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Vergangenheit, die nicht vergehen will

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Version vom 21. Januar 2011, 18:36 Uhr von Pfitzi (Diskussion | Beiträge) (Artikelerweiterung inkl. Referenz)
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Vergangenheit, die nicht vergehen will - Eine Rede, die geschrieben, aber nicht gehalten werden konnte ein am 6. Juni 1986 in der FAZ erschienener Aufsatz des Historikers Ernst Nolte. [1] In diesem geht er der Frage nach, warum die deutsche Geschichte zwischen 1933 und 1945 der einzige Geschichtsabschnitt ist, der anscheinend immer noch in Deutschland ständig öffentlich gegenwärtig ist und nicht wie alle anderen Abschnitte bzw. Epochen der Geschichte nur noch primär für den Historiker von Interesse ist. Noltes Aufsatz löste damals den sogenannten Historikerstreit aus. Noltes Aufsatz wurde auch in Büchern nachgedruckt. [2]

Mögliche Gründe

Im weiteren geht Nolte den möglichen Ursachen dieser These nach.

  • Ein erster Grund sei, dass auf eine westliche am Wohlstand orienteierte Gesellschaft wie die Bundesrepublik das Bild

des Dritten Reiches mit seiner Ideologie und Maxime einer kriegerischen Opferbereitschaft sehr befremdlich wirke. Für die heutigen Gesinnungspazifisten sei der damalige Bellizismus unverständlich und befremdlich.

These

Nolte stellt die These auf, dass normalerweise jede Vergangenheit vergehe. Die Tatsache des Nicht-Vergehens der deutschen Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 stelle somit etwas "ganz Exzeptionelles" dar. Während andere wichtige Geschichtsabschnitte wie das Zeitalter Napoleons oder die Augusteische Klassik "offenbar das Bedrängende verloren, das sie für die Zeitgenossen hatten", und den Historikern überlassen werden konnten, unterliege die nationalsozialistische Vergangenheit "anscheinend diesem Hinschwinden, diesem Entkräftigungsvorgang" nicht sondern scheint immer noch "lebendiger und kraftvoller zu werden". Sie sei damit ein "Schreckbild" und eine Vergangenheit, dies sich "geradezu als Gegenwart etabliert" habe.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Ernst Nolte: Die Vergangenheit, die nicht vergehen will,...; auf der Seite der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
  2. Als Beispiel sei hier Reinhard Kühnl: Vergangenheit, die nicht vergeht - Die "Historiker-Debatte" - Dokumentation, Darstellung und Kritik, Pahl-Rugenstein Verlag GmbH, Köln, 1987 genannt, in dem Noltes Aufsatz auf Seite 32 bis 37 im Originalwortlaut wiedergegeben ist.