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Bashraf: Unterschied zwischen den Versionen

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Michelle DuPont (Diskussion | Beiträge)
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'''Bashraf''' (pl. ''basharif''; türk.: ''pişrev'') ist eine instrumentale Form der klassischen [[arabisch]]en und ottomanischen Musik.
'''Bashraf''' (pl. ''basharif''; türk.: ''pişrev'') ist eine instrumentale Form der klassischen [[arabisch]]en und ottomanischen Musik. [[Datei:Bashraf-khanan.jpg|thumb|460px|Anfangstakte der ersten vier ''khanan'' eines ''bashraf'']]
== Details ==
== Details ==
* Ein ''bashraf'' ist Teil einer suitenartigen Form (im arabischen Raum als ''nawba'' oder ''waslah'' bezeichnet, und im türkischen Raum ''[[fasıl]]'' genannt). Ein ''fasıl'' kann dann z.B. aus folgenden Satzgliedern bestehen: ''peşrev - kâr - beste - ağır - semâ'î - yürük semâ'î - gazel - şarkı - saz semâ'î''. Ein ''bashraf'' ist auch Teil der Musikform ''Mevlevi ayini'' der religiösen [[Sufismus|Sufi]]bruderschaft ''Mevlevi-Tariqa''.
* Ein ''bashraf'' ist Teil einer suitenartigen Form (im arabischen Raum als ''nawba'' oder ''waslah'' bezeichnet, und im türkischen Raum ''[[fasıl]]'' genannt). Ein ''fasıl'' kann dann z.B. aus folgenden Satzgliedern bestehen: ''peşrev - kâr - beste - ağır - semâ'î - yürük semâ'î - gazel - şarkı - saz semâ'î''. Ein ''bashraf'' ist auch Teil der Musikform ''Mevlevi ayini'' der religiösen [[Sufismus|Sufi]]bruderschaft ''Mevlevi-Tariqa''.

Version vom 1. April 2016, 06:32 Uhr

Bashraf (pl. basharif; türk.: pişrev) ist eine instrumentale Form der klassischen arabischen und ottomanischen Musik.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Anfangstakte der ersten vier khanan eines bashraf

Details

  • Ein bashraf ist Teil einer suitenartigen Form (im arabischen Raum als nawba oder waslah bezeichnet, und im türkischen Raum fasıl genannt). Ein fasıl kann dann z.B. aus folgenden Satzgliedern bestehen: peşrev - kâr - beste - ağır - semâ'î - yürük semâ'î - gazel - şarkı - saz semâ'î. Ein bashraf ist auch Teil der Musikform Mevlevi ayini der religiösen Sufibruderschaft Mevlevi-Tariqa.
  • Ein bashraf besteht i.A. aus drei bis fünf Teilen (khanah, pl. khanat), die jeweils von einer Art konstantem Refrain (taslim/teslim) unschlossen werden. Der Ablauf ist ähnlich der Rondoform in klassischer westlicher Musik und kann als K1 - T - K2 - T -K3 - T ... dargestellt werden. Beginnen kann der bashraf mit dem ersten khanan oder auch dem teslim. Am Ende eines bashraf steht immer ein teslim. [1]
  • Jeder bashran ist auf einen melodischen Modus (maqām) bezogen. Der zweite khanah moduliert dann meist zu anderen maqāmāt. Im dritten khanah wird der Tonambitus der Melodie ausgeweitet und erreicht meist den Spitzenton, während der vierte khanah dann in den tieferen Tonbereich wechselt. [2] Der anfängliche maqām gibt einem bashran seinen Namen, wie z.B. bashraf farahfaza, bashraf saba oder bashraf sammai. Zusätzlich kann auch der Name des Komponisten der Bezeichnung angehängt werden. [3]

Links und Quellen

Siehe auch

Weblinks

Bilder / Fotos

Videos

Quellen

Literatur

  • Jürgen Elsner: A Turkish Contribution to Algerian Music Culture - The Bashraf; in Jürgen Elsner, Gisa Jähnichen und Jasmina Talam: Maqām - Historical Traces and Present Practice in Southern European Music, Cambrige Scholars Publishing, 2014, Seite 146 bis 171
  • Angelika Sieglin: Untersuchungen zur Kompositionstechnik in den Pesrev des Tanburi Cemil Bey, Band V der Beiträge zur Ethnomusikologie, Verlag der Musikalienhandlung K. D. Wagner, 1975

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu bashraf in David Horn und John Shepherd: Bloomsbury Encyclopedia of Popular Music of the World, Band X: Genres - Africa and the Middle East, Bloomsbury Academic, 2015
  2. A. J. Racy: Making Music in the Arab World - The Culture and Artistry of Tarab, Cambridge University Press, 2003, S. 102
  3. Eintrag zu bashraf in David Horn und John Shepherd: Bloomsbury Encyclopedia of Popular Music of the World, Band X: Genres - Africa and the Middle East, Bloomsbury Academic, 2015

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Bashraf) vermutlich nicht.