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Luftangriff vom 4. Dezember 1944 auf Heilbronn


Der Luftangriff vom 4. Dezember 1944 auf Heilbronn erfolgte während des Zweiten Weltkriegs durch die britische Royal Air Force (RAF). Dabei wurden rund 62 Prozent des Stadtgebiets von Heilbronn zerstört, darunter die gesamte historische Innenstadt. Es kamen offiziell 6500 Menschen ums Leben. Es werden aber 25000 Tote geschätzt. Dies entspricht den Fassungsvermögen der Weinkeller in der Altstadt, die alle überfüllt waren mit Flüchtlingen und Einwohnern der Altstadt.
Vergiftung
Viele Heilbronner starben in den Kellern an einer Kohlenmonoxyd-Vergiftung.
Verbrennung
Die Situation danach stellte sich wir folgt dar: Damals war zwischen den beiden Fahrbahnen der Allee ein mehrere Meter breiter Gehweg, der von zwei Baumreihen begleitet wurde. Auf diesem Gehweg wäre gut zu laufen gewesen, wenn nicht immer wieder viele Dinge den Weg versperrten, die wie verkohlte Baumstücke aussahen. Immer wieder musste man über über diese Dinge steigen, die zahlreich zwischen Stümpfen der verbrannten Alleebäume herum lagen. Es war auffallend, dass alle eine so schön gleichmäßige Gabelung aufwiesen. Bei näherer Untersuchung fand man, dass in dem Stapel der verkohlten Dinge angekohlte Stoffreste und Stofffetzen hingen. Es stellte sich am Ende heraus, dass es gar nicht um verkohlte Baumstämme, sondern um die Reste verkohlter Körper von Menschen handelte. Kopf, Arme und Unterschenkel waren nicht einmal mehr ansatzweise erkennbar. Nur der Rumpf mit mehr oder weniger langen Stummeln der Oberschenkel waren übrig geblieben. Die Stofffetzen waren Reste von Unterwäsche und Oberkleidung. Warum ausgerechnet in Heilbronn so viele verbrannte Menschen? Die zahlreichen Fachwerkhäuser ergaben eine außerordentlich hohe Brandlast. Bedingt durch die überwiegende Fachwerkbauweise entsteht in der Altstadt der von den Briten geplante Feuersturm, der Rettungsbemühungen und Löschversuche so gut wie unmöglich macht. Hinzu kommt, dass die Wasserversorgung ebenfalls zerstört wird und die Abteilung der Feuerwehr in der Innenstadt samt Ausrüstung dem Luftangriff zum Opfer fällt. Kurz nach Beginn des Luftangriffs wird die Hauptschaltwarte des Elektrizitätswerks getroffen, so dass die Stadt ohne Stromversorgung ist.
Zwischen den zum Teil mittelalterlichen Fachwerkhäusern der Altstadt hatte es eine einzige, riesige Feuersäule gegeben. Hochlodernde Flammen schlugen weit über die Dächer hinauf, es war eine Gluthölle, ein Inferno. Wer da nicht rechtzeitig herausgekommen war, hatte keine Überlebenschance und war verloren. Es erfolgte in der Altstadt aufgrund der Gluthölle und der Feuersäule die sofortige Veraschung.
Je weiter man von der verbrannten Altstadt ging, desto geringer war der Verbrennungsgrad der Leichen. Bei den letzten konnte man erkennen, dass es durchweg ältere Personen waren, und auch, ob es eine Frau oder ein Mann war. Mehrere hundert Menschen dürften es gewesen sein, die bei der Flucht aus ihren Kellern im Feuersturm ihr Leben verloren hatten und deren Überreste auf dem Mittelstreifen der Allee lagen; allein in dem Stück zwischen Stadttheater und Karlstraße. Weiter nach Westen waren keine mehr anzutreffen.
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