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Schweizer Luftwaffe
Die Schweizer Luftwaffe (fr. Forces aériennes suisses, it. Forze aeree svizzere, en. Swiss Air Force) ist die Luftstreitkraft der Schweizer Armee. Bis vor einigen Jahren war die Schweizer Luftwaffe noch unter ihrer alten Bezeichnung Flugwaffe bekannt.
Die Schweizer Luftwaffe ist zugleich die Speerspitze der Schweizer Armee in der dritten Dimension und schützt den Luftraum zu Gunsten der Armee und der Bevölkerung.
Die Aufgaben der Schweizer Luftwaffe sind folgende:
- Wahrung der Lufthoheit mittels Luftpolizeidienst und, wenn erforderlich, Luftverteidigung
- Lufttransportdienst unter anderem im In- und Ausland im Rahmen von Existenzsicherung und friedenserhaltenden Massnahmen.
- Nachrichtenbeschaffung für militärische und politische Instanzen und Erstellen der Luftlage (siehe auch Luftwaffennachrichtendienst (LWND))
Die 1964 gegründete Patrouille Suisse ist die offizielle Jet-Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe und gilt als Visitenkarte der Schweizer Armee im In- und Ausland.
Die Kampfflugzeug-Flotte
Sie besteht heute aus Kampfjets vom US-Typ F/A-18, welche in Friedenszeiten für die Luftraumüberwachung besorgt sind, sowie vom relativ bejahrten Typ F-5 Tiger. Es sind derzeit politische Diskussionen im Gang, diese Flotte zu erneuern. Ein erster Versuch dazu wurde allerdings bei einer Volksabstimmung verworfen.
Militärflugplätze der Schweizer Luftwaffe
Die Schweizer Luftwaffe besitzt folgende Flugplätze:
Alpnach (LSMA)
Hauptflugplatz sämtlicher Lufttransporte mit dem Lufttransportgeschwader 2.
Bern-Belp (LSMB)
Bern-Belp ist kein eigentlicher Militärflugplatz. Nur der Lufttransportdienst des Bundes ist dort stationiert.
Buochs (LSMU)
Buochs ist die sogenannte „Sleeping Base“. Auf dieser Basis findet kein militärischer Flugbetrieb mehr statt. Im Kriegsfall kann jedoch LSMU/LSZC reaktiviert werden.
Emmen (LSME)
Emmen ist ein Trainings- und Ausweichflugplatz für Kampfflugzeuge. Auch die bekannte Kunstflugstaffel Patrouille Suisse hat ihre Homebase in Emmen. In LSME/EML sind ebenfalls das Lufttransportgeschwader 7, das Drohnengeschwader 7 und die Zielflieger- und Instrumentenflugstaffel stationiert. Emmen ist auch Hauptstandort der Pilotenschule. Der Hauptsitz der RUAG Aerospace und der Armasuisse ist in Emmen; der Ort ist auch Ausgangspunkt für die Erprobungs- und Evaluationsflüge. Auch ein Super Puma- und ADS 95-Flugsimulator befinden sich dort. Im Oktober 2009 wird der PC-21-Simulator in Betrieb genommen. Später kommt noch ein Simulator des Eurocopter EC635 dazu.
Locarno (LSMO)
Locarno ist für die Grundschulung der Piloten und der Fallschirmaufklärer zuständig.
Lodrino (LSML) Lodrino ist für die Schulung der Fallschirmaufklärer zuständig.
Meiringen (LSMM)
Meiringen ist seit 2006 Heimatsbasis eines Fliegergeschwaders. Es ist ein Kriegsflugplatz und das zweite Standbein für die Luftverteidigung und den täglichen Flugbetrieb.
Payerne (LSMP)
Payerne ist ein Kriegsflugplatz, von dem aus vor allem die F/A-18 operieren. Stationiert sind dort zwei Fliegerstaffeln.
Sion (LSMS)
Sion ist ein Zivil- und Militärflughafen. Ein Fliegergeschwader und ein Teil der Pilotenschule sind dort beheimatet. Es ist ebenfalls ein Kriegsflugplatz.
Geschichte
Die Schweizer Luftwaffe wurde kurz nach dem Ersten Weltkrieg aufgebaut.
Im Zweiten Weltkrieg, wo die Schweiz neutral blieb, bewährte sie sich mit einigen Abschüssen von ins Schweizer Hoheitsgebiet eingedrungenen deutschen Kampfflugzeugen. Auf eine Drohnote des Hitler-Regimes hin stellte General Henri Guisan allerdings diese Abwehrmassnahmen ein. Nichts unternommen wurde dann im späteren Kriegsverlauf auch gegen Schweizer Territorium wohl nicht nur versehentlich, sondern zwecks Verkürzung der Anflugwege überfliegende Bomber der Alliierten; auch dann nicht, als versehentlich sogar Schweizer Gebiet mit Todesfolgen bombardiert wurde.
Während des kalten Krieges ab 1947 fand in der Schweiz ein starker Rüstungsschub statt, was auch die Luftwaffe einbezog: Es wurden hunderte von Kampfjets der Typen Vampire, Venom und Hunter beschafft. Ein weiteres solches 'Hundert-Geschäft' scheiterte dann allerdings in den 1960-er Jahren bezüglich des französischen Mirage-Typs an den ausufernden Kosten sowie politischen Tricks im Zusammenhang damit und ging als Mirage-Affäre in die Schweizer Geschichte ein; letztlich wurden nur rund 40 Mirage-Jäger beschafft. Auch gescheitert, aus technischen Gründen, ist die Schweizer Kampfjet-Eigenentwicklung P-16.
Rüstungsprogramm 2009
Dieses Rüstungsprogramm sah unter anderem vor, auf den Militärflugplätzen die bestehenden Anflugleitsysteme durch ein neues Militärisches Anflugleitsystem (kurz: MALS) zu ersetzen.
Weblinks
- Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt Commons: Schweizer Luftwaffe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Patrouille Suisse Fanclub
Init-Quelle
Die Artikel-Basisversion stammt aus der ehemaligen Enzyklopädie WikiBay. Erster Autor: Benutzer:Aeronaut
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