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Kölner Hauptbahnhof: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 16. März 2020, 18:15 Uhr
Der Kölner Hauptbahnhof ist einer wichtigste Eisenbahnknoten in Deutschland und liegt im Stadtzentrum von Köln neben dem Kölner Dom.
Geschichte
Um 1850 gab es in Köln und der bis 1888 eigenständigen Stadt Deutz fünf verschiedener Betreiber von Eisenbahnen. Der sogenannte „Centralbahnhof“ wurde ab 1857 gebaut, stieß jedoch schnell an seine Kapazitätsgrenzen. Planungen für einen vergrößerten Hauptbahnhof wurden nach der Verstaatlichung der bis dahin privaten Eisenbahngesellschaften um 1880 aufgenommen.
Die Bauarbeiten begannen 1889. Die bestehenden Gleise wurden um sechs Meter angehoben, die Hälfte des Freiraumes unter den Gleisen wurde mit Erde gefüllt und ein neues Empfangsgebäude nach Plänen des Aachener Architekten Georg Frentzen errichtet. Die Grundsteinlegung war am 7. Mai 1892. Im Zuge des Neubaus des Bahnhofs wurden zahlreiche umliegende Häuser abgerissen
Im Jahre 1894 wurde die große dreigliedrige Bahnsteighalle, die an die Bahnsteighalle des Bahnhofs London St Pancras angelehnt ist, fertiggestellt. Mit der seinerzeit größten Spannweite von 64 Metern überspannte die Mittelhalle die heutigen Gleise 2 bis 7 und die beiden 13,5 Meter breiten Seitenschiffe die Gleise 1 und 8. In der 255 Meter langen Halle entstand ein zweistöckiges Wartesaalgebäude, welches mit Eisenfachwerk, Keramik und kleinen, bronzefarbenen Kuppeln ausgestattet war und von dem aus die Reisenden bequem alle Gleise der Mittelhalle erreichen konnten. In Hallenmitte endeten vor dem Wartesaalgebäude an je vier Kopfgleisen die Züge aus Westen und Osten. Außerdem gab es auf beiden Seiten je zwei Durchgangsgleise.
Einzig die Wartesäle der ersten und zweiten Klasse im Bereich Trankgasse und Johannisstraße haben den Zweiten Weltkrieg und die nachfolgenden Umbauten überstanden und werden heute als Restaurant und Veranstaltungszentrum Alter Wartesaal genutzt.
Zunächst wurde 1953 der zerstörte westliche Langbau durch ein modernes Gebäude mit Gepäckabfertigung und Hotel ersetzt. Das nur gering zerstörte und provisorisch reparierte alte Empfangsgebäude wurde erst 1955 abgerissen, einer der vorrangigen Gründe hierfür war die Wahrnehmung als Symbol der preußischen Herrschaft. Auch ein Abriss der Bahnsteighalle, ähnlich wie am Bahnhof Köln-Deutz, war geplant. Durch den Ruß der Dampflokomotiven war die Dachkonstruktion stets stark verschmutzt, sodass kaum Tageslicht ins Innere gelangen konnte. Der Abriss wurde jedoch aus Kostengründen nicht realisiert.
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