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Chiemgau-Einschlag (Gegenartikel)
| Diesen Artikel gibt es in mehreren Varianten. Folgende Versionen sind verfügbar: Chiemgau-Einschlag (Gegenartikel) und Chiemgau-Einschlag (Pro-Artikel)
Die Regeln zu einem Ast-Artikel finden sich im Handbuch PlusPedia |
Als Chiemgau-Einschlag oder Chiemgau-Impakt wird eine wissenschaftlich längst widerlegte[1] Hypothese über den Einschlag eines Kometen verstanden, der nach dem Eindringen in die Erdatmosphäre in der Luft explodiert sein soll und dessen Trümmer angeblich im Chiemgau niedergingen. Der Einschlag sollte sich um das Jahr 200 v. Chr., nach anderen Quellen um 500 v. Chr. ereignet haben, als der Chiemgau von Kelten besiedelt war. Im Jahr 2010 änderten die Vertreter der Hypothese die Datierung des Einschlags auf 2000 bis 428 v. Chr. Die im Jahr 2000 erstmals von Hobby-Geologen geäußerte Vermutung der Existenz des Chiemgau-Impakts wird von der Fachwelt rundherum abgelehnt. Darüberhinaus gibt es keine einzige unabhängige wissenschaftliche Untersuchung, die die These vom Einschlag eines Kometen stützt. Dessenungeachtet behaupten einzelne Amateurforscher, dass der Chiemgau-Einschlag stattgefunden habe.
Da in der Boulevardpresse mehrfach ungeprüft die Sichtweise dieser Amateurforscher dargestellt wurde, nahmen nicht nur Experten vom Fach, sondern auch andere Wissenschaftler Stellung, die die wissenschaftlich nicht haltbaren Thesen der Amateurforscher kritisierten.
Eine Gruppe von über 20 Wissenschaftlern erklärte zu den Amateurforschern , daß „die Herkunft der Krater durch den Einschlag eines Kometen eindeutig zurückgewiesen“ wird.[2][3]
Unabhängig davon veröffentlichten im Mai 2011 16 unabhängige Wissenschaftler einen „Offenen Brief“[4] in welchem die Vermutungen der Kometen-Einschlags-Befürworter als abstrus dargelegt werden. In dem Brief wird entschieden dem Eindruck entgegengetreten, dass die Impakt-Theorie auf einer wissenschaftlichen Basis beruhe oder gar einer wissenschaftlichen Überprüfung standhielte. Zudem wird argumentiert, dass die Amateurforscher mit nachweislich falschen Behauptungen arbeiten würden.
Anmerkung: Bitte diesen Artikel nur nach Absprache mit den Hauptautoren unter federführender Leitung von Furchenstein bearbeiten und eventuell über die Diskussionsseite klären.
Stand der Wissenschaft - "Nicht bestätigt" bzw. "Widerlegt"
2011 - 74th Annual Meteoritical Society Meeting
Zum Chiemgau-Einschlag findet keine Debatte/Diskussion in der Wissenschaftsgemeinde ( engl. scientific community) statt. Eine Bewertung erfolgt indirekt.
IMPACTITES AND RELATED LITHOLOGIES IN GERMANY – CURRENT STATE OF KNOWLEDGE
„Apart from the Ries and Steinheim craters, some enigmatic structures have been proposed to be of impact origin, however, all of these geologic features currently lack evidence for shock metamorphism and/or meteoritic matter as proof for impact.“[5]
A POSSIBLE NEW IMPACT SITE NEAR NALBACH (SAARLAND, GERMANY)
„The two impact craters Nördlinger Ries and the Steinheim Basin (S Germany) represent the only confirmed impact structures in Germany. Although a great number of possible impact structures in many parts of Germany were proposed in the past, none of them was confirmed.“[6]
2010 - LfU: Neue Altersdaten: Kein "Kelten-Komet" im Chiemgau
Die Pressemitteilung Nr. 37 vom Dienstag, 24. August 2010 des Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) trägt den Titel: „Neue Altersdaten: Kein "Kelten-Komet" im Chiemgau“.[7] [8]
„Den Kelten fiel der Himmel nicht auf den Kopf - Chiemgauer Tüttensee kein 2.500 Jahre alter Meteoritenkrater, sondern Toteiskessel aus der Eiszeit.
Unsere Radiokarbon-Datierungen zeigen, dass die Tüttensee-Vertiefung bereits seit Ende der Eiszeit existiert.
Der Tüttensee bei Grabenstätt ist ein weit über 12.500 Jahre altes Toteisloch.“[8]
Xifengit und Gupeiit - wie aus angeblich präsolarer Materie ein Nebenprodukt der industriellen Düngemittelherstellung wird
Damit hat alles angefangen -
Ab dem Jahr 2000 finden Heimatforscher, ausgerüstet mit Sonden, im Raum zwischen Traunstein und Straubing im Boden immer wieder geringe Mengen sogenannter Eisensilizide. Insgesamt wurden 2,5kg auf 10.000 km² gesammelt und von dem Chiemgau Impact Research Team (CIRT) mit dem postulierten Chiemgau-Impakt in Zusammenhang gebracht.
DER SPIEGEL brachte 2004 unter dem Titel "Wald der Feuermurmeln" einen Beitrag in der Rubrik Astronomie.[9]
[10] Ein Poster aus dem Jahr 2005 stellt den damaligen Forschungstand dar.[11] Die derzeitige Bewertung (2012?) zur Herkunft der Eisensilizide Xifengit und Gupeiit im Untergrund von SE-Bayern, durch Ulrich Schüßler, Würzburg[12] liest sich sehr ernüchternd.
Die Furchen auf Furchensteinen sind Furchen, kein Regmaglypten
So lautet ein Artikel in dem Weblog - CHIEMGAU IMPACT? [13]
Furchensteine, Krustensteine, bei der örtlichen Bevölkerung auch Hirnstoa oder Hirnstein genannt, sind Kalksteingerölle deren Oberfläche durch Cyanobakterien besetzt sind bzw. strukturiert wurden. Sie kommen in kalkreichen Binnenseen vor.
CIRT deutet die Oberflächenstruktur der Furchensteine als Regmaglypten und und sieht dies als Hinweis auf mögliche Einschläge in den Chiemsee.
Zum 80. Jahrestagung der Paläontologischen Gesellschaft in München haben Robert Huber und Stefan Götz einen Poster mit dem Titel „-Die Chiemsee-Furchensteine: Wie aus Bioerosion eine Katastrophe wird-“ eingebracht.[14]
„Wir zeigen ihren [, der Furchensteine,] eindeutig biogenen Ursprung und stellen die bekannten Bildungsprozesse - Biomineralisierung und Bioerosion - noch einmal vor.“[14]
Robert Huber, Bremen
- stratigraphynet.blogspot.de:Back to the roots - Chiemgau impact
- chiemgauimpact.blogspot.de:Die Furchen auf Furchensteinen sind Furchen, keine Regmaglypten
- chiemgauimpact.blogspot.de:Zur Entstehung der Furchensteine vom Chiemsee
- chiemgauimpact.blogspot.de:Ein falscher Furchenstein
- chiemgauimpact.blogspot.de:Neue Furchensteinfunde vom Tachinger See
Der Chiemgau-Impakt in Datenbanken
Der Tüttensee wird von dem Chiemgau Impact Research Team als größter Krater des postulierten Streufeldes angesehen.
Es stellt sich die Frage: Erscheint der Tüttensee in den Datenbanken irdischer Impaktstrukturen und wie wird er bewertet?
Earth Impact Database
"The Earth Impact Database (EID) comprises a list of confirmed impact structures from around the world."[15]
- Es handelt sich um eine -list of confirmed impact structures- , der Tüttensee ist nicht enthalten
Impact Struktures of the World, Database by Jamo Molianen
"Biggest crater in so called Chiemgau impact crater fields in Germany. The whole crater field (80 craters over 3 m in diam. spread over 60x30 km area) is still under a controversy. However, it seems that some evidences really suggest impact origin of these craters." [16]
- Diese Datenbank wir in verschiedenen Unterteilungen geführt, -Main List-, -Fully Proved-, -Candidates-, usw.
- Der Tüttensee wird unter CANDIDATES mit dem Status Possible geführt, des weiteren wird angesprochen - is still under a controversy.
Expert Database on Earth Impact Structures (EDEIS)
Institute of Computational Mathematics and Mathematical Geophysics SB RAS, Tsunami Laboratory, Novosibirsk, Russia [17]
- In der Datenbank EDEIS ist der Tüttensee mit dem Status “proven” gelistet.
Wie kommt es zum Status -proven- in der EDEIS?
Der russische Forscher Dr. Viacheslav K. Gusiakov, Direktor des Tsunami Laboratoriums im Institut für Numerische Mathematik und Mathematische Geophysik, Russische Akademie der Wissenschaften, Sibirisches Department, Novosibirsk war Anfang April 2008 in Bayern. Ein Wochenende im Chiemgau, unter der fürsorglichen Obhut der CIRT-Mannschaft und Bürgermeister der Gemeinden Grabenstätt und Chieming haben wohl einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.[18]
Kritische Stimmen zum sogenannten Chiemgau-Impakt
Kritische Stimmen zum sogenannten Chiemgau-Impakt haben eine lange Tradition.
Seit 2005 melden sich immer wieder einzelne Wissenschaftler, Gruppen von Wissenschaftlern, zuständige Behörden und Institute der betroffenen naturwissenschaftlichen Fachbereiche und geben Kommentare zu den Aussagen und der Arbeitsweise des Chiemgau-Impact-Research-Team (CIRT) ab, bzw. legen eigene Untersuchungen vor.
-Permanent 2009-2013 - Robert Huber, Bremen - Weblog: Chiemgau Impact?-
Erstmalig hat Robert Huber mit dem Artikel "Back to the roots - Chiemgau impact" auf STRATIGRAPHY.NET INTERNAL zum Chiemgau-Einschlag und den Furchensteinen des Chiemsee Stellung bezogen.[19]
„One of the pro arguments was the discovery of some strange, finger-print like looking surfaces on stones collected in the Chiemsee, which were identified as 'regmaglypts' (surface ablation structures produced by partial melting of the meteorite surface when it passes the atmosphere) by the impact advocates. I found this explanation very unlikely, as regmaglypts are extremely rare, and such ornamented stones are very common in this lake. The carbonate rich waters of the Chiemsee favors calcareous algae such as Charophyta (v) or Cyanobacteria.“
– Robert Huber[19]
Im Jahr 2009 wurde der informelle und kritische Blog "Chiemgau Impact? - von Hirnsteinen und Toteislöchern" installiert.[20]
Bemerkenswerte Artikel
- 05/2013 - Chiemit: ein Gestein aus dem Kohlenkeller? [21]
- 12/2012 - Gareis richtig lesen trotz Pluspedia [22]
- 09/2011 - Die Molasse unter dem Tüttensee[23]
- 07/2011 - Zur Unergründlichkeit des Tüttensee[24]
- 10/2010 - Gareis: Der Eiszerfall im Umkreis des Chiemsee[25]
- 08/2010 - Der Tüttensee eine Toteisbildung[26]
- 05/2010 - Der Chiemsee als Archiv und warum dort kein Komenteneinschlag verzeichnet ist[27]
- 03/2010 - Bohrungen des Landesamt am Tüttensee[28]
- 01/2010 - Der Chiemsee ist eine komentenfreie Zone[29]
- 11/2009 - Alles ruhig über'm Moor[30]
-2012-
Uli Schüßler: Xifengit und Gupeiit, entstanden als Nebenprodukte bei der Herstellung mineralischer Düngemittel
Uli Schüßler (Würzburg): „Zur Herkunft der Eisensilizide Xifengit und Gupeiit im Untergrund von SE-Bayern“[31]
„Ein sogenannter Konvergenzeffekt, d.h. Eintrag derselben Art von Eisensilizidpartikeln sowohl durch die Düngung als auch durch einen Impakt ist zwar theoretisch denkbar, erscheint aber äußerst unwahrscheinlich. Sehr wahrscheinlich ist dagegen, dass auch andere exotische Materialien wie z.B. reine Siliziumkristalle, Titancarbid oder diverse Formen von Kohlenstoff in den Böden des Chiemgaues sehr viel eher mit den stark reduzierenden Bedingungen bei der industriellen Eisensilizid-Entstehung in Verbindung zu bringen sind als mit einem Impaktereignis.“[31]
Völkel, Jörg; Murray, Andrew; Leopold, Matthias; Hürkamp, Kerstin: Colluvial filling of a glacial bypass channel near the Chiemsee (Stöttham) and its function as geoarchive
In der Zeitschrift für Geomorphologie, NF Volumen 56 Issue 3 (2012), p. 371-386 erscheint ein Untersuchung mit dem Titel „- Colluvial filling of a glacial bypass channel near the Chiemsee (Stöttham) and its function as geoarchive -“ [32]
„Taken together, the sedimentological, pedological and chronological data argue strongly against any catastrophic geomorphological event as the origin of the channel fill at Stöttham.“[32]
LfU: In 1000 Jahren fielen gesichert 7 Meteorite auf Bayern
Die Pressemitteilung Nr. 45 vom Mittwoch, 31. Oktober 2012 des Bayerisches Landesamt für
Umwelt (LfU) trägt den Titel: „In 1000 Jahren fielen gesichert 7 Meteorite auf Bayern “ und gibt das Erscheinen einen neuen Buches bekannt, das die Meteoriten Einschläge im Freistaat zusammenfasst.[33] [34]
In dem Kapitel „-Es ist nicht alles Meteorit was glänzt- “ wird in mehreren kleinen Abschnitten auf den Chiemgau Impakt eingegangen. Die verwendeten Kapitelüberschriften sprechen für sich!
- Dünger statt präsolare Materie - angeblich präsolare Materie stammt aus industriellem Prozess
- Algenfraß statt Schmelzstrukturen - biogene Strukturen auf Kalksteingeröll ist aus einer Vielzahl von Voralpenseen bekannt
- Kalkbrennofen statt Meteor-Glas - früher hatte fast jedes Dorf Kalkbrennstätten, ist versehentlich Quarz- oder Kristallingeröll mitgebrannt worden, bilden sich auffällige Glasuren
- Toteislöcher satt Streufeld - naheliegende Erklärung für Senken im Moränenbereich der letzten Eiszeit ist die Entstehung durch Toteis
- Eiszeit-Relikt statt Kelten-Komet - Radiocarbon-Datierung des moorigen Randbereiches des Tüttensee ergeben eine ungestörte Ablagerung und ein Alter von bis zu 12.550 Jahren
-2011-
16 Wissenschaftler: Offener Brief zum „Chiemgau-Impakt“ und zu den Aktivitäten des „Chiemgau Impact ResearchTeams“ in der Öffentlichkeit
Eine Gruppe von 16 Wissenschaftlern veröffentlicht einen - „Offener Brief zum „Chiemgau-Impakt“ und zu den Aktivitäten des „Chiemgau Impact ResearchTeams“ in der Öffentlichkeit“.[35]
Die Unterzeichner: PD Dr. Elmar Buchner, Institut für Planetologie, Universität Stuttgart, ab 01.07.2011 Leiter des Rieskrater-Museums NördlingenDr. Ulrich Blaess, Institut für Geowissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena; Dr. Robert Darga, Leiter des Naturkundemuseums Siegsdorf; Prof. Dr. Karl Thomas Fehr, Department für Geo- & Umweltwissenschaften, Sektion Mineralogie, Petrologie &Geochemie, LMU München; PD Dr. Stefan Götz, Institut für Geowissenschaften, Universität Heidelberg und Karlsruher Institut für Technologie(KIT); Dr. Kurt Heißig, Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, München; Dr. Rupert Hochleitner, Hauptkonservator, Stellvertretender Direktor Mineralogische Staatssammlung MünchenPD Dr. Lutz Hecht, Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut an der Humboldt-Universität Berlin; Dr. Robert Huber, Marum, Zentrum für marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen; Prof. Dr. Christian Köberl, Head of the Department of Lithospheric Research University of Vienna and Director General, Natural History Museum Vienna; Prof. Dr. Wolf-Uwe Reimold, Museum für Naturkunde – Leiter des Leibniz-Instituts an der Humboldt-Universität Berlin; Dr. Martin Rundkvist, Department of History and Archaeology, University of Chester; Dr. Martin Schmieder, Institut für Planetologie, Universität StuttgartProf. em. Dieter Stöffler, Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut an der Humboldt-Universität BerlinProf. Dr. Mario Trieloff, Institut für Geowissenschaften, Universität Heidelberg; Dr. Kai Wünnemann, Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut an der Humboldt-Universität Berlin
„Es gibt also keinen Grund, den CI nicht als solchen anzuerkennen, außer dem, dass es keinen einzigen Beweis oder auch nur schlüssige Argumente dafür gibt.“[35]
In Wikipedia/de und Wikipedia/en werden die Artikel "Chiemgau-Einschlag" bzw. "Chiemgau impact hypothesis" eingestuft in die Kategorie: Überholte Theorie (Geowissenschaft)
Im Sommer 2011 wurde wegen eines Editwar ein Schiedsgericht angerufen. In Folge wurde der Artikel "Chiemgau-Einschlag" in die Kategorie Überholte Theorie (Geowissenschaft) und der Artikel "Chiemgau impact hypothesis" in die Kategorie Obsolete scientific theories eingestuft.
„EdJohnston and Hans Adler have made excellent points about the nature of scientific consensus and its relation to this dispute. We need to use scientific review papers published in respectable scientific journals to determine the veracity of the Chiemgau impact hypothesis. Until such papers are forthcoming we cannot judge the dispute to be “obselete”, and we also cannot judge it to be accurate – all we can do is note that there has been controversy on the subject, but that there has been nothing published in respectable scientific journals. I suggest taking this dispute back to the talk page bearing these points in mind, and if there is further dispute on this subject I suggest filing a request for comments.“
– Wikipedia - Mr. Stradivarius (talk) 04:17, 14 September 2011 (UTC), Lizenz: CC-BY-SA: [36]
„The hypothesis was accepted by a peer-reviewed journal, but all that means is that the journal is willing to print it. It doesn't imply that mainstream geology accepts the hypothesis as true. A paper offering the Chiemgau impact hypothesis is a primary source. It is better for us to rely on review papers (which are secondary sources) to get an idea of what the accepted ideas are.“
– Wikipedia - EdJohnston (talk) 18:37, 13 September 2011 (UTC), Lizenz: CC-BY-SA: [36]
Die vom Editwar betroffenen Artikel sind ...
Doppler G. et al. (2011): Response to ‘The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany)’ by Rappenglück et al. (Antiquity 84)
Gerhard Doppler, Erwin Geiss, Ernst Kroemer and Robert Traidl vom LfU (Bayerisches Landesamt für Umwelt) widersprechen einer früheren Veröffentlichung in ANTIQUITY.[37]
„The authors comment on the date of the formation of the Tüttensee, holding that it was not created by a meteorite in the first millennium BC as claimed in the Antiquity article, but formed at the end of the Ice Age and can have nothing to do with Phaethon and his chariot.“
– Gerhard Doppler, Erwin Geiss, Ernst Kroemer and Robert Traidl: [37]
-2010-
Chiemgau Impact Hypothesis is Dead
Drei Wissenschaftler verfassen einen Replik auf eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Antiquity. Ihre Ausführung sollte den Titel: „The Site of Phaëton’s Chariot Crash is Most Likely Illusory, as the Chiemgau Impact Hypothesis is Not Accepted by Geological Consensus“ haben. Der Mitunterzeichner Martin Rundkvist veröffentlicht den Entwurf unter -„Chiemgau Impact Hypothesis is Dead“- als Artikel auf ScienceBlogs. [38]
Die Unterzeichner: Martin Rundkvist, Chester ; Robert Darga, Siegsdorf; Robert Huber, Bremen ;
„In fact, the impact hypothesis cannot really be said to have caused an academic controversy, as the CIRT has largely addressed the media directly and self-published on the Web without seeking dialogue with the academic community.“[38]
Den Chiemgau-Impakt gab es nicht!
Eine deutsche Übersetzung unter dem Titel - „Den Chiemgau-Impakt gab es nicht!“ - hat Florian Freistätter auf ScienceBlogs veröffentlicht.[39]
Die Unterzeichner: Martin Rundkvist, Chester ; Robert Darga, Siegsdorf; Robert Huber, Bremen ;
„Genaugenommen stellt die Impakt-Hypothese nicht einmal eine akademische Kontroverse dar; das CIRT hat die Medien meistens direkt angesprochen und seine Arbeiten selbst über das Internet publiziert ohne den Dialog mit der akdemischen Community gesucht zu haben.“[39]
Robert Huber & Stefan Götz: Die Chiemsee-Furchensteine: Wie aus Bioerosion eine Katastrophe wird
Zum 80. Jahrestagung der Paläontologischen Gesellschaft in München haben Robert Huber und Stefan Götz einen Poster mit dem Titel „-Die Chiemsee-Furchensteine: Wie aus Bioerosion eine Katastrophe wird-“ eingebracht.[14]
„Wir zeigen ihren [der Furchensteine] eindeutig biogenen Ursprung und stellen die bekannten Bildungsprozesse - Biomineralisierung und Bioerosion - noch einmal vor.“[14]
LfU: Neue Altersdaten: Kein "Kelten-Komet" im Chiemgau
Die Pressemitteilung Nr. 37 vom Dienstag, 24. August 2010 des Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) trägt den Titel: „Neue Altersdaten: Kein "Kelten-Komet" im Chiemgau“. [7] [8]
„Den Kelten fiel der Himmel nicht auf den Kopf - Chiemgauer Tüttensee kein 2.500 Jahre alter Meteoritenkrater, sondern Toteiskessel aus der Eiszeit.
Unsere Radiokarbon-Datierungen zeigen, dass die Tüttensee-Vertiefung bereits seit Ende der Eiszeit existiert.
Der Tüttensee bei Grabenstätt ist ein weit über 12.500 Jahre altes Toteisloch.“[8]
-2009-
Dieter Heinlein: Der sogenannte "Kelten-Killer-Komet"
Ein Aufsatz von Dieter Heinlein mit dem Titel „-Kelten-Killer-Komet Gab es einen Kometeneinschlag im Chiemgau?-“ erscheint in der Zeitschrift Journal f. Astronomie, III (30):84-86.[40]
„Das gesamte Szenario diese hypothetischen Einschlages und die vom CIRT vorgelegten Indizien stießen jedoch bei Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen auf heftigen Widerspruch!“[40]
Robert Darga & Johann Franz Wierer: -Der Chiemgau-Impakt - eine Spekulationsblase Oder: Der Tüttensee ist KEIN Kometenkrater-
Robert Darga und Johann Franz Wierer fügen in dem Buch -Auf den Spuren des Inn-Chiemsee-Gletschers- aus der Serie Wanderungen in die Erdgeschichte (27)[41] einen 12 seitigen Einschub mit dem Titel „Der Chiemgau-Impakt - eine Spekulationsblase Oder: Der Tüttensee ist KEIN Kometenkrater“ ein.[42]ISBN 978-3-89937-104-8
„Die Pflicht, den Beweis zu liefern, dass tatsächlich etwas Neues vorliegt, hat derjenige, der die Behauptung aufstellt, und nicht der Kritiker, der feststellt, dass an der Theorie was faul ist. Wäre es andersrum, hätte die Wissenschaft nichts anderes zu tun, als alle zwar naturwissenschaftlich relevanten , aber unwissenschaftlich und nur medienwirksam kundgetanen Meinungen auf dieser Welt zu überprüfen. Diese naturwissenschaftlichen Vorgaben kann CIRT offenbar nicht erfüllen und vertritt damit eine reine Glaubenssache, zu der die Naturwissenschaft eigentlich keine Stellung zu nehmen braucht.“[42]
-2006-
Museum für Naturkunde Berlin: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage
Eine Gruppe von über 20 Wissenschaftlern erklärte, daß „die Herkunft der Krater durch den Einschlag eines Kometen eindeutig zurückgewiesen“ wird.[43][44]
Die Unterzeichner: Prof. Dr. Wolf Uwe Reimold, Dr. Kai Wünnemann, Priv.-Doz. Dr. Thomas Kenkmann, Prof. Dr. D. Stöffler, Prof. Dr. Ulrich Riller, Priv.-Doz. Dr. L. Hecht (all Humboldt-University Berlin); Dr. J. Morgan, Dr. P. Bland, Dr. Gareth Collins (Imperial College, London); Prof. Dr. C. Koeberl (University of Vienna); Prof. Dr. H.J. Melosh (Lunar and Planetary Laboratory, University of Arizona, Tucson); Prof. Dr. B. Ivanov, Dr. N. Artemieva (Institute for Dynamics of Geospheres, Russian Academy of Science, Moscow); Prof. Dr. Alex Deutsch, Prof. Dr. E.K. Jessberger (University of Münster); Dr. E. Geiss, Dr. G. Doppler (Bayerisches Landesamt für Umwelt, München); Dr. E. Pierazzo (Planetary Science Institute, Tucson); Dr. R. Darga (Naturkundemuseum Siegsdorf); Dr. M. Schieber, Mrs. G. Pösges (Ries Krater Museum, Nördlingen)
„Die Grundlage dieser Argumentationskette, der Einschlag eines extraterrestrischen Körpers auf der Erde, konnte bislang in keiner Weise durch wissenschaftliche Beweise belegt werden.“[43]
Dieter Heinlein: Stellungnahme zur "Terra X" Sendung im ZDF.
In einer Diskussion zur "Terra X" Sendung im Messerforum.net fügt der user:pit03 am 08.01.06 um 21:12 einen Brief von Dieter Heinlein (Feuerkugelnetzwerk/DLR) ein.[45]
-2005-
Gerhard Doppler & Erwin Geiss: Der Tüttensee im Chiemgau – Toteiskessel statt Impaktkrater
Im Auftrag des Bayerisches Geologisches Landesamt untersuchen Herr Gerhard Doppler & Erwin Geiss den Tüttensee.[46]
„Die Deutung des Tüttensees als Einschlagskrater eines Himmelskörpers ist äußerst unwahrscheinlich. Auch für andere Kraterformen im Bereich Chiemgau—Salzachmündung ist die Entstehung durch einen Impakt zwar nicht grundsätzlich auszuschließen, an den von uns besuchten Lokalitäten und mit den bisher publizierten Fakten ist nach unserer Auffassung eine solche Entstehungsursache allerdings keineswegs zu belegen.“[46]
Siehe auch
Weblinks
- Chiemgau Impakt? ein Weblog von Robert Huber, Bremen auf blogspot.de mit detailierten, kritischen Informationen zum Thema
- Krustenstein.de ein Weblog zum Thema - Krustensteine, Furchensteine, Hirnsteine und Onkoiden am Chiemsee
Einzelnachweise
- ↑ Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Umwelt: Neue Altersdaten: Kein Kelten-Komet im Chiemgau
- ↑ Gesine Steiner: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
- ↑ U. Reimold u. a.: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. Voller Wortlaut der Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
- ↑ Offener Brief zum „Chiemgau-Impakt“ und zu den Aktivitäten des „Chiemgau Impact Research Teams“ in der Öffentlichkeit
- ↑ 74th Annual Meteoritical Society Meeting (2011) 5060.pdf[1]
- ↑ 74th Annual Meteoritical Society Meeting (2011) 5048.pdf[2]
- ↑ 7,0 7,1 LfU Pressemitteilung Nr. 37: Neue Altersdaten: Kein "Kelten-Komet" im Chiemgau [3]
- ↑ 8,0 8,1 8,2 8,3 LfU: Neue Altersdaten: Kein "Kelten-Komet" im Chiemgau PDF
- ↑ DER SPIEGEL - Wald der Feuermurmeln
- ↑ DER SPIEGEL - Wald der Feuermurmeln PDF
- ↑ Michael Rappenglück et. al.: Sind die Eisensilizide aus dem Impakt-Kraterstreufeld im Chiemgau kosmisch? PDF
- ↑ Ulrich Schüßler, Würzburg: Zur Herkunft der Eisensilizide Xifengit und Gupeiit im Untergrund von SE-Bayern
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Die Furchen auf Furchensteinen sind Furchen ...
- ↑ 14,0 14,1 14,2 14,3 Robert Huber & Stefan Götz: Die Chiemsee-Furchensteine: Wie aus Bioerosion eine Katastrophe wird. scribd.com/doc/42015036/
- ↑ www.passc.net/Earth Impact Database
- ↑ www.somerikko.net/Impact Structures of the World
- ↑ EDIS
- ↑ Internationale Bestätigung für den Chiemgau-Impakt: Russischer Tsunami- und Impakt-Forscher zu Gast in Chieming und Grabenstätt
- ↑ 19,0 19,1 Robert Huber: Back to the roots - Chiemgau impact
- ↑ Robert Huber: Chiemgau Impact ?
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Chiemit: ein Gestein aus dem Kohlenkeller?
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Gareis richtig lesen trotz Pluspedia
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Die Molasse unter dem Tüttensee
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Zur Unergründlichkeit des Tüttensee
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Gareis: Der Eiszerfall im Umkreis des Chiemsee
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Der Tüttensee eine Toteisbildung
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Der Chiemsee als Archiv und warum dort kein Komenteneinschlag verzeichnet ist
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Bohrungen des Landesamt am Tüttensee
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Der Chiemsee ist eine kometenfreie Zone
- ↑ CHIEMGAU IMPACT? - Alles ruhig über'm Moor
- ↑ 31,0 31,1 Uli Schüßler: Zur Herkunft der Eisensilizide Xifengit und Gupeiit im Untergrund von SE-Bayern
- ↑ 32,0 32,1 Völkel, Jörg; Murray, Andrew; Leopold, Matthias; Hürkamp, Kerstin: Colluvial filling of a glacial bypass channel near the Chiemsee (Stöttham) and its function as geoarchive [4]
- ↑ LfU Pressemitteilung Nr. 42: In 1000 Jahren fielen gesichert 7 Meteorite auf Bayern [5]
- ↑ LfU: In 1000 Jahren fielen gesichert 7 Meteorite auf Bayern PDF
- ↑ 35,0 35,1 Offener Brief von 16 Wissenschaftlern, 01.04.2011 scribd.com/doc/55715772
- ↑ 36,0 36,1 Wikipedia:Dispute_resolution_noticeboard
- ↑ 37,0 37,1 Response to ‘The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany)’ by Rappenglück et al. (Antiquity 84) Volume: 85 Number: 327 Page: 274–277
- ↑ 38,0 38,1 Martin Rundkvist: Chiemgau Impact Hypothesis is Dead Artikel von Martin Rundkvist auf ScienceBlogs
- ↑ 39,0 39,1 Florian Freistätter: Den Chiemgau-Impakt gab es nicht! Deutsche Übersetzung des Artikel -Chiemgau Impact Hypothesis is Dead- von Martin Rundkvist auf ScienceBlogs
- ↑ 40,0 40,1 Dieter Heinlein: Der sogenannte "Kelten-Killer-Komet"[6]
- ↑ Robert Darga, Johann Franz Wierer: Auf den Spuren des Inn-Chiemsee-Gletschers- aus der Serie Wanderungen in die Erdgeschichte (27) ISBN 978-3-89937-104-8
- ↑ 42,0 42,1 Robert Darga, Johann Franz Wierer: Der Chiemgau-Impakt – eine SpekulationsblaseOder: Der Tüttensee ist KEIN Kometenkrater. scribd.com/doc/26218026
- ↑ 43,0 43,1 Gesine Steiner: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
- ↑ U. Reimold u. a.: Vermeintlicher Einschlag eines Kometen im Chiemgau entbehrt wissenschaftlicher Grundlage. Voller Wortlaut der Presseerklärung des Museums für Naturkunde, Berlin, 21. November 2006
- ↑ Dieter Heinlein: Stellungnahme zur "Terra X" Sendung Messerforum.net
- ↑ 46,0 46,1 Gerhard Doppler & Erwin Geiss: Der Tüttensee im Chiemgau – Toteiskessel statt Impaktkrater [7]