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Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg
Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg (geb. am 9. Januar 1903 in der Kreisstadt Krotoschin in der damaligen preußischen Provinz Posen; gest. am 8. April 1945 bei Straßkirchen in Niederbayern), geborene Melitta Klara Schiller, war eine erfolgreiche Entwicklungsingenieurin und mutige Testpilotin während der 1930-er und 1940-er Jahre in Deutschland.
Vita
Ihr jüdischer Vater Michael Schiller arbeitete als Bauingenieur, Baurat und preußischer Beamter. Ihre Mutter hieß Margarethe Schiller, geborene Eberstein, war die Tochter eines Schulrats und evangelisch. 1937 heiratete Melitta den Althistoriker Alexander Schenk Graf von Stauffenberg (1905-1964).
Nach dem missglückten Attentat auf Adolf Hitler erlebten die Schenken von Stauffenberg eine schwere Zeit. Melittas Schwager Claus Schenk Graf von Stauffenberg, dessen Bruder Berthold Schenk Graf von Stauffenberg und deren Onkel Nikolaus Graf von Üxküll-Gyllenband wurden hingerichtet. Viele Mitglieder der weitverzweigten Sippe der Schenken von Stauffenberg wurden in Sippenhaft genommen.
Wegen ihrer „kriegswichtigen Aufgaben“ entließ man Melitta nach sechs Wochen aus der Sippenhaft und sie konnte weiterarbeiten. Fortan durfte sie aber nur noch den Namen „Gräfin Schenk“ ohne den Zusatz „von Stauffenberg“ tragen. Die Nationalsozialisten ahnten nicht, dass Melitta von den Attentatsplänen wusste.
Tragischerweise wurde Melitta kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. April 1945 bei einem Flug mit einer unbewaffneten Maschine in Richtung Bayerischer Wald, wo sie ihren immer noch festgehaltenen Ehemann besuchen wollte, abgeschossen. Sie erlag im Alter von 42 Jahren ihren schweren Verletzungen. In Berlin erinnert die Melitta-Schiller-Straße an die mutige Fliegerin.
Privates
Mitgliedschaften
Ehrungen
Ausbildung
Im Jahr 1937 Jahr besaß sie als einzige Frau in Deutschland alle Flugzeugführerscheine für sämtliche Klassen von Motorflugzeugen und den Kunstflugschein sowie alle Scheine für den Segelflug und Segelkunstflug. Im Oktober 1937 hat man sie nach Hanna Reitsch als zweite Frau in Deutschland zum Flugkapitän ernannt.
Beruflicher Werdegang
Als besondere fliegerische Leistungen der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg gelten mehr als 2500 Sturzflüge von etwa 4000 auf 1000 Meter Flughöhe mit Sturzkampflugzeugen, bei denen sie Verbesserungen der Zielgeräte kontrollierte. Bei solchen nervenaufreibenden Sturzflügen, von denen sie bis zu 15 am Tag unternahm, wurde sie oft kurzzeitig ohnmächtig.
Veröffentlichungen
Karriere als ...
Spezialbereich 1
Spezialbereich 2
Literatur
- Ernst Probst / Heiko Peter Melle: Sturzflüge für Deutschland. Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg, München 2012