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Amanitine: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Amanitine''' (auch Amatoxine genannt) sind eine Gruppe von derzeit 8 bekannten pilzlichen Wirk- und Giftstoffen, die vorzugsweise in bestimmten Arten der [[Knollenblätterpilze]], wie dem Grünen Knollenblätterpilz (''Amanita phalloides''), [[Frühlingsknollenblätterpilz]] (''Amanita verna'') und dem [[Kegelhütiger Knollenblätterpilz|Kegelhütigen Knollenblätterpilz]] (''Amanita virosa'') vorkommen. Gemeinsam mit den [[Phallotoxine|Phallotoxinen]] bilden sie die Gruppe der [[Amanitatoxine]].
Die '''Amanitine''' (auch Amatoxine genannt) sind eine Gruppe von derzeit 8 bekannten pilzlichen Wirk- und Giftstoffen, die vorzugsweise in bestimmten Arten der [[Knollenblätterpilze]], wie dem Grünen Knollenblätterpilz (''Amanita phalloides''), [[Frühlingsknollenblätterpilz]] (''Amanita verna'') und dem [[Kegelhütiger Knollenblätterpilz|Kegelhütigen Knollenblätterpilz]] (''Amanita virosa'') vorkommen. Gemeinsam mit den [[Phallotoxine|Phallotoxinen]] bilden sie die Gruppe der [[Amanitatoxine]].


Chemisch gesehen, handelt es sich bei den Amanitinen um zyklische Oligopeptide, die aus 8 Aminosäuren aufgebaut sind. Beteiligt sind unter anderem die Aminosäuren Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Glycin, Hydroxyprolin, Isoleucin und Tryptophan sowie das erstmals in den Amanitinen entdeckte (4R)-4,5-Dihydroxy-L-Isoleucin.
Chemisch gesehen, handelt es sich bei den Amanitinen um zyklische [[Oligopeptide]], die aus 8 [[Aminosäuren]] aufgebaut sind. Beteiligt sind unter anderem die Aminosäuren [[Asparagin]], [[Asparaginsäure]], [[Cystein]], [[Glycin]], [[Hydroxyprolin]], [[Isoleucin]] und [[Tryptophan]] sowie das erstmals in den Amanitinen entdeckte (4R)-4,5-Dihydroxy-L-Isoleucin.


Amanitine sind aufgrund der Ringbildung und der Verbrückung des Peptidrings sehr stabile Moleküle und können weder durch übliche Behandlungsmethoden, wie Trocknen und Erhitzen, noch durch die eiweißabbauenden Enzyme (Proteasen) im Magen-Darm-Trakt zerlegt werden.
Amanitine sind aufgrund der Ringbildung und der Verbrückung des Peptidrings sehr stabile Moleküle und können weder durch übliche Behandlungsmethoden, wie Trocknen und Erhitzen, noch durch die eiweißabbauenden Enzyme ([[Proteasen]]) im Magen-Darm-Trakt zerlegt werden.


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Version vom 10. Juli 2010, 06:57 Uhr

Die Amanitine (auch Amatoxine genannt) sind eine Gruppe von derzeit 8 bekannten pilzlichen Wirk- und Giftstoffen, die vorzugsweise in bestimmten Arten der Knollenblätterpilze, wie dem Grünen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides), Frühlingsknollenblätterpilz (Amanita verna) und dem Kegelhütigen Knollenblätterpilz (Amanita virosa) vorkommen. Gemeinsam mit den Phallotoxinen bilden sie die Gruppe der Amanitatoxine.

Chemisch gesehen, handelt es sich bei den Amanitinen um zyklische Oligopeptide, die aus 8 Aminosäuren aufgebaut sind. Beteiligt sind unter anderem die Aminosäuren Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Glycin, Hydroxyprolin, Isoleucin und Tryptophan sowie das erstmals in den Amanitinen entdeckte (4R)-4,5-Dihydroxy-L-Isoleucin.

Amanitine sind aufgrund der Ringbildung und der Verbrückung des Peptidrings sehr stabile Moleküle und können weder durch übliche Behandlungsmethoden, wie Trocknen und Erhitzen, noch durch die eiweißabbauenden Enzyme (Proteasen) im Magen-Darm-Trakt zerlegt werden.

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