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Mordechai Zeira (* 7. Juni 1906 in Kiew; gest. 1. August 1968 in Tel Aviv) war ein jüdischer Komponist. Er galt als einer der bedeutendster Autoren leichter Lieder (zemer ivri bzw. Shirei Eretz Yisrael) seiner Zeit im Mandatsgebiet Palästina und dem daraus hervorgegangenen Israel. [1]
Der Komponist Mordechai Zeira und seine Frau Sara am Klavier
Mordechai Zeira wurde als Dimitry Mordekhai Grebenin in eine in Kiew lebende arme jüdische Familie geboren. Da das Geld für Musikunterricht fehlte, brachte er sich das Klavierspiel selber bei. Er studierte in Kiew zwei Semester Elektrotechnik, brach aber das Studium ab und arbeitete in einer Schuhfabrik.
Er zog nach Untergaliläa in eine Gegend auf der später das Kibbuz Afikim entstehen sollte und arbeitete als Schuhmacher, Fischer und in Jabneel und Tel Aviv im Straßenbau. 1927 ging er nach Tel Aviv und schloss sich dort dem Ensemble des Arbeitertheaters Ohel an. [2]Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehltDas von Mordechai Zeira komponierte Lied Anu Nosim Lapidim. Der Text stammt von Aharon Zeev.
Ein Jahr darauf übersiedelte er nach Jerusalem und nahm Musikunterricht bei Solomon Rosowsky. [3] 1928 veröffentlichte er zusammen mit dem Schriftsteller Itzhak Shenhar eine einer Pilgerfahrt nach Jerusalem gewidmete Liedersammlung. Seinen Nachnamen änderte er nun in Zeira.
1933 kehrte Zeira wieder zurück nach Tel Aviv und arbeitete dort als Elektroingenieur im Kraftwerk der Palestine Electric Corporation. In seiner Freizeit komponierte er und schuf so im Laufe der Jahre Hunderte von Liedern. 57 davon wurden veröffentlicht. [4] Zeira wurde zu einem bedeutenden Komponisten leichter Lieder des Genre zemer ivri, einer jahrzehntelang in Israel populären Musikrichtung. In seinen Liedern hat er häufig Texte zeitgenössischer israelischer Schriftsteller wie Nathan Alterman, Yaakov Orland, Aharon Ashman oder Alexander Pen verwandt. Dabei mischte er orientalische und europäische Einflüsse, besonders auch aus ihm seit Kindertagen vertrauten russischen und ukrainischen sowie chassidischen Lieder. [5] Bekannte Lieder von ihm sind u.a. Layla Layla, Ma Tovu, Ashrey Haish, Anu Nosim Lapidim, Al Tiram, Adama Adamati, Shnei shoshanim, Ziunionei haderech, Hayu leiloth und Ad Or HaBoker. [6]
Während der Zweiten Weltkrieges kämpfte Zeira in der unter britischem Kommando stehenden Jüdischen Brigade Palästinas. Dort organisierte er auch das jüdische Musikensemble Me'eyn Ze, mit dem er die Soldaten an den Kriegsfronten unterhielt.
1952 zeichnete ihn die Stadt Tel Aviv für seine volkstümlichen Lieder mit dem neu geschaffenen Yosef Alkoni Preis aus.
Mordechai Zeira starb 1968 an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Friedhof Kiryat Shaul in Tel Aviv beerdigt.
Im Jahr 2006 spielte die israelische Sängerin Keren Hadar eine CD mit Liedern von Mordechai Zeira ein. [7]
↑Motti Regev und Edwin Seroussi: Popular Music and National Culture in Israel, University of California Press, 2004, S. 59
↑Jascha Nemtsov: Der Zionismus in der Musik - Jüdische Musik und nationale Idee, Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 2009, S. 185
↑Encyclopaedia Judaica, Band XXI (Wel-Zy), 2. Aufl., Keter Publishing House Ltd., 2007, S. 494
↑Natan Shahar: The Eretz Israeli Song and the Jewish National Fund; in Ezra Mendelsohn: Studies in Contemporary Jewry, Band IX (Modern Jews and Their Musical Agendas), Oxford University Press, 1993, S. 91
↑Encyclopaedia Judaica, Band XXI (Wel-Zy), 2. Aufl., Keter Publishing House Ltd., 2007, S. 494
↑Musica Judaica, Band VI, American Society for Jewish Music, 1983, S. 86 und 87
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