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Kelten: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Kelten waren das erste geschichtlich bestimmbare Volk am [[Oberrhein]] im [[1. Jahrtausend v. Chr.]], wo sie an den Ufern siedelten. Sie legten mächtige [[Burg]]en an, drangen in die [[Schweiz]] vor und später nach Frankreich. Im [[4. Jahrhundert v. Chr.]] kamen ihre Wanderungen zum Stillstand und die [[Germanen|germanischen]] Völker erschienen auf der historischen Bühne.  
Die Kelten waren das erste geschichtlich bestimmbare Volk am [[Oberrhein]] im [[1. Jahrtausend v. Chr.]], wo sie an den Ufern siedelten. Sie legten mächtige [[Burg]]en an, drangen in die [[Schweiz]] vor und später nach Frankreich. Im [[4. Jahrhundert v. Chr.]] kamen ihre Wanderungen zum Stillstand und die [[Germanen|germanischen]] Völker erschienen auf der historischen Bühne.  


Das für das nördlich der Alpen gelegene Europa erstaunlich hohe kulturelle Niveau der keltischen Kultur hatte das Potential sich zu einer [[Hochkultur]] zu entwickeln. Alle Vorraussetzungen dazu
wie fortgeschrittene handwerklich-technische Fähigkeiten, eine teils städtische [[Keltische Oppidazivilisation|Oppidazivilisation]] sowie die Übernahme kultureller Errungenschaften aus dem mediterranen Raum waren mit Ausnahme einer eigenen Schrift gegeben. Dennoch wurde diese mögliche Entwicklungslinie durch die Eroberungen der Römer im Westen und der Germanen im Noden und Nordosten des keltischen Siedlungsgebietes unterbrochen. Woran es lag, dass die zivilisatorisch rückständigen Germanen über den Rhein nach Westen und über die Mittelgebirge nach Süden vorstoßen und das Keltentum in der Spät[[latenezeit]] zum Rückzug zwingen konnten, öffnet der Forschung immer noch einen Katalog offener Fragen. In jedem Fall wurde das Keltentum, dessen Oberschicht in der späten [[Hallstattzeit|Hallstatt-]] und Früh[[latenezeit]] schon einmal mit der mittelmeerrischen Welt beinahe verwachsen war und denselben Lebensstil pflegte wie ihre [[Etrusker|etruskischen]] und griechischen Vorbilder, von Römern und Germanen aufgerieben, zwischen denen es vorher wie ein Filter gewirkt hatte. Zwar blieb keltische Eigenart im Brauchtum, Kult und in der Kunstauffassung noch lange wirksam, doch wurde die keltische Sprache allmählich ganz aufgegeben und überlebte nur in den Randgebieten der Britischen Inseln. <ref>Winfried Menghin: ''Kelten, Römer und Germanen'', Prestel Verlag, München, 1980, Seite 127 und 128</ref>
== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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Version vom 7. August 2023, 07:51 Uhr

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Keltischer Goldreif (Grabfund) aus dem Saarland

Als Kelten (lateinisch Celtae oder Galli) werden seit der Antike bestimmte Volksgruppen der Eisenzeit in Europa bezeichnet. Der Name ist wahrscheinlich indogermanischen Ursprungs[1] und bedeutet sinngemäß „die Mächtigen, Erhabenen, Starken“.[2] Bei Herodot[3] und anderen Autoren aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. wird für Volksstämme von den Quellen der Donau bis zum Hinterland von Massilia (Marseille) der Begriff Keltoi (griechisch Κέλτοι) verwendet. Griechische und römische Schriftsteller kannten jeweils nur einen Teil der heute als keltisch angesehenen Stämme. Sie übertrugen die Bezeichnung Kelten auf weitere Stämme und Völker, die sie als zusammengehörend beschrieben. In einigen Interpretationen - insbesondere in Frankreich - wird auch der Begriff Gallier verwendet.

Die Kelten waren das erste geschichtlich bestimmbare Volk am Oberrhein im 1. Jahrtausend v. Chr., wo sie an den Ufern siedelten. Sie legten mächtige Burgen an, drangen in die Schweiz vor und später nach Frankreich. Im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen ihre Wanderungen zum Stillstand und die germanischen Völker erschienen auf der historischen Bühne.

Das für das nördlich der Alpen gelegene Europa erstaunlich hohe kulturelle Niveau der keltischen Kultur hatte das Potential sich zu einer Hochkultur zu entwickeln. Alle Vorraussetzungen dazu wie fortgeschrittene handwerklich-technische Fähigkeiten, eine teils städtische Oppidazivilisation sowie die Übernahme kultureller Errungenschaften aus dem mediterranen Raum waren mit Ausnahme einer eigenen Schrift gegeben. Dennoch wurde diese mögliche Entwicklungslinie durch die Eroberungen der Römer im Westen und der Germanen im Noden und Nordosten des keltischen Siedlungsgebietes unterbrochen. Woran es lag, dass die zivilisatorisch rückständigen Germanen über den Rhein nach Westen und über die Mittelgebirge nach Süden vorstoßen und das Keltentum in der Spätlatenezeit zum Rückzug zwingen konnten, öffnet der Forschung immer noch einen Katalog offener Fragen. In jedem Fall wurde das Keltentum, dessen Oberschicht in der späten Hallstatt- und Frühlatenezeit schon einmal mit der mittelmeerrischen Welt beinahe verwachsen war und denselben Lebensstil pflegte wie ihre etruskischen und griechischen Vorbilder, von Römern und Germanen aufgerieben, zwischen denen es vorher wie ein Filter gewirkt hatte. Zwar blieb keltische Eigenart im Brauchtum, Kult und in der Kunstauffassung noch lange wirksam, doch wurde die keltische Sprache allmählich ganz aufgegeben und überlebte nur in den Randgebieten der Britischen Inseln. [4]

Einzelnachweise

  1. K. McCone: „Greek Keltós and Galátēs, Latin Gallus ‚Gaul‘“. In: Die Sprache 46/2006, S. 94–111, spez. 95.
  2. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 47 f.
  3. Herodot, Historien 2, 33, 3; 4, 49, 3.
  4. Winfried Menghin: Kelten, Römer und Germanen, Prestel Verlag, München, 1980, Seite 127 und 128

Weblinks

  • Text auf der Website antikefan.de

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