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Études-Tableaux op. 33
Die Etudes-tableaux op. 33 (fr. Bilder-Etüden) sind neun Klavieretüden des russischen Komponisten Sergei Rachmanninoff aus dem Jahr 1911.
Nr. 1
Die erste, 74 Takte lange Etüde in f-Moll komponierte Rachmanninoff am 11. August 1911. In dem marschähnlichen Stück kontrastiert eine langezogene Melodie in der rechten Hand mit einem auf die linke und rechte Hand aufgeteilten Komplex aus absteigenden Oktavgriffen und bis zu vier- und fünfstimmigen Akkorden. Das Stück erfordert solide Fähigkeiten im schnellen Oktav- und Akkordspiel. Die gleichzeitige Darstellung der langezogenen Melodie im Legato und der rhythmisch gestalteten Akkordblöcke und Bässe der Begleitung mit der rechten Hand stellt eine besondere Herausforderung für den Pianisten dar. Als zusätzliche Erschwerniss tritt in Takt 4 bis 8 und auch im weiteren Verlauf des Stückes ein kontrapunktisches, punktiertes Motiv in der linken Hand hinzu, welches auch musikalisch gestaltet werden muss. Die raschen Harmoniewechsel und der Wechsel der Taktart zwischen 2/4, 3/4, 4/4, 5/4 und 3/2 (zwischen Takt 43 und 49 wechselt das Metrum z.B. sogar taktweise) machen das ganze auch nicht leichter zu spielen. Ab Takt 33 wird der durchgehende Rhythmus kurz im Pianissimo unterbrochen. Die 19-taktige Coda ist dann ohne den Marschrhythmus im piano und pianissimo gehalten. Man kann in dem Stück Parallelen zu Frederic Chopins Etüde op. 25, Nr. 4 sehen.