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Rassenhygiene und Segregation in Afrika

Aus PlusPedia
Version vom 13. Dezember 2016, 20:36 Uhr von Mama Afrika (Diskussion | Beiträge) (Die rassistische Soße von Benutzer Beobachter hat hier nichts zu suchen)
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Die „weißen“ Kolonialisten in Afrika betrieben im Rahmen ihrer Unterdrückung und Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung auch eine menschenverachtende Politik der Rassenhygiene und Segregation.


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So wohnen „Schwarze“ in Afrika: Im Slum Kibera in Nairobi leben circa eine Million Menschen unter erbärmlichsten Lebensbedingungen auf einer durch Abfälle, Abwässer und Fäkalien vergifteten Fläche von 2,5 Quadratkilometern

Ausgehend von ihren rassistischen Vorurteilen und pseudowissenschaftlichen, rassistischen Erkenntnissen entwickelten die Europäer die sogenannte Rassenhygiene, die anschließend die räumliche Trennung (Segregation) nach Rassenkriterien rechtfertigte. Dabei dienten etliche Pseudoargumente, wie der angeblich unangenehme Eigengeruch der Afrikaner, der von ihnen ausgehende Lärm, ihre angebliche Funktion als Malaria-Infektionsherd und eine vorgeblich höhere Kriminalität der „Schwarzen“ als Rechtfertigung. Da man auf einheimische Arbeitskräfte und auch Kundschaft angewiesen war, war die Ausgrenzung der Afrikaner im Wirtschaftsleben nur bedingt möglich. Dafür legte man im privaten Bereich umso mehr Wert auf Distanz zu den „schwarzen“ Afrikanern. Abgesehen vom „schwarzen“ Dienstpersonal wollte man privat unter sich bleiben und wohnte entweder in speziellen Geschäftsvierteln oder in geografisch etwas erhöhter Lage. Dabei spielte die Furcht vor einer Anpassung an die als minderwertig angesehene Kultur der „Schwarzen“, d.h. die Angst die Würde des „weißen Mannes“ zu verlieren eine große Rolle. Die Trennung zwischen einer mit allen Annehmlichkeiten versorgte, dünn besiedeltem „weißen“ und „modernen“ Stadt und einem überbevölkerten, unterversorgten „schwarzen“ Teil ist bis heute eines der kennzeichnenden Strukturmerkmale vieler afrikanischer Großstädte.

Ein Beispiel dafür ist die Stadt Nairobi: Die ethnische Segregation im dortigen Stadtgebiet ist stark ausgeprägt und darauf zurückzuführen, dass Nairobi von Europäern mit einem geringen Anteil asiatischer Einwohner konzipiert wurde. Aufgrund des Sicherheitsbedürfnisses der weißen Minderheit während der Kolonialzeit, wurde die afrikanische Bevölkerung aus bestimmten Stadtteilen Nairobis verdrängt.

Dieser Rassismus ist in unzähligen Einzelaussagen überliefert. So schrieb ein gewisser Alfred Lang nach seiner Ankunft in Ghana zum Bezug einer neuen Wohnung an seine Angehörigen:

„Jetzt müssen wir allerdings erst noch putzen, denn Neger wohnten bis jetzt dort.“

Ein gewisser Fritz Pfaendler schrieb in seinen Erinnerungen:

„Meistens kamen wir abends verschwitzt und oft auch schmutzig von der Arbeit und schätzten deshalb stets, aus der Stadt wieder ins Freie und in Ruhe und saubere Ordnung auf der Ridge zu kommen.“

Der Schweizer W.V. Oertlyx gab noch im Jahr 1971 „Weißen“ in Afrika folgenden Ratschlag:

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So wohnen „Weiße“ in Afrika: Das im Jahr 1904 eröffnete Norfolk Hotel wurde einst als Lodge für „Weiße“ außerhalb Nairobis gebaut
„Dazu kommt, dass er im Interesse seiner eigenen körperlichen und gesitigen Gesundheit ein Minimum an Distanz von dem ihn umgebenden afrikanischen Millieu halten muss.“

In Südafrika wurde die rassenhygienisch begründete Segregation im Apartheidssystem sogar gesetzlich verankert. So bedeutete die gesetzlich verordnete und im Pass eingetragene Zugehörigkeit zu einer Rassenkategorie, entsprechend der Hautfarbe („Schwarze“, „Farbige“/Asiaten) getrennte Wohngebiete in jeder Stadt und jedem Dorf. Die Wohngebiete der „weißen“ Bevölkerung, auch Europeans genannt, lagen durchweg in den geographisch und strukturell angenehmsten Bezirken jeder Ortschaft. Wurden die festgelegten Bereiche für die „Weißen“ zu eng, mussten die „Farbigen“, auch Coloureds genannt und Asiaten, Teile ihrer Wohngebiete räumen und in neu zugewiesenen Bereichen neu bauen.

Aber auch in den USA, Europa und Deutschland ist diese menschenverachtende Rassenhygiene und Segregation immer noch weit verbreitet, wenn beispielsweise fremdenfeindlich eingestellte AfD-Anhänger keine Afrikaner als Mieter oder Nachbarn wollen oder Flüchtlingsunterkünfte in ihrer Nachbarschaft ablehnen und Zäune gegen die „schwarzen“ Menschen fordern oder diese wie Frauke Petry gleich an der deutschen Grenze erschießen möchten.

Quellen

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Rassenhygiene und Segregation in Afrika) vermutlich nicht.