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Bologna-Prozess: Unterschied zwischen den Versionen

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* eine fortlaufende Qualitätssicherung im Hochschulbereich
* eine fortlaufende Qualitätssicherung im Hochschulbereich


In einigen Staaten wie [[Österreich]] kam es Anfang des 21. Jahrhunderts zu Protesten gegen diese Reform.
== Kritik ==
In einigen Staaten wie [[Österreich]] kam es Anfang des 21. Jahrhunderts zu Protesten gegen diese Reform. Von Kritikern wird angemerkt, dass die europäische Ebene politisch instrumentalisiert wurde, um Reformziele, die man allein auf nationaler Ebene nicht habe realisieren können, zu verwirklichen. Die „Bildungsgipfel“ der 1990er Jahre in Deutschland hätten bereits eine Reihe von Reformvorschlägen und Erprobungsinitiativen, u.&nbsp;a. hinsichtlich Regelstudienzeiten, Berufsorientierung des Studiums und Senkung der Abbrecherquoten entwickelt, die sich aber als nicht bundesweit durchsetzbar erwiesen.<ref>Maeße 2010, S.&nbsp;20</ref> In einer empirisch-deskriptiven Studie von 2011 heißt es dazu: „In den dargestellten Untersuchungen wird evident, dass der Bologna-Prozess eine Art Katalysator-Funktion für Veränderungen übernimmt, die bereits seit längerer Zeit im Hochschulsystem virulent sind.“ ([http://www.che.de/downloads/CHE_AP_148_Bologna_Prozess_aus_Sicht_der_Hochschulforschung.pdf Sigrun Nickel Hrsg.): Der Bologna-Prozess aus Sicht der Hochschulforschung. Analysen und Impulse für die Praxis. Gütersloh 2011, S.&nbsp;16]; (PDF; 4,1&nbsp;MB)</ref> Ein wesentliches Problem war und ist bis heute nicht nur die Anerkennung ausländischer Schul- und Studienabschlüsse, sondern auch die Vergleichbarkeit mit dem traditionellen [[Diplom]] und den [[Staatsprüfung]]en in vielen Fächern.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==

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Als Bologna-Prozess wird eine Reform der Hochschulen bezeichnet, die eine europaweite Vereinheitlichung von Studiengängen und -abschlüssen erreichen soll. Der Begriff geht auf eine 1999 von 29 europäischen Bildungs- und Wissenschaftsministern im italienischen Bologna unterzeichnete politisch-programmatische Erklärung zurück.

Wesentliche Ziele und Elemente sind:

  • die Harmonisierung der akademischen Ausbildung durch ein zweistufiges System, typischerweise in der Form von Bachelor und Master,
  • die durchgängige Etablierung des European Credit Transfer System (ECTS)
  • eine fortlaufende Qualitätssicherung im Hochschulbereich

Kritik

In einigen Staaten wie Österreich kam es Anfang des 21. Jahrhunderts zu Protesten gegen diese Reform. Von Kritikern wird angemerkt, dass die europäische Ebene politisch instrumentalisiert wurde, um Reformziele, die man allein auf nationaler Ebene nicht habe realisieren können, zu verwirklichen. Die „Bildungsgipfel“ der 1990er Jahre in Deutschland hätten bereits eine Reihe von Reformvorschlägen und Erprobungsinitiativen, u. a. hinsichtlich Regelstudienzeiten, Berufsorientierung des Studiums und Senkung der Abbrecherquoten entwickelt, die sich aber als nicht bundesweit durchsetzbar erwiesen.[1] In einer empirisch-deskriptiven Studie von 2011 heißt es dazu: „In den dargestellten Untersuchungen wird evident, dass der Bologna-Prozess eine Art Katalysator-Funktion für Veränderungen übernimmt, die bereits seit längerer Zeit im Hochschulsystem virulent sind.“ (Sigrun Nickel Hrsg.): Der Bologna-Prozess aus Sicht der Hochschulforschung. Analysen und Impulse für die Praxis. Gütersloh 2011, S. 16; (PDF; 4,1 MB)</ref> Ein wesentliches Problem war und ist bis heute nicht nur die Anerkennung ausländischer Schul- und Studienabschlüsse, sondern auch die Vergleichbarkeit mit dem traditionellen Diplom und den Staatsprüfungen in vielen Fächern.

Siehe auch

Andere Lexika





  1. Maeße 2010, S. 20