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Christenverfolgung im 21. Jahrhundert

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Christliches Mädchen, dass im Jahr 2008 bei antichristlichen Ausschreitungen von Hindus durch eine Bombe schwere Verletzungen und Verbrennungen erlitt

Das Christentum ist im 21. Jahrhundert die weltweit am meisten verfolgte und unterdrückte Religion. Am schlimmsten ist die Situation in islamischen Staaten. In den westlichen Medien wird über Christenverfolgungen eher wenig berichtet.

Daten zur Christenverfolgung

  • Bis zu 100 Millionen Christen sind betroffen.
  • Obwohl das Recht auf Religionsfreiheit seit Jahrzehnten als grundlegendes Menschenrecht international anerkannt ist, wird es in der Praxis in zahlreichen Regionen der Erde bis heute missachtet.
  • In rund 50 Staaten werden Menschen in ihrer Religionsausübung behindert und in etlichen davon kommt es zu schweren Verletzungen der Religionsfreiheit.
  • 80 % aller religiös verfolgten sind nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte Christen.
  • Die Christenverfolgung unterhalb der Schwelle physischer Gewalt hat vielfältige Formen. Das Verbot und/oder die Behinderung des Baus von Kirchen und christlichen Einrichtungen, die Behinderung der Ausbildung christlicher Fachkräfte, steuerliche Benachteiligung, das Verbot der Missionierung, Enteignungen von Kircheneigentum, das Verbot öffentlicher Gottesdienste, die Diskriminierung von Christen im Alltag (am Arbeitsplatz oder in der Schule), die Diskiminierung von Christen durch die Rechtssprechung, sowie Ausgrenzung und Beleidigung von Christen im Alltag.
  • Häufig werden Christen auch ermordet und Kirchen, Klöster und kirchliche Einrichtungen zerstört.
  • Papst Franziskus meinte dazu u.a.:
"Es ist nicht erforderlich, in die Katakomben oder ins Kolosseum zu gehen, um die Märtyrer zu finden: die Märtyrer leben jetzt, in zahlreichen Ländern. Die Christen werden ihres Glaubens wegen verfolgt. In einigen Ländern ist es ihnen untersagt, ein Kreuz zu tragen: sie werden bestraft, wenn sie es doch tun. Heute, im 21. Jahrhundert, ist unsere Kirche eine Kirche der Märtyrer." [1]

Situation in islamischen Ländern

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"Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen." (Matthäus 5, 11)
  • Besonders massiv sind die Christenverfolgungen in islamischen Ländern. In 37 der 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, herrscht der Islam. in weiteren 7 Ländern (Kuba, China, Vietnam, usw.) herrschen kommunistisch-totalitäre Diktaturen.
  • Der Weltverfolgungindex der Orgenisation OpenDoors nennt folgende Länder auf Platz 1 bis 15: Nordkorea, Somalia, Syrien, Irak, Afghanistan, Saudi-Arabien, Malediven, Pakistan, Iran, Jemen, Sudan, Eritrea, Lybien, Nigeria und Usbekistan. In 36 von 50 gelisteten Verfolgungsländern wird der islamische Extremismus als treibende Kraft der Verfolgung genannt, was ihn mit Abstand zum dominierenden Faktor macht. Am stärksten von Gewalt betroffen sind die Länder der afrikanischen Sahelzone, in denen 20% aller Christen weltweit mit 14% aller Muslime weltweit in gefährlicher Nachbarschaft leben. [2]
  • Der Ayatollah Khomeini brachte auf den Punkt, was viele Muslime über "Ungläubige" denken, indem er u.a. meinte:
"Juden und Christen sind dem Schweißgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten der Welt. (...) Alle nichtmuslimischen Regierungen sind Schöpfungen Satans, die vernichtet werden müssen."
  • Auch in der Türkei, die ja angeblich zu Europa gehört und bald EU-Mitglied werden möchte, gibt es massive Christenverfolgung. Open Doors schreibt dazu u.a.:
"Die nationale Ideologie des Landes bietet in der Praxis keinen Schutz für Minderheiten. Der Nationalismus hat nicht nur zur Verfolgung von Christen, sondern auch von anderen Minderheiten wie den Alewiten und den Kurden geführt. Die Christen in der Türkei erleben auch zahlreiche soziale Anfeindungen, die von nationalistischen und säkularen Gruppierungen ausgehen, die ihren Ursprung in einer Fehlauffassung des Wesens eines säkularen Staates, in historischen Ressentiments oder in einer irrationalen Furcht vor Christen haben. Die Intensität der sozialen Anfeindungen (von verschiedenen Formen der Diskriminierung und Intoleranz bis hin zu körperlicher Gewalt) ist je nach Region unterschiedlich." [3]
  • Die Katholische Kirche Schweiz berichtet, dass pro Jahr 100.000 Christen wegen ihres Glaubens von Muslimen ermordet oder zu Tode gefoltert werden.
  • Kardinal Karl Lehmann schreibt dazu u.a.:
"Angewachsen ist in den letzten Jahren vor allem die Bedrohung von Kirchen und Christen in manchem islamisch geprägten Land. Hier macht sich ein starker Fundamentalismus bemerkbar, der aus dem Wahrheitsanspruch der eigenen Religion einen alleinigen und absoluten Geltungsanspruch ableitet." [4]
  • In einigen muslimischen Ländern (Sudan oder Iran) droht Muslimen die zum Christentum konvertieren gemäß der Strafgesetzgebung die Todesstrafe.
  • In Saudi-Arabien existiert gar keine Religionsfreiheit. Andere Religionen außer dem Islam dürfen öffentlich nicht praktiziert werden.

Situation in der Türkei

Situation in buddhistischen und hinduistischen Ländern

  • Auch in buddhistischen Ländern kommt es zu Verfolgungen von Christen und zahlreichen Zwangsbekehrungen zum Buddhismus.
  • Auf Sri Lanka wurden Gemeindehäuser und Kirchen verwüstet und Gemeindemitglieder zusammengeschlagen. An manchen dieser Aktionen waren buddhistische Mönche beteiligt. [5]
  • Laos hält Platz 21 im Weltverfolgungsindex. Es gilt im Land als weithin akzeptiert, dass Laos und der Buddhismus untrennbar zusammengehören und dass dem Buddhismus zu jeder Zeit die vorrangige Stellung im Land zusteht. Christen, die ihren Glauben mit anderen teilen, werden oft verhaftet. Konvertiten werden bei ihrer Entdeckung unter Druck gesetzt, und man droht, ihre Kinder zu vergiften oder von der Schule und anderen Gemeinschaftseinrichtungen auszuschließen. [6]
  • Der Vatikanexperte Sandro Magister schreibt dazu u.a.:
"Im Westen verbindet man mit Buddhismus Friede, Mitleid, Weisheit und ökumenische Brüderlichkeit. In beinahe allen Ländern Asiens, in denen der Buddhismus die Mehrheit darstellt, gibt es religiöse Verfolgung."

Situation in Europa

  • In Europa werden Christen mitunter von radikalen Linksextremisten und Feministinnen tätlich angegriffen. [7] [8]

Mangelnde Medienresonanz in westlichen Ländern

  • In der westlichen Welt wird über die Christenverfolgung in den Medien kaum berichtet. Michael Mannheimer schreibt dazu u.a.:
"Angesichts solcher und noch unfassbarer Umstände, unter denen Christen regelrecht abgeschlachtet werden, ist die Rolle westlicher Politiker und großer Teile der kirche, die dieses Thema aus Feigheit und/oder falschem Appeasement gegenüber der islamischen Welt nicht ansprechen, aber besonders die Rolle der westlichen Medien, die über die Christenverfolgungen nur in Ausnahmefällen berichtem ein zivilisatorischer Skandal ersten Ranges." [9]
  • Günter Nooke von der CDU sieht den Grund für dieses Desinteresse der Medien und Bevölkerung in einer Ignoranz und Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Kultur und Religion, und meinte dazu u.a.:
"Im Gegensatz zu Menschen anderer Glaubensrichtungen, nehmen wir unsere Religion nicht ernst genug."
"Das Niederbrennen von Kirchen, das Verprügeln von Prälaten, Hetzpropaganda gegen die katholische Kirche im Westjordanland und die Verfolgung von Missionarsorden in Nordafrika werden nur oberflächlich von den Medien und nur dürftig von den Staatskanzleien des "christlichen Abendlandes" gerügt." [10]
  • Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, betonte, dass es auch in den freiheitlichen Rechtsstaaten Europas vorkomme, dass zum christlichen Glauben übergetretene Migranten von Angehörigen ihrer Herkunftsreligion – insbesondere von radikalen Muslimen – bedroht und diskriminiert würden. [11]

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