, Bauherr Ludwig Kraus.jpg|thumb|Ansicht Haus Kraus. ]]
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[[File:Präge Wappen Ak Düsseldorf, Blick in die Oststraße, gelaufen 1901, Ecken bestoßen, sonst guter Zustand -Vorderseite, Detail.jpg|thumb|Oststraße, mit Kirche (links, hinten) u. Haus Kraus mit markantem Eckturm (mitte). ]]
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Das '''Wohn- und Geschäftshaus Ludwig Kraus''' an der Klosterstraße 70 u. 70a / Oststraße 60
Das '''Wohn- und Geschäftshaus Ludwig Kraus''' an der Klosterstraße 70 u. 70a/Oststraße 60
<ref>bei ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird das Gebäude als "Eckhaus Klosterstraße Nr.68a an der Oststraße" beschrieben. </ref>in [[Düsseldorf]] wurde 1889 <ref>bei ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird als Baudatum das Jahr 1898 angegeben. </ref>für Ludwig Kraus (als Eigentümer) nach Plänen des Architekten Peter Paul Fuchs errichtet. Es zeichnete sich laut [[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein]] durch seine aufwändige Fassadengestaltung aus – „''Für die malerisch aufgebauten Schauseiten sind die Formen der [[Nordische Renaissance|deutschen Frührenaissance]] zur Anwendung gekommen; die [[Gotik|gotischen]] Einzelformen sollen den Einklang mit dem das Straßenbild beherrschenden nahen kirchlichen Bauwerke herbeiführen .''<ref>[[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334, S. 336. [Abb. 435. Kosterstrasse 68a. Ansicht]</ref> An der Stelle des beim großen [[Luftangriffe auf Düsseldorf#Der Angriff am 12. Juni 1943|Pfingstangriff vom 12. Juni 1943]] <ref> http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/gestern_heute/44_bilddokumentation.shtml
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</ref> zerstörten Hauses befindet sich heute ein Neubau.<ref>http://www.bilderbuch-duesseldorf.de/Fotos/184357</ref>


==Lage und Umgebung==
Die Oststraße war noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts die östlichste Straße der Düsseldorfer Innenstadt. Ihr ursprünglicher Name lautete ''Petersstraße'', mit zunehmender Bebauung erhielt sie jedoch den Namen ''Oststraße''. Ab den 1930er Jahren wurde ein Teilstück ''Karl-Rudolf-Straße'' und das andere Teilstück ''Straße der SA'' genannt. Dieses Teilstück erhielt seinen alten Namen im Jahre 1945 zurück. Die Straße gilt heute „''als eine der großen Nord-Süd-Verbindungsstraßen eine Adresse vornehmlich für Geschäfte, Büros und Verwaltungen.''“ <ref> http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/gestern_heute/44_bilddokumentation.shtml
</ref> In der Oststraße befinden sich verschiedene Sakralbauten, so die Klosterkirche [[St. Antonius (Düsseldorf-Stadtmitte)|St. Antonius]] des [[Franziskaner (OFM)|Franziskanerordens]] an der Kreuzung Oststraße/Immermannstraße und die – das Straßenbild beherrschende –  [[Neogotik|neogotische]] Kirche [[St. Mariä Empfängnis (Düsseldorf)|St. Mariae Empfängnis]].


== Lage und Umgebung ==
Die Oststraße war noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts die östlichste Straße der Düsseldorfer Innenstadt. Ihr ursprünglicher Name lautete ''Petersstraße'', mit zunehmender Bebauung erhielt sie jedoch den Namen ''Oststraße''. Ab den 1930er Jahren wurde ein Teilstück ''Karl-Rudolf-Straße'' und das andere Teilstück ''Straße der SA'' genannt. Dieses Teilstück erhielt seinen alten Namen im Jahre 1945 zurück. Die Straße gilt heute ''„als eine der großen Nord-Süd-Verbindungsstraßen eine Adresse vornehmlich für Geschäfte, Büros und Verwaltungen.“''<ref>http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/gestern_heute/44_bilddokumentation.shtml</ref> In der Oststraße befinden sich verschiedene Sakralbauten, so die Klosterkirche [[St. Antonius (Düsseldorf-Stadtmitte)|St. Antonius]] des [[Franziskaner (OFM)|Franziskanerordens]] an der Kreuzung Oststraße/Immermannstraße und die das Straßenbild beherrschende [[Neogotik|neogotische]] Kirche [[St. Mariä Empfängnis (Düsseldorf)|St. Mariae Empfängnis]].


==Geschichte==
== Geschichte ==
[[File:Kraus Ludwig (Klosterstr.) 70 und 70a unbewohnt (Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1889, Zweiter Theil. S.135).jpg|thumb|upright|left|1889: Kraus, Ludwig (Klosterstr.)70 und 70a unbewohnt]]
Das Eckgebäude Klosterstraße 70 u. 70a/Oststraße 60<ref>bei ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird das Gebäude als „Eckhaus Klosterstraße Nr. 68a an der Oststraße“ beschrieben.</ref> wurde 1889<ref>bei ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird als Baudatum das Jahr 1898 angegeben.</ref> für Ludwig Kraus (als Eigentümer) erbaut, so war es 1889 noch nicht fertiggestellt und daher unbewohnt.<ref>Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1889, Zweiter Theil, S. 135.</ref> Die Baukosten betrugen insgesamt 90.000 Mark, pro Kubikmeter umbauten Raums 22,5 Mark.<ref>[[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334.</ref> Auch für die Jahre 1891, 1892, 1897, 1899 ist Ludwig Kraus als Eigentümer belegt.<ref>Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1891, Zweiter Theil, S. 509.</ref><ref>Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1892, Zweiter Theil, S. 540.</ref><ref>Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1897, Zweiter Theil, S. 771.</ref><ref>Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1899, Zweiter Theil, S. 807.</ref>
Das Eckgebäude Klosterstraße 70 u. 70a / Oststraße 60 <ref>bei ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird das Gebäude als "Eckhaus Klosterstraße Nr.68a an der Oststraße" beschrieben. </ref> wurde 1889 <ref>bei ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird als Baudatum das Jahr 1898 angegeben. </ref>für Ludwig Kraus (als Eigentümer) erbaut, so war es 1889 noch nicht fertiggestellt und daher unbewohnt.<ref>Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1889, Zweiter Theil. S.135.</ref> Die Baukosten betrugen insgesamt 90 000 M oder für Kubikmeter umbauten Raums 22,5 M.<ref>[[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334.</ref> Auch für die Jahre 1891, 1892, 1897, 1899 ist Ludwig Kraus als Eigentümer belegt. <ref>Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1891, Zweiter Theil. S.509</ref><ref>Adreßbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1892, Zweiter Theil S. 540.</ref><ref>Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1897, Zweiter Theil. S.771.</ref><ref>Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1899, Zweiter Theil. S.807.
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Datei:Kraus Ludwig (Klosterstr.) 70 und 70a unbewohnt (Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1889, Zweiter Theil. S.135).jpg|1889:'' An der Oststraße'' (Klosterstr.) ''70 (Kraus, Ludw., Oststr. 60 E.) unbewohnt.'' / (Klosterstr.) ''70a (Kraus, Ludwig, Oststraße 60 E.)''
File:Kraus Ludwig (Klosterstr.) 70 und 70a unbewohnt (Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1889, Zweiter Theil. S.135).jpg|1889: Kraus, Ludwig (Klosterstr.)70 und 70a unbewohnt
Datei:Kraus Ludwig (Klosterstr.) 70 und 70a (Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1891, Zweiter Theil. S.509).jpg|1891:(Klosterstr.) ''70 (Kraus, Ludwig, E.) Gehört zu Oststr. 60'' / (Klosterstr.) ''70a (Kraus, Ludwig E.)''
File:Kraus Ludwig (Klosterstr.) 70 und 70a (Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1891, Zweiter Theil. S.509).jpg|1891: Kraus, Ludwig (Klosterstr.) 70a
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File:Kraus Ludwig (Klosterstr.) 70 und 70a (Adreßbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1892, Zweiter Theil S. 540).jpg|1892: Kraus, Ludwig (Klosterstr.) 70a
Datei:Kraus, Ludwig, Klosterstr. 70a (Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1897, Zweiter Theil. S.771).jpg|1897: ''Ludwig, Kraus, Klosterstr. 70a''
File:Kraus, Ludwig, Klosterstr. 70a (Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1897, Zweiter Theil. S.771).jpg|1897: Kraus, Ludwig (Klosterstr.) 70a
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File:Kraus, Ludwig Klosterstr. 70a (Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1899, Zweiter Theil. S.807).jpg|1899: Kraus, Ludwig (Klosterstr.) 70a
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Im Jahre 1895 befand sich unter der Adresse Oststraße 60 die Herberge ''Gasthaus zur Heimath (Evangel.)''.<ref>A. Hofacker:''Neuer illustrirter Führer durch Düsseldorf und Umgebung für Einheimische und Fremde'', H. Michel, Düsseldorf 1895, S. 19</ref>
Im Jahre 1895 befand sich unter der Adresse Oststraße 60 die Herberge ''Gasthaus zur Heimath (Evangel.)''.<ref>A. Hofacker: ''Neuer illustrirter Führer durch Düsseldorf und Umgebung für Einheimische und Fremde'', H. Michel, Düsseldorf 1895, S. 19</ref>
 


== Architektur ==
== Architektur ==
1889 entstand das Haus. Der [[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein]] würdigte die Fassadengestaltung – ''Für die malerisch aufgebauten Schauseiten sind die Formen der [[Nordische Renaissance|deutschen Frührenaissance]] zur Anwendung gekommen; die [[Gotik|gotischen]] Einzelformen sollen den Einklang mit dem das Straßenbild beherrschenden nahen kirchlichen Bauwerke herbeiführen ''<ref>[[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334, S. 336. [Abb. 435. Kosterstrasse 68a. Ansicht]</ref> – sowie die Grundrisslösung <ref> [[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 336. [Abb. 436. Klosterstrasse 68a. Erdgeschoss] [Abb. 537. Klosterstrasse 68a. Obergeschoss] </ref> des Hauses, das nach Entwürfen des Architekten [[Peter Paul Fuchs]] erbaut wurde und einen markanten Eckturm aufwies. Das Gebäude gehörte zu einer von dem Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein ausgewählten Gruppe von Geschäftsgebäuden, ''die hinsichtlich Grundrissentwicklung oder Frontalausbildung ein besonderes Interesse in Anspruch nehmen, in gleicher Weise auch solche, die für die Entwicklung des Geschäftshauses in Düsseldorf von Bedeutung erscheinen.''<ref>[[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 330.</ref>
Der [[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein]] würdigte die Fassadengestaltung – ''„Für die malerisch aufgebauten Schauseiten sind die Formen der [[Nordische Renaissance|deutschen Frührenaissance]] zur Anwendung gekommen; die [[Gotik|gotischen]] Einzelformen sollen den Einklang mit dem das Straßenbild beherrschenden nahen kirchlichen Bauwerke herbeiführen ''<ref>[[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334, S. 336. [Abb. 435. Kosterstrasse 68a. Ansicht]</ref> – sowie die Grundrisslösung<ref> [[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 336. [Abb. 436. Klosterstrasse 68a. Erdgeschoss] [Abb. 537. Klosterstrasse 68a. Obergeschoss]</ref> des Hauses, das nach Entwürfen des Architekten [[Peter Paul Fuchs]] erbaut wurde und einen markanten Eckturm aufwies. Das Gebäude gehörte zu einer von dem Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein ausgewählten Gruppe von Geschäftsgebäuden, ''„die hinsichtlich Grundrissentwicklung oder Frontalausbildung ein besonderes Interesse in Anspruch nehmen, in gleicher Weise auch solche, die für die Entwicklung des Geschäftshauses in Düsseldorf von Bedeutung erscheinen.''<ref>[[Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf|Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf]] (Hrsg.): ''Düsseldorf und seine Bauten.'' L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 330.</ref>
 
 


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Datei:Eckhaus Klosterstraße 68a, Ecke Oststraße in Düsseldorf, erbaut 1898, Architekt Peter Paul Fuchs, Bauherr Ludwig Kraus, Tür mit spitzbogigem Abschluss.jpg|Portal Haus Kraus.
File:Eckhaus Klosterstraße 68a, Ecke Oststraße in Düsseldorf, erbaut 1898, Architekt Peter Paul Fuchs, Bauherr Ludwig Kraus, Tür mit spitzbogigem Abschluss.jpg|Portal Haus Kraus.  
Datei:St. Mariä Empfängniskirche in Düsseldorf, 1894 bis 1896, Dombaumeister Ludwig Becker aus Mainz, Portal Detail.jpg|Portal Kirche Mariae Empfängnis.
File:St. Mariä Empfängniskirche in Düsseldorf, 1894 bis 1896, Dombaumeister Ludwig Becker aus Mainz, Portal Detail.jpg|Portal Kirche Mariae Empfängnis.  
Datei:Eckhaus Klosterstraße 68a, Ecke Oststraße in Düsseldorf, erbaut 1898, Architekt Peter Paul Fuchs, Bauherr Ludwig Kraus, Grundriss Erd- und Obergeschoss.jpg|Grundriss Haus Kraus.
‎File:Eckhaus Klosterstraße 68a, Ecke Oststraße in Düsseldorf, erbaut 1898, Architekt Peter Paul Fuchs, Bauherr Ludwig Kraus, Grundriss Erd- und Obergeschoss.jpg|Grundriss Haus Kraus.  
 
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==Weblinks==
== Weblinks ==
{{Commonscat|Wohn- und Geschäftshaus Ludwig Kraus, Düsseldorf}}
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==Einzelnachweise==
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Düsseldorf]]
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Düsseldorf]]

Version vom 26. Juni 2011, 20:53 Uhr

Datei:Eckhaus Klosterstraße 68a, Ecke Oststraße in Düsseldorf, erbaut 1898, Architekt Peter Paul Fuchs, Bauherr Ludwig Kraus.jpg
Ansicht Haus Kraus
Datei:Präge Wappen Ak Düsseldorf, Blick in die Oststraße, gelaufen 1901, Ecken bestoßen, sonst guter Zustand -Vorderseite, Detail.jpg
Oststraße, mit Kirche (links, hinten) u. Haus Kraus mit markantem Eckturm (mitte)
Datei:Präge Wappen Ak Düsseldorf, Blick in die Oststraße, gelaufen 1901, Ecken bestoßen, sonst guter Zustand-Vorderseite.jpg
Postkarte, Vorderseite (1901)


Das Wohn- und Geschäftshaus Ludwig Kraus an der Klosterstraße 70 u. 70a/Oststraße 60 [1] in Düsseldorf wurde 1889[2] für Ludwig Kraus nach Plänen des Architekten Peter Paul Fuchs errichtet und zeichnete sich laut Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein durch seine „malerisch aufgebauten“[3] Fassaden mit „ Formen der deutschen Frührenaissance[3] und gotischen Einzelformen“[3]aus. An der Stelle des beim großen Pfingstangriff vom 12. Juni 1943[4] zerstörten Hauses befindet sich ein Neubau.[5]


Lage und Umgebung

Die Oststraße war noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts die östlichste Straße der Düsseldorfer Innenstadt. Ihr ursprünglicher Name lautete Petersstraße, mit zunehmender Bebauung erhielt sie jedoch den Namen Oststraße. Ab den 1930er Jahren wurde ein Teilstück Karl-Rudolf-Straße und das andere Teilstück Straße der SA genannt. Dieses Teilstück erhielt seinen alten Namen im Jahre 1945 zurück. Die Straße gilt heute „als eine der großen Nord-Süd-Verbindungsstraßen eine Adresse vornehmlich für Geschäfte, Büros und Verwaltungen.“[6] In der Oststraße befinden sich verschiedene Sakralbauten, so die Klosterkirche St. Antonius des Franziskanerordens an der Kreuzung Oststraße/Immermannstraße und die das Straßenbild beherrschende neogotische Kirche St. Mariae Empfängnis.

Geschichte

Das Eckgebäude Klosterstraße 70 u. 70a/Oststraße 60[7] wurde 1889[8] für Ludwig Kraus (als Eigentümer) erbaut, so war es 1889 noch nicht fertiggestellt und daher unbewohnt.[9] Die Baukosten betrugen insgesamt 90.000 Mark, pro Kubikmeter umbauten Raums 22,5 Mark.[10] Auch für die Jahre 1891, 1892, 1897, 1899 ist Ludwig Kraus als Eigentümer belegt.[11][12][13][14] [15] Im Jahre 1895 befand sich unter der Adresse Oststraße 60 die Herberge Gasthaus zur Heimath (Evangel.).[16]

Architektur

Der Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein würdigte die Fassadengestaltung – „Für die malerisch aufgebauten Schauseiten sind die Formen der deutschen Frührenaissance zur Anwendung gekommen; die gotischen Einzelformen sollen den Einklang mit dem das Straßenbild beherrschenden nahen kirchlichen Bauwerke herbeiführen “[17] – sowie die Grundrisslösung[18] des Hauses, das nach Entwürfen des Architekten Peter Paul Fuchs erbaut wurde und einen markanten Eckturm aufwies. Das Gebäude gehörte zu einer von dem Düsseldorfer Architekten und Ingenieurverein ausgewählten Gruppe von Geschäftsgebäuden, „die hinsichtlich Grundrissentwicklung oder Frontalausbildung ein besonderes Interesse in Anspruch nehmen, in gleicher Weise auch solche, die für die Entwicklung des Geschäftshauses in Düsseldorf von Bedeutung erscheinen.“[19]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. bei Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird das Gebäude als „Eckhaus Klosterstraße Nr. 68a an der Oststraße“ beschrieben.
  2. bei Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird als Baudatum das Jahr 1898 angegeben.
  3. 3,0 3,1 3,2 Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334, S. 336. [Abb. 435. Kosterstrasse 68a. Ansicht]
  4. http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/gestern_heute/44_bilddokumentation.shtml
  5. http://www.bilderbuch-duesseldorf.de/Fotos/184357
  6. http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/gestern_heute/44_bilddokumentation.shtml
  7. bei Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird das Gebäude als „Eckhaus Klosterstraße Nr. 68a an der Oststraße“ beschrieben.
  8. bei Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 333 und S. 334, wird als Baudatum das Jahr 1898 angegeben.
  9. Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1889, Zweiter Theil, S. 135.
  10. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334.
  11. Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1891, Zweiter Theil, S. 509.
  12. Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1892, Zweiter Theil, S. 540.
  13. Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1897, Zweiter Theil, S. 771.
  14. Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1899, Zweiter Theil, S. 807.
  15. A. Hofacker: Neuer illustrirter Führer durch Düsseldorf und Umgebung für Einheimische und Fremde, H. Michel, Düsseldorf 1895, S. 19
  16. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, Beschreibung auf S. 333 und S. 334, S. 336. [Abb. 435. Kosterstrasse 68a. Ansicht]
  17. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 336. [Abb. 436. Klosterstrasse 68a. Erdgeschoss] [Abb. 537. Klosterstrasse 68a. Obergeschoss]
  18. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 330.