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Aschkenasim: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Gebiet des heutigen Landes [[Brandenburg]] erfolgte nach der [[Völkerwanderung]] eine Landnahme durch [[Slawen|westslawische]] Stämme. Während der ersten Phase der deutschen Ostexpansion (Ostsiedlung) eroberte 929 ein [[Franken|ostfränkisches]] Heer unter König [[Heinrich I.]] das Gebiet der Heveller mit der Brandenburg. Sie wurden fränkischer Lehensherrschaft unterworfen und tributpflichtig. Zur Christianisierung der Slawen wurden die Bistümer [[Havelberg]] und [[Brandenburg]] gegründet und dem Erzbistum [[Magdeburg]] unterstellt. Da die Spannungen in der Mark stetig zunahmen, bildeten die slawischen Stämme den [[Liutizenbund]]. Im Großen Slawenaufstand wurde 983 das Gebiet Brandenburgs von den Slawen zurückerobert. Für über 100 Jahren wurde die deutsche Herrschaft östlich der Elbe abgeschüttelt.  
Im Gebiet des heutigen Landes [[Brandenburg]] erfolgte nach der [[Völkerwanderung]] eine Landnahme durch [[Slawen|westslawische]] Stämme. Während der ersten Phase der deutschen Ostexpansion (Ostsiedlung) eroberte 929 ein [[Franken|ostfränkisches]] Heer unter König [[Heinrich I.]] das Gebiet der Heveller mit der Brandenburg. Sie wurden fränkischer Lehensherrschaft unterworfen und tributpflichtig. Zur Christianisierung der Slawen wurden die Bistümer [[Havelberg]] und [[Brandenburg]] gegründet und dem Erzbistum [[Magdeburg]] unterstellt. Da die Spannungen in der Mark stetig zunahmen, bildeten die slawischen Stämme den [[Liutizenbund]]. Im Großen Slawenaufstand wurde 983 das Gebiet Brandenburgs von den Slawen zurückerobert. Für über 100 Jahren wurde die deutsche Herrschaft östlich der Elbe abgeschüttelt.  


Als der der slawische Hevellerfürst Pribislaw 1150 kinderlos starb, hatte er sein Land [[Albrecht dem Bären]], einem  Askanier, vermacht.  
Als der slawische Hevellerfürst Pribislaw 1150 kinderlos starb, hatte er sein Land [[Albrecht dem Bären]], einem  Askanier, vermacht.  
Albrecht I. entstammt einem Adelsgeschlecht, dessen Ersterwähnung 1036 erfolgte. Die Vorfahren Albrechts des Bären nahmen in der Adelshierarchie des Deutschen Reiches eine mittlere Position ein. Graf Esico, der Urgroßvater Albrechts des Bären, der in einer Urkunde des [[Kaisers Konrad II.]] erwähnt wird, residierte in [[Ballenstedt]] ([[Ostharz]]). Erstmals wurde im Jahre 1147 Albrecht der Bär in einer Urkunde als Graf von [[Aschersleben]] (östlicher Harz) genannt. Sein Enkel Heinrich nannte sich dann "comes Ascharie". Zudem versuchte das Adelsgeschlecht der Ascharier ihren Stammbaum auf dem Urenkel [[Noah]]s, Aschkenas, zurückzuführen. Nach dem Aussterben des askanischen Herrschergeschlechtes in Brandenburg 1320 folgte bis 1415 eine Zeit schwacher Herrscher (Wittelsbacher, [[Jüdische Namenskodierung über Wappen|Luxemburger]]), in der die Mark Brandenburg in chaotische Verhältnisse geriet und sich ein ausgeprägtes Raubrittertum entwickelte. Der [[Hohenzollern und das Judentum (Kryobob)|Hohenzoller]] Friedrich VI. von [[Nürnberg]] wurde 1411 von dem Luxemburger König Sigismund zum erblichen Hauptmann und Verwalter der Mark Brandenburg eingesetzt.<ref>Wikipedia: Geschichte Brandenburgs[http://de.pluspedia.org/wiki/Datei:Herschaftsgebiet_der_Askanierer.png] textliche Übernahme</ref>
Albrecht I. entstammt einem Adelsgeschlecht, dessen Ersterwähnung 1036 erfolgte. Die Vorfahren Albrechts des Bären nahmen in der Adelshierarchie des Deutschen Reiches eine mittlere Position ein. Graf Esico, der Urgroßvater Albrechts des Bären, der in einer Urkunde des [[Kaisers Konrad II.]] erwähnt wird, residierte in [[Ballenstedt]] ([[Ostharz]]). Erstmals wurde im Jahre 1147 Albrecht der Bär in einer Urkunde als Graf von [[Aschersleben]] (östlicher Harz) genannt. Sein Enkel Heinrich nannte sich dann "comes Ascharie". Zudem versuchte das Adelsgeschlecht der Ascharier ihren Stammbaum auf dem Urenkel [[Noah]]s, Aschkenas, zurückzuführen. Nach dem Aussterben des askanischen Herrschergeschlechtes in Brandenburg 1320 folgte bis 1415 eine Zeit schwacher Herrscher (Wittelsbacher, [[Jüdische Namenskodierung über Wappen|Luxemburger]]), in der die Mark Brandenburg in chaotische Verhältnisse geriet und sich ein ausgeprägtes Raubrittertum entwickelte. Der [[Hohenzollern und das Judentum (Kryobob)|Hohenzoller]] Friedrich VI. von [[Nürnberg]] wurde 1411 von dem Luxemburger König Sigismund zum erblichen Hauptmann und Verwalter der Mark Brandenburg eingesetzt.<ref>Wikipedia: Geschichte Brandenburgs[http://de.pluspedia.org/wiki/Datei:Herschaftsgebiet_der_Askanierer.png] textliche Übernahme</ref>


== Fazit ==
== Fazit ==

Version vom 7. Juni 2017, 15:29 Uhr

Aschkenasim (hebräisch אַשְׁכֲּנָזִים, Plural von Aschkenasi, auch: Jehude Aschkenas oder deutsch aschkenasische Juden) bezeichnet eine Gruppe europäischer Juden weltweit. Sie verstehen sich als Nachfahren der Juden, die teilweise bereits seit dem Ende der Spätantike im Rheinland, im Norden Frankreichs und Italiens, in England und Mittel-, später auch in Osteuropa ansässig waren. Aschkenas (hebräisch אַשְׁכֲּנָז) ist ein Name eines Nachfahrens Noahs sowie eines Königreiches im Alten Testament und wurde seit dem Mittelalter in einigen Quellen für Deutschland verwendet.[1] Die gemeinsame Sprache der aschkenasischen Juden war das Jiddisch, das sich in west- und ostjiddische Dialekte unterteilt und sowohl gesprochen wie geschrieben wurde.

Biblische Erwähnungen des Namens Aschkenas

Genesis

Nach der Genesis (1. Buch Mose) ist Aschkenas Nachfahre von Noah (Noah > Jafet > Gomer > Aschkenas):

„Das ist die Geschlechterfolge nach den Söhnen Noachs, Sem, Ham und Jafet. Ihnen wurden nach der Flut Söhne geboren. Die Söhne Jafets sind Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Meschech und Tiras. Die Söhne Gomers sind Aschkenas, Rifat und Togarma.“

Gen 10,1-3 EU[2]

Jeremia

Zudem wird vom Propheten Jeremia ein Königreich Aschkenas erwähnt. Jeremia wirkte seit dem 13. Jahr des Königs Josias, was etwa dem Jahr 626 oder 627 v. Chr. entspricht.[3]

„Errichtet ein Feldzeichen auf der Erde, stoßt ins Horn unter den Völkern! Bietet Völker zum Heiligen Krieg auf gegen die Stadt, ruft Königreiche herbei gegen sie! Ararat, Minni und Aschkenas, hebt Truppen aus gegen sie, lasst Rosse anrücken, borstigen Heuschrecken gleich!“

Jer 51,27 EU[4]

Geografische Verortung des Königreiches Aschkenas

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Verortung des Stammes Aschkenas in Nahen Osten (nicht valide)

Region des assyrischen Reiches

Laut der Archäologie steht der Name Aschkenas in Beziehung zum assyrischen Wort Aschguzai. Das Assyrische Reich, welches auch als Mesopotamien bezeichnet wird, war ein Staat im heutigen Irak. Das Assyrische Reich existierte über einen Zeitraum von etwa 1200 Jahren, vom Beginn des 18. Jahrhunderts v. Chr. bis zu seiner Vernichtung um 609 v. Chr..

Zudem ist das Buch Jeremia eine wichtige Quelle. Viele der darin erwähnten Völker des Nordens finden sich auch in assyrischen und griechischen Quellen wieder, wie z. B. die Völker Aschkenas, Gomer, Minni, Ararat (Urarṭu), Meder und Perser.[5]

  • Der biblische Begriff Gomer soll dem assyrischen Begriff Gimirri (Gi-mir-ra-a-a) entsprechen. Das Siedlungsgebiet der Gomer soll der Kaukasus gewesen sein.
  • Das Königreich der Mannäer (wahrscheinlich Minni) lag östlich vom assyrischen Reich, im heutigen Iran.
  • Der Berg Ararat liegt in Ostanatolien (Türkei), nahe der Grenze zu Armenien und dem Iran.
  • Das Kerngebiet der Meder umfasst das Zāgros-Gebirge, das im heutigen iran-irakischen Grenzgebiet liegt. Später dehnte sich das Reich im Westen nach Anatolien und im Osten in den Iran aus.
  • Der Begriff Perser wird erstmals als Pars-ua im 9. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Es bezeichnet eine Region unweit des Zagrosgebirges am Urmiasee im westlichen Iran, an der Grenze zum Irak.

Chasaren

Andere Autoren verorten das Königreich Aschkenas am Schwarzen Meer, im Bereich des Herrschaftsgebietes der Chasaren. Im 9. Jahrhundert erstreckte sich das Chasarische Reich über die gesamte südrussische Steppe zwischen Wolga und Dnepr bis an den Kaukasus. Es umfasste auch die heutigen Gebiete von Georgien und Armenien.

Die Stammlinie der Askanier in Deutschland

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Herrschaftsgebiet der Askanierer

Im Gebiet des heutigen Landes Brandenburg erfolgte nach der Völkerwanderung eine Landnahme durch westslawische Stämme. Während der ersten Phase der deutschen Ostexpansion (Ostsiedlung) eroberte 929 ein ostfränkisches Heer unter König Heinrich I. das Gebiet der Heveller mit der Brandenburg. Sie wurden fränkischer Lehensherrschaft unterworfen und tributpflichtig. Zur Christianisierung der Slawen wurden die Bistümer Havelberg und Brandenburg gegründet und dem Erzbistum Magdeburg unterstellt. Da die Spannungen in der Mark stetig zunahmen, bildeten die slawischen Stämme den Liutizenbund. Im Großen Slawenaufstand wurde 983 das Gebiet Brandenburgs von den Slawen zurückerobert. Für über 100 Jahren wurde die deutsche Herrschaft östlich der Elbe abgeschüttelt.

Als der slawische Hevellerfürst Pribislaw 1150 kinderlos starb, hatte er sein Land Albrecht dem Bären, einem Askanier, vermacht. Albrecht I. entstammt einem Adelsgeschlecht, dessen Ersterwähnung 1036 erfolgte. Die Vorfahren Albrechts des Bären nahmen in der Adelshierarchie des Deutschen Reiches eine mittlere Position ein. Graf Esico, der Urgroßvater Albrechts des Bären, der in einer Urkunde des Kaisers Konrad II. erwähnt wird, residierte in Ballenstedt (Ostharz). Erstmals wurde im Jahre 1147 Albrecht der Bär in einer Urkunde als Graf von Aschersleben (östlicher Harz) genannt. Sein Enkel Heinrich nannte sich dann "comes Ascharie". Zudem versuchte das Adelsgeschlecht der Ascharier ihren Stammbaum auf dem Urenkel Noahs, Aschkenas, zurückzuführen. Nach dem Aussterben des askanischen Herrschergeschlechtes in Brandenburg 1320 folgte bis 1415 eine Zeit schwacher Herrscher (Wittelsbacher, Luxemburger), in der die Mark Brandenburg in chaotische Verhältnisse geriet und sich ein ausgeprägtes Raubrittertum entwickelte. Der Hohenzoller Friedrich VI. von Nürnberg wurde 1411 von dem Luxemburger König Sigismund zum erblichen Hauptmann und Verwalter der Mark Brandenburg eingesetzt.[6]

Fazit

Die Indizien deuten darauf hin, dass die Adelsfamilie Namensgeber für die aschkenasischen Juden in Deutschland sein wird.

siehe auch

Hauptstammlinien des euröpäischen Judentums

Einzelnachweise

  1. Ivan G. Marcus: Ashkenaz. In: The YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe. Abgerufen am 25. Oktober 2011. (englisch)
  2. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 1980 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart.
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremia#Autor_und_Zeitgeschichte
  4. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 1980 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart.
  5. Wikipedia: Jeremia[1]
  6. Wikipedia: Geschichte Brandenburgs[2] textliche Übernahme

Literatur

Weblinks

  • Ashkenaz. In: Encyclopaedia Judaica. 2. Band, 2. Auflage. Macmillan Reference USA, Detroit 2007, S. 569–571. Abgerufen am 25. Oktober 2011. (englisch)

Andere Lexika