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Freie Demokratische Partei: Unterschied zwischen den Versionen

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Fmrauch (Diskussion | Beiträge)
Geschichte: historisch falsch, das war nicht die FDP, Heuss fehlt
Politische Ausrichtung: nein, war sie nicht. in 1970er gab es einen sozialliberalen flügel, und die FDP-jugendorganisation bekannte sich sogar zum sozialismus
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== Politische Ausrichtung ==
== Politische Ausrichtung ==
Seit ihrer Gründung 1948 versteht sich die FDP als liberale Partei der politischen Mitte. Sie ist stark wirtschaftsliberal ausgerichtet, setzt auf Eigenverantwortung der Bürger statt auf den Sozialstaat und ist gesellschaftlich sowie bürgerrechtlich modernistisch ausgerichtet. Die [[EU]] befürwortet sie, allerdings pragmatischer und weniger ideologisch gefärbt als [[CDU]], [[SPD]] und [[Bündnis 90/Die Grünen]].
Seit ihrer Gründung 1948 versteht sich die FDP als liberale Partei der politischen Mitte. Sie ist heutzutage stark wirtschaftsliberal ausgerichtet, setzt auf Eigenverantwortung der Bürger statt auf den Sozialstaat und ist gesellschaftlich sowie bürgerrechtlich modernistisch ausgerichtet. Die [[EU]] befürwortet sie, allerdings pragmatischer und weniger ideologisch gefärbt als [[CDU]], [[SPD]] und [[Bündnis 90/Die Grünen]].


In der FDP gibt es gelegentlich Strömungen nach Rechts. Ein Beispiel war [[Alexander von Stahl]]. Heute ist sie eher in der rechten Mitte des Parteienspektrums positioniert. Einzelne FDP-Politiker unterstützen Kandidaten der [[AfD]].<ref>Bericht in der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] am 27. Januar 2019: [https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/rene-rock-erklaert-die-fdp-haltung-zur-praesidiumswahl-16008712.html Warum Hessens FDP einen AfD-Kandidaten wählt]</ref> FDP-Chef [[Christian Lindner]] äußerte sogar Verständnis für die Wähler der AfD.<ref>Bericht in der Tageszeitung [[Die Welt]] am 30. September 2018: [https://www.welt.de/politik/deutschland/article181713072/FDP-Chef-Lindner-nimmt-AfD-Waehler-in-Schutz.html Lindner nimmt AfD-Wähler in Schutz]</ref> Deshalb nennt man die FDP auch ''AfD light''. <ref>https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2017/august/afd-light-lindners-neue-fdp</ref> Bei der Wahl des [[Ministerpräsident]]en in [[Thüringen]] erhielt der FDP-Politiker [[Thomas Kemmerich]] am 5. Februar 2020 im dritten Wahlgang von den Fraktionen der [[AfD]], [[CDU]] und FDP insgesamt 45 Stimmen.
In der FDP gibt es gelegentlich Strömungen nach Rechts. Ein Beispiel war [[Alexander von Stahl]]. Heute ist sie eher in der rechten Mitte des Parteienspektrums positioniert. Einzelne FDP-Politiker unterstützen Kandidaten der [[AfD]].<ref>Bericht in der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] am 27. Januar 2019: [https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/rene-rock-erklaert-die-fdp-haltung-zur-praesidiumswahl-16008712.html Warum Hessens FDP einen AfD-Kandidaten wählt]</ref> FDP-Chef [[Christian Lindner]] äußerte sogar Verständnis für die Wähler der AfD.<ref>Bericht in der Tageszeitung [[Die Welt]] am 30. September 2018: [https://www.welt.de/politik/deutschland/article181713072/FDP-Chef-Lindner-nimmt-AfD-Waehler-in-Schutz.html Lindner nimmt AfD-Wähler in Schutz]</ref> Deshalb nennt man die FDP auch ''AfD light''. <ref>https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2017/august/afd-light-lindners-neue-fdp</ref> Bei der Wahl des [[Ministerpräsident]]en in [[Thüringen]] erhielt der FDP-Politiker [[Thomas Kemmerich]] am 5. Februar 2020 im dritten Wahlgang von den Fraktionen der [[AfD]], [[CDU]] und FDP insgesamt 45 Stimmen.

Version vom 16. Juli 2022, 21:37 Uhr

seit 2015
Partei­vorsitzender Christian Lindner
General­sekretär Volker Wissing
Stell­vertretende Vorsitzende Wolfgang Kubicki
Nicola Beer
Johannes Vogel
Bundes­geschäfts­führer Michael Zimmermann
Bundes­schatz­meister Harald Christ
Ehren­vorsitzende Hermann Otto Solms
(seit 2020)
Gründung 12. Dezember 1948
Gründungs­ort Heppenheim
Haupt­sitz Hans-Dietrich-Genscher-Haus
Reinhardtstraße 14
10117 Berlin
Aus­richtung Liberalismus
Wirtschaftsliberalismus
Europäischer Föderalismus[2]
Farbe(n) Gelb, Blau[3]
Europaabgeordnete Vorlage:Infobox Partei/Mandate
Staatliche Zuschüsse 15.694.937,26 Euro
(2020)[4]
Mitglieder­zahl 65.500
(Stand: Ende Dezember 2019)[1]
Mindest­alter 16 Jahre
Durch­schnitts­alter 52 Jahre
(Stand: 12. April 2019)[5]
Frauen­anteil 21,6 Prozent
(Stand: 12. April 2019)[5]
Internationale Verbindungen Liberale Internationale (LI)
Europapartei Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)
EP-Fraktion Renew Europe (RE)
Website fdp.de

Die Freie Demokratische Partei (kurz: FDP, bis 2016 auch Die Liberalen, seitdem Freie Demokraten) ist eine Kleinpartei in der Bundesrepublik Deutschland, die sich dem Liberalismus verbunden fühlt. Von 1949 bis 2013 prägte sie die Politik Deutschlands maßgeblich mit, da sie im Rahmen eines damaligen Dreiparteiensystems das "Zünglein an der Waage" zwischen den großen Parteien SPD und CDU spielen konnte.

Es gibt auch in der Schweiz eine FDP (siehe FDP.Die Liberalen). Sie ist wesentlich älter als die deutsche FDP und war in ihren Anfängen im 19. Jahrhundert unter dem Namen Liberale Gründerin des schweizerischen Bundesstaates in der heutigen Form.[6]

Geschichte

Bundestagswahlergebnisse in Prozenten
 %
20
10
0


7,0
9,1
11,0
6,9
6,2
7,4
9,8
14,6
4,8
10,7


Die FDP ging nach dem Zweiten Weltkrieg aus mehreren, teilweise liberalen Parteien hervor. Unter den Vorgängerorganisationen ist vor allem die Demokratische Volkspartei (DVP) bekannt, deren Mitglied der erste deutsche Bundespräsident Theodor Heuss war. Im Deutschen Bundestag war die FDP bis 2013 ununterbrochen vertreten. Sie bestimmte zwar seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland neben SPD und CDU maßgeblich bei der Politik mit, scheiterte jedoch erstmals 2013 an der 5-Prozent-Hürde im Bundestag.

Die Partei stellte auch den ersten und vierten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Sie war oft als Koalitionspartner an der Bundesregierung beteiligt und stellte mehrere Außenminister und Vizekanzler, zum Beispiel 1974-1992 mit Hans-Dietrich Genscher. Ihr bestes Wahlergebnis erreichte sie 2009 mit 14,9% unter dem inzwischen verstorbenen Guido Westerwelle. 2013 scheiterte sie erstmals bei einer Bundestagswahl an der 5-Prozent-Hürde und ist seitdem nicht mehr im Bundestag vertreten. Von diesem Einbruch erholte sich die Partei in den Landtagswahlen unter der Führung von Christian Lindner. So kehrte die FDP nicht nur in zahlreiche Landtage gestärkt zurück, sondern konnte auch wieder in die Regierung eintreten, etwa in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Politische Ausrichtung

Seit ihrer Gründung 1948 versteht sich die FDP als liberale Partei der politischen Mitte. Sie ist heutzutage stark wirtschaftsliberal ausgerichtet, setzt auf Eigenverantwortung der Bürger statt auf den Sozialstaat und ist gesellschaftlich sowie bürgerrechtlich modernistisch ausgerichtet. Die EU befürwortet sie, allerdings pragmatischer und weniger ideologisch gefärbt als CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

In der FDP gibt es gelegentlich Strömungen nach Rechts. Ein Beispiel war Alexander von Stahl. Heute ist sie eher in der rechten Mitte des Parteienspektrums positioniert. Einzelne FDP-Politiker unterstützen Kandidaten der AfD.[7] FDP-Chef Christian Lindner äußerte sogar Verständnis für die Wähler der AfD.[8] Deshalb nennt man die FDP auch AfD light. [9] Bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen erhielt der FDP-Politiker Thomas Kemmerich am 5. Februar 2020 im dritten Wahlgang von den Fraktionen der AfD, CDU und FDP insgesamt 45 Stimmen.

Weblinks

Literatur

  • Jürgen Dittberner: FDP – Geschichte, Personen, Organisation, Perspektiven. Eine Einführung. 2. Auflage, Wiesbaden 2010
  • Joachim Scholtyseck: Die FDP in der Wende. In: Historisch-Politische Mitteilungen. 19, 2013
  • Hans Vorländer: Freie Demokratische Partei (FDP). In: Frank Decker, Viola Neu (Hg.): Handbuch der deutschen Parteien. 2. Auflage, Wiesbaden 2013
  • Stephen Padgett, William E. Paterson, Reimut Zohlnhöfer: Developments in German Politics 4. Palgrave Macmillan, 2014

Einzelnachweis

  1. CDU und SPD verlieren Mitglieder. In: t-online.de. 2020-01-16. Abgerufen am 17. Januar 2020.
  2. „Wahl-O-Mat Europawahl 2019 - Vergleich der Positionen“, Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 30. Juni 2019
  3. Freie Demokraten - FDP. Gestaltungsfreiheiten. Freie Demokratische Partei, S. 6. Abgerufen am 19. Mai 2021. (PDF)
  4. Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2020 (Stand: 19. April 2021). Abgerufen am 30. April 2021. (PDF)
  5. 5,0 5,1 Neue Mitglieder der FDP – Der Lindner-Effekt. In: Spiegel Online. 2019-04-23. Abgerufen am 24. April 2019.
  6. E. Gruner et al.: Bürger, Staat und Politik in der Schweiz
  7. Bericht in der Frankfurter Allgemeine Zeitung am 27. Januar 2019: Warum Hessens FDP einen AfD-Kandidaten wählt
  8. Bericht in der Tageszeitung Die Welt am 30. September 2018: Lindner nimmt AfD-Wähler in Schutz
  9. https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2017/august/afd-light-lindners-neue-fdp