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Amoklauf von Dossenheim
Bei dem Amoklauf von Dossenheim erschoss ein 71jähriger Mann am 21. August 2013 zwei Männer, anschließend sich selbst und verletzte fünf Menschen zum Teil lebensgefährlich. Der Fall löste großes Entsetzen aus, da der Anlass für den mehrfachen Mord ein nichtiger Streit um eine Nebenkostenabrechnung eines Mehrfamilienhauses war.
Hintergrund
Der 71-jährige Täter war Sportschütze und lebte in Dossenheim bei Heidelberg mit seiner Frau als Rentner in einem Mehrfamilienhaus. Er war seit Jahrzehnten Mitglied in Schützenvereinen und war bis dahin nicht auffällig geworden. Die Tatwaffe hatte er 1992 in Heidelberg gekauft. Neben der Pistole besass er sechs weitere Schusswaffen legal.
Der Rentner besaß seit 1979 eine Wohnung in der Dossenheimer Wohnanlage. Vor der tat gab es immer wieder Streit mit anderen Eigentümern. Mehrfach wurden Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gruppe vor Gericht ausgetragen.
Ablauf

Die Eigentümerversammlung fand im Vereinshaus der TSG Germania 1889 Dossenheim statt. Dort hatte hatte der Täter Streit mit de anderen eigentümmern über die Nebenkosten-Abrechnung 2012. Nachdem er auf eine der anwesenden Frauen bedrohlich zuging verwies der Verwalter der Eigentümergemeinschaft den aufgebrachten Rentner des Raumes.[1] Zeugen berichteten später laut der NOZ, dass sich der spätere Täter an der Theke noch etwas zu trinken bestellte und sichtlich nervös wirkte. Eine Viertelstunde später stürmte er mit einer Neun-Millimeter Ceska 75 in die Versammlung, die in einem Nebenraum stattfand. Nach Angaben der Polizei gab der Rentner insgesamt 17 Schüsse auf die nur acht Anwesenden ab. Eine Person habe der Mann bis auf die Terrasse der Sportgaststätte verfolgt. Danach tötete sich der Täter mit einem Schuss in die rechte Schläfe selbst.
Der 54-Jährige getötet Mann soll laut staatsanwaltschaft Heidelberg in seiner Eigenschaft als Verwaltungsbeirat der Wohnungseigentümergemeinschaft im Fokus des Täters gestanden haben.
Zum Tatzeitpunkt waren auf dem großen Areal des Sportvereins insgesamt 50 Vereinsmitglieder und Gäste, darunter auch Kinder. Die beiden erschossenen Männer hatten in dem Dossenheimer Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen unter einem Dach mit dem späteren Amokläufer gelebt.[2]
Bewertung
wie die Polizei ermittelte war der Täter nicht psychisch krank. Für die Polizei war es nach eigenen Angaben unerklärlich, wie der Mann so reagieren konnte.
Die Waffen des Täters waren ordnungsgemäß verschlossen und von der Munition getrennt. Nach Ansicht der Polizei war der Mann nicht über die Maßen waffenverliebt. Als Sportschütze mehrere Waffen zu besitzen sei normal.[3]
Der Tat folgte eine öffentliche Diskussion um den Ungang mit Schusswaffen in den Händen von Privatpersonen. Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden drängte nach der Tat von Dossenheim auf schärfere Waffengesetze: Die Waffen von Sportschützen müssten endlich zentral aufbewahrt und besonders gesichert werden, sagte ein Sprecher und verweis darauf, dass wenn der Täter keinen Zugriff auf die Waffe gehabt hätte, es nicht zu der Tat gekommen wäre.
Quellen
- ↑ http://www.rp-online.de/video/aktuelles/anteilnahme-in-dossenheim-1.3619431
- ↑ http://www.noz.de/deutschland-und-welt/vermischtes/74188759/amoklauf-von-dossenheim-es-ging-um-nebenkosten
- ↑ Spiegel online http://www.spiegel.de/panorama/justiz/dossenheim-amoklaeufer-war-nicht-psychisch-kank-a-918080.html