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Rothenburg ob der Tauber

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Rothenburg ob der Tauber (kurz auch Rothenburg o.d.T.)[1] ist eine Kleinstadt in Mittelfranken. Sie gehört zum Landkreis Ansbach in Bayern und liegt an der Grenze zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Mit dem weitgehend erhaltenen mittelalterlichen und historisch authentischen Stadtkern ist die Große Kreisstadt Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Baudenkmälern. Herausragend an der Altstadt ist, dass sie trotz der Kriegszerstörungen von 1945 und des schlichten, unauffälligen Wiederaufbaus praktisch keine modernistischen Brüche erkennbar sind. Der historische Stadtkern ist von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben. Nach amtlichen Angaben lebten 2018 rund 11.240 Einwohner in der Stadt.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurden am 31. März 1945 etwa 45 % der Bausubstanz Rothenburgs durch den Angriff einer Staffel der 386. Bombardement Group der US-Luftwaffe beschädigt oder zerstört,[2] 39 Personen kamen dabei ums Leben.[3] Der Bombenangriff galt einem Öllager im oberfränkischen Ebrach, das aber wegen Vernebelung nicht angegriffen werden konnte, so dass Rothenburg – obwohl ohne militärische Bedeutung – als Ersatzziel angegriffen wurde. Die Zerstörung betraf hauptsächlich den neueren Ostteil der Altstadt, so dass die bedeutendsten Baudenkmäler erhalten blieben. Nach dem Krieg wurden die Gebäude originalgetreu wiederaufgebaut bzw. saniert. Die später befragten Piloten sagten aus, sie hätten nicht geahnt, welche Kulturstadt sie bombardierten. Nach Kriegsende beteiligten sich die US-Amerikaner mit Spenden am Wiederaufbau, wie die Spendertafeln am Wehrgang noch belegen.

Vergleich zu Wikipedia




  1. Es gibt keine amtliche Abkürzung wie bei anderen bayerischen Gemeinden üblich
  2. Kurze Stadtgeschichte auf der Website von Rothenburg Tourismus.
  3. Rothenburg unterm Hakenkreuz … und die Jahre danach.