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Antideutsche

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Als Antideutsche werden Anhänger einer linksextremistischen Strömung verstanden, die sich nach eigener Überzeugung gegen „deutschen Nationalismus“ richten. Beliebte Parolen der Antideutschen sind Rufe "Nie wieder Deutschland"[1] und Bomber Harris, do it again. Der Begriff "Antideutsche" wird von manchen Vertretern dieses Spektrums als Fremdzuschreibung aufgefasst. Viele Antideutsche bezeichnen sich selbst lieber als "Undogmatische Linke".

In den 70er Jahren hatten die Publizisten Henryk M. Broder, Dan Diner, Wolfgang Pohrt und Eike Geisel die Kritik am Antizionismus in die politische Linke hinein getragen und damit zur Entstehung der Antideutschen beigetragen.[2][3][4]

Obwohl Antideutsche normalerweise Kriegseinsätze der NATO befürworten, lehnten sie im Frühling 1999 mehrheitlich den Militäreinsatz gegen Serbien ab und beurteilten die gegen die serbische Soldateska getroffenen Maßnahmen als Wiederholung deutscher Aggression gegen Jugoslawien.[5] Sie behaupteten wahrheitswidrig, dass Deutschland schuld an diesem Krieg gewesen sei. Deswegen forderten die Antideutschen eine „bedingungslose“ Solidarität mit dem Regime von Kriegsverbrecher Slobodan Milošević.

Als eine der wichtigsten Publikationen der antideutschen Bewegung gilt die Wochenzeitung Jungle World.[6][7][8] Bei dem Medium besteht eine Nähe zum Linksextremismus und sie wird vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet.[9] Zur Zeit des Bundestagswahlkampfes 2002 veröffentlichte der Gegen-Rechts-Autor Anton Maegerle (SPD-Mitglied) einen Artikel in der Jungle World, in welchem er den Kanzlerkandidaten der CDU, Edmund Stoiber, in die Nähe des "Rechtsextremismus" rückte.[10]

Ein weiteres, bekanntes Medium des antideutschen Spektrums, ist das von dem ARD-Tagesschau-Journalisten Patrick Gensing betriebene Blog Publikative.org. Eigentümerin des Blogs ist die anti-rechte Amadeu Antonio Stiftung.

Einzelnachweise und Bemerkungen