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Kelten: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Kelten''' ([[latein]]isch ''Celtae'') werden seit der [[Antike]] bestimmte Volksgruppen der [[Eisenzeit]] in [[Europa]] bezeichnet. Der Name ist wahrscheinlich [[Indogermanen|indogermanisch]]en Ursprungs<ref>K. McCone: „Greek ''Keltós'' and ''Galátēs'', Latin ''Gallus'' ‚Gaul‘“. In: ''Die Sprache'' 46/2006, S. 94–111, spez. 95.</ref> und bedeutet sinngemäß „die Mächtigen, Erhabenen, Starken“.<ref>Helmut Birkhan: ''Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.'' S. 47&nbsp;f.</ref> Bei [[Herodot]]<ref>Herodot, ''Historien'' 2, 33, 3; 4, 49, 3.</ref> und anderen Autoren aus dem 6. und 5. Jahrhundert v.&nbsp;Chr. wird für Volksstämme von den Quellen der [[Donau]] bis zum Hinterland von Massilia ([[Marseille]]) der Begriff ''Keltoi'' ([[Griechische Sprache|griechisch]] Κέλτοι) verwendet. [[Römisches Reich|römische]] Schriftsteller kannten jeweils nur einen Teil der heute als keltisch angesehenen Stämme. Sie übertrugen die Bezeichnung  ''Galli''  ([[Gallier]]) auf viele Stämme und Völker, die sie als zusammengehörend beschrieben; in [[Frankreich]] wird daher auch dieser Begriff verwendet.
Als '''Kelten''' ([[latein]]isch ''Celtae'' {{grcS|Κελτοί}} Keltoí) werden seit der [[Antike]] bestimmte Volksgruppen der [[Eisenzeit]] in [[Europa]] bezeichnet. Der Name ist wahrscheinlich [[Indogermanen|indogermanisch]]en Ursprungs<ref>K. McCone: „Greek ''Keltós'' and ''Galátēs'', Latin ''Gallus'' ‚Gaul‘“. In: ''Die Sprache'' 46/2006, S. 94–111, spez. 95.</ref> und bedeutet sinngemäß „die Mächtigen, Erhabenen, Starken“.<ref>Helmut Birkhan: ''Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.'' S. 47&nbsp;f.</ref> Bei [[Herodot]]<ref>Herodot, ''Historien'' 2, 33, 3; 4, 49, 3.</ref> und anderen Autoren aus dem 6. und 5. Jahrhundert v.&nbsp;Chr. wird für Volksstämme von den Quellen der [[Donau]] bis zum Hinterland von Massilia ([[Marseille]]) der Begriff ''Keltoi'' ([[Griechische Sprache|griechisch]] Κέλτοι) verwendet. [[Römisches Reich|römische]] Schriftsteller kannten jeweils nur einen Teil der heute als keltisch angesehenen Stämme. Sie übertrugen die Bezeichnung  ''Galli''  ([[Gallier]]) auf viele Stämme und Völker, die sie als zusammengehörend beschrieben; in [[Frankreich]] wird daher auch dieser Begriff verwendet.


Keltisch im archäologischen Sinn bedeutet meist, dass die jeweiligen Funde der späten [[Hallstattzeit|Hallstatt]]- und vor allem  [[Latenezeit]] zugeordnet werden.<ref>Dorothee Ade und Andreas Willmy: ''Die Kelten'', Konrad Theiss Verlag, 2. Aufl., Stuttgart, 2012, Seite 20</ref> Die Kelten waren das erste geschichtlich bestimmbare Volk am [[Oberrhein]] im [[1. Jahrtausend v. Chr.]], wo sie an den Ufern siedelten. Sie legten mächtige [[Burg]]en an, drangen in das Gebiet der heutigen [[Schweiz]] vor und später nach Frankreich. Im [[4. Jahrhundert v. Chr.]] kamen ihre Wanderungen zum Stillstand und die [[Germanen]] erschienen auf der historischen Bühne.  
Keltisch im archäologischen Sinn bedeutet meist, dass die jeweiligen Funde der späten [[Hallstattzeit|Hallstatt]]- und vor allem  [[Latenezeit]] zugeordnet werden.<ref>Dorothee Ade und Andreas Willmy: ''Die Kelten'', Konrad Theiss Verlag, 2. Aufl., Stuttgart, 2012, Seite 20</ref> Die Kelten waren das erste geschichtlich bestimmbare Volk am [[Oberrhein]] im [[1. Jahrtausend v. Chr.]], wo sie an den Ufern siedelten. Sie legten mächtige [[Burg]]en an, drangen in das Gebiet der heutigen [[Schweiz]] vor und später nach Frankreich. Im [[4. Jahrhundert v. Chr.]] kamen ihre Wanderungen zum Stillstand und die [[Germanen]] erschienen auf der historischen Bühne.  

Version vom 8. August 2023, 12:37 Uhr

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Keltischer Goldreif (Grabfund) aus dem Saarland

Als Kelten (lateinisch Celtae altgriechisch Κελτοί Keltoí) werden seit der Antike bestimmte Volksgruppen der Eisenzeit in Europa bezeichnet. Der Name ist wahrscheinlich indogermanischen Ursprungs[1] und bedeutet sinngemäß „die Mächtigen, Erhabenen, Starken“.[2] Bei Herodot[3] und anderen Autoren aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. wird für Volksstämme von den Quellen der Donau bis zum Hinterland von Massilia (Marseille) der Begriff Keltoi (griechisch Κέλτοι) verwendet. römische Schriftsteller kannten jeweils nur einen Teil der heute als keltisch angesehenen Stämme. Sie übertrugen die Bezeichnung Galli (Gallier) auf viele Stämme und Völker, die sie als zusammengehörend beschrieben; in Frankreich wird daher auch dieser Begriff verwendet.

Keltisch im archäologischen Sinn bedeutet meist, dass die jeweiligen Funde der späten Hallstatt- und vor allem Latenezeit zugeordnet werden.[4] Die Kelten waren das erste geschichtlich bestimmbare Volk am Oberrhein im 1. Jahrtausend v. Chr., wo sie an den Ufern siedelten. Sie legten mächtige Burgen an, drangen in das Gebiet der heutigen Schweiz vor und später nach Frankreich. Im 4. Jahrhundert v. Chr. kamen ihre Wanderungen zum Stillstand und die Germanen erschienen auf der historischen Bühne.

Die für das nördlich der Alpen gelegene Europa erstaunlich hohe Niveau der keltischen Kultur hatte das Potential, sich zu einer Hochkultur zu entwickeln. Alle Vorraussetzungen dazu wie fortgeschrittene handwerklich-technische Fähigkeiten, eine teils städtische Zivilisation sowie die Übernahme kultureller Errungenschaften aus dem Mittelmeerraum waren mit Ausnahme einer eigenen Schrift gegeben. Dennoch wurde diese mögliche Entwicklung durch die Eroberungen der Römer im Westen und der Germanen im Norden und Nordosten des keltischen Siedlungsgebietes unterbrochen. Woran es lag, dass die als rückständig geltenden Germanen über den Rhein nach Westen und über die Mittelgebirge nach Süden vorstoßen und die Kelten in der späten Latenezeit zum Rückzug zwingen konnten, öffnete der Forschung einen Katalog zahlreicher offener Fragen. In jedem Fall wurde das Keltentum, dessen Oberschicht in der späten Hallstatt- und frühen Latenezeit schon einmal mit dem Mittelmeerraum verbunden war und denselben Lebensstil pflegte wie ihre etruskischen und griechischen Vorbilder, von Römern und Germanen aufgerieben, zwischen denen es vorher wie ein Filter gewirkt hatte. Zwar blieb keltische Eigenart im Brauchtum, Kult und in der Kunstauffassung noch lange wirksam, doch wurde die keltische Sprache allmählich ganz aufgegeben und überlebte nur in den Randgebieten der Britischen Inseln. [5]

Einzelnachweise

  1. K. McCone: „Greek Keltós and Galátēs, Latin Gallus ‚Gaul‘“. In: Die Sprache 46/2006, S. 94–111, spez. 95.
  2. Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 47 f.
  3. Herodot, Historien 2, 33, 3; 4, 49, 3.
  4. Dorothee Ade und Andreas Willmy: Die Kelten, Konrad Theiss Verlag, 2. Aufl., Stuttgart, 2012, Seite 20
  5. Winfried Menghin: Kelten, Römer und Germanen, Prestel Verlag, München, 1980, Seite 127 und 128

Weblinks

  • Text auf der Website antikefan.de

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