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68er-Bewegung
Als 68er-Bewegung werden politische Bewegungen der Neuen Linken zusammengefasst, die in den 1960er Jahren von Studenten ausgingen und in einigen Staaten ab dem Jahr 1968 besonders hervortraten. Sie knüpften in den USA an der Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner an und setzten sich fort im Protest gegen den Vietnamkrieg. Der Mai 1968 in Frankreich bildete ein Zentrum der 68er-Bewegung in Westeuropa. In diesem Zusammenhang erlebte die von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno entwickelte Kritische Theorie ihre Blütezeit in der Bundesrepublik Deutschland. Auch die sexuelle Revolution spielte in der Ideengeschichte der 68er ein große Rolle. Zeitgleich entstand in der katholischen Kirche die Befreiungstheologie.
Rezeption
Das Musical Hair setzte sich kritisch mit einer speziellen Gruppe, der sogenannten Hippie-Bewegung auseinander. Einige Autoren sehen in den 68ern Wegbereiter für die Internetkultur der Gegenwart, eine fortschreitende Demokratisierung und die Gründung von vielen Nichtregierungsorganisationen.[1]
Literatur
- Ingrid Gilcher-Holtey: Die 68er Bewegung. Deutschland - Westeuropa - USA, Verlag C. H. Beck, München 2001
Siehe auch
Weblinks
- Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung
- 1968 in der deutschen Literaturwissenschaft - Internetprojekt
- Die 68er-Revolution und ihre Folgen - Reflexion verpönt, Kritik unerwünscht in der Zeitschrift Cicero
Vergleich zu Wikipedia
- ↑ 1968 revisited. 40 years of protest movements. Heinrich Böll Stiftung, 2008-05, S. 7 f.. Abgerufen am 8. September 2015. (PDF)