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Chiemgau-Einschlag (Gegenartikel)
| Diesen Artikel gibt es in mehreren Varianten. Folgende Versionen sind verfügbar: Chiemgau-Einschlag (Gegenartikel) und Chiemgau-Einschlag (Pro-Artikel)
Die Regeln zu einem Ast-Artikel finden sich im Handbuch PlusPedia |
Als Chiemgau-Einschlag oder Chiemgau-Impakt wird eine wissenschaftlich längst widerlegte[1] Hypothese über den Einschlag eines Kometen verstanden, der nach dem Eindringen in die Erdatmosphäre in der Luft explodiert sein soll und dessen Trümmer angeblich im Chiemgau niedergingen. Der Einschlag sollte sich um das Jahr 200 v. Chr., nach anderen Quellen um 500 v. Chr. ereignet haben, als der Chiemgau von Kelten besiedelt war. Im Jahr 2010 änderten die Vertreter der Hypothese die Datierung des Einschlags auf 2000 bis 428 v. Chr. Die im Jahr 2000 erstmals von Hobby-Geologen geäußerte Vermutung der Existenz des Chiemgau-Impakts wird von der Fachwelt rundherum abgelehnt. Darüberhinaus gibt es keine einzige unabhängige wissenschaftliche Untersuchung, die die These vom Einschlag eines Kometen stützt. Dessenungeachtet behaupten einzelne Amateurforscher, dass der Chiemgau-Einschlag stattgefunden habe.
Da in der Boulevardpresse mehrfach ungeprüft die Sichtweise dieser Amateurforscher dargestellt wurde, nahmen nicht nur Experten vom Fach, sondern auch andere Wissenschaftler Stellung, die die wissenschaftlich nicht haltbaren Thesen der Amateurforscher kritisierten.
Eine Gruppe von über 20 Wissenschaftlern erklärte zu den Amateurforschern , daß „die Herkunft der Krater durch den Einschlag eines Kometen eindeutig zurückgewiesen“ wird.[2][3]
Unabhängig davon veröffentlichten im Mai 2011 16 unabhängige Wissenschaftler einen „Offenen Brief“[4] in welchem die Vermutungen der Kometen-Einschlags-Befürworter als abstrus dargelegt werden. In dem Brief wird entschieden dem Eindruck entgegengetreten, dass die Impakt-Theorie auf einer wissenschaftlichen Basis beruhe oder gar einer wissenschaftlichen Überprüfung standhielte. Zudem wird argumentiert, dass die Amateurforscher mit nachweislich falschen Behauptungen arbeiten würden.
Anmerkung: Bitte diesen Artikel nur nach Absprache mit den Hauptautoren unter federführender Leitung von Furchenstein bearbeiten und eventuell über die Diskussionsseite klären.
Stand der Wissenschaft - ***NOT confirmed***
Zum Chiemgau-Einschlag findet keine Debatte/Diskussion in der Wissenschaftsgemeinde ( engl. scientific community) statt. Eine Bewertung erfolgt indirekt.
„The two impact craters Nördlinger Ries and the Steinheim Basin (S Germany) represent the only confirmed impact structures in Germany. Although a great number of possible impact structures in many parts of Germany were proposed in the past, none of them was confirmed.“[5]
Xifengit und Gupeiit - wie aus angeblich präsolarer Materie ein Nebenprodukt der industriellen Düngemittelherstellung wird
Damit hat alles angefangen -
Ab dem Jahr 2000 finden Heimatforscher, ausgerüstet mit Sonden, im Raum zwischen Traunstein und Straubing im Boden immer wieder geringe Mengen sogenannter Eisensilizide. Insgesamt wurden 2,5kg auf 10.000 km² gesammelt und von dem Chiemgau Impact Research Team (CIRT) mit dem postulierten Chiemgau-Impakt in Zusammenhang gebracht.
DER SPIEGEL brachte 2004 unter dem Titel "Wald der Feuermurmeln" einen Beitrag in der Rubrik Astronomie.[6]
[7] Ein Poster aus dem Jahr 2005 stellt den damaligen Forschungstand dar.[8] Die derzeitige Bewertung (2012?) zur Herkunft der Eisensilizide Xifengit und Gupeiit im Untergrund von SE-Bayern, durch Ulrich Schüßler, Würzburg[9] liest sich sehr ernüchternd.
Der Chiemgau-Impakt in Datenbanken
Der Tüttensee wird von dem Chiemgau Impact Research Team als größter Krater des postulierten Streufeldes angesehen.
Es stellt sich die Frage: Erscheint der Tüttensee in den Datenbanken für Impaktstrukturen und wie wird er bewertet?
Earth Impact Database
"The Earth Impact Database (EID) comprises a list of confirmed impact structures from around the world."[10]
- Es handelt sich um eine -list of confirmed impact structures- , der Tüttensee ist nicht enthalten
Impact Struktures of the World, Database by Jamo Molianen
"Biggest crater in so called Chiemgau impact crater fields in Germany. The whole crater field (80 craters over 3 m in diam. spread over 60x30 km area) is still under a controversy. However, it seems that some evidences really suggest impact origin of these craters." [11]
- Diese Datenbank wir in verschiedenen Unterteilungen geführt, -Main List-, -Fully Proved-, -Candidates-, usw.
- Der Tüttensee wird unter CANDIDATES mit dem Status Possible geführt, des weiteren wird angesprochen - is still under a controversy.
Expert Database on Earth Impact Structures (EDEIS)
Institute of Computational Mathematics and Mathematical Geophysics SB RAS, Tsunami Laboratory, Novosibirsk, Russia [12]
- In der Datenbank EDEIS ist der Tüttensee mit dem Status “proven” gelistet.
Wie kommt es zum Status -proven- in der EDEIS?
Der russische Forscher Dr. Viacheslav K. Gusiakov, Direktor des Tsunami Laboratoriums im Institut für Numerische Mathematik und Mathematische Geophysik, Russische Akademie der Wissenschaften, Sibirisches Department, Novosibirsk war Anfang April 2008 in Bayern. Ein Wochenende im Chiemgau, unter der fürsorglichen Obhut der CIRT-Mannschaft und Bürgermeister der Gemeinden Grabenstätt und Chieming haben wohl einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.[13]
Siehe auch
- Der sogenannte Chiemgau-Einschlag aus Sicht der Wissenschaft
- Kritische Stimmen zum sogenannten Chiemgau-Impakt
Einzelnachweise
- ↑ Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Umwelt: Neue Altersdaten: Kein Kelten-Komet im Chiemgau
- ↑ Gesine Steiner: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
- ↑ U. Reimold u. a.: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. Voller Wortlaut der Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
- ↑ Offener Brief zum „Chiemgau-Impakt“ und zu den Aktivitäten des „Chiemgau Impact Research Teams“ in der Öffentlichkeit
- ↑ 74th Annual Meteoritical Society Meeting (2011) 5048.pdf[1]
- ↑ DER SPIEGEL - Wald der Feuermurmeln
- ↑ DER SPIEGEL - Wald der Feuermurmeln PDF
- ↑ Michael Rappenglück et. al.: Sind die Eisensilizide aus dem Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau kosmisch? PDF
- ↑ Ulrich Schüßler, Würzburg: Zur Herkunft der Eisensilizide Xifengit und Gupeiit im Untergrund von SE-Bayern
- ↑ www.passc.net/Earth Impact Database
- ↑ www.somerikko.net/Impact Structures of the World
- ↑ EDIS
- ↑ Internationale Bestätigung für den Chiemgau-Impakt: Russischer Tsunami- und Impakt-Forscher zu Gast in Chieming und Grabenstätt