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Christenverfolgung in Ägypten
Zu massiven und gewalttätigen Christenverfolgungen in Ägypten kam es im Jahr 2013.
Details
- Die Verfolgung Andersgläubiger hat in muslimischen Ländern, und auch in Ägypten, lange Tradition. [1]
- Immer wieder kam es in den letzten Jahren und Jahrzehnten, speziell wenn muslimische Länder innere Probleme und Chaos haben, zu Christenverfolgungen. Dabei werden Kirchen abgefackelt, Christen beschimpft, gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt und auch getötet.
- Im Sommer 2013 ist es in Ägypten, in dem seit Jahrtausenden Millionen koptischer Christen leben, mal wieder so weit. Die Volkssele kocht wegen der inneren Unruhen des Staates.
- Islamisten brannten inzwischen schon 32 Kirchen nieder.
- Als Muslimbrüder in Minya von der Räumung ihres Protestcamps durch das Militär hörten, richteten sie ihre Wut blind gegen unschuldige Christen.
- Auf aufgeputschter und mordgieriger Mob zog durch die Straßen der Stadt und zerstörte Kirchen, christliche Kindergärten und Schulen sowie Geschäfte christlicher Mitbürger.
- Die Demonstranten riefen u.a.:
- "Wir vertreiben euch aus Ägypten!"
- Polizei und Militär halfen den Christen nicht.
- Mitte Juli 2013 wurde ein koptischer Geistlicher auf offener Straße erschossen.
- Ein koptischer Jugendlicher berichtete, dass Freunde von ihm verprügelt und vergewaltigt wurden weil sie Christen sind.
- Christliche Webseiten berichten von 49 Übergriffen in wenigen Tagen.
- Im April 2013 wurde die Sankt Martins Kathedrale, der Sitz des koptischen Papstes, angegriffen. Die Sicherheitskräfte ließen die islamistischen Terroristen gewähren und griffen erst nach einer Stunde ein.
- Die koptischen Christen üben sich trotz dem Hass der ihnen entgegenschlägt in christlicher Nächstenliebe. Der Bischof Makaryos meinte u.a.:
- "Lasst uns für die Muslimbrüder beten! Gott muss ihnen helfen, dass sie aufhören mit der Gewalt."
- In westlichen Ländern wird die Gewalt gegen Christen wenig zur Kenntnis genommen. Auch Angela Merkel (angeblich einer christlichen Partei angehörig) und Guido Westerwelle äußern sich nicht dazu. Die Betroffenheitsspezialistin Claudia Roth von den Grünen, die sonst immer als erste zur Stelle ist wenn ein Muslim in Deutschland angeblich diskriminiert wurde, schweigt dazu. Das es "nur" Christen sind die verfolgt werden, sieht sie wohl keinen Handlungsbedarf.
- Hugo Müller-Vogg meinte in einem Kommentar in der Bild-Zeitung dazu u.a.:
- "Es ist geradezu schizophren: In Deutschland sorgen sich viele "Gutmenschen" um die Religionsfreiheit der hier lebenden Muslime. Über die Christenverfolgung in muslimischen Ländern gehen sie achselzuckend hinweg." [2]
- Selbst die sonst nicht für ihre Menschliebe bekannte ägyptische Militärregierung meinte inzwischen u.a.:
- "Nachdem sie bereits über die gewalttätige und gefährliche Realität der Rabaa und Nahda Protestcamps hinweggesehen haben, haben ausländische Regierungen und internationale Medien sich nun auch entschieden, die Zunahme von Morden und Angriffe zu ignorieren, die einmal mehr Ägyptens christliche Gemeinde ins Visier nehmen."
Links und Quellen
Siehe auch
Weblinks
- Angriffe auf Kopten: Ägyptens Christen in Gefahr
- Gewalt gegen Christen: Ägypten wirft Westen Ignoranz vor
- Klagen über massive Gewalt gegen Christen in Ägypten
- ÄGYPTEN-KRISE - So gefährlich ist das Chaos für die Christen
Bilder / Fotos
Videos
Quellen
Literatur
- Bild-Zeitung vom 19. August 2013, Seite 2
Einzelnachweise
- ↑ Anm.: Dies zumindest in der Neuzeit und durch den Arabischen Nationalismus. Im Mittelalter dagegen war der Islam gegenüber anderen Religionen wie bsp. Judentum und Christentum relativ tolerant, d.h. toleranter als das mittelalterliche Christentum gegenüber anderen Religionen.
- ↑ Bild-Zeitung vom 19. August 2013, Seite 2
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Christenverfolgung in Ägypten) vermutlich nicht.