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Sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16
Bei den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/2016 am Kölner Hauptbahnhof sollen mindestens 60 Frauen (darunter auch eine Zivilpolizistin) in der Silvesternacht in aller Öffentlichkeit in Kölns Zentrum sexuell belästigt, sexuell genötigt und ausgeraubt worden sein. Durch Böllereien (vermutlich ebenfalls durch die Täter) wurden mehrere Personen schwer verletzt. Es soll laut Bild.de darunter sogar eine Vergewaltigung gegeben haben. [1]
Auf dem Domplatz versammelten sich laut Aussage des Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers rund 1.000 Männer aus dem - laut Zeugen - arabischen und nordafrikanischen Raum, von denen sich immer wieder Gruppen lösten, um die Frauen anzugreifen.[2]
Nach den Worten des Polizeipräsidenten handelte es sich laut übereinstimmender Zeugenaussagen um etwa 1.000 Männer, die "dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum“ stammen. Dies hätten alle Zeugen übereinstimmend ausgesagt. Ähnlich hatten sich die Polizei und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zuvor in Pressemitteilungen geäußert. Zudem befürchtet Albers, dass sich an den Karnevalstagen Anfang Februar solche Vorfälle wiederholen könnten.[3] Bisher konnten lediglich 5 Männer an den Gleisen 10/11 des Hauptbahnhofs festgenommen werden.
Reaktionen
Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers sprach bei einer Pressekonferenz von „Straftaten einer völlig neuen Dimension“. Es sei ein „unerträglicher Zustand, dass mitten in der Stadt solche Straftaten begangen werden“.
#Köln und #aufschrei zählten in der darauffolgenden Woche zu den 5 beliebesten Twitter-Hashtags in Deutschland.
Björn Höcke von der AfD warnte mit Bezug auf die Ereignisse mit folgenden Worten vor einem drohenden Werteverfall:
- "Die Silvesternacht hat unserem Land mit den Ereignissen am Kölner Hauptbahnhof einen Vorgeschmack auf den drohenden Kultur- und Zivilisationszerfall gegeben." [4]
Frauke Petry von der AfD meinte dazu:
- "Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauch dieses Ausmaßes, noch dazu in der Öffentlichkeit, hat Deutschland seit 70 Jahren nicht mehr erlebt." [5]
Alice Schwarzer sieht den Vorfall als Folge falscher Toleranz, [6] und wies klar darauf hin, dass es sich bei den Tätern allesamt um Migranten handelte. Sie meinte:
- "Die Mehrheit sind Flüchtlinge oder Migranten von gestern und ihre Söhne. Die träumen davon, Helden zu sein wie ihre Brüder in den Bürgerkriegen von Nordafrika und Nahost – und spielen jetzt Krieg mitten in Europa." [7]
Extra 3 meint dazu:
Ermittlungen
Die Täter sollen laut Polizeipräsident Albers „überwiegend aus dem nordafrikanischen beziehungsweise arabischen Raum“ stammen. Die Männer sollen zwischen 15 und 35 Jahre alt sein. Einen konkreten Tatverdacht gegen bestimmte Personen gibt es bisher nicht.
Die Kölner Polizei gründete eine zehnköpfige „Soko Neujahr“, um die Vorfälle aufzuklären. Unter anderem werten sie Handyvideos und Material aus Überwachungskameras aus. Des Weiteren soll die Ermittlungskommission klären, ob sich die Männer über Soziale Netzwerke organisiert haben.[10][11][12]; Quelle: [[3]]
Kritik & Zensur durch die Medien
Zunächst wurde der Vorfall entweder ungenügend (oft auch mit verharmlosenden Wörtern wie „Antanzen“) oder gar nicht in den Medien erwähnt. Der Kölner Polizeibericht dazu am 01.01.16: „Ausgelassene Stimmung - Feiern weitgehend friedlich.“[13] Die Kölner Rundschau bereichtete bereits Anfang des Jahres. [14] Focus bereictete bereits am 1. Januar.[15] [16] Es dauerte dagegen fast vier Tage, bis es zu einer Berichtserstattung bei Bild und ZDF kam. Auch wollten die Medien über diesen Zeitraum trotz Aufschrei in den sozialen Netzwerken offenbar die Nationalität der Täter nicht nennen. Auf Bild.de erfolgte dazu die Berichtserstattung über Bild PLUS (kostenpflichtig). Manche vermuten: Ohne den Druck durch Twitter und Co würden die Medien die schlimmen Vorkommnisse in Köln wahrscheinlich immer noch totschweigen. Daneben spricht man öfter auch von einem Versagen der Polizei.
Justizminister Heiko Maas twitterte dazu „Prosit Neujahr. Alles Gute für 2016!“ was nach Ansicht mancher Menschen möglicherweise als Hohn für die Opfer und gezielte Vertuschung empfunden werden kann. Nachdem drei Tage später ein Unbekannter auf ein Asylbewerberheim schießt, twittert Heiko Maas (Justizminister): „Dürfen nicht zusehen, wie sich Spirale der Gewalt weiter dreht. Rechtsstaat darf und wird das nicht hinnehmen #Dreieich“[17]
In der WDR 21.45 Uhr Nachrichtensendung am 4.1.2016 wurde der Vorfall vom Hauptbahnhof als erste Nachricht mit kurzem Einspieler zwar kurz und sparsam erwähnt, aber gleich darauf noch mehr „Nachrichten“ zu „rechten“ Angriffen auf Asylantenheime.
Während ein angetrunkener Politiker (der vor zwei Jahren einer Journalistin ein missglücktes Kompliment machte) ausreichte, um die halbe Bevölkerung Deutschlands als sexistische Chauvinisten unter Generalverdacht zu setzen, bleibt das feministische Netz angesichts dieser unglaublichen Vorgänge in Köln stumm.[18]
Nachdem das Thema sich nicht mehr unter den Teppich kehren ließ, veurteilten auch Politiker, wie Angela Merkel oder Heiko Maas [19] die Tat. Dabei ließen sie es sich aber nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass der ethnische Hintergrund der Täter keine Rolle spielen dürfe. Julia Klöckner von der CDU war die einzige, die Klartext sprach. Sie meinte u.a.:
- "Wenn in dieser massiven Form Übergriffe organisiert worden sind und es wohl evident ist, dass diese Übergriffe von mutmaßlichen Tätern eines bestimmten Kulturkreises verübt wurden, dann gehört das dazu. (...) Kein kultureller Hintergrund rechtfertigt das Überschreiten bestimmter Rechtsstaatsgrenzen, die Erniedrigung von Frauen. Und wenn manche Männer es aus ihrem Heimatland auch anders gewohnt sind." [20]
OB Henriette Reker machte sich am 5.Januar mit dem Armlängen-Spruch „Frauen sollen zu Fremden "eine Armlänge" Distanz halten“ in den sozialen Netzwerken bei vielen Personen lächerlich.
Beliebte Hashtags zum Thema
- #antanzen
- #armlaenge
- #einearmlaenge
- #aufschrei
Weblinks
Siehe auch
- Die Antifa fordert im Internet zu Völkermord und Vergewaltigung auf
- Gestaltung der Migration in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern
Einzelnachweise
- ↑ Sex-Überfälle in der Silvesternacht in Köln - Inzwischen 80 Opfer -Es kam sogar zu einer Vergewaltigung Bild.de
- ↑ Silvesternacht: 60 Anzeigen nach Übergriffen vor Kölner Hauptbahnhof spiegel.de
- ↑ Silvester am Kölner Hauptbahnhof: Viele Opfer melden sexuelle Übergriffe WDR.de
- ↑ Nach der Silvesternacht - Rechtsextreme nutzen Köln für rassistische Hetze
- ↑ Silvester-Nacht in Köln - „Frauen sind kein Freiwild“
- ↑ [1]
- ↑ [2]
- ↑ https://www.facebook.com/extra3/photos/a.126985678917.103880.37621248917/10153436432638918/?type=3&theater
- ↑ https://www.facebook.com/Quadrasophics/photos/a.372994399525360.1073741828.341069779384489/525429357615196/?type=3&hc_location=ufi
- ↑ Silvesternacht: 60 Anzeigen nach Übergriffen vor Kölner Hauptbahnhof
- ↑ Gruppe von 1000 Männern war Ausgangspunkt - In Köln kam es zu einer Vergewaltigung
- ↑ Frauen überfallen - Was bisher bekannt ist
- ↑ POL-K: 160101-1-K/LEV Ausgelassene Stimmung - Feiern weitgehend friedlich presseportal.de
- ↑ www.rundschau-online.de/koeln/unruhige-silvesternacht-in-koeln-frauen-am-hauptbahnhof-sexuell-belaestigt---beinahe-massenpanik-am-dom,15185496,33045320.html
- ↑ http://www.focus.de/regional/koeln/in-der-silvesternacht-frauen-am-koelner-hauptbahnhof-sexuell-belaestigt_id_5184802.html
- ↑ http://www.focus.de/regional/koeln/in-der-silvesternacht-frauen-am-koelner-hauptbahnhof-sexuell-belaestigt_id_5184802.html
- ↑ Heiko Maas bei Twitter
- ↑ Aufschrei 0.0 – Wenn die feministische Empörung ausbleibt nrwjetzt.de
- ↑ Justizminister Maas kündigt nach den Übergriffen auf Frauen konsequente Ermittlungen an. Die Polizeigewerkschaft fordert mehr Beamte
- ↑ CDU-Politikerin im Interview - Klöckner zu Sex-Übergriffen: Müssen benennen, aus welchem Kulturkreis die Täter kommen
Vergleich zu Wikipedia