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Konflikte zwischen Israel und Libanon

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Zwischen Israel und dem Libanon bestehen seit einigen Jahren Konflikte wegen der Ausbeutung der Erdöl- und Erdgasreserven im Levantinischen Becken.

Nach internationalem Recht steht jedem Staat in der seiner Küstenlinie vorgelagerten, 200 Seemeilen breiten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) das souveräne Recht auf Exploration und Förderung der natürlicher Ressourcen zu. Allerdings sind die genauen Grenzen zwischen den einzelnen AWZ-Räumen der Staaten oft umstritten. So ist es auch zwischen Israel und dem Libanon: Umstritten ist besonders ein keilförmiges, etwas 870 Quadratkilometer großes Gebeit, das ungefähr 3% der AWZ des Libanon ausmacht. Die genaue Menge der in diesem umstrittenem Gebiet liegenden Rohstoffreserven ist schwer zu ermitteln. Eine Studie der Beratungsfirma Beicip-Franlab geht davon aus, dass im südlichen Teil der libanesischen AWZ, zu der auch der umstrittene Keil gehört, bis zu 340 Milliarden Kubikmeter Erdgas lagern könnten.

Die Ausbeutung der Rohstoffvorkommen im Levantinischen Becken ist in Israel bereits sehr fortgeschritten. Das Land entwickelt sich dadurch zu einer Energiemacht, die auch die Technik zur Förderung von Offshore-Vorkommen beherrscht. Im Gegensatz dazu deckt der Libanon immer noch 96% seines Energiebedarfs durch Importe. Geplante Förderprojekte mussten immer wieder aufgeschoben werden, was zumeist mit inneren politischen Konfliekten zusammenhing. Dabei interessieren sich bereits mehrere ausländische Energiekonzerne wie ExxonMobil, Shell und Total für die Förderung der libanesischen Offshore-Vorkommen. Die daraus möglichen Erlöse wären eine dringende Entlastung für den unter enormen Schuldenlasten ächzenden libanesischen Staat.