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Loudness War in der Metalmusik: Unterschied zwischen den Versionen

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Michelle DuPont (Diskussion | Beiträge)
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Als '''Loudness War in der Metalmusik''' bezeichnet man in diesem Genre den Versuch der Bands / Toningenieure / Plattenfirmen ihre Aufnahmen mit einem immer höheren Aufnahmepegel zu versehen, wobei die [[Dynamik]] der Musik zunehmend auf der Strecke bleibt.
[[Datei:Sakrileg-Blackmetal.jpg|thumb|375px|Gerade in der Metalmusik, hier die Band [[Sakrileg]], gilt ein hoher Lautstärkepegel oft fälschlicherweise als Garant für die angestrebte Härte und Brutalität der Musik.]] Als '''Loudness War in der Metalmusik''' bezeichnet man in diesem Genre den Versuch der Bands / Toningenieure / Plattenfirmen ihre Aufnahmen mit einem immer höheren Aufnahmepegel zu versehen, wobei die [[Dynamik]] der Musik zunehmend auf der Strecke bleibt.
== Details ==
== Details ==
[[Datei:Loudness War-Metallica - Black Sabbath.JPG|thumb|425px|Von links nach rechts die Pegelverläufe kurzer Auschnitte der Songs ''Transilvania'' von [[Iron Maiden]] (1980), ''Heaven and Hell'' von [[Black Sabbath]] (1987) und ''The Judas Kiss'' von [[Metallica]] (2009).]]
[[Datei:Loudness War-Metallica - Black Sabbath.JPG|thumb|425px|Von links nach rechts die Pegelverläufe kurzer Auschnitte der Songs ''Transilvania'' von [[Iron Maiden]] (1980), ''Heaven and Hell'' von [[Black Sabbath]] (1987) und ''The Judas Kiss'' von [[Metallica]] (2009).]]

Version vom 15. Februar 2015, 12:25 Uhr

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Gerade in der Metalmusik, hier die Band Sakrileg, gilt ein hoher Lautstärkepegel oft fälschlicherweise als Garant für die angestrebte Härte und Brutalität der Musik.

Als Loudness War in der Metalmusik bezeichnet man in diesem Genre den Versuch der Bands / Toningenieure / Plattenfirmen ihre Aufnahmen mit einem immer höheren Aufnahmepegel zu versehen, wobei die Dynamik der Musik zunehmend auf der Strecke bleibt.

Details

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Von links nach rechts die Pegelverläufe kurzer Auschnitte der Songs Transilvania von Iron Maiden (1980), Heaven and Hell von Black Sabbath (1987) und The Judas Kiss von Metallica (2009).
  • Seit circa 20 Jahren ist man in der Pop- und Rockmusik generell bemüht, den Aufnahmepegel immer höher zu schrauben. Man verspricht sich davon eine höhere Aufmerksamkeit des Hörers. Da es auf CD`s aber ein Lausstärkemaximum gibt (0 Dezibel), ist dies ab einer gewissen Grenze nur dadurch möglich, indem man mittels eines Kompressors die leiseren Stellen im Lautstärkepegel anhebt. Dies ebnet die Unterschiede zwischen Laut und Leise, die Musik ja gerade spannend und hörenswert machen, ein. Ein Song pendelt nun fast immer auf demselben Lautstärkeniveau.
  • Dies zeigt ein Vergleich zwischen älteren und neueren Aufnahmen:
  • Das Album Brothers in Arms von Dire Straits hatte im Jahr 1985 noch eine Range von 17 Db. Auch Bruce Springsteens Born in the USA hatte noch 17 Db. Selbst harte Musik, wie z.B. Ace of Spades von Motörhead hatte 11 Db Range zwischen leiseren und lauterem Teilen.
  • Später wurde dieser Db-Abstand immer geringer. Justin Biebers Album My World 2.0 von 2010 hatte nur noch 6 Db. Damit sind Aufnahmen des weichgespülten Popsängers effektiv lauter als die älteren Aufnahmen der Rumpelrocker von Motörhead. Den wohl geringsten Db-Abstand hat Death Magnetic von Metallica aus dem Jahr 2009. Hier sind es nur noch 3 Db. Entsprechend einheitlich und ungenießbar hört sich dieser Klangbrei dann auch an.
  • Dazu kommt ein weiteres Problem: Um ein ganzen Song auf fast maximalem Pegel bei fast 0 Db zu halten, werden sogar kurze Klangspitzen (Peaks) abgeschnitten, was zum unangenehmen Höreffekt des Clipping führt. Auf Metallicas Death Magnetic ist dies zu hören.
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Pegelunterschiede in Deep Purples Song Smoke on the Water - oben die Originalversion von 1972 und unten eine remasterte Version von 2010.
  • Auch wenn man innerhalb der Metalmusik vergleicht fällt diese Tendenz auf.
  • Das Album Heaven and Hell von Black Sabbath aus dem Jahr 1987 hatte noch eine Db-Range von 13 Db.
  • Während ältere Alben von Iron Maiden noch zwischen 11 und 14 Db Pegelunterschiede aufweisen, hat z.B. das Album Heroes der Metalband Sabaton von 2014 nur noch 6 Db Abstand.
  • Aber auch bei remasterten Aufnahmen älterer Heavy Metal-Musik ist man vor dem Loudness War nicht sicher.
  • Während die Originalaufnahmen von Deep Purples Album Burn von 1974 noch 12 Db aufweisen, sind es in der remasterten Japan Box von 2010 nur noch 8 Db.

Links und Quellen

Siehe auch

Weblinks

Bilder / Fotos

Videos

Literatur

Einzelnachweise


Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Loudness War in der Metalmusik) vermutlich nicht.