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Kriegsgefangener
Ein Kriegsgefangener ist im allgemeinen ein Soldat, der von einer gegnerischen Streitmacht während eines bewaffneten Konfliktes gefangen genommen wird. Für die Behandlung von Kriegsgefangenen gelten die völkerrechtlichen Regelungen der Haager Landkriegsordnung von 1907 (Artikel 4 bis 20) und das III. Genfer Abkommen von 1949 (eine der vier Genfer Konventionen).
Beispiele aus der Geschichte
- Im Zweiten Weltkrieg gerieten rund 5,7 Millionen sowjetische Soldaten in deutsche Gefangenschaft.[1]
- Manchen Quellen zufolge nahm die Sowjetunion 3,5 Millionen Soldaten der Achsenmächte (inklusive japanischer Soldaten in der Mandschurei) gefangen.
- Nach dem Einmarsch der Roten Armee in Polen 1939 gerieten 240.000 polnische Soldaten in sowjetische Kriegsgefangenschaft.
Das für die Suche nach Vermissten zuständige Deutsche Rote Kreuz verzeichnet 1,3 Millionen deutsche Kriegsgefangene aus dem Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal niemals geklärt werden konnte; sie gelten bis heute offiziell als vermisst.[2]
Andere Lexika
Einzelnachweise
- ↑ Christian Streit: Keine Kameraden. Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen 1941–1945. DVA, Stuttgart 1978
- ↑ stern: Viele kamen nicht zurück, stern-Serie: Besiegt, befreit, besetzt – Deutschland 1945–1948, 14. März 2005