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Bashraf: Unterschied zwischen den Versionen

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Michelle DuPont (Diskussion | Beiträge)
Michelle DuPont (Diskussion | Beiträge)
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* [https://www.youtube.com/watch?v=baCIT0CNvYY Joudad Halibie spielt Bashraf ''Sama'I Taatyus'']   
* [https://www.youtube.com/watch?v=baCIT0CNvYY Joudad Halibie spielt Bashraf ''Sama'I Taatyus'']   
* [https://www.youtube.com/watch?v=arAlsNquOkQ Eduardo Paniagua Group spielt ''Bashraf Sammai'']
* [https://www.youtube.com/watch?v=arAlsNquOkQ Eduardo Paniagua Group spielt ''Bashraf Sammai'']
* [https://www.youtube.com/watch?v=7yH6o7YGG4c ''Kurdilihicazkar Pesrev'' von Tanburi Cemil Bey]
* [https://www.youtube.com/watch?v=3rb9zDQIl-Y ''Peşrev in makam Bestenigar'' von Dimitrie Cantemir]
* [https://www.youtube.com/watch?v=zBJMj6IXaKE ''Acemasiran Pesrev'' von Neyzen Salih Dede]


=== Literatur ===
=== Literatur ===

Version vom 1. April 2016, 16:51 Uhr

Bashraf (pl. basharif; türk.: pişrev oder auch peşrev) ist eine instrumentale Form der klassischen arabischen und osmanischen Musik.

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Anfangstakte der ersten vier khanan eines bashraf

Details

  • Die Form des bashraf als Teil einer suitenartigen Form entwickelte sich im 17. Jahrhundert am osmanischen Hof. Im 19. Jahrhundert wurde sie dann auch in anderen Metropolen des osmaischen Reiches, wie Kairo oder Aleppo populär. Im Maghreb ist die Tradition des bashraf nur in Tunesien und Algerien verbreitet. Anstatt bashraf nennt man diese Form dort teilweise aber anders. [1]
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    basharif werden oft im Ensemble vorgetragen zu dem meist auch die arabische Kurzhalslaute Oud gehört
  • Ein bashraf ist Teil einer suitenartigen Form (im arabischen Raum als nawba oder waslah bezeichnet, und im türkischen Raum fasıl genannt). Ein fasıl kann dann z.B. aus folgenden Satzgliedern bestehen: peşrev - kâr - beste - ağır - semâ'î - yürük semâ'î - gazel - şarkı - saz semâ'î. Ein bashraf ist auch Teil der Musikform Mevlevi ayini der religiösen Sufibruderschaft Mevlevi-Tariqa. [2]
  • Ein bashraf besteht i.A. aus drei bis fünf Teilen (khanah, pl. khanat), die jeweils von einer Art konstantem Refrain (taslim/teslim) unschlossen werden. Der Ablauf ist ähnlich der Rondoform in klassischer westlicher Musik und kann als K1 - T - K2 - T -K3 - T ... dargestellt werden. Beginnen kann der bashraf mit dem ersten khanan oder auch dem teslim. Am Ende eines bashraf steht immer ein teslim. [3]
  • Jeder bashran ist auf einen melodischen Modus (maqām) bezogen. Der zweite khanah moduliert dann meist zu anderen maqāmāt. Im dritten khanah wird der Tonambitus der Melodie ausgeweitet und erreicht meist den Spitzenton, während der vierte khanah dann in den tieferen Tonbereich wechselt. [4] Der anfängliche maqām gibt einem bashran seinen Namen, wie z.B. bashraf farahfaza, bashraf saba oder bashraf sammai. Zusätzlich kann auch der Name des Komponisten der Bezeichnung angehängt werden. [5] Vor Eintritt des teslim wird eine Form von Halbkadenz, die man yarim karar oder nim karar nennt eingeschoben.
  • Ein bashraf basiert üblicherweise auf einer motivartigen musikalischen Kerngestalt, die im Verlauf des Stückes melodisch variiert wird. Ein khanan wiederum gliedert sich meist wieder in keinere, zwei bis dreitaktige Untereinheiten, die oft durch Pausen voneinander abgegrenzt sind.
  • Der Rhythmus ist konstant gehalten und meist eher im langsamen Tempobereich. Es sind verschiedene ryhthmische Gliederungen üblich, wie z.B. Dawr al kabir (28/4), Shanbar (24/4), Al-Fakhitah (20/4) oder Mukhammas (16/4). [6]

Links und Quellen

Siehe auch

Weblinks

Bilder / Fotos

Videos

Literatur

  • Jürgen Elsner: A Turkish Contribution to Algerian Music Culture - The Bashraf; in Jürgen Elsner, Gisa Jähnichen und Jasmina Talam: Maqām - Historical Traces and Present Practice in Southern European Music, Cambrige Scholars Publishing, 2014, Seite 146 bis 171
  • Angelika Sieglin: Untersuchungen zur Kompositionstechnik in den Pesrev des Tanburi Cemil Bey, Band V der Beiträge zur Ethnomusikologie, Verlag der Musikalienhandlung K. D. Wagner, 1975

Einzelnachweise

  1. Jürgen Elsner: A Turkish Contribution to Algerian Music Culture - The Bashraf; in Jürgen Elsner, Gisa Jähnichen und Jasmina Talam: Maqām - Historical Traces and Present Practice in Southern European Music, Cambrige Scholars Publishing, 2014, Seite 147
  2. Walter Feldman: Structure and Evolution of the Mevlevî Ayîn - The Case of the Third Selâm; in Anders Hammarlund, Tord Olsson und Elisabeth Özdalga (Hrsg.): Sufism, Music and Society in Turkey and the Middle East, Swedish Research Institute in Istanbul, 2005, S. 42 - 57
  3. Eintrag zu bashraf in David Horn und John Shepherd: Bloomsbury Encyclopedia of Popular Music of the World, Band X: Genres - Africa and the Middle East, Bloomsbury Academic, 2015
  4. A. J. Racy: Making Music in the Arab World - The Culture and Artistry of Tarab, Cambridge University Press, 2003, S. 102
  5. Eintrag zu bashraf in David Horn und John Shepherd: Bloomsbury Encyclopedia of Popular Music of the World, Band X: Genres - Africa and the Middle East, Bloomsbury Academic, 2015
  6. www.maqamworld.com

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Bashraf) vermutlich nicht.