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Obdachlosigkeit: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Obdachlosigkeit''' wird definiert als Zustand, in dem Menschen über keinen festen [[Wohnsitz]] verfügen und im [[Öffentlicher Raum|öffentlichen Raum]], im Freien oder in [[Notunterkunft|Notunterkünften]] übernachten. Die Mehrzahl der Obdachlosen in den [[Industriestaat]]en ist männlich, unter den alleinstehenden Obdachlosen machen Männer etwa 80 % aus. Aufgrund des geltenden [[Melderecht]]s stellt die Obdachlosigkeit in Deutschland und in vielen anderen Staaten ein [[ | '''Obdachlosigkeit''' wird definiert als Zustand, in dem Menschen über keinen festen [[Wohnsitz]] verfügen und im [[Öffentlicher Raum|öffentlichen Raum]], im Freien oder in [[Notunterkunft|Notunterkünften]] übernachten. Die Mehrzahl der Obdachlosen in den [[Industriestaat]]en ist männlich, unter den alleinstehenden Obdachlosen machen Männer etwa 80 % aus. Aufgrund des geltenden [[Melderecht]]s stellt die Obdachlosigkeit in [[Deutschland]] und in vielen anderen Staaten ein [[rechtliches Problem]] (juristisches Problem) dar, weil zum Beispiel wichtige, schriftliche Mitteilungen wie [[Postzustellungsurkunde]] nicht zugestellt werden können. In der kalten Jahreszeit - also insbesondere in den [[Winter]]monaten - sind Obdachlose gesundheitlich hierzulande gefährdet, so dass es inzwischen zahlreiche Hilfsangebote gibt. | ||
Von der Obdachlosigkeit ist die [[Wohnungslosigkeit]] zu unterscheiden. | Von der Obdachlosigkeit ist aus [[Rechtswissenschaft|juristischer]] und fachlicher Sicht die [[Wohnungslosigkeit]] zu unterscheiden, obwohl die beiden Begriffe aus [[Rechtswissenschaft|juristischer]] Sicht [[synonym]] verwendet werden, indem von [[Behörde]] die Beschreibung „ohne festen Wohnsitz“ (kurz ''o.f.W'') verwendet wird. Eine romantisch-verklärende Sicht findet sich im {{frS}} Begriff [[Clochard]], während das {{deS}}e Wort [[Penner]] abfällig gemeint ist. Viele obdachlose Personen können oder wollen keine feste Bleibe nutzen; sie sind auf reine Notunterkünfte oder Notschlafstellen angewiesen. Dagegen verfügen wohnungslose Personen lediglich nicht über ''eigene'' Wohnräume und finden anderweitig Unterkunft.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.bawo.at/de/content/wohnungslosigkeit/definitionen.html |autor= |titel=Begriffsdefinitionen von Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekärer Wohnversorgung |datum= |hrsg=Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe |zugriff=2018-10-26}}</ref> Nicht ''obdachlos'', sondern lediglich ''wohnungslos'' sind demnach Menschen, die temporär in Herbergen, Hotels, Frauenhäusern oder bei Verwandten wohnen. Ebenso sind sogenannte ''Sofa-Hopper'', die kurzfristig Unterschlupf bei Freunden finden und sich „von Sofa zu Sofa hangeln“,<ref>{{Internetquelle |autor=Daniel Godeck |titel=Alle jungen Leute haben ein Smartphone – aber nicht unbedingt einen festen Wohnsitz |datum=10. Februar 2018 |url=https://www.sueddeutsche.de/panorama/obdachlosigkeit-in-deutschland-alle-jungen-leute-haben-ein-smartphone-aber-nicht-unbedingt-einen-festen-wohnsitz-1.3859943 |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |zugriff=2018-10-26}}</ref> nicht obdachlos. | ||
Die Zahl der Personen, die ohne eigenen Wohnraum auf der Straße leben, wurde von der [[Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe]] (BAG W) in Deutschland für die Jahre 2002 bis 2008 mit etwa 20.000 angegeben,<ref>[https://www.esb-bottrop.de/pdf/bagw_zahl_der_wohnungslosen_2007-2008.pdf ''BAG W-Information: Schätzung der Zahl der Wohnungslosen und der von Wohnungslosigkeit Bedrohten 2007/2008''] (PDF), zu 1999–2008 siehe Tabelle auf Seite 2.</ref> 2018 waren es schätzungsweise 50.000 Menschen.<ref>https://www.dw.com/de/wie-kann-architektur-obdachlosigkeit-bekämpfen/a-59705424</ref> | Die Zahl der Personen, die ohne eigenen Wohnraum auf der Straße leben, wurde von der [[Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe]] (BAG W) in Deutschland für die Jahre 2002 bis 2008 mit etwa 20.000 angegeben,<ref>[https://www.esb-bottrop.de/pdf/bagw_zahl_der_wohnungslosen_2007-2008.pdf ''BAG W-Information: Schätzung der Zahl der Wohnungslosen und der von Wohnungslosigkeit Bedrohten 2007/2008''] (PDF), zu 1999–2008 siehe Tabelle auf Seite 2.</ref> 2018 waren es schätzungsweise 50.000 Menschen.<ref>https://www.dw.com/de/wie-kann-architektur-obdachlosigkeit-bekämpfen/a-59705424</ref> | ||
Version vom 17. April 2022, 06:42 Uhr
Obdachlosigkeit wird definiert als Zustand, in dem Menschen über keinen festen Wohnsitz verfügen und im öffentlichen Raum, im Freien oder in Notunterkünften übernachten. Die Mehrzahl der Obdachlosen in den Industriestaaten ist männlich, unter den alleinstehenden Obdachlosen machen Männer etwa 80 % aus. Aufgrund des geltenden Melderechts stellt die Obdachlosigkeit in Deutschland und in vielen anderen Staaten ein rechtliches Problem (juristisches Problem) dar, weil zum Beispiel wichtige, schriftliche Mitteilungen wie Postzustellungsurkunde nicht zugestellt werden können. In der kalten Jahreszeit - also insbesondere in den Wintermonaten - sind Obdachlose gesundheitlich hierzulande gefährdet, so dass es inzwischen zahlreiche Hilfsangebote gibt.
Von der Obdachlosigkeit ist aus juristischer und fachlicher Sicht die Wohnungslosigkeit zu unterscheiden, obwohl die beiden Begriffe aus juristischer Sicht synonym verwendet werden, indem von Behörde die Beschreibung „ohne festen Wohnsitz“ (kurz o.f.W) verwendet wird. Eine romantisch-verklärende Sicht findet sich im französisch Begriff Clochard, während das deutsche Wort Penner abfällig gemeint ist. Viele obdachlose Personen können oder wollen keine feste Bleibe nutzen; sie sind auf reine Notunterkünfte oder Notschlafstellen angewiesen. Dagegen verfügen wohnungslose Personen lediglich nicht über eigene Wohnräume und finden anderweitig Unterkunft.[1] Nicht obdachlos, sondern lediglich wohnungslos sind demnach Menschen, die temporär in Herbergen, Hotels, Frauenhäusern oder bei Verwandten wohnen. Ebenso sind sogenannte Sofa-Hopper, die kurzfristig Unterschlupf bei Freunden finden und sich „von Sofa zu Sofa hangeln“,[2] nicht obdachlos.
Die Zahl der Personen, die ohne eigenen Wohnraum auf der Straße leben, wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) in Deutschland für die Jahre 2002 bis 2008 mit etwa 20.000 angegeben,[3] 2018 waren es schätzungsweise 50.000 Menschen.[4]
Siehe auch
Andere Lexika
Einzelnachweise
- ↑ Begriffsdefinitionen von Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekärer Wohnversorgung. Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Abgerufen am 26. Oktober 2018.
- ↑ Daniel Godeck: Alle jungen Leute haben ein Smartphone – aber nicht unbedingt einen festen Wohnsitz. In: Süddeutsche Zeitung. 10. Februar 2018. Abgerufen am 26. Oktober 2018.
- ↑ BAG W-Information: Schätzung der Zahl der Wohnungslosen und der von Wohnungslosigkeit Bedrohten 2007/2008 (PDF), zu 1999–2008 siehe Tabelle auf Seite 2.
- ↑ https://www.dw.com/de/wie-kann-architektur-obdachlosigkeit-bekämpfen/a-59705424