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Geheimes Markusevangelium
Das "secret mark" Evangelium ist eine angebliche Erweiterung des Markusevangeliums. Dessen Existenz wird allgemein durch ein Zitat einer erweiterten Textfassung sowie dessen Bearbeitung durch Karpokrates von Alexandria, angenommen.
Das Fragment wird von Morton Smith beschrieben und abfotographiert und im Kloster von Mar Saba gefunden. Es gilt zwar als verschollen, trotzdem wird die Handschriftenanalyse anhand von Fotos als authentisch angesehen. Gefunden wurde es in einer Werkausgabe von Antius von Antiochien. Clemens von Alexandria führte mit Karpokrates mehrere Diskussionen über dessen Echtheit. Die fraglichen Passagen, die zwischen Mk 10,34 und 35 sowie nach 10,46a platziert waren, wurden erwähnt
Der Inhalt, der von Wissenschaftler als womöglich falsch deklariert wurde, hat zum Inhalt, dass Jesus eine Beziehung mit einem "Jüngling" gehabt haben soll.
Einige Wissenschaftler befanden 2009, dass der Text in der Ignatius-Ausgabe deutliche Unterschiede zur Handschrift Morton Smiths aufweist und darum nicht von Morton Smith geschrieben ist und der inzwischen verstorbene Smith somit unschuldig ist. Peter Jeffery stellte wegen der unterschiedlichen Interpretationen einen Klärungsbedarf fest und beauftragte Venetia Anastasopoulou die Handschrift Smiths mit der Ignatiusausgabe zu vergleichen. Venetia Anastasopoulou erstellte ein graphologisches Gutachten, wonach die Schrift in einer spontanen Art selbstsicher und ruhig geschrieben sei und sie weicht von der Handschrift Smiths ab. Es handelt sich darum um keine Fälschung von Smith selbst. Auch betrachtet sie das Werk insgesamt als keine Fälschung, sie schließt aus, dass die Fälscher im Umfeld von Smith zu finden sind, da der Text keine Ähnlichkeit mit einer modernen Schreibweise aufweist.[1][2]
Da es keine Originale mehr gibt, sondern nur die 1973 publizierten Fotos aus dem Jahr 1958, kann das Alter des Manuskripts nicht mehr durch chemische Analyse genau festgestellt werden.[3]
- ↑ Ms. Anastasopoulou’ Handwriting Analysis Report
- ↑ Links zu den einzelnen Beiträgen der Wissenschaftler
- ↑ Vgl. Bernd Kollmann: Die Jesus-Mythen. Sensationen und Legenden, Herder, Freiburg 2. A. 2009, ISBN 978-3-451-32198-6, S. 55.