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Heroin

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Heroin ist ein altgriechisches Kunstwort (heroine ἡρωίνη, siehe Heros) für eine Droge (Rauschgift) mit einem sehr hohen Abhängigkeitspotential bei jeder Konsumform.[1] Die therapeutische Anwendung von Heroin ist in den meisten Staaten verboten.[2] Die Wirkungen sind medizinisch seit langer Zeit mehrfach untersucht.[3][4][5]

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Wenn stark Heroinabhängige nicht innerhalb von acht bis zwölf Stunden nach dem letzten Konsum eine weitere Dosis zu sich nehmen, kommt es zu Entzugserscheinungen. Der Entzug von Opioiden ist im Allgemeinen nicht lebensbedrohlich, aber oft sehr gefürchtet und kann körperlich sehr anstrengend sein. Seit langem ist bekannt, dass Methadon in der Substitutionstherapie eingesetzt werden kann. Süchtige klagen zum Beispiel über Verdauungsprobleme und fallen allgemein durch Vernachlässigung ihrer persönlichen Angelegenheit sowie manchmal durch Sprachstörungen auf.

Gesundheitsgefahren

Die Folgen für die Gesundheit werden in der Wikipedia verharmlost. So werden die Wirkungen auf viele Organe wie Gehirn, Leber, Magen und Darm nicht ausreichend beschrieben. Teilweise werden Desinformationen verbreitet, wonach es „braunes und weißes Heroin“ gäbe.[6] Reines Heroin ist jedoch immer weiß, andere Farben deuten auf Verunreinigungen. Seit 1982 werden Veränderungen der weißen Hirnsubstanz mit Heroin in Verbindung gebracht und als spongiforme Leukenzephalopathie bezeichnet.[7][8] Nach Injektion wird Heroin auf dem Weg ins Gehirn zu mehr als 99 Prozent deazethyliert und in Morphin umgewandelt[9] Heroin kann über eine Beeinflussung des Hippocampus die Krampfschwelle senken und damit wie bei einer Epilepsie Krampfanfälle auslösen. Diese stellten im bundesdeutschen Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger bei den insgesamt 156 Teilnehmern eines Beobachtungszeitraums von vier Jahren mit insgesamt zehn Fällen das häufigste schwerwiegende unerwünschte Begleitsymptom dar.[10] Unter Methadon-Substitution dürften epileptische Anfälle seltener auftreten.[11] Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 194 Todesfälle im direkten Zusammenhang mit Heroin/Morphin gezählt, in 280 weiteren Fällen war Heroin neben anderen Drogen involviert.[12] Der somit auf etwa 47 % gesunkene Anteil lässt sich durch einen entsprechend gestiegenen Anteil an Todesfällen erklären, der mit Opiat-Substitutionsmitteln in Verbindung gebracht wird. Bezogen auf das Jahr 2014 veröffentlichte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung keine konkreten Zahlen, bezeichnete Heroinmissbrauch aber weiterhin als Hauptursache in Bezug auf die Zahl der Drogentoten.[13]

Vergleich zu Wikipedia



Einzelnachweise

  1. Pharmacologic treatment of heroin-dependent patients. Ann Intern Med 133(1):40-54 (2000) PMID 10877739
  2. Wissenschaft-Online-Lexika: Eintrag zu Heroin im Lexikon der Biochemie, abgerufen am 27. März 2012.
  3. Acute heroin overdose. Ann Intern Med 130(7):584-90 (1999) PMID 10189329
  4. Chronic nephropathies of cocaine and heroin abuse: a critical review. Clin J Am Soc Nephrol 1(4):655-67 (2006) PMID 17699270
  5. Comparison of morphine concentration-time profiles following intravenous and intranasal diamorphine in children. Arch Dis Child 94(12):974-8 (2009) PMID 19793724
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Heroin
  7.  E. C. Wolters, G. K. van Wijngaarden, F. C. Stam u. a.: Leucoencephalopathy after inhaling “heroin” pyrolysate. In: The Lancet. 2, Nr. 8310, 1982, S. 1233–1237, PMID 6128545.
  8.  E. Bartlett, D. J. Mikulis: Chasing “chasing the dragon” with MRI: leukoencephalopathy in drug abuse. In: Br J Radiol. 78, Nr. 935, 2005, S. 997–1004, doi:10.1259/bjr/61535842 , PMID 16249600.
  9. Resultate der Prove-Versuche des eidgenössischen Bundesamtes für Gesundheitswesen 1998). Zu Äquivalenzdosen siehe auch Seidenberg & Honegger: Methadon, Heroin und andere Opioide, Huber Verlag
  10. Das bundesdeutsche Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger – eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Therapiestudie. auf heroinstudie.de, 2008
  11. A. Seidenberg, U. Honegger: Heroin. In pharma-kritik, Jahrgang 19, Nr. 9/1998 (online)
  12. Rauschgifttote nach Todesursachen 2013 – Länderabfrage.(Archivversion vom 9.2.2016 (PDF) Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 17. April 2014, abgerufen am 14. Oktober 2015
  13. Zahl der Drogentoten / Rauschgiftlage 2014.(Archivversion vom 3.8.2016 (PDF) Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 21. April 2015; abgerufen am 14. Oktober 2015