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Dritter Weltkrieg (asymmetrischer Krieg)

Aus PlusPedia
Version vom 27. Februar 2017, 19:53 Uhr von WikiMANNia (Diskussion | Beiträge) ("im 21. Jahrhundert" doppelt, einmal raus)
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Geopolitisches Schlachtfeld Europa

Dritter Weltkrieg ist ein politisches Schlagwort, das mehrfach besetzt ist.

Zum einen bezeichnet es strategische Überlegungen, die Möglichkeiten für die USA umfassen, den globalen Machtanspruch durch einen europäisch-amerikanisch-russischen Krieg im 21. Jahrhundert zu manifestieren. Papst Franziskus I. wiederum sieht die Welt laut mehrfacher Aussage in Interviews und Predigten bereits heute "in einer Art Drittem Weltkrieg", der sich durch viele Regionalkriege, Terrorismus und sich ausbreitendes Chaos auszeichne.

Hintergründe

Grund dieser Überlegungen ist, dass eine Kooperation Russlands als Kontinentalmacht mit Deutschland als Technologiemacht den globalen Machtanspruch der USA gefährden könnte. Aus der Sicht von amerikanischen Analysten besitzt Eurasien das Potenzial, den formulierten globalen Machtanspruch der USA im 21. Jahrhundert in Frage zu stellen. Somit ist eines der Ziele des US-Imperiums, nach dem Autor Janne Jörg Kipp, „den Aufstieg eines neuen geopolitischen Rivalen zu verhindern“.[1]

--> siehe auch Endzeit-Apologeten (Endzeitler)

--> siehe auch Migrationswaffe

Durch George Friedman definierte geopolitische Ziel der USA für das 21. Jahrhundert

Einer der strategischen Vordenker der amerikanischen Geopolitik ist George Friedman. George Friedman ist Chef des führenden privaten US-amerikanischen Think Tanks STRATFOR. In seiner Rede Anfang Februar 2015 beim Chicago Council on Global definierte er die geopolitischen Interessen der USA und wie diese durch die USA erreicht werden können. Kern seiner Analyse ist, dass die größte Gefahr für das US-Imperium eine deutsch-russische Achse sei. Des Weiteren, dass das US-Imperium darauf hinwirken muss, zu verhindern, dass diese geopolitische Achse zwischen der BRD und Russland gebildet wird. Der Hintergrund seiner Analyse ist, dass das US-Imperium sämtliche Länder der Welt, bis auf Russland, geopolitisch als Seemacht gänzlich kontrollieren kann, aber nicht die Kontinentalmacht Russland. Somit muss das Hauptinteresse der USA, nach George Friedman, sein, Russland geopolitisch zu isolieren. In seiner Rede formuliert George Friedman die Geopolitik der USA mit den folgenden Sätzen:[2]

Definierte geopolitische Ziele von George Friedman gegenüber Deutschland und Russland (2015)

Deutschland und Russland

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NATO Manöver in Polen Ende 2016 mit ukranischen Streitkräften
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Die Nationen die an dem NATO Manöver in Polen Ende 2016 teilnahmen
  • „Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im ersten und zweiten Weltkrieg und im kalten Krieg, richtete sich auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Denn vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war, sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.“
  • „Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA einen Cordon sanitaire, einen Sicherheitsgürtel, um Russland herum aufbauen. Und Russland weiß es. Russland glaubt, dass die USA beabsichtigen, die Russische Föderation zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht töten, sondern nur etwas verletzen, Schaden zufügen. Jedenfalls sind wir jetzt wieder beim alten Spiel (!). Und wenn sie einen Polen, Ungarn oder Rumänen fragen... die leben in einer ganz anderen Welt wie die Deutschen. Und die Deutschen leben in einer ganz anderen Welt wie die Spanier. Also, es herrscht Uneinigkeit in Europa. Was die Ukrainer anbelangt, das werde ich ihnen genau sagen: sie werden versuchen, das Zischen seitens der USA zu vermeiden.“ + „Die Frage, die jetzt für die Russen auf dem Tisch liegt, ist, ob man die Ukraine als eine Pufferzone zwischen Russland und dem Westen haben will, die wenigstens neutral bleiben wird. Oder ob der Westen so weit in die Ukraine vordringt, dass er (NATO) nur 100 km von Stalingrad und 500 km von Moskau entfernt sein wird. Für Russland stellt der Status der Ukraine eine existenzielle Frage dar. Für die USA gilt, dass wenn Russland sich weiterhin an die Ukraine hängt, wir Russland stoppen werden.“ + „Deshalb starten die USA Maßnahmen wie solche, über die General Hodges, der für Blamagen bekannt ist, gesprochen hat, und zwar über Eingreiftruppen in Rumänien, Bulgarien, Polen und den baltische Staaten. + Der Grund dafür ist das Intermarum, das Zwischenmeerland. Das Territorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee. Dieses Konzept arbeitet Pilssudski aus.“
  • Die wirklich unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen. Wenn die USA diesen Sicherheitsgürtel aufbauen, nicht in der Ukraine, sondern mehr zum Westen hin, und der Einfluss der Russen in der Ukraine schwinden wird, wissen wir nicht, wie dazu die deutsche Haltung ausfallen wird. Deutschland befindet sich in einer sehr speziellen Lage. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist im Aufsichtsrat von Gazprom. Die Deutschen haben ein sehr komplexes Verhältnis zu den Russen. Die Deutschen wissen selbst nicht, was sie tun sollen. Sie müssen ihre Waren exportieren, die Russen können ihnen die Waren abnehmen. Andererseits verlieren sie eine Freihandelszone, die sie brauchen, um andere Sachen aufzubauen. Für die Vereinigten Staaten ist das Hauptziel, dass russisches Kapital, russische Technologien, ...ich meine deutsches Kapital und deutsche Technologien, und die russischen Rohstoffressourcen und die russische Arbeitskraft sich nicht zu einer einzigartigen Kombination verbindet, die die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern versuchen. Also wie kann man das erreichen, dass diese deutsch-russische Kombination verhindert wird? Die USA sind bereit, mit ihrer Karte diese Kombination zu zerschlagen: das ist die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer. Für die Russen ist dieses die entscheidende Frage, ob die Ukraine ein neutrales Land bleibt, also kein pro-westliches. Nun, wer mir eine Antwort darauf geben kann, was die Deutschen in dieser Situation tun werden, der kann mir auch sagen, wie die nächsten 20 Jahre Geschichte aussehen werden. Deutschland ist wirtschaftlich enorm mächtig, aber gleichzeitig geopolitisch sehr zerbrechlich, und sie wissen nie, wo und wie sie ihre Exporte verkaufen können. Denken sie über die deutsche Frage nach, die wieder mal aufkommt. Das ist die nächste Frage, der wir uns stellen müssen, was wir aber nicht tun. Weil wir nicht wissen, was die Deutschen tun werden.

Ozeane und Weltall

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Flugzeugträger sind ein wichtiger Teil der US-Seemacht
  • „Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und des Weltalls begründet unsere Macht. Der beste Weg, die feindliche Flotte zu besiegen ist zu verhindern, dass sie gebaut wird. Die Vereinigten Staaten kontrollieren alle Ozeane der Welt. Das ist ihr fundamentales Interesse. Keine andere Macht hat das jemals getan. Aus diesem Grunde können wir über intervenieren, doch sie können uns nicht angreifen. Das ist eine schöne Sache.“
  • „Der Weg, den die Briten gingen um sicherzustellen, dass keine europäische Macht die Flotte bauen konnte bestand darin, dass die Europäer einander bekämpften. Es war zynisch, es war nicht moralisch vertretbar, aber es funktionierte. Und das ist der Punkt. Die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage ganz Eurasien zu okkupieren. In dem Moment, wo unsre Stiefel den Boden berühren sind wir demografisch zahlenmäßig unterlegen.

Geopolitische Analyse von Zbigniew Brzeziński (1997)

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Die geopolitischen Zonen aus Sicht der USA

Neben der Anaylse von George Friedman vom Anfang Februar 2015 defininierte der amerikanische Politikwissenschaftler Zbigniew Brzeziński bereits 1997 die geopolitischen Akteure des 21. Jahrhunderts nach dem Zerfall der Sowjetunion, sowie die Möglichkeiten der USA auf dem „großen Schachbrett“ Eurasien kurz- und mittelfristig zu gewährleisten, dass die USA ihren globalen Machtanspruch im 21. Jahrhundert manifestieren können.

Aus Sicht des Analysten Zbigniew Brzezińskis sind die geostrategische Hauptakteure Frankreich, Deutschland, Russland, China und Indien, während Großbritannien, Japan, Indonesien zwar sehr wichtig, aber keine Hauptakteure sind. Die Ukraine, Aserbaidschan, Südkorea, die Türkei und der Iran stellen geopolitische Dreh- und Angelpunkte von entscheidender Bedeutung dar. Die Türkei und der Iran sind „innerhalb ihrer begrenzteren Möglichkeiten geostrategisch aktiv“. „Die wichtigsten und dynamischsten geostrategischen Akteure an Eurasiens westlicher Peripherie sind Frankreich und besonders Deutschland als wirtschaftlicher Motor der Region und künftige Führungsmacht der Europäischen Union (EU).“ „Deutschland hält jedoch wegen seiner geographischen Lage an der Option einer besonderen bilateralen Vereinbarung mit Russland fest.“

Zudem formulierte Zbigniew Brzezińskis in seinem Buch, dass die Ukraine der Schlüssel zur Umwandlung Russlands sei. „Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr. Es kann trotzdem nach einem imperialen Status streben, würde aber dann ein vorwiegend asiatisches Reich werden, das aller Wahrscheinlichkeit nach in lähmende Konflikte mit den aufbegehrenden Staaten Zentralasiens hineingezogen würde, die den Verlust ihrer erst kürzlich erlangten Eigenstaatlichkeit nicht hinnehmen und von den anderen islamischen Staaten im Süden Unterstützung erhalten würden.“ Die Vormachtstellung der USA hängt in der geostrageischen Konzeption laut Brzezinskis davon ab, inwiefern es sich in Eurasien, dem insgesamt überlegenen und geopolitisch „axialen“ Kontinent, behaupten kann: „ Eurasien ist somit das Schachbrett, auf dem sich auch in Zukunft der Kampf um die globale Vorherrschaft abspielen wird.“

Geopolitisches Schlachtfeld Zentral Europa (2015 - 2016)

Neben der Möglichkeit durch eine kriegerischen Konfrontation zwischen Europa und Russland besteht auch die Möglichkeit, die Region Eurasien durch nicht militärische Strategien zu destabilisieren. Eine dieser Möglichkeiten ist z. B. der Einsatz der Migrationswaffe.

Der Begriff Migrationswaffe wurde von der amerikanischen Wissenschaftlerin Kelly M. Greenhill geprägt. In ihrem 2010 erschienenen Buch mit dem Originaltitel Weapons of Mass Migration - Forced Displacement, Coercion, and Foreign Policy (deutsch: "Massen­­migrations­­waffen - Vertreibung, Nötigung und Außenpolitik") beschreibt Greenhill künstlich erzeugte Flüchtlings­­ströme als Mittel der Kriegs­führung. Nach Ansicht der Wissenschaftlerin Kelly M. Greenhill wurde diese Waffe, nach ihren Untersuchungen, zum erstenmal in Uganda 1951 eingesetzt. Des Weiteren soll nach der Wissenschaftlerin Greenhill der Begriff der Migrationswaffe ein geläufiger Fachbegriff des Militärs sein. Obwohl die Autorin nicht auf die Migration von 1 Millionen Migraten nach Zentral Europa sich im Jahre 2015 - 2016 eingeht, stellt Sie aber in einem Interview dar, dass die Türkei in Jahre 2015 die Migrationswaffe gegenüber der Europäischen Gemeinschaft eingesetzt hat.[3]

Nach der Analyse von Gerhard Wisnewski[4] aus dem Jahr 2016 soll die Migrationswaffe gegen Zentraleuropa eingesetzt worden sein, um den gepolitischen Raum Zentral Europa durch die Migration von einer Millionen Migranten zu destabilisieren. Inwieweit diese Analyse von Gerhard Wisnewski richtig ist, kann nicht validiert werden.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schlachtfeld Europa – Wie die nächste globale Katastrophe unseren Kontinent und damit auch Deutschland treffen wird [1] Kopp Online, abgerufen am 25. Februar 2017
  2. G.Friedman: Pressekonferenz beim Chicago Council on Global Affairs[2] Youtube, abgerufen am 25. Februar 2017
  3. Massenmigration als Waffe: Die Türkei hat ein großes Druckmittel in der Hand, Cicero am 17. November 2015 (Kelly Greenhill im Interview mit Alexander Marguier)
  4. Gerhard Wisnewski: Migrationswaffe und Einschüchterungsversuche durch die Politik[3] Youtube, abgerufen 25. Februar 2017