PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.

Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:

Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.

Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)

Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.

PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen

Luftangriff vom 4. Dezember 1944 auf Heilbronn

Aus PlusPedia
Version vom 7. Dezember 2019, 07:55 Uhr von OberKorrektor (Diskussion | Beiträge) (enzyklopäd. Einleitung)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Fachwerkhaus Heilbronn vor 1944
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Die ehem. Residenz der Deutschordensballei Franken in Heilbronn, ausgebrannt mit Ruine der Schloßkirche.
Schloßkirche der ehem. Residenz der Deutschordensballei Franken, Langhaus Südwand, Herme, nach 1944

Der Luftangriff vom 4. Dezember 1944 auf Heilbronn erfolgte während des Zweiten Weltkriegs durch die britische Royal Air Force (RAF). Dabei wurden rund 62 Prozent des Stadtgebiets von Heilbronn zerstört, darunter die gesamte historische Innenstadt. Es kamen rund 6500 Menschen ums Leben.

Die Situation danach stellte sich wir folgt dar: Damals war zwischen den beiden Fahrbahnen der Allee ein mehrere Meter breiter Gehweg, der von zwei Baumreihen begleitet wurde. Auf diesem Gehweg wäre gut zu laufen gewesen, wenn nicht immer wieder viele Dinge den Weg versperrten, die wie verkohlte Baumstücke aussahen. Immer wieder musste man über über diese Dinge steigen, die zahlreich zwischen Stümpfen der verbrannten Alleebäume herum lagen. Es war auffallend, dass alle eine so schön gleichmäßige Gabelung aufwiesen. Bei näherer Untersuchung fand man, dass in dem Stapel der verkohlten Dinge angekohlte Stoffreste und Stofffetzen hingen. Es stellte sich am Ende heraus, dass es gar nicht um verkohlte Baumstämme, sondern um die Reste verkohlter Körper von Menschen handelte. Kopf, Arme und Unterschenkel waren nicht einmal mehr ansatzweise erkennbar. Nur der Rumpf mit mehr oder weniger langen Stummeln der Oberschenkel waren übrig geblieben. Die Stofffetzen waren Reste von Unterwäsche und Oberkleidung. Warum ausgerechnet in Heilbronn so viele verbrannte Menschen? Die mittelalterliche Fachwerkstadt Heilbronns war sehr feuergefährlich und ergab eine außerordentlich hohe Brandlast. Zwischen den mittelalterlichen Fachwerkhäusern der Altstadt Heilbronns hatte es eine einzige, riesige Feuersäule gegeben. Hochlodernde Flammen schlugen weit über die Dächer hinauf, es war eine Gluthölle, ein Inferno. Wer da nicht rechtzeitig herausgekommen war, hatte keine Überlebenschance und war verloren

Je weiter man von der verbrannten Altstadt ging, desto geringer war der Verbrennungsgrad der Leichen. Bei den letzten konnte man erkennen, dass es durchweg ältere Personen waren, und auch, ob es eine Frau oder ein Mann war. Mehrere hundert Menschen dürften es gewesen sein, die bei der Flucht aus ihren Kellern im Feuersturm ihr Leben verloren hatten und deren Überreste auf dem Mittelstreifen der Allee lagen; allein in dem Stück zwischen Stadttheater und Karlstraße. Weiter nach Westen waren keine mehr anzutreffen.