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Amoklauf von Dossenheim
Bei dem Amoklauf von Dossenheim erschoss ein 71jähriger Mann zwei Männer, anschließend sich selbst und verletzte fünf Menschen zum Teil lebensgefährlich. Der Fall löste großes Entsetzen aus, da der Anlass für den mehrfachen Mord ein nichtiger Streit um eine Nebenkostenabrechnung eines Mehrfamilienhauses war.
Hintergrund
Der 71-jährige Täter war Sportschütze und lebte in Dossenheim bei Heidelberg mit seiner Frau als Rentner in einem Mehrfamilienhaus. Er war seit Jahrzehnten Mitglied in Schützenvereinen und war bis dahin nicht auffällig geworden. Die Tatwaffe hatte er 1992 in Heidelberg gekauft. Neben der Pistole besass er sechs weitere Schusswaffen legal.
Ablauf
Die Eiegntümmerversammlung fand im Vereinshaus der TSG Germania 1889 Dossenheim statt. Dort hatte hatte es Streit über die Nebenkosten-Abrechnung 2012 gegeben. Schließlich verwies der Verwalter der Eigentümergemeinschaft den aufgebrachten Rentner des Raumes. Zeugen berichteten später laut der OZ, dass sich der spätere Täter an der Theke noch etwas zu trinken bestellte und sichtlich nervös wirkte. Eine Viertelstunde später stürmte er mit einer Neun-Millimeter-Pistole in die Versammlung, die in einem Nebenraum stattfand. Nach Angaben der Polizei gab der Rentner insgesamt 17 Schüsse auf die nur acht Anwesenden ab. Eine Person habe der Mann bis auf die Terrasse der Sportgaststätte verfolgt. Danach tötete sich der Täter mit einem Schuss in die rechte Schläfe selbst.
Zum Tatzeitpunkt waren auf dem großen Areal des Sportvereins insgesamt 50 Vereinsmitglieder und Gäste, darunter auch Kinder. Die beiden erschossenen Männer hatten in dem Dossenheimer Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen unter einem Dach mit dem späteren Amokläufer gelebt.[1]