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Dritter Weltkrieg (asymmetrischer Krieg)

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Der Dritte Weltkrieg ist die Bezeichnung für strategische Überlegungen, in wie weit die Möglichkeit für die USA besteht, durch einen europäischen-amerikanischen-russischen Krieg den globalen Machtanspruch im 21. Jahrhundert zu manifestieren. Grund dieser Überlegungen ist, dass Russland als Kontinentalmacht mit der Technologiemacht Deutschland im 21. Jahrhundert den globalen Machtanspruch USA gefährden kann. Aus sicht von strategischen Analysen besitzt dieser geopolitische Raum das Potenzial, den formulierten globalen Machanspruch der USA im 21. Jahrhundert in Frage zu stellen.

Durch George Friedman definierte geopolitische Ziel der USA für das 21. Jahrhundert

Einer der strategischen Vordenker der amerikanischen Geopolitik ist George Friedman. George Friedman ist Chef des führenden privaten US-amerikanischen Think Tanks STRATFOR. In seiner Rede Anfang Februar 2015 beim Chicago Council on Global definierte er die geopolitischen Interessen der USA und wie diese durch die USA erreicht werden können. Kern seiner Analyse ist, dass die größte Gefahr für das US-Imperium, eine deutsch-russische Achse sei. Des Weiteren, das das US-Imperium darauf hinwirken muss, zu verhindern, dass diese geopolitische Achse zwischen der BRD und Russland gebildet wird. Der Hintergrund seiner Analyse ist, dass das US-Imperium sämtliche Länder der Welt, bis auf Russland, geopolitisch als Seemacht gänzlich kontrollieren kann, aber nicht die Kontinentalmacht Russland. Somit muss das Hauptinteresse der USA, nach George Friedman, sein, Russland geopolitisch zu isolieren. In seiner Rede formuliert George Friedman die Geopolitik der USA mit den folgenden Sätzen:[1]

Definierte geopolitische Ziel von George Friedman gegenüber Deutschland und Russland

Deutschland und Russland

  • „Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im ersten und zweiten Weltkrieg und im kalten Krieg, richtete sich auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Denn vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war, sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt“
  • „Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA einen “Cordon Sanitaire”, einen Sicherheitsgürtel, um Russland herum aufbauen. Und Russland weiß es. Russland glaubt, dass die USA beabsichtigen, die Russische Föderation zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht töten, sondern nur etwas verletzen, Schaden zufügen. Jedenfalls sind wir jetzt wieder beim alten Spiel (!). Und wenn sie einen Polen, Ungarn oder Rumänen fragen... die leben in einer ganz anderen Welt wie die Deutschen. Und die Deutschen leben in einer ganz anderen Welt wie die Spanier. Also, es herrscht Uneinigkeit in Europa. Was die Ukrainer anbelangt, das werde ich ihnen genau sagen: sie werden versuchen, das Zischen seitens der USA zu vermeiden.“ + „Die Frage, die jetzt für die Russen auf dem Tisch liegt, ist, ob man die Ukraine als eine Pufferzone zwischen Russland und dem Westen haben will, die wenigstens neutral bleiben wird. Oder ob der Westen so weit in die Ukraine vordringt, dass er (NATO) nur 100 km von Stalingrad und 500 km von Moskau entfernt sein wird. Für Russland stellt der Status der Ukraine eine existenzielle Frage dar. Für die USA gilt, dass wenn Russland sich weiterhin an die Ukraine hängt, wir Russland stoppen werden.“ + „Deshalb starten die USA Maßnahmen wie solche, über die General Hodges, der für Blamagen bekannt ist, gesprochen hat, und zwar über Eingreiftruppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und den baltische Staaten. + Der Grund dafür ist das „Intermarum“, das „Zwischenmeerland“. Das Territorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee. Dieses Konzept arbeitet Pilssudski aus.“
  • Die wirklich unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen. Wenn die USA diesen Sicherheitsgürtel aufbauen, nicht in der Ukraine, sondern mehr zum Westen hin, und der Einfluss der Russen in der Ukraine schwinden wird, wissen wir nicht, wie dazu die deutsche Haltung ausfallen wird. Deutschland befindet sich in einer sehr speziellen Lage. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist im Aufsichtsrat von Gazprom. Die Deutschen haben ein sehr komplexes Verhältnis zu den Russen. Die Deutschen wissen selbst nicht, was sie tun sollen. Sie müssen ihre Waren exportieren, die Russen können ihnen die Waren abnehmen. Andererseits verlieren sie eine Freihandelszone, die sie brauchen, um andere Sachen aufzubauen. Für die Vereinigten Staaten ist das Hauptziel, dass russisches Kapital, russische Technologien, ...ich meine deutsches Kapital und deutsche Technologien, und die russischen Rohstoffressourcen und die russische Arbeitskraft sich nicht zu einer einzigartigen Kombination verbindet, die die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern versuchen. Also wie kann man das erreichen, dass diese deutsch-russische Kombination verhindert wird? Die USA sind bereit, mit ihrer Karte diese Kombination zu zerschlagen: das ist die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer. Für die Russen ist dieses die entscheidende Frage, ob die Ukraine ein neutrales Land bleibt, also kein pro-westliches. Nun, wer mir eine Antwort darauf geben kann, was die Deutschen in dieser Situation tun werden, der kann mir auch sagen, wie die nächsten 20 Jahre Geschichte aussehen werden. Deutschland ist wirtschaftlich enorm mächtig, aber gleichzeitig geopolitisch sehr zerbrechlich, und sie wissen nie, wo und wie sie ihre Exporte verkaufen können. Denken sie über die „deutsche Frage“ nach, die wieder mal aufkommt. Das ist die nächste Frage, der wir uns stellen müssen, was wir aber nicht tun. Weil wir nicht wissen, was die Deutschen tun werden.

Ozeane und Weltall

  • „Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und des Weltalls begründet unsere Macht. Der beste Weg, die feindliche Flotte zu besiegen ist zu verhindern, dass sie gebaut wird. Die Vereinigten Staaten kontrollieren alle Ozeane der Welt. Das ist ihr fundamentales Interesse. Keine andere Macht hat das jemals getan. Aus diesem Grunde können wir über intervenieren, doch sie können uns nicht angreifen. Das ist eine schöne Sache.“
  • „Der Weg, den die Briten gingen um sicherzustellen, dass keine europäische Macht die Flotte bauen konnte bestand darin, dass die Europäer einander bekämpften. Es war zynisch, es war nicht moralisch vertretbar, aber es funktionierte. Und das ist der Punkt. Die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage ganz Eurasien zu okkupieren. In dem Moment, wo unsre Stiefel den Boden berühren sind wir demografisch zahlenmäßig unterlegen.


Literatur

siehe Wikipedia Menschenopferung und Pizzagate

Weblinks

Einzelnachweise

  1. G.Friedman: Pressekonferenz beim Chicago Council on Global Affairs[1] Youtube, abgerufen am 25. Februar 2017