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Nachtkerze
Die Gattung der Nachtkerzen (Oenothera) umfasst eine Anzahl von über 100 Pflanzenarten, die ursprünglich aus Nordamerika stammen und durch Hybridisierung viele neue Sorten bildet, die zum Teil als eigenständige Arten aufgefasst werden.
Beschreibung
In Mitteleuropa am häufigsten vorkommend ist die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis L.), eine zweijährige Art, die im ersten Jahr eine bodenständige Blattrosette ausbildet, die aus einer Pfahlwurzel entspringt und aus der im zweiten Jahr ein langer, manchmal verzweigter Stengel mit den leuchtend gelben Blüten erwächst. Charakteristisch für die Pflanze ist die Öffnung der Blüten zu Sonnenuntergang, da die Bestäubung durch nachtaktive Insekten erfolgt. Erst nach Öffnung der Blüten entwickelt sich auch der schwere süßliche Duft der Blüten, der die Insekten anlockt.
Vorkommen
Ähnliche Arten
Andere Namen
- engl.: Evening Primrose
Wirkungen und Verwendung
Von der Pflanze können die Pfahlwurzel, die Blätter, die jungen Sprossen, die Blüten und die Samen verwendet werden. Während die Wurzeln vorwiegend Stärke und die Blätter und Blüten vorwiegend Saponine (Seifenstoffe) enthalten, konzentriert sich in den Samen, die Mohnsamen ähneln, g-Linolensäure, ein Terpen, welches bevorzugt in der Kosmetikindustrie bei der Herstellung von Hautcremes und -lotionen verwendet wird.
Anwendung in der Küche
Die Pfahlwurzel im geschälten Zustand und die jungen Blätter und Triebe werden entweder in Butter gebraten, in Brühe gekocht oder kandiert als Wildgemüse verzehrt.
Anwendung in der Kräuterheilkunde
In Honig aufgekochte Blätter ergeben einen guten Hustensirup.
Mit dem Preßöl aus dem Samen können allergische Ekzeme behandelt oder Blutdruck senkende Wirkungen erreicht werden. Auch bei Multipler Sklerose (MS) hat das Nachtkerzenöl, innerlich angewendet, positive Wirkungen gezeigt. Weitere Wirkungen bei Arthritis und Parkinson werden der Pflanze zugeschrieben.