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Aschkenasim: Unterschied zwischen den Versionen

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* Der Berg Ararat liegt in Ostanatolien ([[Türkei]]), nahe der Grenze zu [[Armenien]] und dem Iran.
* Der Berg Ararat liegt in Ostanatolien ([[Türkei]]), nahe der Grenze zu [[Armenien]] und dem Iran.
* Das Kerngebiet der Meder umfasst das Zāgros-Gebirge, das im heutigen iran-irakischen Grenzgebiet liegt. Später dehnte sich das Reich im Westen nach Anatolien und im Osten in den Iran aus.
* Das Kerngebiet der Meder umfasst das Zāgros-Gebirge, das im heutigen iran-irakischen Grenzgebiet liegt. Später dehnte sich das Reich im Westen nach Anatolien und im Osten in den Iran aus.
* Ein Vorläufer des Wortes [[Persien]] wird erstmals als Pars-ua im 9. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Es bezeichnete eine Region unweit des Zagrosgebirges am Urmiasee im westlichen [[Iran]],<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Persis</ref> an der Grenze zum [[Irak]].
* Ein Vorläufer des Wortes [[Persien]] wird erstmals als Pars-ua im 9. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Es bezeichnete eine Region unweit des Zagrosgebirges am Urmiasee im westlichen [[Iran]],<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Persis</ref> an der Grenze zum Irak.


Einige Autoren vermuten ein ''Königreich Aschkenas'' am [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]], im Bereich des Herrschaftsgebietes der [[Chasaren]]. Im 9. Jahrhundert erstreckte sich das Chasarische Reich über die gesamte südrussische Steppe zwischen [[Wolga]] und [[Dnepr]] bis an den  Kaukasus. Es umfasste auch die heutigen Gebiete von [[Georgien]] und Armenien.
Einige Autoren vermuten ein ''Königreich Aschkenas'' am [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]], im Bereich des Herrschaftsgebietes der [[Chasaren]]. Im 9. Jahrhundert erstreckte sich das Chasarische Reich über die gesamte südrussische Steppe zwischen [[Wolga]] und [[Dnepr]] bis an den  Kaukasus. Es umfasste auch die heutigen Gebiete von [[Georgien]] und Armenien.

Version vom 20. Juni 2017, 10:33 Uhr

Aschkenasim (hebräisch אַשְׁכֲּנָזִים, Plural von Aschkenasi, auch: Jehude Aschkenas oder deutsch aschkenasische Juden) bezeichnet eine Gruppe weltweit lebender, ursprünglich europäischer Juden. Sie verstehen sich als Nachfahren der Juden, die teilweise bereits seit dem Ende der Spätantike im Rheinland, im Norden Frankreichs und Italiens, in England und Mittel-, später auch in Osteuropa ansässig waren. Aschkenas (hebräisch אַשְׁכֲּנָז) ist ein Name eines Nachfahrens Noahs sowie eines Königreiches im Alten Testament und wurde seit dem Mittelalter in einigen Quellen für Deutschland verwendet.[1] Die gemeinsame Sprache der aschkenasischen Juden war das Jiddisch, das sich in west- und ostjiddische Dialekte unterteilt und sowohl gesprochen wie geschrieben wurde. Der religiösen Riten, weltlichen und sakralen Gebräuche und auch Musiktraditionen der Aschkenasim unterscheiden sich deutlich von denen der ursprünglich in Südeuropa und Nordafrika lebenden Sephardim.

Biblische Erwähnungen des Namens Aschkenas

Genesis

Nach der Genesis (1. Buch Mose) ist Aschkenas Nachfahre von Noah (Noah > Jafet > Gomer > Aschkenas):

„Das ist die Geschlechterfolge nach den Söhnen Noachs, Sem, Ham und Jafet. Ihnen wurden nach der Flut Söhne geboren. Die Söhne Jafets sind Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Meschech und Tiras. Die Söhne Gomers sind Aschkenas, Rifat und Togarma.“

Gen 10,1-3 EU[2]

Jeremia

Jeremia wirkte seit dem 13. Herrscherjahr des Königs Josias,[3] was etwa dem Jahr 626 oder 627 v. Chr. entspricht.[4] Im Buch des Propheten Jeremia wird ein Königreich Aschkenas erwähnt:

„Errichtet ein Feldzeichen auf der Erde, stoßt ins Horn unter den Völkern! Bietet Völker zum Heiligen Krieg auf gegen die Stadt, ruft Königreiche herbei gegen sie! Ararat, Minni und Aschkenas, hebt Truppen aus gegen sie, lasst Rosse anrücken, borstigen Heuschrecken gleich!“

Jer 51,27 EU[5]

Geografische Verortung

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Verortung des Stammes Aschkenas in Nahen Osten (nicht valide)

Laut der Archäologie steht der Name Aschkenas in Beziehung zum assyrischen Wort Aschguzai. Das Assyrische Reich, welches auch als Mesopotamien bezeichnet wird, war ein Staat im heutigen Irak. Das Assyrische Reich existierte über einen Zeitraum von etwa 1200 Jahren, vom Beginn des 18. Jahrhunderts v. Chr. bis zu seiner Vernichtung um 609 v. Chr..

Zudem ist das Buch Jeremia eine wichtige Quelle. Viele der darin erwähnten Völker des Nordens finden sich auch in assyrischen und griechischen Quellen wieder, wie z. B. die Völker Aschkenas, Gomer, Minni, Ararat (Urarṭu), Meder und Perser.[6]

  • Der biblische Begriff Gomer soll dem assyrischen Begriff Gimirri (Gi-mir-ra-a-a) entsprechen. Das Siedlungsgebiet der Gomer soll der Kaukasus gewesen sein.
  • Das Königreich der Mannäer (wahrscheinlich Minni) lag östlich vom assyrischen Reich, im heutigen Iran.
  • Der Berg Ararat liegt in Ostanatolien (Türkei), nahe der Grenze zu Armenien und dem Iran.
  • Das Kerngebiet der Meder umfasst das Zāgros-Gebirge, das im heutigen iran-irakischen Grenzgebiet liegt. Später dehnte sich das Reich im Westen nach Anatolien und im Osten in den Iran aus.
  • Ein Vorläufer des Wortes Persien wird erstmals als Pars-ua im 9. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Es bezeichnete eine Region unweit des Zagrosgebirges am Urmiasee im westlichen Iran,[7] an der Grenze zum Irak.

Einige Autoren vermuten ein Königreich Aschkenas am Schwarzen Meer, im Bereich des Herrschaftsgebietes der Chasaren. Im 9. Jahrhundert erstreckte sich das Chasarische Reich über die gesamte südrussische Steppe zwischen Wolga und Dnepr bis an den Kaukasus. Es umfasste auch die heutigen Gebiete von Georgien und Armenien.

Geografische Verortung des Stammes Gomer in der Türkei

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Der Stamm der Gomer

Weitere Quellen verorten den Hauptstamm der Aschkenas, die Gomer, nicht im Kaukasus, sondern in verschiedenen Regionen der Türkei. Die Mehrzahl der Autoren verorten aber die Stammlinie Gomer am Schwarzen Meer.

Aschkenasische Juden

  • Rabbi Jakob ben Isaak Aschkenasi aus Janow (* 1550 in Janów; † um 1620) war ein Rabbiner und jiddischer Schriftsteller aus Janów bei Lublin.
  • Rabbi Zwi Hirsch ben Jakob Aschkenasi (auch: Aschkenazi; * 1656 in Velké Meziříčí; † 3. Mai 1718 in Lemberg), genannt Chacham Zwi nach dem Titel einer seiner Responsen-Sammlungen, war ein Rabbiner und Talmudgelehrter, besonders bekannt durch seinen unerbittlichen Kampf gegen die Lehren und Schüler des Pseudo-Messias Sabbetai Zwi.
  • Rabbi Jizchaq ben Schlomo Aschkenasi Lurja (* 1534 in Jerusalem; † 5. August 1572 in Safed in Galiläa) war Rabbiner und der Begründer der neuzeitlichen Kabbala (lurianische Kabbala).
  • Rabbi Josef Aschkenasi wurde um 1530 in Prag geboren. Um das Jahr 1560 wurde Josef Rabbi und Richter der aschkenasischen Gemeinde in Verona. Von dort ging er zunächst nach Ägypten, um vermutlich im Jahre 1568 nach Sefad (Israel) umsiedeln, wo er vor dem Jahre 1582 starb.
  • Rabbi Moses David Ashkenazi wurde 1774 im Oblast Lemberg (Ukraine) geboren. Er verstarb am 21. Juli 1856 in Safed Israel

Wikipedialiste[8]

  • Isaak HaLevy Herzog (1949–1959)
  • Isser Jehuda Unterman (1964–1973)
  • Schlomo Goren (1973–1983)
  • Avraham Shapira (1983–1993)
  • Israel Meir Lau (1993–2003)
  • Jona Metzger (2003–2013)
  • David Lau (2013– )

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ivan G. Marcus: Ashkenaz. In: The YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe. Abgerufen am 25. Oktober 2011. (englisch)
  2. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 1980 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart.
  3. siehe Jer 1,3 EU in der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremia#Autor_und_Zeitgeschichte
  5. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 1980 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart.
  6. Jerusalem am Rhein, Ursula Reuter, Seite 12, Herausgegeber: Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur in NRW e.V., Heft 3, 2013
  7. https://de.wikipedia.org/wiki/Persis
  8. Wikipedia: Großrabbiner[1]

Literatur

Weblinks

  • Ashkenaz. In: Encyclopaedia Judaica. 2. Band, 2. Auflage. Macmillan Reference USA, Detroit 2007, S. 569–571. Abgerufen am 25. Oktober 2011. (englisch)

Andere Lexika