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Alkoholproblem: Unterschied zwischen den Versionen

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Fmrauch (Diskussion | Beiträge)
das hat mit Gesundheit nichts mehr zu tun
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Ein '''Alkoholproblem''' (auch '''Alkoholabhängigkeit''') wird vom Betroffenen oft nicht erkannt. Die [[Verantwortung]] liegt daher meist bei seiner direkten Umgebung.
Ein '''Alkoholproblem''' (auch '''Alkoholabhängigkeit''' genannt) wird vom Betroffenen oft nicht erkannt. Die [[Verantwortung]] liegt daher meist bei seiner direkten Umgebung.


In der ''Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme'' (ICD) werden sechs Kriterien genannt, von denen drei oder mehr mindestens einen Monat lang (oder bei kürzerer Dauer innerhalb eines Jahres wiederholt) gleichzeitig vorhanden sein müssen, um die [[Diagnose]] eines [[Abhängigkeitssyndrom]]s (F10.2) stellen zu können:
In der ''Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme'' (ICD) werden sechs Kriterien genannt, von denen drei oder mehr mindestens einen Monat lang (oder bei kürzerer Dauer innerhalb eines Jahres wiederholt) gleichzeitig vorhanden sein müssen, um die [[Diagnose]] eines [[Abhängigkeitssyndrom]]s (F10.2) stellen zu können:
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Im Gegensatz zu früheren ICD-Versionen müssen die „klassischen“ [[Symptom]]e der körperlichen Abhängigkeit, d. h. ''Toleranz'' und ''Entzugserscheinungen'', nicht mehr unbedingt vorhanden sein, wenn ausreichend andere Symptome zutreffen.
Im Gegensatz zu früheren ICD-Versionen müssen die „klassischen“ [[Symptom]]e der körperlichen Abhängigkeit, d. h. ''Toleranz'' und ''Entzugserscheinungen'', nicht mehr unbedingt vorhanden sein, wenn ausreichend andere Symptome zutreffen.


Einige [[Theorie]]n gehen davon aus, dass die Alkoholkrankheit zu 40 bis 60 % genetisch beeinflusst wird.<ref>K. S. Kendler, C. A. Prescott, M. C. Neale, N. L. Pedersen: ''Temperance board registration for alcohol abuse in a national sample of Swedish male twins, born 1902 to 1949.'' In: ''Arch Gen Psychiatry'', 54 (2),1997, S. 178–184.</ref>
Einige [[Theorie]]n gehen davon aus, dass eine [[Alkoholkrankheit]] zu 40 bis 60 % genetisch beeinflusst wird.<ref>K. S. Kendler, C. A. Prescott, M. C. Neale, N. L. Pedersen: ''Temperance board registration for alcohol abuse in a national sample of Swedish male twins, born 1902 to 1949.'' In: ''Arch Gen Psychiatry'', 54 (2),1997, S. 178–184.</ref>


==Weblinks==
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== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Alkoholkrankheit]]
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[[Kategorie:Form der Abhängigkeit]]
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[[Kategorie:Krankheitsbild in der Psychiatrie]]
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Psychiatrie]]
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Inneren Medizin]]
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Inneren Medizin]]

Version vom 4. August 2020, 11:33 Uhr

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Objekte werden doppelt und verzerrt wahrgenommen - eine der möglichen, negativen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum
Klassifikation nach ICD-10
F10 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol
F10.0 akute Alkoholintoxikation (akuter Alkoholrausch)
F10.1 schädlicher Gebrauch von Alkohol
F10.2 Abhängigkeitssyndrom
F10.3 Alkoholentzugssyndrom
F10.4 Alkoholentzugssyndrom mit Delir
F10.5 psychotische Störung
F10.6 amnestisches Syndrom
F10.7 Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung
F10.8 sonstige psychische und Verhaltensstörungen
(ICD-10-GM Version 2020)

Ein Alkoholproblem (auch Alkoholabhängigkeit genannt) wird vom Betroffenen oft nicht erkannt. Die Verantwortung liegt daher meist bei seiner direkten Umgebung.

In der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) werden sechs Kriterien genannt, von denen drei oder mehr mindestens einen Monat lang (oder bei kürzerer Dauer innerhalb eines Jahres wiederholt) gleichzeitig vorhanden sein müssen, um die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms (F10.2) stellen zu können:

  • Starkes oder zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu konsumieren (Substanzverlangen)
  • Kontrollverlust bei der Menge, dem Beginns oder Ende des Konsums, d. h. es wird regelmäßig mehr Alkohol oder über einen längeren Zeitraum konsumiert als geplant oder es bestehen der anhaltende Wunsch und Versuche, den Alkoholkonsum zu verringern oder zu kontrollieren, ohne dass dies nachhaltig gelingt
  • Körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder Konsumreduktion
  • Nachweis einer Toleranz: um die gewünschte Wirkung hervorzurufen, sind zunehmend größere Mengen an alkoholischen Getränken erforderlich
  • Einengung des Denkens auf Alkohol, d. h. Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkoholkonsums
  • Anhaltender Substanzkonsum trotz gesundheitlicher und sozialer Folgeschäden für den Konsumenten, obwohl der Betroffene sich über die Art und das Ausmaß des Schadens bewusst ist oder bewusst sein könnte (z. B. Leberkrankheiten wie Leberzirrhose, eine Verschlechterung der kognitiven Funktionen, Verlust des Führerscheins oder Arbeitsplatzes, Trennung des Lebenspartners, Rückzug des Bekannten- und Freundeskreises etc.)

Im Gegensatz zu früheren ICD-Versionen müssen die „klassischen“ Symptome der körperlichen Abhängigkeit, d. h. Toleranz und Entzugserscheinungen, nicht mehr unbedingt vorhanden sein, wenn ausreichend andere Symptome zutreffen.

Einige Theorien gehen davon aus, dass eine Alkoholkrankheit zu 40 bis 60 % genetisch beeinflusst wird.[1]

Weblinks

Andere Lexika





Einzelnachweise

  1. K. S. Kendler, C. A. Prescott, M. C. Neale, N. L. Pedersen: Temperance board registration for alcohol abuse in a national sample of Swedish male twins, born 1902 to 1949. In: Arch Gen Psychiatry, 54 (2),1997, S. 178–184.